Notizen von Mowa

  • Dieses Thema hat 3129 Antworten sowie 60 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 5 Jahren von Mowa aktualisiert.
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  • #45679

    @Mowa

    Hast Du noch so viel Urlaubsanspruch übrig?
    Oder wie machst Du das?

    lg, DiBa

    #45681
    Anonym

      Super Mowa das ist eine gute Arbeitsstunden Einteilung. Die bekommt dir sicherlich gut. LgB

      #45686

      @Mowa und @Isa!

      Als ich noch mit meinem Mann zusammen war, hab ich die Tabletten so genommen wie ich lustig war und gerade wenn ich sie frisch abgesetzt hatte, fühlte ich mich ein paar Wochen lang wie auf Wolke Sieben.

      Das nennt sich auch Honeymooneffekt. Man ist richtig wach und alles ist bunter und lebendiger. Man fühlt sich glücklich, weil plötzlich diese unerträgliche Schwere, Depression und Müdigkeit der Medikamentennebenwirkungen verschwunden ist.

      Leider wurden die Stimmen und die Paranoia dann mit der Zeit schleichend wieder mehr und zum Schluss unerträglich, sodass ich dann doch wieder Medikamente nehmen musste. Mein einziges Glück ist, dass ich in der Psychose nie wirklich den Kontakt zur Realität verliere. Ich denke mir dann immer, das kann doch alles gar nicht wirklich so sein, auch wenn sich in meinem Kopf und um mich herum die schlimmsten Horroszenarien abspielen. Eine andauernde Qual ist es trotzdem.

      Isa, an deiner Stelle würde ich es mir noch mal gut überlegen abzusetzen. Du weißt doch, was immer mit dir passiert ist, wenn du schon reduziert oder abgesetzt hast. Im Moment geht es dir doch wieder besser und ich denke, das liegt einzig und allein an der regelmäßigen Medikamenteneinnahme. Bei dir, Mowa, kann es natürlich schon sein, dass du ohne Medikamente auskommen kannst. Weiß ich nicht… Bei Isa hab ich im Forum schon mehrfach erlebt, wie sie in ein Loch gefallen ist, wenn sie abgesetzt hat.

      Mowa, du hattest geschrieben, dass du die Medikamente einnhemen würdest, wenn du zu Hause wärst und Kinder hättest, aber gerade wenn man kleine Kinder hat, erträgt man die Nebenwirkungen der Medikamente noch schlechter. Man ist ja ständig von ihnen gefordert. Kinder zu haben ist vor allem in den ersten Jahren ein 24-Stunden-Job. Da wird mir @Escargot sicher zustimmen.

      LG, Molly

      #45737

      Guten Morgen liebe Leute,

      genau @DiBaDu, ich habe noch mehr als 50 Tage Urlaub, dadurch, dass ich letztes Jahr lange krank war. Dieses Jahr habe ich auch im April/Mai 3 Wochen Urlaub zurückbekommen, nachdem ich diese Zeit in der Klinik verbracht hatte.

      Danke @Bernadette!

      Hallo @Molly, danke für Deine ausführliche Erläuterung. Ich denke auch, dass es generell so etwas wie der Honeymooneffekt gibt, aber ich selbst hatte ihn noch nicht, denke ich. Es ist nicht das Überschwängliche, was ich empfinde, sondern das Normale. So, als würde man den Gips vom gesundeten Bein wegnehmen. Ich spüre eine Entspannung und Erleichterung, ohne überschwänglich zu sein.

      Diesen Zustand kenne ich schon von meinen beiden Absetzversuchen, da hatte ich auch keinen Honeymooneffekt. Ich nehme meine Medis ja auch regelmäßig, wenn ich mich dazu beschließe. Also entweder nehme ich sie oder ich lasse sie sein. Ohne Systematik und nach Laune mal nehmen und mal nicht nehmen bringt ja nichts bzw. schadet nur, denke ich, weil sich der Spiegel gar nicht bilden kann.

      Mowa, du hattest geschrieben, dass du die Medikamente einnhemen würdest, wenn du zu Hause wärst und Kinder hättest, aber gerade wenn man kleine Kinder hat, erträgt man die Nebenwirkungen der Medikamente noch schlechter.

      Meine Zeilen waren so gemeint, dass ich alleine aus Pflichtbewusstsein mich dazu entschließen wollen würde, lieber stabil und funktionierend zu sein, gerade auch als Alleinverdienerin. Mit Kindern wäre ich denke ich nicht so risikofroh wie jetzt.

      Dass man mit kleinen Kindern die Nebenwirkungen schlechter verträgt als ohne, wie Du schreibst, das kann gut sein, nur kann ich es mangels Erfahrungen nicht wissen. Aber das Gegenteil habe ich auch nicht angedeuten wollen.

      LG,
      Mowa

      #45739
      Isa

        Liebe Mowa

        du drückst genau aus, was ich so denke. Der Vergleich mit dem eingegipsten Bein ist super. So empfinde ich das auch. Es geht auch nicht um mal nehmen oder nicht nehmen, sondern es geht um die Freiheit, nicht mehr so einbetoniert zu sein, Gefühle zu haben und sich lebendig zu fühlen.

        Ja, genau, ich hatte 10 symptomfreie Jahre ohne Medikamente.

        Hast du denn so viel Urlaub, dass du bis Oktober immer zwei freie Tage nehmen kannst und dann noch nach Japan fliegen? Finde ich aber toll, dass dein Chef dazu bereit ist. Das spricht dafür, dass du eine ausgezeichnete Mitarbeiterin bist und er dich sehr schätzt.

        Wünsche dir schöne freie Tage! Lieber Gruß! I.

        #45740

        sondern es geht um die Freiheit, nicht mehr so einbetoniert zu sein, Gefühle zu haben und sich lebendig zu fühlen.

        Stimmt ja, richtig. Als Tänzerin und Künslerin bist Du vielleicht auch empfindlicher, wenn es um „Unfreiheiten“ geht.

        Ich möchte auch schreiben, dass ich so froh bin, dass ich die beiden Absetzversuche gewagt habe, auch wenn sie vorerst mit den beiden Rückfällen endeten. Beide Male hatte ich mehr als ein ganzes Jahr, indem ich medikamentenfrei blieb und mich gefühlt habe wie ein Fisch im Wasser.

        Diese Lebensqualität ist mir dermaßen wertvoll, so dass ich, alleine von mir persönlich aus gesehen (d.h. unberücksichtigt dessen, ob mein Mann usw. damit einverstanden wären), einen jährlichen Rückfall riskieren würde. Ein Jahr Freiheit und Lebendigkeit, dann ist das für mich schon sehr erfolgreich gewesen.

        Es geht mir jetzt darum, ob ich dieses eine Jahr verlängern kann, so auf 2 Jahre Medi- und Symptomfreiheit? Ich bin nämlich immer noch überzeugt, dass die eigenen Erfahrungen mit und ohne Medis entscheidend darin sind, wie lange ich rückfallsfrei mein Leben genießen kann.

        Hast du denn so viel Urlaub,

        Ja, mehr als 50 Tage (durch die Schwerbehinderung, die ich rückwirkend seit November 2018 anerkannt bekommen habe, habe ich auch zusätzliche Urlaubstage). Vielleicht nehme ich nicht jede Woche 2 Tage Urlaub. Aber vorerst im Juli schon, bist Mitte August habe ich schon meinen Urlaubsantrag eingereicht :yahoo:

        Finde ich aber toll, dass dein Chef dazu bereit ist.

        Ja mein Chef ist für mich ein Jackpot. Ich wünsche mir, dass ich ihm und seinen Mitarbeitern ein bisschen von dem zurückgeben kann, was mir geschenkt wurde.

        Und danke für das Kompliment @Isa.

        LG,
        Mowa

        • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 7 Monate von Mowa geändert.
        #45875

        Morgen haben wir 2 Handwerkertermine am Vormittag, dann habe ich einen regulären Therapeutentermin. Später am Nachmittag bekommen wir einen Besuch, mit ihm wollen wir uns einen Film zusammen anschauen und Handroll-Sushi essen. Ich muss also vorher noch etwas putzen und einkaufen fahren.

        Gestern war doch etwas zu viel des Guten. Gegen 19:30 Uhr musste ich mich ins Schlafzimmer zurückziehen, und unser Besuch hat sich noch mit meinem Mann unterhalten. Schade, aber es ging bei mir nicht anders. Zumindest haben wir zusammen lecker Handroll-Sushi gegessen und haben gute Gespräche geführt. Es hat mir Spaß gemacht.

        Mittags beim Therapeuten war alles gut. Ich habe ihm von mir berichtet, auch, dass ich seit Dienstag letzte Woche keine Medis mehr nehme und was mein Psychiater mir dazu gesagt hatte. Mein Therapeut hat gesagt, dass es ihm lieber gewesen wäre, hätte ich die Reduktion bzw. das Absetzen mit dem Psychaiter abgesprochen, da ich ja hätte auch eine Reboundpsychose bekommen können usw.

        Wünsche uns noch einen guten Freitag und ein schönes Wochenende! In meiner Stadt ist es heute Morgen nicht mehr so warm wie die letzten Wochen. Es soll ja kühler werden jetzt die Woche über… :bye:

        #45882
        Isa

          Liebe @Mowa

          finde ich gut, dass du die Reißleine gezogen und dich früh zurückgezogen hast. Man muss nicht immer aushalten bis zum Nimmerleinstag. Gerade wenn man auf sich achten muss.

          Ja, hier in München ist es auch kühler geworden, bin froh darum.

          Ich wünsche dir einen schönen, freien Tag :bye:

          #45961
          Anonym

            Gutes Wochenende liebe Mowa, erhol dich von der Arbeitswoche und laß die Seele baumeln. Oder fliegen ;-)   LgB

            #46200

            Vielen lieben Dank @Isa und @Bernadette für Eure Zeilen.

            Das Wochenende war besonders entspannend. Durch die zusätzlichen freien Tage kann ich mir mehr Zeit frei einteilen. Sonst hatte ich auch an Wochenenden etwas Stress, dadurch, dass ich manchmal Einkäufe, Wäsche waschen und Putzen usw. an nur 2 Tagen erledigt habe.

            Mein Mann hat mir erzählt, wie ihm einmal von einer Stationsärztin erklärt wurde, dass das Gehirn für einen Menschen das höchste Organ sei. Kein anderes Organ kontrolliert das Gehirn. Diese Tatsache finde ich sehr hilfreich.

            Man muss also selbst erkennen, wenn einem das eigene Gehirn täuschen will und es zurechtweisen. Ich würde so gerne, dass ich mein Gehirn zurechtweisen könnte, bevor ich wieder aus dem Gleichgewicht gerate.

            #46209

            guten abend liebe @mowa,

            gut das du dich so schön entspannen konntest am wochenende, das tut ja immer gut :good:

            ich wünsche dir morgen einen guten start in die neue woche und schicke liebe grüße…

            ps: ja das gehirn ist schon wirklich ein faszinierendes organ das stimmt…

            #46253

            Danke schön liebe @erdbeere.

            Letzte Nacht habe ich 7,5 Stunden schlafen können, allerdings bin ich 2 Male aufgewacht. Ich führe wieder Buch über mein Schlafverhalten und mache mir Notizen im Tagebuch. Das hilft mir bei der Selbstbeobachtung.

            Uns allen noch einen guten Start in die neue Woche wünscht
            Mowa

            #46312

            Guten Abend @all,

            heute war ein guter Arbeitstag, habe nicht viel aber doch einiges erledigen können. U.a. habe ich vor etwa einer Woche angefangen an meinem Vortrag zu arbeiten, den ich in einem guten Monat halten werde:

            Seit gestern habe ich mit einigen Kollegen gesprochen und angeboten, dass ich im Sommer gerne einen Vortrag über meine psychische Erkrankung halten möchte.

            Eine grobe Struktur habe ich schon mal. Die Notizen mache ich mir auf Englisch, da nicht alle im Publikum Deutsch verstehen werden. Diese übersetze ich gerade ins Deutsche, weil ich sie bald auch hier im Thread posten möchte. Es würde mich sehr interessieren, was Ihr als Mitbetroffene über meinen Vortrag denkt. Ich werde vorab Gespräche mit meinen Kollegen führen um auch von Ihnen Feedback zu erhalten.

            Nach dem Feierabend habe ich erstmal eine Kleinigkeit gegessen und kurz zur Entspannung Sims4 gezockt. Ich bin so froh, dass ich wieder kleinen Hunger aushalten kann und keine übermäßigen Energien zuführen muss. Da ich wieder Neurodermitissymptome an den Handrücken bekomme, habe ich angefangen auf Zuckerzeugs zu verzichten. Zucker verschlimmert nämlich meine Neurodermitis. Obst ist ok, davon kann ich eh nicht so viel essen.

            Ich bin jetzt recht müde, aber will noch bis 22 Uhr oder so wach bleiben. Sonst wache ich zu früh auf. Mal schauen, wonach mir noch ist. Den Vortrag lasse ich bis morgen bewusst liegen, damit habe ich mich lange genug heute beschäftigt. Vielleicht entspanne ich mich bei Klassik-CDs, dazu bin ich lange nicht mehr gekommen…

            Noch einen schönen Abend wünscht Euch
            Mowa :bye:

            #46480

            Guten Morgen liebe Leute,

            so, heute ist mein letzter Arbeitstag diese Woche. Vormittags Betriebsratssitzung, sie wird bestimmt wieder intensiv und anstrengend. Mal schauen, ob ich zwischendurch eine 5-minütige Pause einlegen kann.

            Inzwischen habe ich die Struktur meines Vortrages entworfen. Die Struktur & der Inhalt werden sich bestimmt noch viel ändern, wenn ich anfange die Vortragsfolien vorzubereiten.

            Würde mich über Euer Feedback sehr freuen. Diesen Entwurf werde ich, wie gesagt, auch mit einigen meiner Kollegen besprechen.

            LG und einen schönen Tag wünscht
            Mowa

            *** Anmerkung zu Beginn ***
            Ein erster Vortrag, der einen offen(er)en Dialog über psychische Probleme und Erkrankungen anstoßen will.
            Der Vortrag hat keinen Anspruch, fachlich umfassend zu sein, sondern hier geht es allein um meine persönlichen Erfahrungen.
            ********************************************

            *** Teil 1: Persönliche Motivation und Ziele ***
            Was ich seit 2010 als Psychoseanfällige gelernt habe…
            > starke Stigmatisierung psychischer Erkrankungen
            > übliche Vorurteile und Diskriminierungen
            > oft soziale Isolation und Verarmung von Betroffenen
            ********************************************

            *** Teil 2: Stigmen & Vorurteile – warum? ***
            >> Fehlen von eigenen Erfahrungen und Einsichten
            >> Unsichtbarkeit, Ungreifbarkeit
            >> Anormalität, Unzugänglichkeit, Unglaubwürdigkeit, Uneinsichtigkeit
            >> Scham- und Schuldgefühle von Betroffenen, Selbststigmatisierung
            >> Negativschlagzeilen in den Medien

            > Kluft zwischen Betroffenen und Nichtbetroffenen
            >> Skepsis & Angst auf beiden Seiten
            >> Förderung von Kommunikation und Verständnis
            >> Dringlichkeit, als Betroffene eigene Bedürfnisse auszusprechen

            > Könnte ich über meine psychische Erkrankung sprechen wie über einen Beinbruch?
            ********************************************

            *** Teil 3: Initiative für psychische Gesundheit in der Wissenschaft ***
            > anfängliche Ideen (Frühling/Sommer 2017):
            >> Stätte für berufliche Rehabilitation & Inklusion
            >> digitale Plattform für Information & Kommunikation
            >> edukative Redetour
            >> Zusammenarbeit innerhalb der Organisation und auch international
            > breite Unterstützung vor Ort
            >> Direktor & Vorgesetzter
            >> Betreuer und Mitarbeiter in London
            >> IT-Gruppenleiter
            >> Betriebsrat
            >> mehrere Kollegen am alten und am neuen Standort
            > Betriebliches Gesundheitsmanagement der Organisation: „Umsetzung schwierig“

            > durch einen Rückfall im Winter 2017/2018 unterbrochen
            ********************************************

            *** Teil 4: chronologischer Überblick ***
            > Diagramm: psychischer Gesundheitszustand vs. Zeit 2009 – 2019, farbkodiert einzeichnen:
            >> prodromal & akute Phasen
            >> Ersterkrankung & Rückfälle
            >> Klinikaufenthalte
            >> Wiedereingliederungen
            >> Medi-Einnahmen & Medi-Absetzen
            >> Aufstellung als BR-Kandidatin
            >> Stoßtherapie mit Kortison
            > Initiative klingt gut, aber zuerst mit mir selbst klar kommen…
            ********************************************

            *** Teil 5: Schizoaffektive Störung – was ist das? ***
            > psychische Erkrankungen: Depressionen / Burnout & Angst geläufiger

            > Schizophrenie
            >> griechisch für gespaltene Seele (wie Dr. Jekyll & Mr. Hyde)
            >> psychotisches Erleben: wichtigstes Kriterium für Diagnose Schizophrenie
            >> zusätzlich: Negativsymptome, gravierende Defizite in Funktionsfähigkeit
            >> Diagnose abschaffen & ersetzen durch: Psychoseanfälligkeit?

            > psychotische Symptome
            >> Wahn = Gewissheit, verborgene Wahrheiten werden mir offenbart
            >>> Paranoia: Verfolgung, Überwachung, Verschwörung
            >>>> Weltuntergang, Aufspaltung in Freunde & Feinde, Weltrettung
            >>>> häufig mit religiösem Inhalt, bei mir wissenschaftlich
            >>> gelockerte Assoziationen
            >>>> alles wird bedeutungsvoll und beabsichtigt & miteinander verbunden
            >> Halluzinationen (jeder Sinn kann täuschen: akustisch (Stimmen hören), visuell, haptisch, olfaktorisch, gustatorisch)
            >> Verlust geordneten & kohärenten Denkens, Verwirrung, rasende Gedanken
            >> u.a.

            > affektiver Anteil:
            >> bipolar (manisch-depressiv) oder auch unipolar (entweder manisch oder depressiv)
            >> emotionale Labilität & Launenhaftigkeit

            > jede psychotische Episode kann sich in Dauer, Intensität und Inhalt unterscheiden

            > psychotische Episode kann extrem antisozial & destruktiv sein
            >> einige Anekdoten aus meiner letzten Episode:
            >>> Arbeiter der Baustelle vor unserer Wohnung beschimpfen, anschreien, provozierend gestikulieren
            >>> mehrere Balkonpflanzen vernichten
            >>> schreiend und pausenlos singen, so dass auch die Nachbarn es mitbekamen
            >> zum Glück war ich am Arbeitsplatz noch nicht nachhaltig destruktiv
            ********************************************

            *** Teil 6: mögliche Ursachen ***
            > Anfälligkeit zur Psychosen kann angeboren und erworben sein
            >> allgemeine Risikofaktoren
            >>> Traumata
            >>> Rück- und Schicksalsschläge
            >>> Migration
            >> genetische Disposition, „Schizophrenie-Gen“?
            >>> es wurden 1000e von Risikogene identifiziert
            >>> jeder Mensch hat einen Satz ein Risikogenen, je mehr, desto anfälliger
            >> mögliche Ursachen, die für mich spezifisch sind:
            >>> Verhaltensmuster: Tendenz das Gleichgewicht zu verlieren, zu übertreiben
            >>> entzündliche Hautkrankheit, die durch Stress, Ernährung, Wetter usw, ausgelöst & verstärkt werden kann
            >>> Kortison-Präparate können auch psychotische Symptome auslösen und verstärken
            ********************************************

            *** Teil 7: Therapie & Hilfe ***
            > Therapie-Netzwerk
            >> Psychiater
            >> Psychotherapeut
            >> Hausarzt
            >> Krankenkasse (Netzwerk für psychische Gesundheit)
            >> Klinik (Medikation + Ergo-, Bewegungs-, Kunst-, Musik-, Arbeitstherapie, Psychoedukation, metakognitives Training usw.)

            > antipsychotische Medikation:
            >> hilft bei Akutbehandlung um die Symptome zu unterdrücken
            >> nach ärztlichem Leitfaden auch zur Rückfallprophylaxe
            >> Zeichnung: Dopamin-Rezeptor-Antagonisten
            >> Nebenwirkungen können unerträglich sein, das Gehirn fühlt sich wie eingegipst
            >>> fehlende Gefühle und kognitive Fähigkeiten
            >>> Antriebslosigkeit, Gleichgültigkeit, Verlust der Lebendigkeit,
            >>> Adipositas

            > nicht medikamentöse Therapien & Hilfen:
            >> eigene Coping-Strategien
            >>> Notfallplan
            >>> extra Freizeit & Pausen
            >>> seelische & körperliche Hygiene
            >>> Bewegung
            >>> Essen & Trinken
            >>> Reizkontrolle
            >>> Selbsthilfegruppen, Internetforen

            >> erfülltes Arbeitsleben
            >>> Offenheit über Erkrankung & großzügige Unterstützungen vom Chef & Kollegen
            >>> finanzielle Absicherung zum selbstständigen Leben (Entfristung)
            >>> Stärkung des Selbstvertrauens: selbstbestimmtes Arbeiten, Entscheidungsfreiräume usw.
            >>> Teamarbeit & gemeinschaftlicher Zusammenhalt
            >>> Sinngebung
            >>> Anerkennung
            >>> Beschäftigungstherapie & Tagesstruktur
            >>> strukturelle Hilfen
            >>>> Schwerbehindertenvertretung
            >>>> betriebliches Gesundheitmanagement
            >>>> Betriebsrat
            >> sonstige Hilfen:
            >> Schwerbehinderungsausweis rückwirkend seit Nov. 2018
            >> eventuell Erwerbsminderungsrente

            >> intaktes Sozialleben: Familie, Nachbarn, Freunde, Kollegen

            > wissenschaftliche Umfrage von Herrn Hall & Van Os über Absetzen der Antipsychotika
            ********************************************

            *** Teil 8: Zusammenfassung & Aussichten ***
            > Ein Schritt zur Entstigmatisierung (Über psychische Erkrankung wie über Beinbruch sprechen können)
            > Medikation: Gratwanderung zwischen Nebenwirkungen und Rückfallsrisiko
            > für mich persönlich steiler Lernprozess:
            >> mögliche Ursachen erforschen & künftig verbessern
            >> Umgang mit Symptomen erlernen
            >> Vertrauen zu Mitmenschen pflegen
            >> eigene Grenzen kennen, sehen & handeln

            > langristige Ziele:
            >> Leben genießen & stabil bleiben, mit so wenig Psychopharmaka wie möglich
            >> Offenheit fördern für psychische Probleme und Erkrankungen
            >> mich einsetzen für ein Netzwerk für psychische Gesundheit innerhalb der Organisation
            ********************************************

            *** Teil 9: Danksagungen ***
            > Chef
            > IT-Chef
            > Kollegen
            > Famile & Freunde
            ********************************************

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            #46488
            Anonym

              Hallo @mowa,

              ein paar Gedanken dazu:

              Es erscheint mir zwar gut strukturiert, aber recht umfangreich, fast ‚zu viel gewollt‘. Deshalb folgende Fragen:
              Wirst du zu jedem Stichpunkt nur ein paar Sätze sagen?
              Welche Stichpunkte sind dir besonders wichtig? Was wirst du ausfühlicher behandeln?

              Ich denke, es ist recht und billig, dass wenn man was auch immer in welcher Form auch immer publiziert, vom Standpunkt des Publikums aus denkt.
              Bestimmt hat ein akademisches Publikum eine höhere Aufmerksamkeitsspanne als der Querschnitt der Bevölkerung, dennoch würde ich mir hier die Frage stellen: Überfordere ich mein Publikum? Erreiche ich dann noch mein Ziel, nämlich für Verständnis für psychisch Erkrankte zu werben?

              Best
              Hazel

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            One thought on “Notizen von Mowa”

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