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Mowa aktualisiert.
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20/01/2022 um 4:28 Uhr #196374
Nachdem ich heute im Moma einen kurzen Bericht über Echthaarspende gesehen habe, habe ich beschlossen irgendwann im Jahr meine Haare zu spenden. Wenn ich beim nächsten Mal beim Friseur bin, werde ich den Zopf abschneiden lassen. Danach lasse ich die Haare wieder 2, 3 Jahre lang wachsen und kann dann wieder spenden
Leider ist meine Idee bis jetzt nicht aufgegangen, weil die natürliche Länge meiner Haare offenbar bei ca. 40 cm liegt. Danach fallen die Haare aus. Meine Frisur erinnert mich im Moment ein bisschen an Guildo Horn, als er noch oft in den Medien war…
Heute habe ich einen Friseurtermin und lasse die Haare auf Schulterhöhe bringen
Bis zum Termin am späten Nachmittag werde ich am Bericht über das MHC arbeiten.
Morgen ist der erste Freitag, an dem ich dieses Jahr Urlaub nehme. Darauf freue ich mich :good:
20/01/2022 um 7:37 Uhr #196392
Anonym
Guten Morgen liebe mowa eine interessante Idee mit den Haaren. Einen schönen Tag dir und.a. beim Friseur.
Lg F
21/01/2022 um 13:21 Uhr #196499Danke liebe Floeckchen
Gestern war ich bei meiner neuen (Edit:) Friseuse, und ich bin begeistert. Ich brauche zu Fuß nur 5 Minuten zum Laden, der Preis ist fair, und ich war innehalb von 30 Minuten wieder zu Hause. Das Gespräch mit ihr war auch interessant und sehr angenehm. Sie kommt aus dem Iran.
Meine (Edit:) Friseuse, als wir darauf zu sprechen kam, dass ich schon Psychosen hatte und dadurch Wahn und Halluzinationen, hat mir erzählt, dass ihr schon mal von einem Bekannten gesagt wurde, dass persischer Safran hochdosiert gegen Halluzinationen helfen kann.
Eine frühere persische Kollegin hatte mir zwar mal gesagt (und ich glaube das ist bekannt), dass Safran stimmungsaufhellend wirken kann. Aber dass Safran gegen Halluzinationen wirken soll, habe ich so noch nicht gehört und auf Anhieb auch keinen Google-Treffer gefunden…
Heute ist wieder Nachhilfestunde. Mal schauen, ob ich noch ins Matheschulbuch reinschaue.
Ja, ab heute habe ich freitags immer Urlaub für den Rest des Jahres, und das ist super! Ich kann einfach nichts tun oder mich mit privaten Projekten beschäftigen. Von der Geflüchtetenhilfe wurde ich eingeladen, an einem Workshop der BASF teilzunehmen. Vielleicht kann ich helfen, für diesen Workshop eine Präsentation vorzubereiten.
Ansonsten habe ich angefangen, mich mit der BCI-Technologie zu beschäftigen, wie sie heute bei psychischen Erkrankungen, v.a. Schizophrenie, eingesetzt wird. Das neue Unterforum „Forschung“ animiert mich, Veröffentlichungen zu psychiatrischen Themen zu lesen. Das ist schon sehr spannend, auch wenn ich noch nicht viel fachlich verstehe.
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Diese Antwort wurde vor 4 Jahren von
Mowa geändert.
21/01/2022 um 13:40 Uhr #196504Frisörin oder Friseurin wäre, soweit ich weiß, beides korrekt, aber „Friseusin“ hört sich für mich komisch an.
Ich würde einer Friseurin nicht zu viel erzählen, weil sie es evtl. „rumerzählen“ könnte.
Ich schaue solche „Heilmittel-Tipps“ auch nach und ärgere mich, wenn ich dann feststelle, dass sie wohl nicht funktionieren.
Sorry, für die vielen Anführungsstriche
.21/01/2022 um 13:50 Uhr #196505Danke @Dopplereffekt, ich habe tatsächlich „Friseurin“ und „Friseuse“ zu „Friseusin“ kombiniert…
21/01/2022 um 14:05 Uhr #196507
Wie schaffst Du es, liebe @Mowa, für den Rest des Jahres jeden Freitag Urlaub zu bekommen?
Das müssten doch an die 40Urlaubstage sein? Denn das Jahr ist ja noch lang …..
Ich beneide Dich jedenfalls ……
21/01/2022 um 14:11 Uhr #196509Ich würde einer Friseurin nicht zu viel erzählen, weil sie es evtl. „rumerzählen“ könnte.
Das würde mich nicht mal stören übrigens, @Dopplereffekt
Ich beneide Dich jedenfalls …
Ja @DiBaDu, ich glaube, ich nehme viele Urlaubstage vom Vorjahr mit, seitdem ich in 2018 und 2019 durch meine Klinikaufenthalte kaum Urlaub hatte. So hat es sich auch ergeben, dass ich für dieses Jahr insgesamt 60 Urlaubstage hatte (5 davon durch meinen Schwerbehindertenstatus)
21/01/2022 um 14:57 Uhr #196510Hattest Du nicht mal geschrieben, mit der Schwerbehinderung hättest Du 35 Urlaubstage, @Mowa? Wir, in unserer Werkstätte haben normalerweise nur 25 Urlaubstage und mit Schwerbehindertenausweis 30 Tage. Ziemlich unfair, oder?
21/01/2022 um 15:35 Uhr #196516
Anonym
Das klingt doch super mit den freien Tag in der Woche haste dir gut verdient. ?
Es ist schön den Mut zu haben auch außerhalb von selbst Hilfe Gruppen darüber zu sprechen. Gefällt mir.
Lg F
22/01/2022 um 9:23 Uhr #196646Das nur nebenbei. Mir kommst Du in keiner Weise schwerbehindert vor. Wie siehst Du das selbst?
Ich habe inzwischen unbefristet einen GdB von 50. Mein Psychologe meint aber, dafür sei ich viel zu gesund. Mir dient es im Weiteren als Sicherheit im Kündigungsfall.
22/01/2022 um 14:44 Uhr #196698Hallo,
ich schaffe es leider gerade nicht, mich intensiv mit deinem Forschungsthread zu beschäftigen. Ich habe es aber so verstanden, dass du wissen möchtest, wie man die Frühwarnsymptome, die du selbst merkst, messen kann. Dabei habe ich mich gefragt, ob du dir davon etwas zu deiner persönlichen Krankheitsbewältigung versprichst und wenn ja, was.
Außerdem habe ich mich gefragt, ob deine eigenen Techniken zur Selbstwahrnehmung und zum Selbstschutz (wie dein Filter) für mehr Menschen nützlich gemacht werden könnten.
22/01/2022 um 20:49 Uhr #196773Hattest Du nicht mal geschrieben, mit der Schwerbehinderung hättest Du 35 Urlaubstage
Genau Molly, und die unverbrauchten Urlaubstage vom Vorjahr verfallen erst am 31.12. des laufenden Jahres. Dadurch habe ich insgesamt 60 Tage Uralub für dieses Jahr
Ziemlich unfair, oder?
Ja, ich finde es unfair, zum Einen da die Beschäftigten der Werkstätten im Vergleich zu den TVöD-Beschäftigten weniger Urlaub haben, und zum Anderen, da nicht alle mit Schizophrenie-Diagnostizierten einen Schwerbehindertenstatus bekommen.
Danke Floeckchen
Wie siehst Du das selbst?
Hallo DiBaDu, ich habe immer noch eine deutlich erhöhte Stressanfälligkeit im Vergleich zu vor meiner Ersterkrankung, und dadurch erleide ich deutliche Einschränkungen. Ich finde schon, dass mir der Schwerbehindertenstatus zusteht.
Wenn ich nachdenke, dann ist es immer noch bitter für mich, dass ich in den ersten 8 Jahren keinen Schwerbehindertenstatus bekommen konnte, nicht mal gleichgestellt, nur weil ich in der Lage war, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen und strukturierte und einfache Routineaufgaben zu erledigen. Das war in den ersten 6 Jahren unter Überdosierung von Aripiprazol, und die Rückfallsfreiheit wurde mit guter Gesundheit gleichgesetzt
Ich habe kein Verständnis dafür, warum es so schwierig sein muss, dass Schizophreniepatienten ein bisschen(!) mehr Schutz durch den Schwerbehindertenstatus bekommen. Mein Mann z.B., der seit 11 Jahren nicht zum Psychiater geht, hat keine Chance einen Schwerbehindertenstatus zu bekommen, obwohl er deutlich mehr Einschränkungen erleidet als ich.
Dabei habe ich mich gefragt, ob du dir davon etwas zu deiner persönlichen Krankheitsbewältigung versprichst und wenn ja, was.
Ich finde es grundsätzlich spannend Dopplereffekt, wenn die Seele, die ja unsichtbar ist, indirekt über den Körper sichtbar gemacht werden kann. Was ist Seele? Wo hört der Körper auf und wo beginnt die Seele? Wie spielen sie zusammen? Usw.
Ich glaube, so, wie ich mit meiner Erkrankung umgehe, ist schon OK. Wenn es nichtinvasive Methoden gibt, die empfindlicher und objektiver sind als mein innerer Fühler, dann wäre ich schon interessiert zu testen, ob ich von den Maschinen lernen könnte, meinen inneren Fühler anzupassen.
ob deine eigenen Techniken zur Selbstwahrnehmung und zum Selbstschutz (wie dein Filter) für mehr Menschen nützlich gemacht werden könnten.
Das weiß ich nicht. Ich glaube, mein „redundanter Filter“ ist sowas wie Metakognition. Und da habe ich gelesen, dass Metakognition bei Schizophreniepatienten wirksam sei.
22/01/2022 um 21:05 Uhr #196775Das weiß ich nicht. Ich glaube, mein „redundanter Filter“ ist sowas wie Metakognition
Ja, daran hatte ich auch gedacht und dass du beispielsweise evtl. den Leuten vom UKE von deinen Erfolgen berichten könntest, damit sie ihr MKT, das auf der Homepage dieses Forums verlinkt ist, verbessern können. Sonst würden mir dafür auch noch Mad in America und die DGSP einfallen. Naja, es ist nur so eine Idee. Vielleicht mache ich sowas auch Mal selbst mit meinen Erfahrungen.
22/01/2022 um 21:19 Uhr #196778Stimmt danke, vielleicht komme ich noch dazu @Dopplereffekt
24/01/2022 um 6:02 Uhr #196958Guten Morgen zusammen,
so, eine neue Arbeitswoche fängt an, und ganz ein bisschen als mühselig empfinde ich meine laufende Agenda ja schon.
Zuerst brauchen wir immer noch mehr Kandidat*innen für die Betriebratswahl.
Dann muss ich immer noch einen Bericht über das MHC schreiben.
Deutlich angenehmer sind momentan meine privaten Projekte, über die Gefüchtetenhilfe und über dieses Forum. Vielleicht, weil diese Projekte noch neu sind und der anfängliche Impuls da ist.
Offenbar besteht die Kunst darin, dranzubleiben und nicht aufzugeben, auch wenn ich den Eindruck gewinne, (noch!) recht alleine zu agieren.
Also mal schauen, wie weit ich mit meiner Agenda kommen kann
Wünsche allen einen guten Start in die neue Woche
LG,
Mowa -
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One thought on “Notizen von Mowa – Teil 2”
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