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Mowa aktualisiert.
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11/04/2021 um 8:39 Uhr #157085
Anonym
“Nicht geschimpft ist genug gelobt!”.
Den Spruch finde ich super witzig. :D kannte ich noch nicht! Ich denke, dass mein Freund auch diese Mentalität hat. Ich kann gut mit Kritik umgehen, aber bei ihm ufert das oft in eine Nörgelei aus, und das nervt manchmal. Wenn ich etwas gut mache, lobt er nicht sondern sagt dann: “Das sollte selbstverständlich sein!” Ist also nicht nur ein schwäbisches Denken, sondern ich denke in vielen Teilen von Deutschland so. Ich nehme es meinem Freund meist auch nicht übel! Ich kann diese kühle und perfektionistische Denkweise schon nachvollziehen, da ich früher auch so war.
11/04/2021 um 11:54 Uhr #157091Ich finde dein letztes Bild beunruhigend. Was soll es ausdrücken?
Ich dachte, du wolltest erstmal bei 2mg Aripiprazol bleiben. Was hat dich zu 1mg bewegt?
Du musst natürlich, wie immer, nicht antworten. Ich frage mit einer Mischung aus Neugierde und Sorge.
11/04/2021 um 14:55 Uhr #1571011mg Aripiprazol? Ein Versehen?
Das Bild finde ich beeindruckend, aber auch ein wenig gruselig?
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Diese Antwort wurde vor 4 Jahren, 10 Monate von
DiBaDu geändert.
11/04/2021 um 15:23 Uhr #157105ohoh, hattest doch grad erst bemerkt das es mit 2mg Apiprazol besser geht. Ich hoffe die Einsicht kommt wieder.
Das letzte Bild find ich auch eher gruselig.
Dir gute Besserung und
einen schönen Tag. :bye:
11/04/2021 um 15:39 Uhr #157108nicht nur ein schwäbisches Denken,
Genau jeanne-darc, wie auch bei mir und meiner Mutter, und ganz so „klischeehaft schwäbisch“ bin ich nicht – also nicht nur
Ich finde dein letztes Bild beunruhigend. Was soll es ausdrücken?
Das Bild finde ich beeindruckend, aber auch ein wenig gruselig?
Das letzte Bild find ich auch eher gruselig.
Danke für das Feedback Dopplereffekt, DiBaDu und Blumenduft!
Genau weiß ich auch nicht, was das Bild darstellt. Vielleicht ein Mensch, der leidet, weil er sich befreien will. Ich bin noch angeregt durch die Idee der Entgrenzung, die meine Psychosen fördert.
Edit: Was vielleicht zur Gruseligkeit beiträgt, hier habe ich nur schwarz benutzt. So bleibt die Farbe genauso, wie ich es wollte. Wenn ich bunte Farben nehme, gibt es immer das Problem, dass das Grafiktablet andere Farben anzeigt als auf meinem Notebook…
1 mg war kein Versehen sondern meine Absicht. Ich wollte ja mindestens noch 6 Tage lang bei 2 mg bleiben, war heute Morgen nur etwas übermütig, weil ich trotz des heftigen Streites mich schnell davon erholt hatte und mein Kopf die letzten 3, 4 Tage dickhäutig geblieben ist. Irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl – aber ich kann mich natürlich auch täuschen.
Heute Morgen habe ich den Effekt der Reduktion schon gemerkt, ich spürte die typische Dünnhäutigkeit. Nachdem ich bis vorhin 1, 2 Stunden lang zusätzlich geschlafen habe, fühle ich mich jetzt wohl
Morgen habe ich eigentlich noch einen Tag Urlaub. Wenn es mir gut geht, werde ich mich an einer 2- bis 3-stündigen virtuellen Sitzung für den Betriebsrat beteiligen, das war lange geplant. Ich schaue mal, ob ich das schaffe. Ansonsten werde ich daran denken, in der neuen Woche alles langsam angehen zu lassen. Am Freitag habe ich dann wieder Urlaub.
11/04/2021 um 19:31 Uhr #15713612/04/2021 um 6:08 Uhr #157155Guten Morgen zusammen,
@DiBaDu, naja ich könnte schon arbeiten, aber es macht einen Unterschied ob mit 1 mg oder 2 mg Aripiprazol.Subjektiv würde ich sagen, dass das vergleichbar ist mit dem Unterschied Full HD versus SD. Ich kann also mit SD schon sehen (bzw. mit 2 mg Aripiprazol arbeiten), aber das macht bei Weitem nicht so viel Spaß wie mit Full HD (bzw. mit 1 mg Aripiprazol)
Ich schätze meine Körpersignale der letzten 4, 5 Tage so ein, dass ich wieder zu meiner normalen Dosis zurückkehren kann. Vorhin habe ich wieder nur 1 mg eingenommen. Es geht mir gut.
Der Schlaf war ok, zuerst etwa von 20 bis 1 Uhr, dann von 2:40 bis 5:20 Uhr, also insgesamt mehr als 7 Stunden. Ich freue mich auf die neue Woche.
Wünsche allen einen guten Wochenstart
LG,
Mowa12/04/2021 um 11:05 Uhr #157161Genau weiß ich auch nicht, was das Bild darstellt. Vielleicht ein Mensch, der leidet, weil er sich befreien will.
Dann wäre die Frage wovon? Von den Nebenwirkungen der Medikamente oder der Psychose vielleicht? Ich finde es jedenfalls auch gruselig, aber sehr einprägsam. Ich denke immer noch darüber nach.
Ich finde es auch erstaunlich, wie schnell du den Dosierungsplan über den Haufen wirfst. Dann denke ich auch mal, dass ich das ja auch für mich machen könnte. Was mich abhält, sind die „Absetznebenwirkungen“ die ich merke.
dir auch einen guten Start in die Woche!
13/04/2021 um 1:36 Uhr #157189Hallo zusammen, hallo Dopplereffekt,
Dann wäre die Frage wovon?
mir ist mehrfach aufgefallen, dass andere Menschen in meinen Bildern meistens etwas ganz anderes sehen, als ich sie beim Malen beabsichtigt oder später interpretiert habe. Ich finde das interessant und super!
Es ist besser, finde ich deswegen auch, wenn ich nicht so sehr darauf eingehe, was ich selbst darstellen wollte (wie oben erwähnt) oder was ich denke und empfinde, um die Gedanken und Gefühle der Beobachter nicht so sehr in (m)eine Richtung zu lenken.
Ich finde es auch erstaunlich, wie schnell du den Dosierungsplan über den Haufen wirfst.
In dem Sinne hatte ich nie so einen Dosierungsplan, aber ich habe Erfahrungen mit dem Absetzen und der Reduktion seit 5 Jahren (meiner Meinung nach immer systematisch iterativ vorgehend), worauf ich mich verlasse.
Mein Psychiater sagt zu mir, ich sei eine „geübte Grenzgängerin“, und das ist wohl auch so. Ich plane ja auch nicht um des Plans willen, sondern weil ich feststelle, dass mir der Plan auch hilft. Da bin ich eher pragmatisch
Zugleich würde ich keinem anderen Betroffenen dazu raten, so vorzugehen wie ich es tue oder getan habe. Wir müssen es selbst wissen, wie wir auf Psychopharmaka individuell reagieren und damit individuell umgehen.
***
Seit meiner Bauch-OP am 18.01. (schon wieder fast 3 Monate her!) kann ich irgendwie nicht mehr durchschlafen. So bin ich heute auch nach 4 bis 5 Stunden Schlaf vor einer Stunde aufgewacht
Meistens schlafe ich dann noch 2 bis 3 Stunden, bevor die Sonne aufgeht. Ich möchte mich wieder mehr bewegen, und in den letzten Tagen habe ich mir einige Videos zur Contact Improvisation angeschaut und einige Bewegungen versucht nachzumachen.
Kennt sich jemand damit aus, vielleicht Du, liebe Isa?
Durch mein Übergewicht bin ich schon eingeschränkt, aber es gibt viele Bewegungen, die ich auch machen kann. Vielleicht kann ich meinen Mann dazu überreden mit mir irgendwann Contact Improvisation auszuführen.
Gestern hat das virtuelle Meeting, an dem ich eventuell teilgenommen hätte, wohl nicht stattgefunden. Vielleicht wurde der Termin verschoben, jedenfalls wusste mein Kollege nichts davon. Das war gut, weil ich dann mehr freie Zeit hatte.
Heute ist mein erster Arbeitstag. Ich werde die E-Mails der letzten 3 Wochen nochmal durchgehen, ich war ja 2 Wochen lang krank geschrieben und mir im Anschluss 1 Woche lang Urlaub genommen. Es warten auch schon einige Aufgaben für den Betriebsrat und für das MHC (Mental Health Collective) auf mich. Ach ja und ein Gespräch mit einem Kollegen, der schon seit den 60ern Jahren Wissenschaftler ist und mir von seinen Erlebnissen von den Protestbewegungen usw. erzählen kann. Darauf freue ich mich besonders…
Es ist Tag Nr. 3 mit 1 mg Aripiprazol, nachdem ich 22 Tage lang die doppelte Dosis 2 mg Aripirazol eingenommen habe. Ich bin sehr gespannt auf den heutigen Arbeitstag und freue mich darüber.
LG,
Mowa13/04/2021 um 6:03 Uhr #157204
Anonym
Liebe @Mowa alles Gute für deinen ersten Arbeitstag wieder, das es eine gute Woche wird. LgBernadette
13/04/2021 um 6:15 Uhr #157208Danke liebe @Bernadette
Ich konnte noch eine gute Stunde schlafen
13/04/2021 um 10:11 Uhr #157220Zugleich würde ich keinem anderen Betroffenen dazu raten, so vorzugehen wie ich es tue oder getan habe. Wir müssen es selbst wissen, wie wir auf Psychopharmaka individuell reagieren und damit individuell umgehen.
Den Punkt hebe ich nochmal hervor. Die Eigenverantwortung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Reduktion der Medikamente kann sicherlich in manchen Fällen funktionieren, aber eben nicht in allen. Ich denke, es gehört auch dazu, dass man auf sich selbst achtet.
Dann wünsche ich dir noch einen guten ersten Arbeitstag.
13/04/2021 um 16:54 Uhr #157233Danke @Dopplereffekt.
So, der erste Arbeitstag ist zu Ende gegangen. Ich bereue ein bisschen, dass ich nicht weniger und langsamer gearbeitet habe. Die ersten 4, 5 Stunden waren unproblematisch aber die letzten Stunden waren doch anstrengend.
Morgen ist Betriebsratssitzung, aber ich werde nur das Nötigte erledigen. Vielleicht kann das Protokoll auch von einer Kollegin geführt werden.
Heute mache ich nichts mehr im Haushalt, liege auch schon im Bett.
13/04/2021 um 22:56 Uhr #157242Ich würde mir in deiner Situation ständig Sorgen machen, ob ich nicht irgendwann gekündigt werde. Das war schon immer mein Problem. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du wieder richtig auf die Beine kommst. :good:
13/04/2021 um 23:44 Uhr #157246 -
Diese Antwort wurde vor 4 Jahren, 10 Monate von
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One thought on “Notizen von Mowa – Teil 2”
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