Notizen von Mowa

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  • #12304
    #12608

    Guten Morgen liebe Mowa,

    auch Dir möchte ich ein gutes Neues Jahr wünschen!

    Deine Beiträge lese ich sehr gerne. Vieles von dem was Du schreibst ist klug und kommt mir fast schon weise vor.
    Darf ich fragen wie alt Du bist?

    Stimmt der Eindruck dass Du Dich hier im Forum etwas zurück gezogen hast?

    Ich hoffe es geht Dir gut und grüße Dich herzlich

    Mango

    #12650

    Hallo liebe mango,

    Deinen Post von heute Morgen habe ich erst jetzt gesehen. Danke, Dir wünsche ich auch ein frohes neues Jahr!

    Danke auch für das Kompliment, als „weise“ wurde ich noch nie bezeichnet, aber als „kompliziert“ schon. Ich bin Ende November 42 Jahre alt geworden, bin also wenige Wochen älter als unser Tody :-)

    Zuletzt hatte ich eine leichte depressive Welle, ca. nach dem 2. Weihnachtstag, daher war ich nicht so kommunikationsfreudig. Vielleicht meinst Du das mit „zurückgezogen“. Es geht mir seit vor-/gestern wieder besser, und vermutlich war ich davor eine Weile lang übermotiviert, so dass ich meine Energiereserven wieder mal leicht überreizt habe. Das kommt hin und wieder vor, aber damit kann ich gut umgehen.

    Ansonsten bin ich unter der Woche auch oft nicht so kommunikationsfreudig, besonders abends, wenn ich platt von der Arbeit bin. Und dann ist es auch so, dass im Forum viel (und auch viel Interessantes) geschrieben wird, und leider komme ich nicht dazu alles zu lesen. Selbst posten kann ich dann noch weniger.

    So, jetzt sollte ich zurück zur Arbeit. Eventuell poste ich später am Abend mehr. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit, und Dir & Mitlesenden wünsche ich noch einen angenehmen Nachmittag / Abend.

    LG,
    Mowa

    #12651

    hey liebe @mowa,

    ach super das die depressive welle am abebben ist und es dir seit 1 oder 2 tagen wieder besser geht…
    das ist schön :-)

    ich wünsche dir einen angenehmen restlichen arbeitstag und später einen schönen feierabend…

    liebe grüße :bye:
    erdbeere

    #12692

    Hallo liebe @erdbeere,

    vielen Dank für Deine freundlichen Zeilen!

    Jetzt bin ich fix und fertig, skype gleich noch mit meinem Mann und schlafe sicher danach ein…

    Schönen Abend noch :bye:

    LG,
    Mowa

    #12728

    guten morgen liebe @mowa,

    gerne :-)

    liebe grüße und einen guten tag dir, bald ist wochenende :yes:
    erdbeere

    #12870

    Guten Morgen liebe @erdbeere und Mitlesende,

    ja, stimmt, endlich wieder Wochenende :yahoo:

    Zitat Mowa in #12650:

    Zuletzt hatte ich eine leichte depressive Welle

    Später ist mir dann noch eingefallen, was mein Psychiater mir einmal erklärt hatte:

    Zitat Mowa (Quelle HIER):

    dass er nicht wisse, was ich habe, er erlebe mich jedoch nicht als depressiv, und Depressionen würden auch nicht einfach so weggehen; Erschöpfung und Depression müsse man voneinander unterscheiden; ich solle versuchen, mich zu entlasten und mich nicht zu zwingen

    Mein Psychotherapeut hat mir auch damals einmal erklärt, das Depressionen von Nicht-Psychotikern und Depressionen (oder weiß nicht mehr, ob er diese Bezeichnung benutzt hatte) von Psychose-Betroffenen (d.h. als ein Negativsymptom) qualitativ sich unterscheiden. Wie, weiß ich nicht, ich hatte ihn nicht danach gefragt.

    Ja, also es sind wohl keine Depressionen oder depressiven Zustände, die ich erlebe, sondern Erschöpfungen und Erschöpfungszustände, die spätestens nach einer Woche oder so verschwinden, sobald ich mich wieder entlaste.

    Ich wurde auch noch nicht von Medizinern oder Psychologen gesagt, ich sei depressiv oder hätte Depressionen. Diesen Begriff habe bislang nur ich selber benutzt, weil es mir so vorkam, als ob. Wobei, manisch war ich ja schon, und wenn meine Diagnose jetzt „schizoaffektiv“ lautet, dann könnte ich technisch schon mal in eine depressive Phase kommen…?

    Naja, die Bezeichnung / Diagnose ist aber auch nicht wichtig für mich, Hauptsache ist das kein bleibender Zustand.

    ***
    Gestern am Freitag habe ich wie ein Shinkansen gearbeitet und musste zum Bus rennen, ohne Mittagspause. Zu Hause angekommen konnte ich dann nichts mehr machen, als nur passiv fernzuschauen und dann einzuschlafen.

    Da ich keine pressenden Aufgaben für die Anderen erledigen musste (viele sind ja noch im Neujahrurlaub), habe ich angefangen, meine Hälfte des Büros endlich mal auszumisten. Da sind zwei große Schreibtische, hinter ihnen noch viel Stauraum mit durchgehenden Regalen, und neben ihnen zwei große Schränke, die bis zur Decke reichen.

    Seitdem ich dort 2011 ins Büro eingezogen bin, gab es schon immer wieder kleinere Ausmist-Aktionen, aber gestern habe ich den ganzen Tag genutzt, um alles nicht mehr Brauchbare in den Müll zu befördern und bin gefühlt nur zu 50% damit fertig geworden. Immerhin war am Ende ein großer und ein kleinerer Karton voll Elektroschrott, plus ein voller Gittercontainer (so 1,5 x 1,0 x 1,0 m) mit sonstigem Müll.

    Aussortiert werden viele Sachen, die zum Zeitpunkt, als sie gekauft wurden, sicher nicht wenig Geld gekostet haben. Stapelweise CDs mit teuren Softwares und dicken Handbüchern, teure Grafikkarten, RAMs, Adapter. Dann war noch eine Video-Kamera von Nikon, mit 64 MB Speicherkarte. Eine alte Zeiss-Kamera für Mikroskope, die zuletzt mit XP betrieben wurde. Und diverse andere kleine Geräte, die seit vielen Jahren nicht mehr gebraucht wurden und heute einfach veraltet sind.

    Dann massenweise Kabel, v.a. Stromkabel, auch mit ausländischen Steckern, VGA-, DVI, oder auch DP-Bildschirmkabel, USB A/B Kabel auch mit 3.0. Sie liegen beim Kauf eines Neugeräts bei, wohl weil das für die Hersteller wirtschaftlicher ist, mit dem Ergebnis, dass sich immer mehr Kabel bei mir aufstapeln. Das ist reine Verschwendung, ja! Und natürlich auch jede Menge andere Kabel, die durch die Verbreitung des USB längst ersetzt wurden.

    Nächste Woche werde ich die ganzen nicht mehr brauchbaren Drucker wegwerfen, zusammen mit dem Vorrat an Tonern (diese könnten noch anderweitig eingesetzt werden, aber das ist auch leider sehr unwahrscheinlich). Dann noch eine Box voll irgendwelcher Uralt-Proben meiner Vorgänger (z.B. eine 2L-Flasche gefüllt mit einer sterilen Salzlösung, die bestimmt 8+ Jahre im Schrank gelagert war – echt lecker!), stapelweise alte Laborbücher und Aktenordner meiner Vorgänger, und auch kleinere Boxen mit meinen alten Laborzeugs. Dann noch Türme an alten Festplatten, sie müssen alle vorher noch mechanisch zerstört werden und dann entsorgt…

    Dieses großzügige Wegwerfen von Elektro-Schrott und Plastikmüll ist schon sehr bitter, aber ich kann ja da auch kein Museum aufmachen… Meine Arbeit wird natürlich angenehmer, wenn es wieder mehr Platz und Überblick für Sachen gibt, die ich tagtäglich benötige.

    Heute Morgen fühle ich mich wieder hergestellt, so dass ich das Wochenende bestimmt einigermaßen aktiv gestalten kann. Darauf freue ich mich.

    Euch auch ein angenehmes Wochenende,
    Mowa

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren von Mowa geändert.
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    #12887

    Eben habe ich in einer zufällig laufenden Doku (Die vergessliche Wohngemeinschaft, hr) mitbekommen, dass Demenz-Patienten in Pflegeheimen mit Neuroleptika sediert werden und war im ersten Momen schockiert. Dann habe ich gegooglet, und eines der ersten Suchergebnisse bestätigte dann meine Befürchtung:

    Zitat Pflege-Selbshilfeverband e.V. (Quelle HIER):

    […]
    Vor allem stehen die Neuroleptika in der Kritik, denn sie verkürzen nicht nur die Lebenszeit, wie eine in 2009 veröffentlichte Studie bestätigt, sie berauben den Menschen der Fähigkeit Freude und Leid zu empfinden. Sie blockieren jede emotionale Regung. Auf Dauer eingenommen erzeugen insbesondere Neuroleptika, „Menschen die nicht mehr sie selbst sind“. Es ist weniger die Demenz an sich, an der die Betroffenen, Angehörige, Pflegekräfte und Gesellschaft leiden, das Leidvolle daran sind vor allem die medikamentös hervor gerufenen Wesensveränderungen, ist der Anblick von Menschen, mit maskenhaftem, entstellten Gesichtszügen, Augen die ins Leere blicken, einem offenem Mund aus dem ständig Speichel läuft, die kraftlos und willenlos alles über sich ergehen lassen.
    […]

    Ich dachte bis jetzt, es sind demenz-spezifische Symptome, wenn sie scheinbar seelenlos in die Leere starren. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Pflege-Einrichtungen gezielt Neuroleptika einsetzen, um ihre Bewohner pflegeleicht zu machen, ohne dass sie ihre Vorgehensweise kritisch hinterfragen. Ob die Angehörigen über den genauen Einsatz der Medikamente informiert werden, und die/der Pflegebedürftige/r selbst?? Das klingt für mich mehr nach einem Business mit schlechtem Gewissen und Geld, als nach Pflege im eigentlichen Sinne.

    Es gibt bestimmt noch weitere Einsatzbereiche von Neuroleptika, über die man nicht gerne spricht. Ich erinnere mich, dass ich im KNS schon mal einen Artikel verlinkt hatte, in dem es darum ging, dass Zoo-Affen mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden (genau, HIER, wobei Welt ist sicher so vertrauenswürdig wie Bild aber ok).

    #12917

    das mit den neuroleptika in pflegeheimen habe ich auch schon gelesen und finde ich auch eine riesensauerei :negative:

    #12936

    Liebe @Mowa,

    mein psychiater gibt den Dementen auch Risperdal niedrigsosiert. Hat er mir erzählt, als er mich belächelte, weil ich 0,5er Tabletten haben wollte!

    Und Promethazin! Sehe da auch immer viele Altchens in der Sprechstunde.

    Finde das auch ein Skandal erstrecht wenn die Leute und deren Angehörige nicht richtig darüber aufgeklärt werden!

    Liebe Grüße und viel Spaß beim weiter Ausmisten!
    escargot

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren von escargot geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren von escargot geändert.
    #12944

    Liebe mowa,
    ich finde es auch schlimm, dass die alten Menschen in den Pflegeheimen NL bekommen. Gruselig! Bei meiner Tante ist es auch so. Sie hat 4 Kinder und ein Dutzend Enkelkinder und einige Urenkel – aber jetzt ist sie dement und im Pflegeheim. Es gibt halt niemanden der rund um die Uhr auf sie aufpassen könnte/wollte.


    I like cats and coffee…
    and maybe 3 people.

    #13099
    Agi

      Hallo Mowa ,meine Oma war Dement und es war sehr anstrengend sie zu pflegen.Am Ende ist sie immer wieder abgehauen,die Polizei hat sie nach Hause gebracht und war sehr aggressiv.Als dies alles passiert ist ,haben wir auf einen Platz im Altenheim gewartet.Dort kam sie dann in die Psychiatrie,da sie Randale im Altenheim gemacht hat und wurde medikamentös behandelt.Sie ist letztes Jahr verstorben.Ich möchte dir somit diesen individuellen Fall schildern von seitens der Angehörigen,auch nicht zu vergessen ist der Pflegekraftmangel (es fehlen circa 35.000 Pflegekräfte in Deutschland) und die Schwere dieser Arbeit und die niedrige Bezahlung .Als ich in der Klinik war ,waren viele Dementkranke da .Ein Umdenken in der Politik und in der Gesellschaft wäre wünschenswert.

      #13182

      Guten Abend und vielen Dank @erdbeere, escargot, Freia und Agi für Eure Rückmeldungen!

      Ich habe später etwas weiter recherchiert, und nachdem ich HIER gesehen habe, dass es schon damals in 1999 die Pflegeheimleitung erklärt hat, die Pflegekasse, über die wohl nur Essen und Waschen abgerechnet werden konnte, die Anzahl der angestellten Pfleger trotz Personalmangel herunterhandele usw.

      Danach habe ich bei Google Scholar nachgeschaut, seit wann es Veröffentlichungen zu diesem Thema gibt. Es gibt mehrere Suchtreffer für deutschsprachige Veröffentlichungen aus den 90ern Jahren, wenn ich Suchwörter wie „Pflegeheim Neuroleptika Demenz“ eingebe. Englishsprachige gibt es in den 80ern schon viele, und wenige auch in den 70ern (HIER ein Review-Paper von J.C.A. Morrant, Can. Psychiatr. Assoc. J. Vol. 20, p. 309-312 (1975)).

      Naja, die sedierende Wirkung der Neuroleptika war sicher seit der Entdeckung bekannt, also wurden sie vermutlich schon immer bei bestimmten Verhaltensausfälligkeiten eingesetzt (und davor gab es ja noch andere Drogen und Lobotomie als Therapie-Maßnahmen). Nur dass sich die Lage in den Pflegeheimen heute verschärft hat, durch die Bevölkerungsalterung, den Pflegekraftmangel, die Ökonomisierung des Gesundheitswesens, und was weiß ich noch alles…

      Insgesamt halte ich das Ganze für eine gruselige Entwickelung, und da kann ich wirklich nur hoffen, dass ich solange wie möglich selbstbestimmt leben kann. Es ist schon eine Horrorvorstellung, seelenlos die letzten Lebensjahre in Pflegeeinrichtungen verbringen zu müssen und meine Lebensdauer künstlich verlängern zu lassen, weil ich immer noch für irgendwen finanziell profitbringend sein soll, zum Beispiel.

      LG,
      Mowa

      #13588

      Guten Morgen liebe Mitlesende,

      so, ausgeschlafen, und gleich muss ich mich auf meine Dienstreise vorbereiten. Gestern war ich noch einkaufen und habe einen reichhaltigen Eintopf gekocht, damit ich heute Abend etwas Frisches im Gästehaus essen kann.

      Wahrscheinlich werde ich heute und morgen gut damit beschäftigt sein, um meine Ausmist-Aktion abzuschließen. Außerdem muss ich auch bald wieder um eine längere Inventurliste von IT-Geräten kümmern, und bei einigen Usern kaputte Software-Installationen reparieren. Ich will mehr auf die Uhr und Pausen achten und nicht wieder wie vor einer Woche mich so hineinsteigern, dass ich ohne Mittagspause durcharbeite und dann zum Bus rennen muss…

      Heute sind meine Techniker-Kollegen vielleicht sogar wieder vollzählig, also auch meine besonders liebe und fürsorgliche Kollegin, mit der ich das Büro teile. In der Kaffee-Pause sitzen wir dann alle zusammen und können uns austauschen, wie die Ferien waren. Darauf freue ich mich.

      In den Ferien war ich länger wach, so dass sich mein Schlafrhythmus etwas verschoben hat, und diese Woche konnte ich gegen 5 Uhr aufstehen, was sehr prima für mich ist. Ich hoffe, dass das so bleibt.

      Ja achso und nicht wundern, wenn ich manchmal dauerhaft in der UserOnline-Liste angezeigt bin, dann ist es meistens so, dass ich meinen Laptop zugeklappt habe ohne mich vorher auszuloggen. Das war seit gestern Abend auch so.

      Wünsche uns allen noch einen schönen Donnerstag!

      LG :bye:
      Mowa

      #13590

      guten morgen liebe @mowa,

      ich wünsche dir eine gute dienstreise und das du es auch schaffst pausen einzubauen wenn es geht…
      ich vergesse auch oft mich auzuloggen :-)

      liebe grüße und ebenfalls einen schönen donnerstag :bye:
      erdbeere

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