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Mowa aktualisiert.
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07/04/2023 um 15:39 Uhr #28075807/04/2023 um 16:18 Uhr #280761
Wieder mal wunderbar dein Osterlamm, wie jedes Jahr!
Waypoint reached … Autopilot disabled
07/04/2023 um 18:09 Uhr #28076708/04/2023 um 16:52 Uhr #280890Ostermarsch Heidelberg 2023

09/04/2023 um 14:20 Uhr #282265Ein schönes Osterlamm, liebe Mowa!
Wünsch dir und deinem Mann Frohe Ostern
Lg Silbertropfen
10/04/2023 um 3:58 Uhr #282365Vielen Dank, liebe @Silbertropfen!
Dir und Deiner Familie wünsche ich ebenso frohe Osterzeit
10/04/2023 um 6:43 Uhr #282372Die letzte Woche war für mich eine sehr schwierige, stressige Arbeitswoche mit einem intensiven Krisengespräch mit meinem Vorgesetzten.
Das Gespräch verlief sehr konstruktiv, und es scheint nun, dass die Zusammenarbeit im Institut vertrauensvoll weitergehen kann. Ich war sehr erleichtert und dankbar für die Bereitschaft zur Diplomatie, sowohl von meinem Vorgesetzten, von den anderen Beteiligten als auch von mir selbst.
Unmittelbar nach diesem Krisengespräch, während ich auf einer stressigen Diensreise bin, kam der Schock aus dem Forum:
Ich kann ja schauen ob ich @mowa ihre These umsetzen kann. Ach manon ich mag gerade nicht ernst sein. Sind jetzt erst 2 Tage ohne Tagesmedikation.
In dieser kritischen Situation konnte ich nicht so nett, lieb und verständnisvoll sein, wie ich es sonst in harmloseren Situationen bin.
Es überrascht mich nicht, wenn Leute im Forum, die noch nicht die Gelegenheit hatten, eine Reduktion oder einen Absetzversuch über mehrere Jahre erfolgreich zu bewältigen, meine Worte als übertrieben und zu hart empfinden.
Wenn ich wie oben zitiert mit @mowa direkt angeschrieben werde und dann von vergleichbaren Situationen mitbekomme, werde ich mich mit der gleichen Klarheit und Schärfe äußern. Schnell können akute Rückfälle mit dem Tod enden, wie aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis bekannt.
Gerne hätte ich die Osterfeiertage genutzt um mich gut zu erholen. Noch wichtiger war für mich, mir die Zeit fürs Forum zu nehmen und die pauschale Warnung auszusprechen. Das ist für mich in Ordnung, und mir geht es gut.
Heute ist wieder private soziale Zeit angesagt. Wir fahren ins 3D-Kino und schauen uns den Mario-Film an
10/04/2023 um 7:40 Uhr #282376Gerne!
Danke, liebe Mowa
Lg Silbertropfen
10/04/2023 um 8:41 Uhr #282384Guten Morgen, @Mowa!
Nicht bei jedem wird das Absetzen eines Medikamentes von jetzt auf gleich zur Katastrophe.
Bei mir ist es so, dass die Symptome sich immer sehr langsam steigern und in den 32 Jahren meiner Erkrankung auch nie dazu geführt haben, dass ich gar nicht mehr durchgeblickt habe. Ich kann dann immer noch gegensteuern.
Der Blutspiegel der Medikamente ist ja nicht gleich am nächsten Tag weg. Bei Amisulprid komme ich etwa zwei Wochen lang sehr gut zurecht und bei Abilify dürfte es noch länger gut gehen, weil die Halbwertzeit da noch länger ist. Gut zu wissen, wenn man mal im Ausnahmefall an keine Medikamente kommen könnte (Katastrophe, Krieg oä.).
Bei Flöckchen kommt zwar die Suizidalität dazu, aber trotzdem kann es einige Zeit gut gehen.
Ich kann in dem obigen Zitat nicht erkennen, wo sich Flöckchen da aggressiv auf dich hin geäußert hätte, Mowa.
10/04/2023 um 9:30 Uhr #282387Hallo @Molly, ich spreche nicht von irgendeiner Aggressivität. Wie kommst Du darauf?
Es geht ja darum, wie man die Frühsymptome so früh wie möglich erkennt und wie man diese Frühsymptome ohne zusätzliche Medikamente in den Griff bekommt. Ich weiß nicht, wie viel Erfolgserlebnisse Du persönlich hast und verstehst, was ich hier meine?
Mein Psychiater sagt mir seit bestimmt zwei Jahren, dass ich inzwischen eine Meisterin darin bin, meine Frühsymptome immer früher und immer feiner zu erkennen und mein Verhalten anzupassen. Das ist wahr. Deshalb bin ich auch so erfolgreich darin.
Wie schon geschrieben, gibt es keine (absolute) mentale Stabilität, sie ist immer relativ und individuell unterschiedlich. Auch sehr resiliente Menschen haben im Alltag Schwankungen der mentalen Stabilität, nur ist ihre Anfälligkeit für akute psychische Erkrankungen sicher schwächer.
Das bedeutet, dass jeder Mensch zu jeder Zeit in der Lage sein sollte, mental einen Schritt zurückzutreten und sich ruhig und sachlich zu fragen, in welchem Geisteszustand er sich befindet, ohne die mentale Kontrolle zu verlieren. Ohne dass dabei die eigene Psychologie versagt.
Für mich zeigt der oben zitierte Beitrag von Flöckchen deutliche Anzeichen eines anbahnenden Rückfalls. Auch die Reaktionen von ihr, die auf meinen Hinweis folgten, waren starrsinnig, nicht sachlich und zunehmend außer Kontrolle. Ich sehe das auch im Zusammenhang mit ihrem letzten Rückfall letztes Jahr, als wir es gerade noch rechtzeitig geschafft hatten, dass sie sich professionelle Hilfe organisiert.
Ich würde diese Meinung sicher nicht vertreten, wenn ich nicht selbst Erfahrungen mit minimalen Dosen von Psychopharmaka hätte. Wenn Menschen offensichtliche Symptome zeigen, kann es längst zu spät sein, sie ohne zusätzliche Medikamente in den Griff zu bekommen. Vor allem dann, wenn die Betroffenen noch unerfahren sind im Umgang mit Krisensituationen ohne oder mit minimaler Medikation.
Das muss man aktiv durch eigene Erfahrungen lernen, indem man extreme Stresssituationen immer wieder bewältigt, ohne allein auf Medikamente zurückzugreifen. Wenn man diese Erfahrungen nicht selbst durchgemacht hat, dann ist es natürlich sehr schwierig und vielleicht nicht möglich, nachzuvollziehen, wie kritisch die Situation mit Floeckchen war bzw. ist.
Das ist weder Hellseherei noch sonstige Magie, sondern einfach ein feines Gespür für Verhaltensänderungen.
10/04/2023 um 9:33 Uhr #282388
Anonym
@Mowa, ich finde Deine Reaktion auf Floeckchen mehr als zufriedenstellend ! Bei „Akkutabbrechern“ hilft nur ein hartes Durchgreifen ! Floeckchens Plan der Absetzschritte und Absetzzeit war komplett durch den Wind, das wäre 100% schiefgegangen.
10/04/2023 um 9:56 Uhr #282389Hallo Ludwig, bestimmt wirke ich nicht gerade glaubwürdig, wenn ich selbst mehrfach abrupt abgesetzt habe und keine Ahnung hatte, was ich da tat. Ich kann anderen Foris nur raten, nicht die gleichen Fehler zu machen, wie ich sie gemacht habe.
immer nur auf meine suizidalität reduziert zu werden. Hätte ich die nicht ab und zu, wäre es viel entspannter
Wie gesagt, Rückfälle können tödlich enden, vor allem wenn man weiß, dass man „ab und zu suizidal“ ist. Hier nicht besonders vorsichtig zu sein, ist einfach nur unvernünftig.
Wenn in Österreich Aripiprazol in Lösungsform nicht erhältlich ist, dann ist das natürlich ein Problem für eine feinere Dosierung. 5 mg Reduktionsschritt sind einfach zu groß. Ich weiß nicht, wie wasserlöslich die Aripiprazoltabletten sind, aber ich hätte es auf jeden Fall versucht:
Zum Beispiel mit der Wasserlösemethode
das wäre 100% schiefgegangen.
100% kann ich nicht schreiben. Da ich weiß, wie sich Floeckchen beim Rückfall letztes Jahr verhalten hat, kann ich nur sagen, dass ich bei ihr Frühsymptome feststelle.
Mein Mann hatte da auch so eine eigene Methode des Absetzens und hat die letzten akut-wahnhaften Phasen ganz ohne Medikamente überstanden, alleine durch mentales Auseinandersetzen mit seinen Krisen.
10/04/2023 um 10:20 Uhr #282393Ich war ja letztes Jahr einer der ersten die Flöckchen darauf hinwies, das sie auf einem guten Weg war, in eine Krise zu schliddern.
Und genau wie @Mowa habe ich bei ihrem aktuellen Verhalten viele parallelen zum letzten Jahr gesehen.
Alleine diese „Ah, schauen wir mal, könnte ja klappen“-Einstellung, ist schon mal grundlegend bedenklich.
Und als sie kurz vor dem Abmelden sowas äußerte wie: „Ihr gönnt mir das nur nicht“, war mir klar, das ich und Mowa auch diesmal nicht ganz falsch liegen.
Ontop wurde darauf hinzuweisen, das man doch bitte aufpassen soll, uminterpretiert in:
„Ihr redet mich ja erst in die Krise“In diesem Sinne (leider etwas leise)
11/04/2023 um 4:13 Uhr #282474Danke @PlanB.
Es ist sehr gut, wenn man sich im Forum über die Jahre kennenlernt und eine Gemeinschaft entsteht.
Sicherlich ist es schwierig, überhaupt als Nichtprofis „Ferndiagnosen“ zu stellen und das nur durch schriftliche Kommunikation.
Dass wir über die Risiken und Chancen der Reduktion und des Absetzens offen schreiben können, finde ich hilfreich.
Ich hätte nur gewünscht, dass ich das Ganze schon früher getan hätte, bevor Foris darauf kommen „meine These umzusetzen“. Sonst wäre die Kommunikation bestimmt ruhiger abgelaufen.
Es tut mir auch leid, vielleicht hätte ich auch sanfter auf Floeckchen einwirken sollen und dann geschafft, dass die Situation weniger eskaliert und sie sich nicht vom Forum abmeldet.
Die neue Arbeitswoche fängt mit viel Arbeit an! Ich drücke mir fest die Daumen, dass der Stress anregend bleibt und nicht erschöpfend.
11/04/2023 um 7:17 Uhr #282480 -
AutorBeiträge
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