Notizen von Mowa

  • Dieses Thema hat 3129 Antworten sowie 60 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 5 Jahren von Mowa aktualisiert.
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  • #4312

    guten morgen liebe @mowa, das klingt ja interessant :-)

    liebe grüße und dir auch einen schönen tag
    erdbeere

    #4457

    Liebe erdbeere,

    vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit, wollte ich Dir nur schreiben, bevor ich erschöpft ins Bett falle :-)

    Noch einen schönen Dienstagabend wünsche ich :bye:
    Mowa

    #4508

    guten morgen liebe @mowa,

    na dann wünsche ich dir jetzt einfach mal einen schönen mittwochmorgen :bye:

    liebe grüße
    erdbeere

    #5107

    Guten Morgen @ all,

    endlich Wochenende, und ich kann mich wieder entspannen.

    Ich habe nochmal über meine Chronologie nachgedacht und die Frage, was für mich „erfolgreich sein“ bedeutet.

    Als „erfolglos“ habe ich mich nie wirklich gefühlt, vermute ich, am ehesten noch vielleicht in der Schulzeit, als es unumgänglich war mit Mitschülern verglichen zu werden und festzustellen, „nicht dazuzugehören“.

    Meine erfolgreiche Zeit im Beruf, sie war für mich vor allem deswegen so erfolgreich, weil ich mich zum ersten Mal austoben konnte, so wie ich es selbst wollte. Im Umgang mit mir (und meiner Gesundheit) war ich noch ganz klar jugendlich, mangels Erfahrungen, Grenzen gesetzt zu bekommen.

    Dann kommt die Ersterkrankung und die Jahre danach, als ich aus der Sicht meiner damaligen Ärzte eine vorbildliche Patientin war, weil ich ihre medikamentösen Therapien nicht in Frage stellte und mit meiner allgemeinen Situation dauerhaft zufrieden war.

    Auch bin ich mit meinen persönlichen Entwicklungen seitdem zufrieden und halte sie rückblickend auch für recht erfolgreich. Die wichtigste Frage ist für mich, wie ich sein und leben will. Wie will ich mit meinen psychischen Eigenheiten umgehen, die bis zum Lebensende ein Teil von mir bleiben werden? Vorgefertigte Antworten darauf gibt es für mich nicht, und daher ja, ich halte das ganze Leben für ein Selbstexperiment, mit vorwiegend ungewisser Zukunft.

    Auch habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich einen erneuten Rückfall hinauszögern könnte und darüber spekuliert, wie ich meine Stabilität und Genesung am besten fördern könnte. Meine Gedankenzüge sehen grob so aus:

    ***Rückfallprophylaxe Stufe 1: Mich rechtzeitig vor Extremsituationen selbst schützen. Wie konkret, muss sich erst noch zeigen…
    ***Rückfallprophylaxe Stufe 2: Bei dauerhafter Erschöpfung Stressoren meiden und positive Erlebnisse stärken.
    ***Akutphase möglichst schnell erkennen und idealerweise sich selbst einweisen.
    ***Akutklinik 1 bis 2 Wochen, im Einzelzimmer (= Reizabschirmung + Selbstbestimmung), 2- bis 3-tägige Behandlung mit starken Medikamenten, nach dem ersten Abklingen der akuten Symptome zügig reduzieren. Begleitend konstruktive Gespräche führen mit Klinik + Angehörigen.
    ***Tagesklinik 2- bis 3 Wochen, zur Beobachtung und zum zügigen Ausschleichen von Psychopharmaka.
    ***Urlaub zu Hause 1- bis 2 Wochen, um sich Ruhe zu gönnen und an alltäglichen Situationen zu gewöhnen.
    ***Berufliche Wiedereingliederung 3 Monate, flexible Steigerung der Arbeitszeit von 2, auf 4, 6, und 8 Stunden. Allmähliche Stabilisierung durch Tagesstruktur und soziale Kontakte, übersichtliche Aufgaben selbstbestimmt erledigen.
    ***Allmähliche Rückkehr zur Normalität, allmähliche Verarbeitung des aktuellen Krankheitsverlaufs und die wichtige Frage, was ich ab jetzt anders und möglicherweise besser machen kann…

    Eventuell melde ich mich später hier wieder. Jetzt ist erstmal Pause und Skypen mit Familie angesagt ;-)

    Uns allen einen guten Samstag wünscht
    Mowa

    #5134

    hey liebe @mowa,
    finde ich super das du einen notfallplan hast für den akutfall…sowas kann nie schaden :good:

    liebe grüße und ein schönes wochenende dir
    erdbeere

    #5157

    Du arbeitest an dir, reflektierst, entwickelst Strategien das finde ich ganz toll :good:
    Aller Anfang mag schwer sein aber das wird wenn du weiter machst.

    Der Persönlichkeitstest ist interessant und kann dir gute Hinweise geben woran du arbeiten kannst.
    Ich habe den gerade auch mal gemacht und bei mir war das Ergebnis recht platt: Stetig – wenig ängstlich und stabil und keine auffälligen Schwächen.

    Dabei habe ich durchaus Schwächen aber man kann seine Schwächen zu stärken umwandeln wenn man sie annimmt und Lösungen sucht und findet dann sind es nämlich keine mehr dir mir im Wege stehen.

    Deine Schwächen die dort stehen sind bearbeitbar nichts was so bleiben muss

    #5278

    Guten Morgen,

    danke schön @erdbeere und @Jenie für Eure Rückmeldungen :-)

    Zitat erdbeere:

    du einen notfallplan hast für den akutfall

    Na ja, ein Notfallplan ist es nicht wirklich, sondern meine persönliche Spekulation (und Wunsch) darüber, was mir am besten helfen könnte, wenn ich jetzt einem erneuten Rückfall zusteuern würde, basierend auf meine bisherigen Erfahrungen mit meinen Psychosen und der Genesung von Psychosen.

    Zitat Jenie:

    dann sind es nämlich keine mehr dir mir im Wege stehen.

    Das ist das Entscheidende, finde ich, wie ich mich selbst wahrnehme und wie es mir selbst dabei geht.

    Zum Testergebnis habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht, aber ja, ich habe 10 Minuten(?) gebraucht um diesen Test abzuschließen, und da erwarte ich auch nicht, dass ich eine differenzierte Analyse meiner Person bekomme. „Keine auffälligen Stärken“ z.B. bedeutet für mich, dass meine Stärken ausgeglichen sind. Jedenfalls ist meine Selbst-Wertschätzung robust und ein solches Ergebnis kann auch nichts daran ändern.

    Wenn ich im Umgang mit mir selbst oder mit meinen Mitmenschen merke, dass es Probleme gibt, dann versuche ich erfahrungsgemäß irgendwann schon, über mein eigenes Verhalten nachzudenken und es irgendwie besser zu machen. Fehlverhalten von Anderen zu erkennen ist eben sehr einfach und mein eigenes Verhalten nicht zu ändern ist bequem für mich, aber irgendwann dämmert’s mir dann doch, dass ich selber nicht besser bin als die Anderen.

    Liebe Grüße,
    Mowa

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von Mowa geändert.
    #5653

    Guten Morgen @all,

    nachdem das letzte Wochenende nicht ganz ausgereicht hat, um mich von der Dienstreise am Donnerstag zu erholen, habe ich mir gestern das OK von meinem Chef geholt, dass ich meine Dienstreisen zum alten Standort deutlich weniger belastend für mich gestalten kann.

    Anstatt dass ich donnerstags gegen 3:30 Uhr aufstehe und gegen 18:30 Uhr zu Hause ankomme, um spätestens 2 Stunden später völlig erschöpft ins Bett zu fallen, und um am nächsten Morgen wie unter Strom viel zu früh aufzuwachen usw., werde ich am Donerstag 2 Stunden später losfahren, 2 Stunden später Feierabend machen, die Nacht im institutseigenen Gästehaus übernachten, und freitags weiterhin am alten Standort arbeiten, und zwar so, dass ich gegen 15 Uhr zu Hause ankomme um rechtzeitig das Wochenende einzuläuten.

    Leider ist das Gästehaus für die kommenden 2 Wochen schon ausgebucht, aber ab Mitte Dezember werde ich den neuen Plan umsetzen. Dann werde ich sicher wieder mehr von meiner Freizeit haben, und darauf freue ich mich sehr…

    LG,
    Mowa

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von Mowa geändert.
    #5662

    guten morgen @mowa,

    ist doch super das du eine lösung für dich gefunden hast die es angenehmer macht und besser passt :good:

    liebe grüße und einen schönen tag dir
    erdbeere

    #5783

    Danke liebe @erdbeere, und noch einen gemütlichen Abend :-)

    #5806

    danke gleichfalls liebe @mowa :bye:

    #7368

    (Mal schauen, ob ich den verlorengegangenen Post von gestern aus dem Gedächtnis wiederherstellen kann).

    Guten Morgen,

    endlich Wochenende! Hoffentlich wird es entspannend und ich kann wieder Dinge tun, die mir Spaß machen.

    Dieses Jahr würde ich mir gerne mehr Zeit dafür nehmen, um kurze, individuelle Texte in die Weihnachtskarten zu schreiben. Dadurch, dass ich nach meinem Rückfall weitestgehend von meinen sozialen Kontakten zurückgezogen habe, wissen die wenigsten Adressaten, dass es mir soweit wieder gut geht (z.B. meine Mutter, mit der ich wöchentlich skype). Ich gehe dann auch zur Post und suche mir schöne Weihnachtsbriefmarken aus.

    Und wenn ich bei dieser Gelegenheit sowieso in der Stadt bin, gehe ich noch zum asiatischen Supermarkt, damit ich wieder etwas Japanisches kochen kann. Ein Rezept habe ich mir auch schon ausgesucht, japanisch-marinierte Hähnchenschenkel mit Maronenreis und etwas „Gemüsiges“. Wenn ich mir Zeit zum Kochen nehmen kann, dann ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass ich mir gut gehen lasse.

    Überhaupt bekommt mir die Strategie, auf meine Bedürfnisse zu achten und nur das zu tun, was ich will, am besten. Mit Zwang und Disziplin (was ich immer gehasst habe) habe ich mir auf Dauer immer eher geschadet.

    Als ich unter Aripiprazol sehr ausgeprägt antriebslos war und auch kein Sättigungsempfinden mehr hatte, war ich eben nie satt, aber auch nie hungrig, da ich ständig etwas essen „musste“. Auch das natürliche Bedürfnis nach Vielfalt und Ausgewogenheit (frisches Gemüse und Obst inklusive) war dauerhaft wie ausradiert. Ich hatte auch nie Lust zum Kochen, vermutlich nicht nur wegen der alles dominierenden Antriebsschwäche, sondern auch, weil es mir egal war, was ich aß.

    2012/2013 habe ich mich über ein Jahr lang sehr diszipliniert einer low carb Diät unterzogen, und in dieser Zeit habe ich über 25 Kilos abgenommen und wog damit so viel wie vor meiner ersten Psychose. Kaum hatte ich aber damit aufgehört (die Ernährung war radikal einseitig), kamen die Kilos innerhalb von wenigen Monaten wieder zurück, und zusätzlich 10 Kilos drauf.

    Danach bin ich dazu übergegangen, mich und meine Bedürfnisse so zu akzeptieren, wie sie nun mal sind. Diese Zeit war übrigens auch sehr lehrreich für mich, da viele Adipöse / Übergewichtige auch unter Vorurteilen und Ausgrenzungen durch Nicht-Betroffene leiden.

    Und das betrifft nicht nur mein Essverhalten, sondern auch alle möglichen Aktivitäten, wenn es um mein Wohlbefinden und meine Gesundheit geht. Mit Zwang und Disziplin komme ich auf Dauer nicht zurecht, also gebe ich dem Lauf der Dinge nach. Aus Erfahrung weiß ich dann, dass irgendwann die „richtige“ Zeit kommen wird, bis ich von alleine das Bedürfnis entwickele, selbst aktiv werden zu wollen.

    Mein Körper scheint also genau zu wissen, was er braucht und wie er es bekommt.

    Allen noch ein schönes Wochenende wünscht

    Mowa

    P.S. So, und jetzt mache ich ein eigenes Backup meines Posts :-))

    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 7 Jahren, 2 Monate von Mowa geändert.
    #7387

    guten morgen liebe @mowa,

    das ist eine schöne idee mit den selbstgestalteten weihnachtskarten…
    da werden sich deine lieben bestimmt sehr freuen…besonders da es dir besser geht…

    auch der plan mehr auf deine bedürfnisse zu achten ist doch super…
    es ist wichtig sich auch was gutes zu tun…

    in diesem sinne wünsche ich dir ein tolles wochenende mit vielen schönen momenten
    liebe grüße
    erdbeere

    #7401

    Guten Morgen & lieben Dank @erdbeere :-)

    #8125

    guten morgen liebe @mowa,

    hattest du ein schönes wochenende ?

    liebe grüße
    erdbeere

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