Erinnerung Dorothea Buck

Home Foren ARCHIV bis Februar 2026 ALLGEMEIN (öffentlich) Erinnerung Dorothea Buck

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    Beiträge
  • #62669
    Anonym

      Hallo,

      eine Kämpferin für eine humane Psychiatrie ist heute gegangen

      Ruhe in Frieden

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dorothea_Buck

      #62671

      Ruhe in Frieden Dorothea. Mich würde ganz ehrlich interessieren ob sie Medikamente genommen hat oder nicht. Ich glaub nämlich kaum, dass man 102 wird, wenn man Neuroleptika nimmt.

      #62673
      Anonym

        RIP!

        #62676
        Anonym

          Sie hat keine Medikamente genommen. Ich hatte die Ehre, eine Stunde lang mit ihr zu telefonieren. Da war sie 99. Sie hat nie Medikamente genommen, schreibt sie in ihrem Buch. Sie hatte mehrere Psychosen. Ab dem mittleren Alter aber keine mehr.

          #62677

          Sie hat keine Medikamente genommen. Ich hatte die Ehre, eine Stunde lang mit ihr zu telefonieren. Da war sie 99. Sie hat nie Medikamente genommen, schreibt sie in ihrem Buch. Sie hatte mehrere Psychosen. Ab dem mittleren Alter aber keine mehr.

          Das erklärt einiges. Danke für die Info. Ich werde wahrscheinlich nur 65 und nehme Medikamente bis dorthin. Das Opfer für die Dämpfung bezahlen wir in unseren 60ern.

          #62678

          Das ist aber cool @nevermind! :)

          #62682
          Anonym

            Da hat sie das Berliner Manifest doch nicht mehr mit verabschiedet :( Genau wie der BPE.

            #62683

            eine Kämpferin für eine humane Psychiatrie ist heute gegangen Ruhe in Frieden

            Kann mich nur anschliessen. Sie ist in meiner Exilstadt gestorben…vielleicht wird sie ja im Garten der Frauen in Ohldorf beerdigt. Ich werd die Nachrichten dazu verfolgen.

            #62762
            Anonym

              Wollte sie dort hin? Gibt es ein Testament, das das regelt?

              #62781
              Anonym

                Ich habe das Leben von Dorothea Buck auch immer verfolgt, aber persönlich kennen gelernt habe ich sie nicht.

                Eine Therapeutin von mir, die sie erlebt hatte, meinte, dass man bei ihr sehr gut gemerkt hätte, dass sie nicht in Behandlung war. Und sie meinte, so wäre das auch keine Lösung. Sie hat ein schweres Leben gehabt und vieles wäre heute so nicht mehr nötig.

                Ich sehe es so, dass ihr Beispiel Mut macht, man muss aber trotzdem seinen eigenen Weg finden. Auch für psychische Krankheiten gibt es keine einfachen Lösungen. Der beste Arzt ist man selbst, wenn man wirklich viel lernt über die Krankheit und auch die Möglichkeiten, ein gutes Leben zu führen. Dabei können Therapeuten wichtige Hilfen geben. Seinen Weg muss man allein gehen und man ist selbst verantwortlich für seine Sorgen und Stimmungen.

                Mit ihr haben wir einen wichtigen Zeitzeugen verloren.

                 

                #62830
                FMS

                  Rest In Peace ✌️

                  #62840

                  ruhe in frieden

                  #62852

                  Sie hätte sicher ein einfacheres Leben haben können, wenn sie Medikamente genommen hätte. Aber dann wäre sie sicher nicht 102 Jahre alt geworden. Respekt, was sie trotz ihrer Krankheit auf die Beine gestellt hat.

                  #62895

                  Mich ärgert masslos, dass es bei uns in den Zeitungen (sie lebte und wirkte ja in HH) keinen Nachruf für sie gibt. Nur das BPE würdigt sie auf der Homepage.

                  @Christine, ich weiss nicht, ob sie ihre letzte Ruhe im Garten der Frauen bei uns findet-es gibt ja keinerlei Nachrichten dazu. Naja, vielleicht macht irre menschlich wenigstens was. Bei Domenica (eine bekannte Prostituierte aus HH) gab es einen Trauermarsch auf dem Kiez und eine öffentliche Trauerfeier. Wenigstens etwas davon hätte ich auch Dorothea Buck gewünscht. Aber so ist das. Stirbt ein Jens Büchner (Trashstar aus RTL) sind die Zeitungen voll, aber bei so einer Person, wie Dorothea Buck kommt gar nix. :negative:

                  #62897

                  Eben nochmal nachgeschaut, inzwischen gibt es einen Artikel von Zeit Online:

                  Dorothea Buck: „Solange wir miteinander reden, bringen wir uns nicht um“
                  Während der NS-Zeit wurde Dorothea Buck nach einer Psychose zwangssterilisiert. Nun ist die Kämpferin für eine menschlichere Psychiatrie in Hamburg gestorben.
                  Von Sigrid Neudecker, Hamburg
                  10. Oktober 2019, 21:48 Uhr

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