Thread für seltsame, aber ernst gemeinte Fragen

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  • #120932

    Ist Schizophrenie eigentlich auch eine Persönlichkeitsstörung?

    #120940

    Für mich persönlich nicht. Ich würde es als Krisenbewältigungsstrategie (oder inneren Konfliktlösungsansatz), die/der leider fehlgeleitet ist, beschreiben.  Ich versuche die Krankheit nicht als was permanentes/chronisches anzusehen, da ich denke, dass es die Prognose verschlechtern würde. Persönlichkeitsstörung hört sich so chronisch an.

    Wird durch die Medikamente, die eigene Persönlichkeit unterdrückt?

    #120943

    Meine Persönlichkeit wurde gestört, sage ich klar. Das jetzt ist auch eine, ist auch eine Persönlichkeit, aus der ich die Krankheit jetzt auch nicht einfach rausreißen würde wollen, da sonst sicher zuviel mit weggefetzt würde, was schon Indikator dafür ist, dass das alles bei mir arg miteinander verzahnt ist. Ganz recht ist mir das alles trotz mittlerweile meist sehr wenigem Leidensdruck übrigens nicht. Ich bin es aber noch. Das ist gut.

     

    Kurz ma edit. Dieses – “ich bin es aber noch” … das ist ungemein stark. Fast so, als würde ich sagen, keine Störung der Persönlichkeit. Aber die Jahre waren ja und haben Spuren hinterlassen. In mir. Es ist vielleicht doch nicht so klar.

     

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 weeks, 1 day von AquaAqua.

    Ich glaube oft zu sagen, was ich zu atmen gehabt hätte.

    #120948

    Ist ein Ohrwurm eine Wahn/zwangsidee?

    Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Helmut Kohl

    #120963

    Spontan würde ich sagen, dass ich nicht mehr “gestört” bin als jeder andere Mensch auch, ob psychoseerfahren oder nicht. Und Persönlichkeitsstörungen sind ja psychiatrische Diagnosen, d.h. Psychiater würden nicht jeden Menschen mit diesen Diagnosen ausstatten. Daher glaube ich nicht, dass ich eine Persönlichkeitsstörung in diesem Sinne habe, jedenfalls nicht mehr als andere Menschen ohne diese Diagnosen :scratch:

    #120969

    Danke für Eure Antworten! Also laut Votum, 1:2, eher keine Persönlichkeitsstörung und laut Diagnoseschlüssel trifft es auch nicht zu.

    Wird durch die Medikamente, die eigene Persönlichkeit unterdrückt?

    Ja, das ist auch eine interessante Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe. Konnte sie für mich nicht hinlänglich beantworten bisher, zu kompliziert.

    Ist ein Ohrwurm eine Wahn/zwangsidee?

    Dazu hab ich auf die Schnelle das gefunden:

    Forscher vermuten, dass unsere Gehirne sie bevorzugt dann produzieren, wenn sie sich langweilen. Die Musik, die man nicht mehr aus dem Sinn bekommt, stellt sich häufig dann ein, wenn ein Mensch positiv fröhlich gestimmt ist und sich nicht mit schwerer geistiger Tätigkeit beschäftigt

    Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article7820620/Wie-musikalische-Ohrwuermer-im-Kopf-entstehen.html

    #120977

    Ich sehe durch die Schizophrenie meine persöhnlichkeit nicht gestört. Die Krankheit ist ein Teil von mir. Ich habe ja eine Schizzoaffektve Störung.

    #120982

    @ladybird – Bei mir ist es so, dass ich eine Ohrwurm-Melodie von dem ursprünglichen Lied-Text löse (den Text weiss ich oft gar nicht oder habe ihn vergessen) und dann meine Gedanken mit der Melodie ‘singe’ – automatisch, also nicht willentlich.

    Das wirkt beruhigend und ist glaube ich eine unbewusste Copingstrategie. Mein Psychiater meint das wäre eine Form der Synästhesie.  Jedenfalls keine Zwangsidee oder so. Eher was Gutes. :-)

    Liebe Grüße
    Freia

    "Liege ich allein im Bett, werde ich ans Fenster treten, in den Himmel blicken und die Gewissheit haben, dass Einsamkeit eine Lüge ist und dass das ganze Universum mir Gesellschaft leistet."

    [aus: Die Schriften von Accra]

    #120987
    FMSFMS

    Nein, Schizophrenie gehört nicht zu den Persönlichkeitsstörungen.

    #120988

    Ok danke @fms @wachsmalbloeckchen @mowa @jeanne-darc und @aqua, auch für Deine abweichende Meinung. :)

    #120990

    Ja, das ist auch eine interessante Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe. Konnte sie für mich nicht hinlänglich beantworten bisher, zu kompliziert.

    Da würde ich sagen, auf mich trifft es auf jeden Fall zu! Aber nicht nur Psychopharmaka, sondern auch krankheitsbedingte Symptome verändern meiner Meinung nach die Persönlichkeit. Es ist so, als würde das, was mich als Person ausmacht, zugeschüttet.

    Und für mich sind medikmentöse Effekte tückischer als krankheitsbedingte; Bei Symptomen konnte ich noch Einfluss darauf nehmen, dass sie weniger wurden, indem ich z.B. Stress vermied. Bei Psychopharmaka musste ich deren (Neben-)Wirkungen hinnehmen und war praktisch machtlos. Dann konnte ich mich nur auf ein anderes Medikament umstellen lassen oder die Dosis reduzieren, in der Hoffnung dass das hilft.

    #121023

    Hehe meine Frage ist, fliegt ihr auch so oft in euren Träumen + habt hinterher das Gefühl im wachsein ihr könntet eigentlich wirklich fliegen einfach so, und stoppt Euch aber ab es zu tun.

    Ich will ja zum Leben sagen jeden Tag wie er auch sein mag.

    #121057

    Ganz glücklich bin ich mit meiner Antwort nicht. Ich wollte einfach mal eine Gegenposition einnehmen, glaube ich. Wenn ich gerade überlege, ist es wohl doch anders, eben keine Störung der Persönlichkeit! Aber kann da grad nicht viel weiter was zu sagen oder denken, da ich nicht besonders fit bin, aber, ja, sagen wollte ich das noch, dass ich mich mit meiner Antwort ganz wohl halt nun doch nicht fühle!

     

    LG

    Ich glaube oft zu sagen, was ich zu atmen gehabt hätte.

    #121064

    fliegt ihr auch so oft in euren Träumen + habt hinterher das Gefühl im wachsein ihr könntet eigentlich wirklich fliegen einfach so, und stoppt Euch aber ab es zu tun.

    Du meinst, man könnte dann theoretisch im Wachzustand versuchen, von einem hohen Gebäude zu fliegen. Diesen Gedanken habe ich in der Psychose auch sehr häufig. Angeblich soll so eine nicht geringe Anzahl zu Tode kommen.

    Ich wollte einfach mal eine Gegenposition einnehmen, glaube ich.

    Es gibt welche wie Du, die extra für die Meinungsvielfalt und damit eine Diskussion zustande kommt, eine andere – nicht ihre eigene – Position einnehmen. Das finde ich immer spannend. Muss man nur schauen, dass die Auseinandersetzung nicht zum Selbstzweck wird.

    #121066

    Ich hatte bereits als Kind diese Träume, und wie ich aufwachte war ich mir eben nicht wirklich sicher ob ich denn nciht schon fliegen kann, bin daher am Üben mit ein paar Stiegen springen gewesen.

    In meinem ersten Suizid die vermutlich psychotisch war mit 19 bin ich dann aus dem Fenster gesprungen, aber nciht um zu fliegen. Aber vielleicht hat das mit hinein gespielt das ich ausgerechnet diese Art gewählt habe. Wer weiß?

    Ich will ja zum Leben sagen jeden Tag wie er auch sein mag.

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