Wie wichtig ist Euch Anonymität?

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  • #16479

    Mir wird das langsam alles zu transparent bzw. zu undurchsichtig. ;)

    #16495
    Anonym

      Mir ist Anonymität sehr wichtig. Ich bin seit meiner Diagnose da ein gebranntes Kind und scheue die Öffentlichkeit. Heute gibt es dafür zwar keine Grundlage mehr, aber ich kann mich noch erinnern wie es war im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit zu stehen und das hat mich bis in die Ewigkeit geprägt.

      #16518
      Anonym

        Hallo Yuri,

        mir ist Anonymität normalerweise nicht so wichtig.

        Aber hier möchte ich was über mein Leben mit der Krankheit schreiben und da will ich nicht, dass das jeder auf diese Seiten zurückverfolgen kann. Schließlich schreibe ich im Blog auch Sachen, die jetzt nicht jeden Kunden was angehen, obwohl die meisten zumindest wissen, dass ich Erwerbsminderungsrente erhalte. Ich gehe mit meiner Krankheit auch sonst recht offen um, obwohl ich sie nicht jedem auf die Nase binde.

        Außerdem gab es in anderen Foren vor längerer Zeit auch schon Leute, die in ganz anderem Zusammenhang veröffentlichte Bilder von mir einfach ins Forum gepostet haben. Das war schon Cybermobbing. Da ich mich nicht mobben lassen möchte, ziehe ich es vor, eben nicht meinen richtigen Namen und meine Adresse hier zu posten und falls ich den Verdacht habe, dass es wieder in Richtung Mobbing geht, dann kannst Du Dir gar nicht vorstellen, wie schnell ich hier wieder weg bin.

        Viele Grüße
        Grenfell

        #16526
        Anonym

          Ich fühle mich relativ sicher, da ich ja unter Pseudonym auftrete und nicht unter Klarnamen. Ich trenne Privat und Forum sehr bewusst, was das angeht. Fotos von mir werden hier ganz sicher nicht auftauchen, genau so wenig wie Adresse oder Schreibe. Das mache ich im Netz aber generell so, soweit es möglich ist. Als Autorin bin ich natürlich ansatzweise öffentlich aber das ist eben ein anderes Segment meines Lebens. Man kann sich nicht im Netz bewegen und gleichzeitig 100% anonym bleiben. Aber das, was ich hier schreibe, ist geschützt durch meinen Nick. Da habe ich keine Angst, mich auch mal zu öffnen.

          Was das Forumstreffen angeht, bin ich da schon vorsichtiger. Das muss ich mir wirklich schwer überlegen bzw. verzichte ich darauf erst einmal. Ohnehin ist es mir zu weit weg, das macht die Entscheidung leicht.

          #16673

          Danke für Eure Ansichten!

          Ein naher Verwandter musste neulich zur Polizei und er wusste gar nicht warum. Im April letzten Jahres soll er auf der Autobahn zusammen mit 20 anderen Autos an einem auf der linken Spur liegengebliebenen Fahrzeug vorbeigefahren sein. Jetzt will man ihm unterlassene Hilfeleistung anlasten. Ich weiß, dass er immer Anhalter mitnimmt, wenn manchmal einer dasteht und ihnen oft noch Geld gibt und wirklich hilfsbereit ist über alle Maßen. Man kann die Situation auf der Straße auch nicht immer richtig interpretieren. Die Person, die ihn angezeigt hat, hatte eine Kamera im Auto. Ich finde es krass, wie sich manche überwachen. Das ist so wie in der DDR. Jetzt muss mein Verwandter auf den nächsten Brief warten, was unangenehm ist.

          #16676

          Mir fällt es im Internet viel leichter offen zu meinen Erkrankungen zu stehen, als privat. Deswegen bin ich im Internet auch nicht so anonym unterwegs, weil das auch ein wenig das Private kompensiert. Dass ich da halt nicht rede und so. Manchmal hilft es mir hier zu sagen, dass bin ich und das habe ich.
          Ich wünschte, ich könnte das mehr im Privaten, aber es hemmen mich viele Aspekte.

          #16686

          Ja, und manchmal denke ich auch, es ist eine Generationenfrage, wie offen man mit dem Internet umgeht. Digital Natives haben weniger Hemmungen vielleicht.

          #16687
          Anonym

            Ich hatte in meiner obigen Antwort gar nicht an das Internet gedacht. Ich war gedanklich noch in der Zeit, in der es kein Internet gab.

            #16688

            Die Frage war auch ganz allgemein gestellt.

            Oft wird man auch fotografiert und gefilmt und kriegt überhaupt nichts davon mit.

            Es gibt auch so einen richtigen Sog. Man wird z.B. beruflich aufgefordert da und dort mitzumachen, damit die Informationsflüsse noch schneller gehen. Wer kontrolliert diese Datenströme?

            Naja, ich bin sicher ein wenig paranoid. ;)

            • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Jahre, 1 Monat von Yuri.
            #16694
            Anonym

              Den schnellen Informationsfluss wirst du nicht mehr stoppen können, Yuri. Dank Internet ist es total unüberschaubar geworden.
              Aber es gibt doch ein neues Datenschutzgesetz? Vielleicht taugt das was und beruhigt dich ein wenig?

              #16695

              @lightness: „Aber es gibt doch ein neues Datenschutzgesetz? Vielleicht taugt das was und beruhigt dich ein wenig?“

              Ja, stimmt! :) Also, wenn Ihr Euch nicht so viele Sorgen macht, dann rege ich mich auch nicht weiter auf.

              #16792

              Für Leute, die noch einen richtigen Job haben, ist es sicher gerade bei dieser Art von Erkrankung wichtig, die eigene Anonymität zu wahren. Bei mir ist das eh egal. Ich bin sowieso schon in die Schizonische gerutscht.


              Tägliche Medikation:
              400 mg Amisulprid
              12,5 mg HCT
              10 mg Ramipril

              #16798
              Anonym

                Ich finde, man sollte sich selbst gegenüber achtsam und nicht respektlos sein. „Schizonische“ klingt nicht gerade nach Glücklichsein. Es ist schwer, sich mit so einer Krankheit nicht in gewisser Weise selbst aufzugeben (gesellschaftlich betrachtet) aber versuchen sollte man es doch, irgendwie „oben“ zu bleiben.

                #16804

                Doch, ich bin inzwischen ganz glücklich in meiner Nische. Muss halt kleine Brötchen backen. Das Oben bleiben musste ich schon vor langer Zeit aufgeben und ich will auch nicht mehr darum kämpfen.


                Tägliche Medikation:
                400 mg Amisulprid
                12,5 mg HCT
                10 mg Ramipril

                #16810
                Anonym

                  Mit „oben bleiben“ meinte ich, vor sich selbst nicht die Achtung zu verlieren. Ich persönlich muss sehr drum kämpfen, nicht fatalistisch zu werden mir selbst gegenüber. „Schizonische“ klingt für mich ebenfalls fatalistisch aber vielleicht meinst du es anders, Molly. Gute Nacht! :bye:

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