Was für Negativsymptome habt ihr?

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  • #125229

    Mich würde interessieren, was ihr für Negativsymptome habt und ob sich diese mit der Zeit gebessert haben.

    Mich hat’s komplett erwischt, d.h. ich leide an Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit etc. Das einzige, was sich vllt. gebessert hat, sind die kognitiven Fähigkeiten.

    #125326

    Hey hallo, ich hatte Jahrelang damit zu kämpfen. Verhaltenstherapie hat mir sehr geholfen.

    Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Helmut Kohl

    #125343

    Die Frage ist eben, was Negativsymptome der Krankheit selbst sind und was Nebenwirkung der dopaminübertragungshemmenden Wirkung der Neuroleptika. Wird nämlich in den Synapsen der Nervenzellen im Gehirn zu wenig Dopamin übertragen, ergibt das haargenau diese Wirkung. Ich leide auch darunter, aber ich brauche die Medikamente eben trotzdem.

    Grüßle von Molly

    Normalerweise 400mg Amisulprid. Derzeit nach vermehrter Symptomatik noch 500 mg.

    Blutdrucksenker: 2x2mg Doxagamma, 2x5mg Ramipril, 12,5 mg HCT als Diuretikum

    #125393

    Manchmal denk ich, dass das phasenweise auftretende phlegmatische Ruhebedürfnis uns eigentlich schützen soll und gar nicht als Krankheitssymptom zu bewerten ist. Subjektiv fühlt man sich vielleicht schlecht dadurch, aber man muss sich die Auszeiten nehmen, die man braucht. Finde auch, dass die Neuroleptika in hoher Dosierung einen ziemlich hemmen und schwächen können.

    #125399

    Ich habe vor drei Jahren die Medikamente für ein Jahr abgesetzt. Ich fühlte mich aber immer noch demotiviert wie zuvor. Bei mir schiebe ich die Negativsymptomatik auf die Krankheit, nicht auf die Medikamente.

    #125400

    Mich würde interessieren, was ihr für Negativsymptome habt und ob sich diese mit der Zeit gebessert haben.

    Direkt danach: Affektverflachung, Konzentrations-/Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, schwacher Antrieb, Ängste

    Nach einem Jahr war alles schon wieder weitaus besser. Allerdings bin ich immer noch nicht so “schwingungsfähig” bei der Stimmung wie früher, was auch an den Medikamenten liegen mag. Und ich habe noch Probleme längere Passagen zu lesen oder Fernsehen zu schauen, weil die Konzentration/Aufmerksamkeit fehlt.

     

     

     

    #125465
    FMSFMS

    Ich habe vor allem noch deutliche Antriebslosigkeit, Schlafprobleme, Konzentrationsprobleme. Wobei das auch schwer zu sagen ist, ob das nicht durch die Medikamente kommt.

    Ich hatte nach der letzten Psychose aber sehr lange, sehr starke Negativsymptomatik, die sich dann nach 2 Jahren ganz plötzlich schlagartig besserte. Dazu gehörte vor allem Spracharmut, die war sehr ausgeprägt. Heute kann ich wieder ganz gut normale Gespräche führen.

    Ich habe auch mal hier an der Uni letztes Jahr an einer Studie zu Schizophrenie mitgemacht und die kam zum Ergebnis, dass ich halt dauerhaft Positivsymptome habe, aber kaum mehr Negativsymptome.

    #125469

    Und ich habe noch Probleme […] Fernsehen zu schauen

    Nach meinen ersten Psychosen musste ich Filme immer mehrmals anschauen, bis ich sie verstand. Das dauerte einige Jahre, bis ich mich da wieder besser konzentrieren konnte und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden konnte.

    #125533

    Keine mehr, nach einer Medikamentenreduktion sind sie weggegangen.

    Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich unter dem Einschleichen des Neuroleptikums in einen Burnout gerutscht bin, da ich das Arbeitspensum als Selbständiger nicht auskömmlich reduzieren konnte.

    Ich hatte infolgedessen 5 Jahre mit Negativsymptomen zu tun.

    Es reicht nicht, einfach die Pillen zu schlucken. Es macht auch Sinn, sein Verhalten zu ändern. Eine Psychose ist Hochstress.

     

    #125563

    durch die Einsamkeit habe ich Probleme mit mein Haushalt,  ansonsten fällt mir da nichts ein , was ich hätte.

    Niedrige dosis risperidon als monomedi.
    1,25 mg täglich
    mittags 1 mg und Nachts 0,25 mg

    #125595

    Während Akutzeit hatte ich, also als ich schon Medis  bekommen habe, starke Erschöpfungzustände von der Psychose, viel Schlaf, mittlere Konzentration – obwohl konnte erstaunlicher weise noch für meine Theologischen Prüfungen lernen mitten in Psychose auch nicht schlecht.

    Jetzt nach 3 Jahren, schlafe gerne ein Nickerchen, kann aber auch mit meinen Schlafstörungen zu tun haben. Kann mich konzentrieren aber bei Lernen oder langen Filmen werde ich unruhig.

    Bin derzeit insgesamt stabiler.

    LgB

    Ich will ja zum Leben sagen jeden Tag wie er auch sein mag.

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