Notizen von Mowa – Teil 3

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  • Dieses Thema hat 1682 Antworten sowie 44 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 7 Monate von Mowa aktualisiert.
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  • #296292

    Danke Freia :-) Ja die Kosten sind hoch, schon alleine für den Kauf bei der VDH-Züchterin: https://tamashii-shibas.de/preise

    Es geht mir Ludwig um die grundsätzliche Frage:
    Welches Leben ist lebenswert und menschenwürdig, und wer entscheidet darüber nach welchen Kriterien?

    Menschen mit körperlichen und/oder psychisch-geistigen Beeinträchtigungen werden ja heute in Deutschland nicht mehr zwangssterilisiert und/oder vernichtet.

    Anscheinend aber lebt die Eugenik in der Reproduktionsmedizin weiter. DAS hinterfrage ich.

    Wir selbst haben als Paar einige Jahre gebraucht, um uns für die Beratung im Kinderwunschzentrum zu entscheiden. Nur haben wir bei der Entscheidung der jungen Reproduktionsmedizinerin genau null eine Rolle gespielt, denn sie hat sich nur unsere Diagnosen angehört, bevor sie die „Beratung“ beendet hat.

    Klar Amethyst, bei der Eignungsprüfung zur Adoptions- und Pflegeelternschaft muss Kindeswohl vorrangig berücksichtigt werden.

    #296313
    Anonym

      @Mowa, das Kinderkriegen hatten wir hier ja schon diskutiert und ich stehe noch immer zu meiner Aussage, dass ich es als unverantwortlich erachte als Schizophrener Kinder in die Welt zu setzen. Wenn beide Elternteile schizophren sind grenzt dass für mich schon an krimminellen Verhalten ! Ganz abgesehen davon, dass ein Mutterwunsch über 40 Altersjahre so oder so schon ganz daneben ist !

      #296315
      Isa

        Ach @Ludwig lass doch Mowa endlich mal in Ruhe. Wir leben im 21. Jahrhundert und nicht im 19. Meine Mutter war bei mir auch deutlich über 40 und das vor 60 Jahren. Sie war die beste Mutter der Welt.

        Liebe @Mowa entschuldige, dass ich das hier geschrieben habe, aber Ludwig hat so ein schlimmes Verhalten, da konnte ich mich nicht zurücknehmen. Ich habe übrigens einen Kollegen gehabt früher, der hat auch mit Ü 40 ein Kind aus Südamerika adoptiert, das ist möglich, nur für Deutschland gilt die 40 Grenze. Er ist übrigens auch psychisch vorbelastet, aber die Kleine hat ein gutes Leben.

         

        #296317

        Nur haben wir bei der Entscheidung der jungen Reproduktionsmedizinerin genau null eine Rolle gespielt, denn sie hat sich nur unsere Diagnosen angehört, bevor sie die „Beratung“ beendet hat.

        Dann könntest du vielleicht noch zu einer anderen Ärztin/ einem anderen Arzt und dann von psychiatrischen Diagnosen nichts erzählen.

        Ich denke die Diagnose an sich ist weniger das Problem, wenn ihr euch gut um das Kind kümmern könnt. Von der Hypothese einer genetischen Vererbung der Schizophrenie halte ich nicht viel. Das eine Schizophreniegen gibt es anscheinend gar nicht, sondern es spielen sehr viele Gene eine Rolle. Dazu finde ich Manhattendiagramme sehr anschaulich.

        Ich sehe eher eine Problematik in einer Schwangerschaft, während einer Medikamenteneinnahme. Damit habe ich mich aber nicht weit befasst.

         

        #296321
        Anonym

          In der Geschichte der Menschheit waren Männer bei der Geburt des ersten Kindes durchschnittlich gut sieben Jahre älter als Frauen, so das Resultat einer Studie. Während der vergangenen 250.000 Jahre betrug demnach das Alter der Väter zu diesem Zeitpunkt gemittelt 30,7 Jahre, das der Mütter 23,2 Jahre. Das berichten US-Forscher im Fachblatt „Science Advances“ auf Basis von Genomanalysen. Demnach betrug die Dauer einer Generation durchschnittlich knapp 27 Jahre – allerdings mit Abweichungen im Lauf der Jahrtausende.

          https://www.welt.de/wissenschaft/article243333901/Menschheitsgeschichte-Vaeter-waren-im-Schnitt-sieben-Jahre-aelter-als-Muetter.html

          #296322
          Anonym

            Von der Hypothese einer genetischen Vererbung der Schizophrenie halte ich nicht viel.

            Oh, eine Genetikerin mit Fachkenntnissen unter uns !? :wacko:

            #296324

            Ich vermute einfach, dass der Lebensweg, das soziale Umfeld, die Umgebung usw. eine viel größere Rolle spielt, als eine eventuelle genetische Prädisposition. Bei dem, was Ludwig hier so alles raushaut, finde ich es auch nervig, dass er an andere hohe Ansprüche hat, wenn ihm etwas an der Aussage an sich nicht passt. Ich hoffe, du nimmst das, was er schreibt, nicht so ernst @mowa .

            #296326
            Pia

              Ich vermute einfach, dass der Lebensweg, das soziale Umfeld, die Umgebung usw. eine viel größere Rolle spielt, als eine eventuelle genetische Prädisposition. Bei dem, was Ludwig hier so alles raushaut, finde ich es auch nervig, dass er an andere hohe Ansprüche hat, wenn ihm etwas an der Aussage an sich nicht passt. Ich hoffe, du nimmst das, was er schreibt, nicht so ernst @mowa .

              Das soll auch so sein, Dopplereffekt. Dazu gibt es auch eine neuere Studie der UMC Utrecht, die über 10 Jahre ging, die ich mal hier im Forum gepostet habe.


              @Mowa
              , ich hoffe auch, dass du das was Ludwig dir schreibt, nicht so ernst nimmst.


              Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:

              https://share.google/yMioWVC2yVoLTW9eN

              #296345
              Anonym

                Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien konnten zeigen, dass es eine genetische Komponente in der Ätiologie der Schizophrenie gibt. Das Erkrankungsrisiko nimmt exponentiell mit der genetischen Verwandtschaft an einer Schizophrenie zu erkranken zu.

                Adoptionsstudien konnten zeigen, dass die familiäre Häufung nicht das Ergebnis von gemeinsamen Umweltfaktoren ist. Dafür spricht, dass Personen, die von Familien mit einer erkrankten Person adoptiert wurden, nicht unter einem gesteigerten Risiko der Schizophrenieentwicklung litten, hingegen die Existenz eines biologischen Verwandten mit Schizophrenie zu einem gesteigerten Risiko bei den Adoptierten führte.

                Der relative Einfluss von genetischen Faktoren für die Ätiologie der Schizophrenie wird auf etwa 80% geschätzt. Das Vererbungsmuster ist komplex und folgt nicht den Mendelschen Vererbungsregeln. Es liegt vermutlich ein gemeinsames Zusammenwirken mehrerer Gene vor.

                https://www.medizin.uni-halle.de/einrichtungen/kliniken-und-departments/psychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik/forschung/schizophrenie/genetische-risikofaktoren

                #296351

                Liebe Mowa,

                ich finde die Entscheidung für einen Hund sehr gut, nur hätte ich mich für einen Tierschutzhund entschieden. Unser Rüde ist so einer, ein ganz toller Hund :-)

                Egal, ich wünsche euch viel Freude mit dem Familienzuwachs.

                 

                #296364

                Das soll auch so sein, Dopplereffekt. Dazu gibt es auch eine neuere Studie der UMC Utrecht, die über 10 Jahre ging, die ich mal hier im Forum gepostet habe.

                Ah gut @pia , ich wusste nicht mehr, wo ich davon gelesen oder gehört hatte. Vielleicht war etwas davon auch in einem Post von dir :-) . Ich habe mir aber auch selbst Gedanken zu dem Thema gemacht.

                #296366
                Pia

                  Ich habe mir auch selbst Gedanken zu dem Thema gemacht, @Dopplereffekt. Gerade weil ich eine erwachsene Tochter habe, aber auch, weil in unserer Familie niemand Schizophrenie hat und ich war ja auch schon etliches älter, als ich erste psychotische Symptome bekam. Die Studie zeigt ja deutlich, dass in den seltensten Fällen bei Schizophrenie die Gene eine Rolle spielen.


                  Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:

                  https://share.google/yMioWVC2yVoLTW9eN

                  #296368

                  Da fällt mir ein, ich wollte mich längst zum Social Risk Modell informieren, auf das Herr Aderhold mich aufmerksam gemacht hat. Das möchte ich schon noch demnächst tun.

                  Da fällt mir mal wieder ein @Dopplereffekt und @Pia, ich wollte schon längst die Literaturliste vorstellen, die ich von Herrn Aderhold zum Social Risk Model bekommen habe!

                  Ich habe kaum freie Zeit, daher mal schauen, ob ich das gleich erledigen kann.

                  Tierschutzhund

                  Stimmt @Leah, über Nothunde und Tierschutzhunde machen wir uns auch parallel Gedanken.

                  Dadurch, dass wir keinen Zugang zum Garten haben, kommen Hunde nicht in Frage, die in Freiheit aufgewachsen sind. Zumindest wird der Zugang zum eingezäunten Garten als Voraussetzung angegeben, wenn ich Hunde aus Spanien, Griechenland, Rumänien usw. aufnehmen möchte.

                  Bei Tierheimen habe ich mich auch mehrfah erkundigt, nur ist es eine große Glückssache, ob Sie erwachsene Hunde für Anfänger haben. Bis jetzt hatten wir in den letzten Jahren kein Glück.

                  Dann ist es so, dass mein Mann sich in Shibas verliebt hat. Es ist ja unsere gemeinsame Entscheidung, wenn wir einen Hund adoptieren wollen :-)

                  Danke @Isa für Deine Unterstützung :-)

                  @Ludwig Du hast genau wie ich und die anderen Menschen hierzulande Meinungsfreiheit :ciao:

                  #296372
                  Anonym

                    …weil in unserer Familie niemand Schizophrenie hat…

                    Bei mir hatte es eine Großtante, eine Tante, meine Cousine und schauen wir wer es von meinen Neffen und Nichten bekommt … das Zeitfenster ist ja recht groß: vom 20 bis 50 Lebensjahr !

                    #296380
                  Ansicht von 15 Beiträgen – 256 bis 270 (von insgesamt 1683)
                  • Das Thema „Notizen von Mowa – Teil 3“ ist für neue Antworten geschlossen.

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