Venlafaxin absetztipps gewünscht

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  • #326329

    Guten Abend, in einer Kapsel sind 3 Kugeln. Selbst wenn ich reduziere geht’s mir miserabel. Auf Schlag 37,5mg absetzen ist unmöglich. Bin zusammen gebrochen (Kreislauf, Schwindel, wahrnehmungsstörung), mal abgesehen von dem Durchfall, den Kopf und magenschmerzen und die Angst Attacken. Schon zig mal versucht =(

    #326332
    Pia

      Tut mir leid, dass es dir immernoch so schlecht geht, @Miina.

      Ich kann es nicht mit Gewissheit sagen, aber ich meine, in dem alten ADFD-Forum mal gelesen zu haben, dass es von Venlafaxin auch Kapseln mit viel mehr kleinen Kügelchen gibt. Das ist wohl von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

      Um langsamer und risikominimierter reduzieren zu können, bräuchtest du wohl Kapseln mit vielen kleinen Kügelchen.

      Frag doch mal in der Apotheke, die müssten eigentlich wissen, von welchem Hersteller es mehr Kügelchen gibt oder deinen Psychiater. Beim Psyab.net Forum wissen sie es bestimmt.

      Gute Besserung!

      Edit:

      Hab beim Psyab-Forum nachgesehen. Ich bin da auch nicht angemeldet. Die Infos kann man so im öffentlichen Bereich des Forums lesen. Da hilft wohl nur ein Wechsel des Venaflaxins:

      Ausschleichen mit Hilfe der Kügelchenmethode – PsyAb

      https://www.psyab.net/<wbr />viewtopic.php?t=64

      Die Venlafaxin-Kapseln folgender Hersteller enthalten kleine Kügelchen.

      Diese Präparate eignen sich zum kleinschrittigen Reduzieren.

      • Aurobindo
      • Hennig
      • neuraxpharm
      • Pfizer (Trevilor Original)
      • PUREN
      • TAD
      • Winthrop
      • Genericon (Österreich)
      Quelle:
      Venlafaxin: Präparate mit Kügelchen – PsyAb

      https://www.psyab.net/<wbr />viewtopic.php?f=16&t=170

      Wenn du Unterstützung bei der Reduktion benötigst wie zum Beispiel Tipps auch zu Entzgssymptomen, dann wäre eine Empfehlung, sich beim psyab.net. anzumelden. Die Nutzung des Forums ist völlig kostenlos.

      Das ist ein Selbsthilfeforum, wo es nur um die langsame Reduktion und das Ausschleichen von Psychopharmaka geht. Die Moderator:innen sind schon zum Teil über 20 Jahre lang im Team, vorher etwa 18 Jahre ADFD-Forum, seitdem Psyab.net. Die haben eine Menge Erfahrung, auch mit der risikominimierten Reduktion von Venlafaxin.

      Da geht es wirklich freundlich zu, Miina und das Forum wird permanent moderiert und natürlich können sich alle Teilnehmer:innen gegenseitig Tipps geben.

      Liebe Grüße

      Pia :ciao:

      • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 2 Wochen von Pia.
      • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 1 Woche von Pia.
      #326337

      Venlafaxin verursacht von den Erfahrungsberichten, die ich so gelesen habe, tendenziell die am heftigsten  ausgeprägten Absetzerscheinungen. Schwindelähnliches Gefühl, “Brain Zaps” u.ä., die ziemlich unerträglich sind.

      Schnell absetzen wird da vermutlich nicht funktionieren, sondern wenn dann seeehr langsames reduzieren, und dazu ist wohl tatsächlich ein Präparat vorteilhafter, welches sich beliebiger bzw. Milligramm-genau dosieren lässt, nicht nur in 1/3-Schritten.

      Schon zig mal versucht =(

      Je nachdem wie hoch Deine “normale” Dosis ist, kann sich das Absetzen dann auch schon mal über ein Jahr hinziehen. Ich vermute mal, Du bist bei den bisherigen Versuchen einfach zu schnell vorgegangen…

      #326345

      jetzt hab ich grad gelesen das das absetzen gefährlich ist, da ein erhöhtes Risiko besteht für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Fahrlässig das mir das meine Ärztin nicht gesagt hat.

      Das Problem ist ich muss ja das nehmen was die AOK bezahlt, das kann ich mir nicht aussuchen

      #326347

      Ich habe Venlafaxin nach 1jähriger Einnahme wegen Wechsel auf Fluoxetin über mehrere Wochen ausgeschlichen. Der letzte Reduzierungsschritt war der schwerste bei 37,5mg. Mir machten die Brainzaps sehr zu schaffen, was richtig unangenehm war. Ich habe mich durchgequält.

      Der Vorschlag auf  einen Hersteller mit mehreren Kügelchen in der Venlafaxin-Kapsel zu wechseln würde ich beim Psychiater nochmal vorbringen. Von meinen bisherigen Absetzversuchen, war Venlafaxin der ekelhafteste. Ich wünsche dir ein leichteres Ausschleichen. Alles Gute.

      #326351

      Ich denke, die Kapsel zu öffnen ist keine so gute Idee! Hab mal gehört, die Hülle verhindert, dass sich die Kapsel zu früh im Körper auflöst, was negative Folgen haben könnte. Musst mal googeln!


      Tägliche Medikation:
      400 mg Amisulprid
      12,5 mg HCT
      10 mg Ramipril

      ab 04.03.2024:
      500 mg Amisulprid
      5 mg Olanzapin
      12,5 mg HCT
      10 mg Ramipril

      ab 15.03.2024
      600 mg Amisulprid
      12,5 mg HCT
      10 mg Ramipril
      4mg Doxagamma

      #326352

      Hallo ihr lieben, mir geht’s mal so mal so. Ich Kämpfe hin und wieder mit Symptomen,

      Ich nehme morgens zwischen 4-6uhr 5mg fluanxol und 37,5mg venlafaxin. Und gegen 15-16uhr nochmal 1mg fluanxol. Gegen 20 Uhr 30mg atosil

       

      Das klingt ja schon besser und es war gestern Abend nur vier Minuten früher… :scratch:


      Tägliche Medikation:
      400 mg Amisulprid
      12,5 mg HCT
      10 mg Ramipril

      ab 04.03.2024:
      500 mg Amisulprid
      5 mg Olanzapin
      12,5 mg HCT
      10 mg Ramipril

      ab 15.03.2024
      600 mg Amisulprid
      12,5 mg HCT
      10 mg Ramipril
      4mg Doxagamma

      #326353
      Pia

        Erst lesen, dann meckern, @Molly. Die Kapselhülle kommt doch auch bei den reduzierten Kügelchen wieder drum. Die Kapseln kann man öffnen und wieder schließen.

        Die muss allerdings wieder um die Kügelchen, die dann eingenommen werden.

        #326355

        Wenn man all deine Links liest, liebe @Pia, ist man den ganzen Tag lang mit nichts anderem beschäftigt!

        Ich weiß, dass Leute die Kapsel abmachten, dann eben nicht wieder dranpfriemelten und sie danach Probleme mit Nebenwirkungen, oder dass das Medikament überhaupt nicht wirkt hatten. Glaub auch nicht, dass das von der Herstellungsart der Kapseln bei allen Medikamenten geht.


        Tägliche Medikation:
        400 mg Amisulprid
        12,5 mg HCT
        10 mg Ramipril

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        500 mg Amisulprid
        5 mg Olanzapin
        12,5 mg HCT
        10 mg Ramipril

        ab 15.03.2024
        600 mg Amisulprid
        12,5 mg HCT
        10 mg Ramipril
        4mg Doxagamma

        #326364
        Pia

          Man darf die Kügelchen nicht ohne die Kapselhülle nehmen, @Molly. Das steht dabei!


          @Miina
          will doch Venlafaxin reduzieren. Ich denke, dann wird sie die Links schon lesen. Außerdem sind die Inhalte der Links Kurz und knapp.

          Warum willst du Miina die beste risikominimierte und langzeiterprobte Methode schlechtreden oder ausreden, Venlafaxin zu reduzieren? Venlafaxin ist leider für die meisten Anwender:innen schwer zu reduzieren und abzusetzen.

          Miina kann ja selbst entscheiden, ob sie das liest.

          Und klar ist, die Kapselhülle muss vor Einnahme wieder um die einzunehmenden Kügelchen. Das geht auch ganz einfach.

          Manche kaufen sich auch Kapselmachinen dafür, so kleine mechanische. Damit kann mann gleich etliche Kapseln befüllen und schließen.

           

          #326366

          Es ging mir keinesfalls ums Schlechtreden, sondern einzig und allein um das gesundheitliche Risiko, wenn man die Kapselhülle abmacht!

          Schon wieder so eine üble Unterstellung! (Diese Aussage wäre O-Ton Pia! Du siehst, ich bin lernfähig! ;-) )

          Wie gesagt, hatte ich den Link nicht gelesen.


          Tägliche Medikation:
          400 mg Amisulprid
          12,5 mg HCT
          10 mg Ramipril

          ab 04.03.2024:
          500 mg Amisulprid
          5 mg Olanzapin
          12,5 mg HCT
          10 mg Ramipril

          ab 15.03.2024
          600 mg Amisulprid
          12,5 mg HCT
          10 mg Ramipril
          4mg Doxagamma

          #326368
          Pia

            jetzt hab ich grad gelesen das das absetzen gefährlich ist, da ein erhöhtes Risiko besteht für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Fahrlässig das mir das meine Ärztin nicht gesagt hat. Das Problem ist ich muss ja das nehmen was die AOK bezahlt, das kann ich mir nicht aussuchen

            Steht das im Beipackzettel, @Miina?

            Das hätte dir deine Ärztin wirklich unbedingt sagen müssen, bevor sie dir Venlafaxin verschrieben hat.

            Wenn Reduktion, ist natürlich ganz ganz langsam in kleinen Schritten und damit risikominimiert und in Absprache mit deiner Psychiaterin eine Option. Damit könnte sich der Körper und eben auch das Gehirn ganz langsam an immer kleinere Dosierungen in Abständen gewöhnen. Empfohlen so Pi mal Daumen wird, erst immer nach 4 bis 6 Wochen wieder weiter zu reduzieren, damit der Körper, das Zentralnervensystem, Zeit hat, sich dran zu gewöhnen und das um etwa 10% der jeweiligen letzten Dosis.

            Das ist aber nicht in Stein gemeißelt. Reduktion und Ausschleichen ist oft ganz individuell, je nachdem, wie gut man damit zurechtkommt.

            Das Gehirn ist neuroplastisch. Das ist gut.

            Falls du in Erwägung ziehst, Venlafaxin mit kleinen Kügelchen von einem anderen Hersteller zu nehmen, frag doch einfach in deiner Apotheke nach, mit welchen oben genannten Herstellern deine Krankenkasse einen Rabattvertrag hat. Die wissen das.

            Venlafaxin ist leider oft schwer zu reduzieren oder abzusetzen, aber nicht unmöglich.

            Ich habe vor ein paar Jahren, weil ich ein NL reduziert habe, im ADFD-Forum mitgelesen. Da waren Viele, die Venlafaxin mit Unterstützung des Forums abgesetzt haben.

             

            #326369

            Vielleicht probierst du es mal mit den Tapering Strips, da wird auch explizit Venlafaxin erwähnt.

            https://www.pharmazeutische-zeitung.de/arzneimittel-absetzen-leicht-gemacht-118877/

            #326371
            Pia

              Ja, die Taperingstrips würde ich auch empfehlen, @Mond, nur leider übernehmen Krankenkassen in Deutschland die meist nicht. In den Niederlanden, wo die herkommen, auch nur eine einzige Krankenkasse bisher und das leider auch nur maximal zwei Taperingstrips, also extra angefertigte Tabletten für maximal zwei Mal 28 Tage.

              Ansonsten kostet jeder Taperingstrip für Selbstzahler etwa 77 € für 28 Tage.

              In den Niederlanden gibt es eine Initative, die darum kämpfen, dass Taperingstrips von den Krankenkassen übernommen werden müssen. Ich hab da im letzten Jahr auch schon eine Petition von denen unterschrieben.

              Man kann in Deutschland höchstens versuchen, schriftlich mit eigenen guten Argumenten und guten Argumenten des behandelnden Psychiaters oder der Psychiaterin, die Krankenkasse zu überzeugen, die Kosten für die Strips zu übernehmen. Zum Beispiel mit dem Argument, dass die Chancen gut stehen würden, dass man nach Ausschleichen wieder arbeitsfähig würde und dass andere Versuche, das Medikament abzusetzen oder zu reduzieren, nicht geglückt sind….

              #326455

              Uiuiui… Venlafaxin absetzen ist hart. Ich hatte es vor Jahren auch versucht und bei den letzten 37,5mg (also, als ich die weglassen wollte) bin ich direkt psychotisch geworden. Meine Psychiaterin fand das seltsam, denn es ist ja kein NL, aber was soll ich sagen, Zeichen im Schnee zu sehen und mit dem Edding an die Scheibe zu schreiben, auf der Suche nach einer Botschaft – ist das psychotisch oder nicht?

              Jedenfalls nehme ich es immer noch, jetzt sogar wieder 75mg. Im Moment würde ich es nicht weglassen, aber wenn das wieder mal ansteht – keine Ahnung.

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