Negativsymptomatik

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  • #65737

    Vielen Dank liebe Arielle, werde mich da ein bischen einlesen. Einiges von dem was Du schreibst deckt sich auch mit meinem Tun. Allerdings kenne ich die Cecile Produkte nicht. Auch habe ich Stoffwechseltechnisch ein Blutzuckerproblem, da muss ich noch ein bischen anders denken. Und versuch auch viel ueber die eigentliche Ernaehrung zu steuern. Allerdings ohne eine bestimmte Ernaehrungsform zu praeferieren. Schreib dazu aber gerne noch einmal ausfuehrlicher :) Liebe Gruesse und Dir einen schoenen Sonntag. :)

    #65781
    AvatarAnonym

    @jeli

    Ich musste mich jedes Jahr auf Diabetes aufgrund der Ernährung + des Olanzapins testen lassen, es wurde mir leider nicht gesagt, dass ich dafür die Kohlenhydrate reduzieren muss. Dementsprechend ging es mir sehr schlecht. Ich kann es dir aufgrund dem Blutzucker wärmstens empfehlen, nehme dir dazu die Zeit die du brauchst, forsche nach und gebe niemals auf 🤗 solltest du fragen haben, werde ich dir stets offen und ehrlich antworten 😊 ich habe diese Zeit auch gebraucht um einiges zu verstehen, auch um meinen Körper kennenzulernen. Ich wünsche dir alles gute auf deinem weiteren Lebensweg und bei fragen, bin ich da 🍀😊

    #68189

    Ich klage jetzt seit über einem Jahr über die Negativsymptome. Seitdem haben sie sich nicht wirklich gebessert :/ Diese umfassen in etwa alle Symptome, die auch im Wikipedia-Artikel angeführt werden. Also das volle Programm :wacko: Hoffe sehr, dass sich mit einer Medikamentenumstellung vielleicht etwas tut.

    #69010

    Ich hatte im Laufe der Krankheit immer wieder mit der Negativsymptomatik zu kämpfen, zuletzt Anfang diesen Jahres, mir ging es ziemlich schlecht – ich hatte eine Depression und in dem Zusammenhang wieder starke Negativsymptomatik – nicht aus dem Bett rauskommen, für kleinste Dinge (z.B. Rasieren, Einkaufen) keine Kraft mehr, war so 2-3 Monate praktisch gar nicht einkaufen und habe mich von Hamburgern vom Imbiss ernährt. Bin dann in die Tagesklinik gegangen und habe im Anschluss eine Maßnahme angefangen.

    Ich hatte aber zwischendurch auch viel freie Zeit, in der ich dann angefangen habe, zu Wandern und zu Joggen (Bewegung ist sehr förderlich für den Kopf, man bewegt sich zu wenig in unserer heutigen Welt, im Vergleich zu unseren Vorfahren). Habe außerdem mit Hilfe einiger Bücher angefangen, meine Ernährung etwas umzustellen.

    Habe jetzt ca. 5 Kilo verloren, bin etwas fitter und auch vom Antrieb viel besser als am Anfang des Jahres.

    Zum Thema Ernährung wurde in einem anderen Thread schon dieses ziemlich informative Video verlinkt:

    https://www.arte.tv/de/videos/082725-000-A/unser-hirn-ist-was-es-isst/

    Dort wird auch auf diese Wissenschaftlerin / Publikation verwiesen.

    Brain Changer – Good Mental Healt Diet (Felice Jacka).

    Zum Thema Bewegung fand ich dieses Buch hilfreich

    Brainfit – Bauch, Beine, Hirn : Wie du durch Bewegung kreativer, konzentrierter und glücklicher wirst. (Anders Hansen)

    Unser Krankenhaus bietet außerdem eine Musiktherapie (Bandprojekt), an dem ich einmal die Woche teilnehme, an. Freunde haben auch geholfen.

    Fazit:

    Versuch Dir einfache Aktivitäten zu suchen, die nicht zu belastend sind und Spaß machen, vielleicht etwas, was Dir früher Freude gemacht hat. Regelmäßige Spaziergänge können langsam helfen. Alles braucht seine Zeit. Gesteh Dir die Zeit zu. Mach Dich nicht fertig, die Situation ist schon so unangenehm genug.

    #157574

    Hallo :bye:

    ich will hier meine gemachten Erfahrungen mit der Negativsymptomatik schildern. Mein Eingangspost ist jetzt über 1,5 Jahre her und in der Zeit hat sich doch so einiges verändert.

    Meine letzte Psychose ist jetzt gut 2 Jahre her – das erste Jahr danach war wirklich extrem hart für mich und ich dachte vor allem die Negativsymptomatik würde niemals aufhören. Ein Jahr nach der Psychose begann ich dann mein sowieso niedrig dosiertes Medikament zu reduzieren und tatsächlich: mit dem ersten Reduktionsschritt von 1,5mg Reagila und 50mg Amisulprid auf 1,3mg Reagila und 50mg Amisulprid kamen die ersten Veränderungen und Verbesserungen!

    Ich bin jetzt seit ziemlich genau einem Jahr im Prozess der Reduktion. Mittlerweile bin ich auf 0,7 mg Reagila und schon seit langem bei 0mg Amisulprid angekommen.

    Seitdem ich reduziert habe, bin ich mir sicher, dass meine extremen Neagtivsymptome von den Medikamenten kamen. Jeder einzelne Reduktionsschritt war anstrengend und auch herausfordernd aber am Ende habe ich immer an Flexibilität, Freude, Gelassenheit und mehr Lebensqualität gewonnen.

    Dabei möchte ich nicht die Medikamente verschreien, es gab sicher Zeiten in denen es auch für mich nicht ohne ging!

    Zu meinem Eingangspost kann ich nun sagen: es hat bei mir 2 Jahre gedauert – und dazu gehörte eine Halbierung der Medikamentendosis – bis die Negativsymptomatik nachgelassen hat. Ich würde nicht sagen das sie komplett weg ist, aber sie hat sich extrem gebessert!

    Ich habe vor das Medikament ganz auszuschleichen und nehme mir dafür noch ein ganzes Jahr Zeit. Möchte alle zwei Monate um 0,1 mg runtergehen. Ich hoffe sehr dass ab einer sehr niedrigen Dosis irgendwo im 0,3 – 0,4mg-Bereich die Negativsymptomatik komplett abklingt und ich wieder ein lebendiges Leben führen kann :)

    #158877

    Ich hatte drei Psychosen in 8 Jahren,  wegen hoher Stressfaktoren und danach wegen Absetzen und Reduzierung der Medikamente. Heute will ich die Medikamente nicht mehr reduzieren, weil ich keine Psychose mehr haben will. Seitdem meine erste Katze gestorben war, war ich tieftraurig. Jetzt nach 3 Jahren Verarbeitung möchte ich wieder aktiver werden. Kann es aber nicht unterscheiden, ob ich wegen Trauer Negativsymptome habe, oder wegen Risperidon oder anderer chronischer Sachen, oder einfach Vitaminmangel. Bin sonst ein optimistischer Mensch, lese aufbauende Bücher, was mir sehr hilft. Vielleicht baut man in Gesellschaft leichter auf, als wenn man den ganzen Tag nur so rumsitzt. Meditieren mache ich noch zur Entspannung.

    #158879

    Ich kann mittlerweile nicht mehr genau sagen, ob ich überhaupt an Negativsymptomatik leide, oder ob es sich bei mir nicht auch um etwas handelt, das ich vorher auch schon hatte: eine leichte Dysthymie, also eine eher milde, dafür aber chronische Depression und irgendwie auch eine Form von Anhedonie, die Unfähigkeit, wirkliche Freude und Begeisterung für etwas zu empfinden.

    Ich habe allerdings schon den Verdacht, dass meine Medikamente zumindest dazu beitragen, dass meine Gefühle abgeflacht sind, weshalb ich sie auch immer noch gerne reduzieren würde, vielleicht eines Tages sogar ganz loswerden. Leider klappt das nicht, weil es immer wieder zu Psychosen kommt.

    Aber mal schauen, was die Zukunft bringt.

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