Antwort auf: Zu wenig Psychopharmaka oder nicht?

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#1993

Hallo Herr Prof. Klimke!

Ich habe in den letzten drei Tagen einiges von Ihnen erfahren, wo ich mich gefreut hätte, das schon vor Jahren von meinen jeweils behandelnden Psychiatern gehört zu haben. ZB. das zum Thema “Plasmaspiegel”.

Die Aufklärung von niedergelassenen oder Klinikärzten war zumindest bei mir leider immer sehr eingeschränkt und wenn man dann zB. nicht selbst auf evtl. Nebenwirkungen zu sprechen kommt, wurden immer wieder körperliche und seelische Missempfindungen, grundsätzlich als Symptome der Krankheit behandelt.

Patienten, die sich in dieser Hinsicht nicht selbst helfen können, tun mir schrecklich Leid. Ich arbeite ja seit einigen Jahren in einer WfbM und da gibt es schon teilweise Leute, denen gar nicht bewusst ist, dass das was sie da mit sich herumtragen Nebenwirkungen der Medikamente sind.

Mir ist schon klar, dass manchmal die Behandlung Vorrang vor vernachlässigbaren Nebenwirkungen haben muss und man es dann den Patienten nicht sagt, um sie bei der Stange zu halten. Aber wenn ich mich daran erinnere, wie es mir damals zB. mit Haldol ging und auch später, als das Amisulprid eingefahren wurde, und mir kein Einziger was sagte, dass es da Nebenwirkungen geben könnte, ärgere ich mich noch heute. Damals konnte ich noch nicht so einfach wie heute übers Handy “Google ist dein Freund” bemühen.

Allerdings bin ich eine, die von sich aus im direkten Gegenüber selten etwas sagt. Vielleicht werde ich deshalb nie richtig aufgeklärt… :scratch:

MfG,
Molly


Tägliche Medikation:
400 mg Amisulprid
12,5 mg HCT
10 mg Ramipril

ab 04.03.2024:
500 mg Amisulprid
5 mg Olanzapin
12,5 mg HCT
10 mg Ramipril

ab 15.03.2024
600 mg Amisulprid
12,5 mg HCT
10 mg Ramipril
4mg Doxagamma

  • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Jahre, 5 Monate von Molly.
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