Negativsymptome

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  • #189606

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich hatte Ende Januar eine Psychose. Die Positivsymptome sind relativ schnell mit Risperdon weggegangen, aber die Negativsymptome bleiben schon lange bestehen. Ich habe jetzt ein SSRI bekommen, das Fluoxetin heißt. Aber bis das wirkt dauert es sicher auch noch ein paar Wochen. Ich bin immer mal verzweifelt und habe Angst, dass die Negativsymptome nicht weggehen. Wie lange hat es bei euch gedauert bis die Negativsymptome weggingen? Gibt es noch Tipps, was ich machen kann?

    #189607

    Hallo @Sanny1990,

    ja das kann lange gehen. Fluoxetin ist ein guter Stoff. Habe es jahrelang genommen. Ich kann Dir allerdings nicht sagen, wie lange das geht mit den Negativsymptomen. Das Wichtigste ist glaube ich Ablenkung. Vielleicht kannst Du ja trainieren?! Vielleicht hilft das. Bei mir wirkt es. Viel Glück dabei :-)

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 3 Wochen von Metalhead666.
    #189609

    Gut zu wissen, dass es lange gehen kann. Ich komme mir manchmal nicht mehr normal vor, weil es so lange dauert.
    Ich gehe jeden Tag spazieren. Aber Training ist glaube ich noch zu anstrengend für mich. Da müsste es mir besser gehen. Aber ich denke Spazieren ist schon mal gut.

    #189610

    Ich trainiere nicht lange. Höchstens 15 Minuten pro Tag. Mach Eigengewichtsübungen. Sind unkompliziert. Man braucht keine Geräte und machen Spaß.

    Trainieren wie im Knast: Der progressive Ganzkörperplan für Muskeln, Kraft und einen eisernen Willen : Wade, Paul: Amazon.de: Bücher

    Hier der Link :good:

    #189611

    Hallo @Sanny1990

    da dies ja deine 5te Psychose sein müsste, wie lief das bei dir so bei den Vergangenen ab?

    #189612

    Mal sehen, ob ich mich zum Training aufraffen kann.

    Ich glaube es ist die 4. Psychose. Bei den letzten Psychosen gingen die Minussymptome schneller weg als bei dieser. Bei der vorletzten Psychose hatte ich fast keine Minussymptome. Diesmal habe ich sie fast schon ein Jahr. Das kenne ich so nicht. Normalerweise gingen sie schneller weg. Das macht mir Angst.

    #189627

    Bei mir hat es nach meiner letzten Psychose (die 3. oder 4.) ca. 2 Jahre gedauert, bis ich mich wieder wohl gefühlt habe. Und nach 4 Jahren gab es noch einmal eine weitere deutliche Besserung, was das Wohlbefinden betrifft. Restlos verschwunden sind die Negativsymptome aber immer noch nicht.

    Ich denke das Wichtigste ist, dass man keinen weiteren Rückfall erlebt und so stabil wie möglich bleibt. Mir hat die Erkenntnis geholfen, nicht immer gleich auf Teufel komm raus die Medikamente zu schnell zu weit zu reduzieren. Spazieren gehen mache ich auch. Das hilft mir. Versuchen etwas auf die Ernährung zu achten ist denke ich auch wichtig. Es gibt glaube ich kein Geheimrezept. Es sind immer dieselben Ratschläge.

    #189628

    Ja insbesondere auf Tabak und Alkohol verzichten! Kann ich beides nicht. Wäre aber besser! Das beste Mittel ist natürlich Arbeit finden, damit man abgelenkt wird und vielleicht noch ein paar neue Ziele setzen, mal abgesehen von dem Absetzthema!

    #189630

    Ich habe nach der 1. Psychose 3 Jahre lang eine Depression bzw. Negativsymptome gehabt, dachte aber, das sind die Nebenwirkungen der Medikamente. Ich habe super langsam reduziert und nach 7 Jahren war ich medikamentenfrei. Das hielt 1 Jahr. Danach ging es nur noch auf und ab, immer mit Negativsymptomen und fiesen Ängsten. Seit ca. 1/2 Jahr bin ich jetzt auf Fluanxol und zum ersten Mal geht es mir für längere Zeit gut bzw. bin ich einigermaßen stabil. Ohne Medikamente auszukommen, würde ich nicht mehr versuchen. Ich nehme ein bissl NL und ein bissl AD und komme gut zurecht aber nur mit vielen Pausen, geringer Belastbarkeit und viel Schlaf.

    #189647

    Welche Negativ Symptome hast du überhaupt Sanny? Kann ja ganz verschieden sein.

    Ich habe z.b. das ich mich nur kürzer konzentrieren kann beim Bücher lesen zumeist. Depressionen habe ich sowieso zusätzlich zu schizo affektiv, von daher kann ich es nicht trennen. Und ich brauche viel Schlaf Nachts und auch gerne tags ein Nickerchen, um wieder runterzukommen, auch wenn ich es n icht immer bekomme, weil andere dinge anstehen. Kann 1-2 Termine am Tag machen, mache ich aber z.b. ein 3 Tage Seminar wie kürzlich das total interessant war, bin ich hinterher ein paar Tage krank, völlig erschöpft.

    Also Stress nur in Maaßen. Lg Floeckchen

    #189675

    @Sanny1990, das was als Negativsymptomatik bezeichnet wird, können auch einfach Nebenwirkungen der Medikamente sein, wie zB. Antriebsschwäche durch den reduzierten Dopaminspiegel.

    Trotzdem würde ich die Medikamente nicht einfach reduzieren, da sonst die Psychose in den meisten Fällen wieder aufflackern wird.

    Ich denke, man muss das eigene Leben ein Stück weit auf die Erkrankung und die damit verbundene Medikation einstellen. Man bekommt mit Schizophrenie nicht umsonst Erwerbsminderungsrente und einen Schwerbehindertengrad. Man hat eben Einbußen in der Lebensqualität.

    Grüßle von Molly

    400mg Amisulprid 1-0-0-0

    Blutdrucksenker: 4mg Doxagamma 1-0-1-0, 5mg Ramipril 1-0-1-0, 25 mg HCT als Diuretikum 1-0-0-0

    #189680

    Hallo Sanny,

    dieselbe Frage nach der Dauer der Negativsymptomatik stelle ich mir die letzten Monate auch. Meine letzte Psychose war im Februar diesen Jahres und die Negativsymptomatik ist immer noch da. Wenn man nach dem geht, was die verschiedenen Nutzer hier im Forum schreiben, kann es wirklich lange dauern, leider. Monate, Jahre. :-( :-( :unsure: Sport soll helfen. Spaziergänge sind auch super. Ich wünsche Dir viel Kraft.

    Meeri

    :bye:

    #189688

    Mir gehts damit genauso SPAZIEREN; Weitspazieren;)

    gehen gehen gehen

    Du bekommst nur einen Funken 🌌Verrücktheit. Verliere ihn nicht.🌅

    #189716

    Ich bin antriebslos, sehe alles schwarz und habe Panikattacken.

    Das heißt es ist nicht ungewöhnlich, wenn die Negativsymptome lange bestehen bleiben. Ich hab halt Angst, dass die Negativsymptome bestehen bleiben. Aber ich versuche es jetzt mit Fluoxetin. Habt ihr Medikamente gegen die Negativsymptome genommen und wenn ja welche?

    #189727

    hallo Sanny, so wie Du das beschreibst könnte das ich sein in den Monaten August bis Oktober. bei mir ist es mittlerweile etwas besser, aber es war wirklich schlimm, hatte selbstmordgedanken. was mir geholfen hat und worüber du vielleicht auch nachdenken solltest, ist eine Psychotherapie (Verhaltenstherapie) zu machen. diese Therapieform ist bei Schizophrenie auch als wirksam anerkannt. man muss allerdings bei der Suche geduldig sein – viele Therapeuten haben keinen Platz mehr, also man muss etwas suchen…

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