Notizen von Mowa – Teil 3

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  • #368355
    Anonym

      Das mit der Perspektive vor Ort klingt für mich auch gut, die Leute kennen Dich und Deine Möglichkeiten genau. Ich weisz aber ja nicht genau, was die Gründe für den gewollten Umzug waren, auszer, dass ich mich daran erinnere, dass die Familie Deines Mannes in Berlin lebt. Kann mensch da nicht auf häufigere Besuche setzen?

      lg!

      #368437

      Es ist weder notwendig noch relevant, mich als erfolgreiche Managerin meiner eigenen Gesundheit zu verkaufen, weil das vorausgesetzt wird :unsure:

      Ich hatte nach dem Studium schon das Problem, bei Bewerbungen Krankheiten zu thematisieren (Allergien etc.) und es mir daher abgewöhnt, nachdem mir meine Beraterin vom Arbeitsamt dazu immer wieder geraten hat. Am liebsten sind Arbeitgebern eben gesunde Mitarbeiter, die viel leisten und selten ausfallen. Das finde ich auch schade, aber irgendwo auch verständlich. Letztlich liegt es wohl an unserem System bzw. daran, dass einen die Arbeitgeber ja erstmal gar nicht kennen.

      #368488
      Anonym

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        #368500
        Pia

          Guten Abend @Mowa,

          ich hab gerade bei dir reingesehen und das Bild von Horst, wie üblich, ohne Link gesehen.

          Da mich das Thema grundsätzlich interessiert, aber eben auch der Text dazu, vielleicht dich auch, weil du dich ja noch weiterbewerben möchtest, verlinke ich dir mal dieses PDF:

          Stigmatisierung von Menschen mit der Diagnose Schizophrenie
          Wen würden Arbeitgeber einstellen?

          https://peer-counseling.org/<wbr />wp-content/uploads/2022/12/<wbr />Hadenfeldt-Anna-Wiebke-Zur-<wbr />Stigmatisierung-von-Menschen-<wbr />mit-der-Diagnose-<wbr />Schizophrenie.pdf

          Schade, dass es mit dem Job nicht geklappt hat. Berlin bietet viele interessante Möglichkeiten, Mowa, vielleicht findest du was, was dir vielleicht viel besser gefällt. Ich drück dir die Daumen. 👍

          Schönen Abend noch und liebe Grüße

          Pia

           

           

          #368503
          Anonym

            @Pia vielen Dank für das Verlinken, ohne Dich wären wir wirklich alle hier aufgeschmissen ! :wacko:

            #368504

            Tut mir leid, dass es mit der Stelle nicht geklappt hat, liebe Mowa. Aber ich denke immer, wenn so eine Tür zufällt, öffnet sich vielleicht eine andere, viel bessere Tür, mit der du jetzt noch gar nicht rechnest.

            #369111

            Ich weisz aber ja nicht genau, was die Gründe für den gewollten Umzug waren, auszer, dass ich mich daran erinnere, dass die Familie Deines Mannes in Berlin lebt. Kann mensch da nicht auf häufigere Besuche setzen?

            Ja, das ist richtig @manon.

            Der Anlass war, dass ich beim plötzlichen Tod meines Vaters vor einem Jahr gemerkt habe, wie wenig Zeit ich mit meinen Eltern in meinem Leben verbracht habe und wie sehr mir das fehlt.

            Ich weiß, wie wichtig die Familie für meinen Mann ist und wünsche ihm, dass er nicht nur das Gefühl hat, von seiner Stadt entrissen worden zu sein.

            Außerdem hat mein Mann eine aggressive und schwere Nierenerkrankung, die langfristig an der Charité behandelt wird. Vom hiesigen Nierenzentrum wird er immer wieder enttäuscht.

            Es ist eher eine finanzielle Frage, wie oft mein Mann in Berlin sein kann und ich bzw. wir nach Japan fliegen können.

            Am liebsten sind Arbeitgebern eben gesunde Mitarbeiter, die viel leisten und selten ausfallen. Das finde ich auch schade, aber irgendwo auch verständlich.

            Das stimmt, @Dopplereffekt. Ich finde es auch bedenklich, wenn (edit:) niemand die eigene Vulnerabilität offenlegen kann, wenn alle Menschen mehr oder weniger vulnerabel sind und kein Mensch nur gesund ist.

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            Da mich das Thema grundsätzlich interessiert, aber eben auch der Text dazu, vielleicht dich auch, weil du dich ja noch weiterbewerben möchtest, verlinke ich dir mal dieses PDF:

            Danke, @Horst und @Pia. Ich finde es sehr gut, wenn im Rahmen eines Weiterbildungskurses zum Peer Counselling so eine Hausarbeit entsteht :gut:

            Mit Stigmatisierung habe ich mich in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt, vor allem über Prof. Rüsch, der hervorragender Stigmaforscher psychischer Erkrankungen ist.

            Ich finde, dass wir ein Arbeitsumfeld brauchen, in dem Menschen sicher arbeiten können, ohne das Gefühl zu haben, nicht krank werden zu dürfen.

            Meiner Meinung nach können Menschen erst durch ein solches Arbeitsumfeld maximal leisten und gesund bleiben.

            Schade, dass es mit dem Job nicht geklappt hat.

            Tut mir leid, dass es mit der Stelle nicht geklappt hat,

            Ja, danke, @Pia und @Mond.

            Aber ich denke immer, wenn so eine Tür zufällt, öffnet sich vielleicht eine andere, viel bessere Tür, mit der du jetzt noch gar nicht rechnest.

            Stimmt, das klingt gut :gut:

            Die Wahl hätte ich gerne gehabt, die Stelle anzunehmen, gleichzeitig bin ich erleichtert, wenn wir erstmal bzw. vielleicht doch bis zu meiner Rente hier bleiben.

            Einmal im Leben außerhalb der Forschung versucht zu haben, mich um einen Job zu bewerben, war eine wichtige Erfahrung für mich. Jetzt bin ich froh, dass ich wieder zur Ruhe kommen kann.

            Durch meine Bewerbungen im letzten halben Jahr ist mir auch viel bewusster geworden, wie gut und sicher die Umgebung ist, in der wir seit knapp 8 Jahren leben.

            Es gibt mir auch ein sehr gutes Gefühl, wenn ich das, was wir bereits aufgebaut haben, besser pflege und intensiver wahrnehme.

            Daher ja, ich bin gespannt, wie es hier mit mir und mit uns weitergeht :-)

            Übrigens habe ich gestern die finale Genehmigung bekommen, das Youtube-Video der Podiumsdiskussion der Mental Health Initiative von vor einem Jahr veröffentlichen zu können, nachdem ich es vor ein paar Wochen endlich geschafft habe, das Video mit Untertiteln zu versehen.

            Mal schauen, wie meine Arbeitswoche wird. Die letzten 2 Wochen habe ich mich zunehmend ausgebrannt gefühlt und konnte kaum vernünftig arbeiten.

            Wenn es heute nicht besser wird, wollte ich zum Arzt und mich krankschreiben lassen.

            • Diese Antwort wurde vor 1 Jahr, 6 Monaten von Mowa geändert.
            #369117
            Anonym

              Liebe mowa pass gut auf deine Ressourcen auf, und erlaube dir dich wieder aufzuladen.

              Gute Besserung dir.

              Lg,blaustern

              #369292

              Am liebsten sind Arbeitgebern eben gesunde Mitarbeiter, die viel leisten und selten ausfallen. Das finde ich auch schade, aber irgendwo auch verständlich. Letztlich liegt es wohl an unserem System bzw. daran, dass einen die Arbeitgeber ja erstmal gar nicht kennen.

              Das stimmt, @Dopplereffekt. Ich finde es auch bedenklich, wenn (edit:) niemand die eigene Vulnerabilität offenlegen kann, wenn alle Menschen mehr oder weniger vulnerabel sind und kein Mensch nur gesund ist.

              Ich denke, das liegt zum einen am Gewinnstreben und der Leistungsorientierung in unserem System. Zum anderen liegt es sicher daran, dass es bei einer Bevölkerung von Millionen von Menschen eben so ist, dass der Arbeitgeber den Bewerber/die Bewerberin meist im Vorhinein nicht kennt und somit nur anhand dessen entscheidet, was du ihm in deiner Bewerbung schreibst bzw. im Gespräch sagst. Beim direkten Vergleich mit jemandem der „Vulnerabilitäten“ nicht angibt, hast du daher eher einen Nachteil.

               

              #369972

              Guten Morgen zusammen,

              danke @Blaustern und @Dopplereffekt :ciao:

              Ich denke, das liegt zum einen am Gewinnstreben und der Leistungsorientierung in unserem System.

              Ja, und ich denke, dass die Schaffung eines Arbeitsumfelds, das offen und verständnisvoll gegenüber gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist, sogar dem Gewinnstreben und der Leistungsorientierung dienlich ist, was ich auch in meinem obigen Post gemeint habe:

              Ich finde, dass wir ein Arbeitsumfeld brauchen, in dem Menschen sicher arbeiten können, ohne das Gefühl zu haben, nicht krank werden zu dürfen.

              Meiner Meinung nach können Menschen erst durch ein solches Arbeitsumfeld maximal leisten und gesund bleiben.

              Auch deshalb ist Inklusion und Vielfalt wichtig und relevant für alle, und nicht nur für Menschen, die exkludiert werden.

              ***

              Ja! Ich habe jetzt ganz viel Freizeit für mich, und das tut mir wirklich sehr gut. Die letzten Tage war ich auch nicht im Forum, habe einfach spontan eine Pause gemacht, und das hat mir auch sehr gut getan.

              Am Dienstag bin ich endlich zu meinem Psychiater gegangen, nachdem es mir nicht besser ging. Ich wusste selbst nicht, was ich habe, außer dass ich seit 2 Wochen dauerhaft müde bin und mich nur bei bestimmten Tätigkeiten aufraffen kann, was für mich nicht normal und ein Warnzeichen ist.

              Meine Mutter hat vermutet, dass es daran liegen könnte, dass ich langsam in die Wechseljahre komme. Mein Mann hatte auch den gleichen Gedanken. Er hat sich auch gefragt, ob das mit meinem Neurodermitis oder der möglichen Tierhaarallergie zu tun hat. Mein Psychiater hat gemeint, dass das auch ein Infekt sein kann.

              Ich habe ihm erzählt, dass ich letzte Woche eine Absage aus Berlin bekommen habe und ich keine Kraft mehr habe, gleich mich nochmal zu bewerben. Ich beschäftige mich seit April mit den Bewerbungen, und ich merke meine gesundheitliche Grenze, dass ich mich nicht noch mehr bei der Jobsuche anstrengen kann.

              Zusätzlich zu den Bewerbungen ist im letzten halben Jahr bei mir sehr viel passiert, vor allem die Neuwahl des Betriebsrates und die Übergabe des Betriebsratsbüros, dann aber auch meine Verletzung und die OP von Chanchan, so dass ich nicht zur Ruhe gekommen bin.

              Mein Psychiater hat dann gesagt, dass es sein kann, dass es mir aufgrund meiner Grunderkrankung zu viel geworden ist und ich mich erholen sollte.

              Ich habe ihn gebeten, dass ich an den kommenden Mittwochs arbeiten kann, weil dann die Schnupperkurse für das Betriebliche Gesundheitsmanagement stattfinden, die ich seit vielen Monaten mit viel Aufwand und Sorgfalt geplant habe und ausfallen würden, wenn ich nicht vor Ort bin.

              Jetzt die Woche war ich am Dienstag krankgeschrieben, dann habe ich am Mittwoch gearbeitet, und am Donnnerstag und Freitag wieder krankgeschrieben. Nächste Woche werde ich wieder am Mittwoch arbeiten und bin ansonsten krankgeschrieben usw.

              Hffentlich bin ich am Mittwoch in 10 Tagen wieder fit um zu arbeiten.

              Was ich bereits merke, ist dass mir die Zeit, in der ich zu nichts verpflichtet bin, wirklich gut tut. Ich glaube, genau das hat mir seit Monaten gefehlt. Die letzten 3 Tage bin ich auch morgens mindestens 2 Stunden lang mit Chanchan am Neckar und in der Nachbarschaft gewandert, und das tut mir auch richtig gut!


              Außerdem habe ich angefangen, online die japanische Version des Mahjongs zu spielen. Es ist ein Spiel, das mein Vater gerne gespielt hat und wir vor ca. 40 Jahren mit der ganzen Familie zu Hause gespielt haben, ohne dass ich als Kind die Regeln genau verstanden habe.

              Jetzt am Sonntag treffen wir, meine Mutter, meine Geschwister und ich, uns anlässlich des 1. Todestags des Vaters und wollen dann zusammen online japanisches Mahjong spielen. Die Regeln habe ich inzwischen auch einigermaßen verstanden B-)

              Heute ist das wöchentliche Zoom-Treffen mit meiner Mutter geplant, dann wieder eine Wanderung mit Chanchan, danach will ich die Wohnung putzen und den sonstigen Haushalt erledigen. Außerdem habe ich viel Lust, mal wieder Flammkuchen selber zu backen :gut:

              Ich wünsche Euch allen ein gutes und erholsames Wochenende :ciao:

              Liebe Grüße,
              Mowa

              #370349

              Oct 20, 2024
              Beim morgendlichen Spaziergang auf dem Oberen Philosophenweg haben Chanchan und ich ganz viele Esskastanien gefunden und sie eifrig gesammelt.

              Oct 21, 2024
              Im Herbst scheint der Wald besonders spannend zu sein.

              #370393

              Ja, und ich denke, dass die Schaffung eines Arbeitsumfelds, das offen und verständnisvoll gegenüber gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist, sogar dem Gewinnstreben und der Leistungsorientierung dienlich ist, was ich auch in meinem obigen Post gemeint habe:

              Ja, das denke ich auch. Es sollte ja besser sein, wenn Leute etwas weniger leisten, als, wenn sie gar nicht arbeiten. Und ein paar kurze Krankschreibungen sind auch besser, als eine sehr lange oder gar eine Erwerbsunfähigkeit.

              Meine Mutter hat vermutet, dass es daran liegen könnte, dass ich langsam in die Wechseljahre komme. Mein Mann hatte auch den gleichen Gedanken. Er hat sich auch gefragt, ob das mit meinem Neurodermitis oder der möglichen Tierhaarallergie zu tun hat. Mein Psychiater hat gemeint, dass das auch ein Infekt sein kann.

              Ich meine, mal gehört zu haben, dass die Neurodermitis bei Frauen in den Wechseljahren weniger werden kann. Ich verstehe es so, dass sich der Körper bei Frauen dann umstellt und in dem Zuge Veränderungen möglich sind. Als Frau kennst du dich damit aber sicher besser aus.

              Für mich hängen Müdigkeit und Neurodermitis zusammen. In Stressphasen, wo ich trotz Müdigkeit weitermache, reagiert leider die Haut etwas. Andersherum sieht es für mich so aus, dass die Neurodermitis die Müdigkeit verstärkt. Bei den Allergien sieht es ähnlich aus. Eigentlich bin ich bei Stress insgesamt empfindlicher, also psychisch und körperlich :-/ . Da muss ich auch gerade aufpassen…

              #370466

              Hallo @Dopplereffekt, danke für Deine Rückmeldung :ciao:

              Meine Neurodermitis ist derzeit stabil. Anfang des Jahres hatte ich einen Schub, den ich ohne Cortison und nur mit Eucerin AtopiControl-Produkte in den Griff bekommen habe. Während des Schubs hat es mehrere Monate gedauert, bis die Haut sich erholt hat.

              Vielleicht liegt es tatsächlich an meinem Alter, dass die Neurodermitis weniger wird. Das wäre ein echter Vorteil des Alterns B-)

              Wie geht es Dir und Deinem Job? Wirst Du bald Deinen Blog aktualisieren? :-)

              ***
              So, hier noch ein Chanchan-Video von gestern:

              Oct 21, 2024
              Eine Shiba im Schafspelz.

              Heute hat mein Mann Geburtstag. Er schläft noch, mal gucken, was wir alles zusammen unternehmen wollen :heart:

              Gestern habe ich bis kurz vor Mitternacht online Jantama gespielt, damit ich ihm gratulieren konnte. Ich gehe ja sonst sehr früh schlafen, vor 22 Uhr und manchmal auch schon um 20 Uhr.

              Danach war ich völlig k.o. und bin sofort eingeschlafen…

              • Diese Antwort wurde vor 1 Jahr, 5 Monaten von Mowa geändert.
              #370928

              Gestern habe ich beim Psychiater eine erneute AU-Bescheinigung abgeholt, nachdem ich am Mittwoch gearbeitet habe. Bis Dienstag gilt die AU, danach bin ich hoffentlich wieder fit.

              Auf dem Rückweg habe ich 3 Töpfe Christrosen gekauft und sie in den Balkonkasten mit frischer Erde gepflanzt :heart:

              Ich bin mehr als 2 Stunden mit Chanchan gelaufen, und später bin ich auch zum Psychiater und zurück gelaufen. So hole ich mir die Bewegung, die mir jetzt gut tut :-)

              24.10.2024
              Chanchans Kampf mit einem Riesenast.

              #371102

              Heute fahren wir zur ehemaligen Kollegin, die gerade eine Ausbildung als Hundetrainerin absolviert und auch Hundesitting anbietet.

              Wenn Chanchan und ihr Hund Falco sich gut vertragen, dann wollen wir während unserer nächsten Japanreise Chanchan ihnen anvertrauen.

              Oct 25, 2024
              Chanchans Kampf mit den Graswurzeln.

            Ansicht von 15 Beiträgen – 1126 bis 1140 (von insgesamt 1683)
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            2 thoughts on “Notizen von Mowa – Teil 3”

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