Interessenvertretung/ Gesellschaft/ Instiutionen

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  • #69940

    Ich finds total krass, dass es für das Krankheitsbild Schizophrenie keinelei Interessenvertretung, Institution oder Gesellschaft gibt, die in der Öffentlichkeit für die Interessen Schizophrener eintritt und Aufklärung betreibt.
    Für so viele körperliche Krankheiten wie MS oder Rheuma gibt es so ein großes Netzwerk! Ich verstehe das nicht!
    Was denkt ihr darüber? Wieso gibt es sowas nicht, obwohl allein in Deutschland 500.000 Menschen an Schizophrenie leiden (doppelt so viele wie beispielsweise an MS!)

    #69950

    Ich find, dass stimmt so nicht. Zumindest gibt es den BPE und auch andere Institutionen, die sich damit befassen, wie auch viele SHGs, Trialoge usw. Vielleicht musst Du Dich bei Dir da mal etwas mehr umgucken.

    Hier in Hamburg haben wir z.B. auch noch den Verein “Irre menschlich”, der z.B. auch in Schulen geht um da gegen Vorurteile aufzuräumen.

    #69954

    Für Stimmenhörer gibt es das Netzwerk Stimmenhören e.V..


    Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
    Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
    Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
    Ab 12.05. noch 500 mg Amisulprid + HCT+Doxa+Rami siehe oben!

    #69962

    Wieso gibt es sowas nicht, obwohl allein in Deutschland 500.000 Menschen an Schizophrenie leiden (doppelt so viele wie beispielsweise an MS!)

    Sie sagen, 1% der Bevölkerung leidet an Schizophrenie. In Deutschland bei einer Bevölkerungszahl von 82,7 Mio. Menschen, müssten das nach Adam Riese 827 000 Menschen sein.

    Das würde fast schon zu einem Teil die blöde Anfrage der AfD nach der Zahl der psychisch Kranken in Deutschland beantworten.

    Zu deiner Frage fallen mir auch der BPE ein und die ganzen SHGs und EX-In Ausbildungen.

    Und jedes Krankenhaus hat eine Beschwerdestelle für die Zustände in der Psychiatrie.

    #69974

    @lightness

    In Deutschland sind pro Jahr ca. 27% aller erwachsenen Menschen von einer psychischen Krankheit betroffen.


    Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
    Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
    Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
    Ab 12.05. noch 500 mg Amisulprid + HCT+Doxa+Rami siehe oben!

    #69989

    Aber der BPE ist nicht Schizophrenie-spezifisch, sondern bezieht sich auf alle psychischen Krankheiten.

    Und mir geht es nicht darum, dass es keine Angebote gibt, ich kenne die Selbsthilfegruppen in meiner Stadt, die Trialoge und die EX-IN Ausbildung. Ich kritisiere nur dass es keine staatlich geförderte Stelle gibt, an der das alles zusammenläuft, an der man verlässliche Informationen und Hilfe bekommen kann, sozusagen als Anlaufstelle! So wie das bei anderen Krankheiten der Fall ist, die ein riesen Netzwerk haben, mit Fördergeldern etc. pp. Es gibt sogar den Weltweiten MS-Tag am 30.Mai!

    #70107

    Eine solche Interessenvertretung wäre sicherlich sinnvoll. Ich könnte mir vorstellen, dass es sie wohl nicht gibt, weil die Erkrankung mit einem großen Stigma verbunden ist. Gerade diejenigen, die fit genug wären, um so eine Organisation zu gründen, möchten sich wahrscheinlich nicht outen.

    #70393

    In Deutschland sind pro Jahr ca. 27% aller erwachsenen Menschen von einer psychischen Krankheit betroffen.

    Wenn die Zahl stimmt, ist das fast ein Drittel der erwerbsfähigen Erwachsenen. Wenn man bedenkt, dass vielleicht noch ein weiteres Drittel wegen anderer Krankheiten ihrem Erwerb wegen Krankschreibung nicht nachkommen können, hört sich das nach einer riesigen Zahl an.

    Bei solchen Überlegungen, mache ich mir Sorgen um den Sozialstaat. Aber irgendwie wuppen der Rest der Erwerbsfähigen auch unseren Sozialstaat.

    Ich frage mich nur “Wie lange noch?”.

    #70398

    Wenn die Zahl stimmt, ist das fast ein Drittel der erwerbsfähigen Erwachsenen. Wenn man bedenkt, dass vielleicht noch ein weiteres Drittel wegen anderer Krankheiten ihrem Erwerb wegen Krankschreibung nicht nachkommen können, hört sich das nach einer riesigen Zahl an.

    https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/f80fb3f112b4eda48f6c5f3c68d23632a03ba599/DGPPN_Dossier%20web.pdf

    Häufigkeit psychischer Erkrankungen

    Basierend auf epidemiologischen Studien sind in Deutschland jedes Jahr 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung be­troffen [2]. Dies entspricht mit 17,8 Millionen Menschen der Einwohnerzahl von Nordrhein­-Westfalen.  […]Die drei häufigsten Störungsbilder sind Angststörungen, affektive Störun­gen – zu denen Depressionen zählen – und Störungen durch Alkohol­ oder Medikamentenkonsum

    Nicht all diese Erkrankungen, ob körperlich oder psychisch, sind chronisch. Viele davon führen wahrscheinlich nicht mal zwangsläufig zu einer längerfristigen Krankschreibung oder sind vergleichsweise gut bzw. schnell behandelbar, so dass sie nicht zu übermäßig langen Ausfallzeiten führen.

    Ich schätze, viele Menschen mit oben erwähnten (evtl. leichter ausgeprägten) Angststörungen/Depressionen sind trotzdem ganz gewöhnlich auf dem 1. Arbeitsmarkt tätig und kriegen das einfach irgendwie auf die Reihe. Eventuell mit durchschnittlich etwas höheren Ausfallzeiten als der “gesunde”. Ich glaube aber, das ist durch den Sozialstaat ohne größere Probleme zu stemmen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre, 7 Monate von Zoidberg.
    #70402

    Ein Kollege von mir hat ein Reisephobie, keine Ahnung vor was er da genau Panik hat, aber verreist halt nicht.
    Seine Familie hat sich wohl dran gewöhnt.
    Wird für die beiden Töchter sicher komisch werden, ohne Urlaub aufzuwachsen, aber nun gut.

    Er kann ganz normal seine Arbeit machen.

    Leider soll er im Januar nach Budapest und dort an einem Workshop teilnehmen, nur er ist in den Themen des Workshops fit.
    Na, da bin ich mal gespannt :)
    Wird wohl auf Videokonferenz hinauslaufen :D

    Aber man kann mit kleineren “Macken” durchaus ganz normal arbeiten und gut verdienen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre, 7 Monate von PlanB.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre, 7 Monate von PlanB.
    #70408

    Danke @zoidberg, für deine Einschätzung.

    —————————————————

    Ich wäre auch gern auf dem 1. Arbeitsmarkt als Erzieherin geblieben…ich hatte nur leichte psychische Störungen. Die Medikamente haben mich vollends aus dem Erwerbsleben gerissen. Und ich hoffe zwar wieder zurück zu kehren – sehe aber kaum die Möglichkeiten.

    Scheiß Leben.

    #70431

    @lightness

    Bei dem was du hier manchmal von dir gibst, würde ich dich nicht gerne als Erzieherin meiner Kinder sehen.


    Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
    Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
    Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
    Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
    Ab 12.05. noch 500 mg Amisulprid + HCT+Doxa+Rami siehe oben!

    #70434

    @molly

    Auf deine Meinung gebe ich nichts.

    Deine Meinung ist undifferenziert, herzlos und sehr nach Ellenbogen-Mentalität.

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