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Pia.
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15/08/2021 at 10:00 #172300
So wie ich mitbekommen habe, gibt es ja kaum Studien und Daten im Niedrigdosisbereich, und wenn Deine Psychiaterin vorrangig sich mit der offiziellen Leitlinie zur Behandlung von Schizophrenie befasst hat, dann wird sie kaum etwas über Niedrigdosierung wissen, denke ich
Ja, das kann gut sein. Ich habe gerade nochmal in der Reduktionsbroschüre der DGSP geblättert und sogar dort steht für die Dosis der fast maximalen Wirksamkeit 10mg Aripiprazol.
Ich habe irgendwo Mal gehört, das aripiprazol nur ab 7,5 MG Antipsychotisch wirken soll
Das möchte ich auch bezweifeln und zwar vor allem aufgrund der Erfahrungen von Mowa. Da ich bisher zum Glück mit meiner Reduktion keine psychotischen Symptome entwickelt habe, kann ich auch nicht sagen, wo meine “minimale wirksame Dosis” liegen sollte. Ich denke aber, dass so eine Dosis ohnehin individuell sein müsste, weil die eigene Konstitution und das eigene Leben entscheidend sind. Es soll auch schwierig sein, “den letzten Krümel” abzusetzen. Dazu gibt es ein Kapitel in dem Buch “Medikamentenreduktion und Genesung von Psychosen”. Jedenfalls vermute ich, dass auch sehr kleine Dosen noch eine Wirkung haben.
15/08/2021 at 10:48 #172304Anonymous
Das möchte ich auch bezweifeln und zwar vor allem aufgrund der Erfahrungen von Mowa. Da ich bisher zum Glück mit meiner Reduktion keine psychotischen Symptome entwickelt habe, kann ich auch nicht sagen, wo meine “minimale wirksame Dosis” liegen sollte. Ich denke aber, dass so eine Dosis ohnehin individuell sein müsste, weil die eigene Konstitution und das eigene Leben entscheidend sind. Es soll auch schwierig sein, “den letzten Krümel” abzusetzen. Dazu gibt es ein Kapitel in dem Buch “Medikamentenreduktion und Genesung von Psychosen”. Jedenfalls vermute ich, dass auch sehr kleine Dosen noch eine Wirkung haben. Autor
oh okay , dann meinst du , es ist auch bei mir quatsch , das mein Medikament risperidon nicht mehr gegen Schizophrenie wirkt? Da ja bei mir jetzt im Mai bis Juni in der Klinik Medikamentenspiegel überprüft wurde , meinten die Psychiater , der ist so dermaßen niedrig, das er unwirksam gegen Schizophrenie ist und sogar auch keine nennenswerte Wirksamkeit gegen leichtere Erkrankung … 20-60 ist therapeutischer berreich Serumspiegel und meiner ist nur 8.
Freut mich natürlich ganz besonders, das du mit so einer mickrigen Dosis nicht psychotisch geworden bist und auch weiterhin aktuell nicht bist… Ich denke , du bist auf einem guten Weg !!!
Und ja das mit den letzten Krümel wusste ich auch schon … Das liegt an der Rezeptorenbelegung.
Viele Grüße
Seran
15/08/2021 at 11:17 #172306Anonymous
@Seran:
Ich finde das immer ein bisschen abwegig von dir, dass du immer sagst du nimmst eine nicht wirksame Dosis, wenn du wirklich nichts nehmen würdest, dann könntest du sagen du bist ohne Medikamente stabil, aber deine Dosis wird schon wirksam sein, sonst bräuchtest du sie ja nicht nehmen.
Es gibt meiner Meinung nach nicht allgemein eine Dosis die zu klein ist um wirksam zu sein, das ist immer ganz individuell und ich kenne Menschen die mit 12,5mg Seroquel noch genug Wirkstoff bekamen um nicht mehr psychotisch zu sein, dann war das aber ihre kleinste wirksame Dosis.
Deine Erklärung finde ich einfach falsch, es gibt nicht eine allgemein kleinste wirksame Dosis, manche kommen einfach mit ganz wenig klar, aber das heißt nicht, dass sie auf alle Fälle nichts mehr von der Dosis haben.
Es kann sicher nicht jeder mit einer minimalen Dosis klarkommen, aber dieses Phänomen habe ich schon lange beobachtet und deshalb hat es mich immer ein bisschen gestört, dass du das so darstellst.
Deine Meinung muss ich leider anzweifeln, ich halte sie für falsch.
15/08/2021 at 11:26 #172307Anonymous
@Seran: Ich finde das immer ein bisschen abwegig von dir, dass du immer sagst du nimmst eine nicht wirksame Dosis, wenn du wirklich nichts nehmen würdest, dann könntest du sagen du bist ohne Medikamente stabil, aber deine Dosis wird schon wirksam sein, sonst bräuchtest du sie ja nicht nehmen. Es gibt meiner Meinung nach nicht allgemein eine Dosis die zu klein ist um wirksam zu sein, das ist immer ganz individuell und ich kenne Menschen die mit 12,5mg Seroquel noch genug Wirkstoff bekamen um nicht mehr psychotisch zu sein, dann war das aber ihre kleinste wirksame Dosis. Deine Erklärung finde ich einfach falsch, es gibt nicht eine allgemein kleinste wirksame Dosis, manche kommen einfach mit ganz wenig klar, aber das heißt nicht, dass sie auf alle Fälle nichts mehr von der Dosis haben. Es kann sicher nicht jeder mit einer minimalen Dosis klarkommen, aber dieses Phänomen habe ich schon lange beobachtet und deshalb hat es mich immer ein bisschen gestört, dass du das so darstellst. Deine Meinung muss ich leider anzweifeln, ich halte sie für falsch.
ich habe nur erwähnt , was die Ärzte zu mir gesagt haben @bartholomew und ich wollte damit keine genauen Behauptungen stellen und ich mag auch nicht behaupten, das jeder mit einer kleinen Dosis klar kommt … Ich weiss ja , das der eine mehr braucht und der andere weniger … Du musst mich da irgendwie falsch verstanden haben.
15/08/2021 at 11:41 #172309der ist so dermaßen niedrig, das er unwirksam gegen Schizophrenie ist und sogar auch keine nennenswerte Wirksamkeit gegen leichtere Erkrankung
Naja, wenn dem so wäre, also Deine Dosis “unwirksam” ist, dann müsste das konsequenterweise ja bedeuten, dass Du die von heute auf morgen absetzen könntest, ohne dass das irgendwelche Folgen hätte. Also so ganz wird das dann wohl nicht stimmen.
15/08/2021 at 11:44 #172310Anonymous
der ist so dermaßen niedrig, das er unwirksam gegen Schizophrenie ist und sogar auch keine nennenswerte Wirksamkeit gegen leichtere Erkrankung
Naja, wenn dem so wäre, also Deine Dosis “unwirksam” ist, dann müsste das konsequenterweise ja bedeuten, dass Du die von heute auf morgen absetzen könntest, ohne dass das irgendwelche Folgen hätte. Also so ganz wird das dann wohl nicht stimmen.
ja okay , das waren die Worte vom Stationsarzt
meinten auch es mache keinen Unterschied ob ich nichts nehmen oder so wie jetzt… Ich sage nur das , was mir in der Klinik bei der Visite gesagt wurde…
15/08/2021 at 15:10 #172337oh okay , dann meinst du , es ist auch bei mir quatsch , das mein Medikament risperidon nicht mehr gegen Schizophrenie wirkt?
Ich möchte dazu keine definitive Aussage treffen oder dir gar zu etwas raten. Hauptsächlich möchte ich hier eigentlich meine eigenen Erfahrungen schildern.
15/08/2021 at 17:10 #172362Anonymous
Ist doch kein Problem @dopplereffekt!
Wünsche dir einen schönen Abend und komme gut in die Woche.
16/08/2021 at 9:52 #172459Gerade habe ich, vermutlich durch das Reduzieren von 2,5mg auf 2,0mg Aripiprazol, eine gewisse mentale und körperliche Unruhe, die man vielleicht als Akathisie bezeichnen könnte.
Ich möchte hier etwas Entwarnung geben. Die Unruhe ist weitestgehend zurückgegangen. Leider merke ich auch wieder verstärkt die Müdigkeit, von der ich vermute, dass sie eine Nebenwirkung des Aripiprazols ist.
Ich versuche jetzt für ein paar Wochen bei den 2mg zu bleiben. Dann kann ich mich weiter meiner “niedrigst möglichen NL-Dosis” nähern.
16/08/2021 at 21:42 #172590Hab heute den Harm Reduktion Leitfaden von Will Hall Wieder entdeckt und einmal komplett durch gelesen :
Da will ich am liebsten gleich wieder komplett ohne sein. Aber bis dahin werden bei mir noch Jahre vergehen … :(
liebe Grüße
escargot
16/08/2021 at 21:50 #172594@escargot. Lass Dich nicht verrückt machen mit der Reduzierung und dem ganzen Rattenschwanz. Sei froh, dass die Medikamente wirken. Ich habe das Pech und habe fast alles schon ausprobiert an Neuroleptika. Sei Dir immer das bewusst, dass die Medis wirken und das ist etwas beruhigendes. Mir hilft nichts mehr. Bin nicht arbeitsfähig. Will arbeiten und es klappt nichts. Verstehst Du es. Du hast wenigstens Schutz.
17/08/2021 at 11:54 #172647Danke @metalhead666 so versuche ich es zu sehen, aber dann sehe ich auch, dass das Olanzapin (und Risperidon) mich einschränken, teils stark einschränken. Ich bin andauernd müde – auch wie jetzt nach 12 Std. Schlaf. Das ist eine künstliche Müdigkeit, aber sie schränkt sehr stark ein genau wie der andauernde Hunger!
Bin jetzt bei knapp 9 mg Olanzapin (plus Risperidon). Und werde dran bleiben am Reduzieren denke ich. Mein nächstes Zwischenziel sind 7,5 mg Olanzapin bis Ende des Jahres… und dann… mal sehen vielleicht eine kleine Reduktionspause. Therapie läuft ja auch weiter parallel und macht die eigentliche Heilung. Die NL heilen ja nicht.
liebe Grüße
escargot
19/08/2021 at 12:18 #174084Es ist klar, dass “Medikamentenreduktionsthreads” mit erfolgreichen Reduktionsgeschichten zum Reduzieren animieren. Ich denke aber, dass eine Reduktion nicht für jeden das richtige ist. Ich möchte hier nur meine Erfahrungswerte vermitteln.
Ich selbst will heute von 2mg auf 2,5mg Aripiprazol erhöhen, weil ich aufgrund einer Unruhe, die sich in hauptsächlich als Anspannung in den Händen bemerkbar gemacht hat, nicht gut schlafen konnte.
Mir gefällt der Titel dieses Threads gut. Die niedrigst mögliche NL-Dosis kann ja auch recht hoch sein und individuell ist sie sowieso.
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This reply was modified 3 Jahre, 7 Monate ago by
Dopplereffekt.
19/08/2021 at 12:29 #174087Neidisch bin ich deshalb nicht. Bei mir hat halt jedes NL auf langer Sicht versagt. Deshalb werde ich bei Höchstdosis von Olanzapin bleiben. Koste es was es wolle.
20/08/2021 at 9:42 #174279Die Erhöhung der Aripiprazoldosis von 2,0mg auf 2,5mg hat nichts gebracht. Dafür hat mir das Akineton gegen die Anspannung in den Händen geholfen. Ich habe davon 0,5mg und nach ein paar Stunden erneut 0,5mg genommen. Es zeigt mir wieder, wie hilfreich eine gute ärztlich Begleitung beim Reduktionsprozess sein kann und dass man manche Medikamente eben gut gebrauchen kann.
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This reply was modified 3 Jahre, 7 Monate ago by
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