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Interessiert.
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14/07/2019 at 18:44 #47119
Selbst wenn es sich die Waage hält, ist es so, dass immer die Schwächeren mehr leiden als die Stärkeren. Dein Ansatz ist nicht Nachhaltig sondern in höchstem Maße ungerecht und er führt dazu, wenn man ihn konsequent weiter denkt, dass es irgendwann mal eine Sackgasse gibt, das heißt einen Menschen der immer nur Ausgenutzt wird, ohne es “heimzahlen” zu können. Ich finde, dass ist das schlimmste Übel der Menschheit, weil es ein “aufbrauchen” des “Liebeskapitals” darstellt, und wenn die Liebe erkaltet ist, dann lohnt sich kein Leben mehr auf dieser Welt.
14/07/2019 at 18:52 #47120Anonymous
Gelöscht 0821
14/07/2019 at 19:05 #47125Naja es ist eben viel einfacher, mit einer Ungerechtigkeit zu leben, wenn man die Ungerechtigkeit jemandem anderen auch zufügt. Aber Irgendwann sammeln sich die Ungerechtigkeiten bei einem, der sie niemandem mehr weitergeben kann und der geht daran kaputt.
Ich selber habe gerade die Beziehung zu einer Frau beendet, die vor mir nur mit einem anderen Mann zusammen war, der sie dann betrogen hat. Sie hat jetzt die Wahl entweder eben ihren “Frust” ins Grab zu nehmen, oder einen anderen Mann auszunutzen.
Ich selber fühle keinen Schmerz mehr, aber ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß dass es nicht in Ordnung war.
Ich finde die Einstellung, die Du hier vertrittst auch ziemlich ignorant, auch wenn mir bewusst ist, dass ein überwiegender Teil der Menschen in diesem Land diese Einstellung auch teilen. Naja, immerhin hast Du wenigstens selbst keinen Ekel vor Dir selber, wie es scheint.
14/07/2019 at 19:08 #47126Anonymous
Gelöscht 0821
14/07/2019 at 19:09 #4712714/07/2019 at 19:45 #47133Der Dramatiker Rene Pollesch (seinerseits Feminist, Anti-Kapitalist und Anti-Rassist) spricht von der “stehts traumatisierenden Erfahrung der Liebe”.
Das ist also nicht nur meine persönliche Ansicht.
Und da frage ich einfach nur, warum es nicht andere auch absolut asozial halten, sich diese Traumatisierungen einander so leichtfertig zuzufügen und sogar zu meinen, das gehöre einfach zum Leben dazu, wenn es letztendlich einfach NUR aus Egoismus passiert und somit absolut vermeidbar wäre?
14/07/2019 at 19:52 #47135Wenn ich euch so über Selbstbefriedigung schreiben sehe merke ich, dass ich doch ziemlich verklemmt bin. In meiner Jugend war das nie und nirgendwo Thema, obwohl man es damals natürlich genauso heimlich ausgeübt hat.
Wahrscheinlich ist das aber auch so weil ich denke, dass man im erwachsenen Alter eigentlich einen Partner für Sex haben sollte. Natürlich ist das reine Illusion. Ich selbst und die Mehrzahl der Menschen, mit denen ich es zu tun habe sind alleinstehend und die kommen sicher nicht komplett ohne Sex aus. Besonders die Männer.
Mich überkommt es eigentlich nur, wenn ich anfangs sehr verliebt bin, aber keinen körperlichen Kontakt mit dem Objekt meiner Sehnsüchte haben kann. Dann denke ich dabei an denjenigen und selbst die Stimmen, die dazu Anmerkungen machen, sind mir egal. Ich stelle mir dabei so spirituellen Kontakt vor. Ansonsten ist tote Hose. Ich hab es mir einfach abgewöhnt und kann es mir eigentlich gar nicht mehr vorstellen, mir in den Slip zu fassen.
Vielleicht liegt es an den Medikamenten. Man sagt ja, damit reduziert sich die Libido. Oder am Alter. Keine Ahnung. Ich denke, es hängt aber auch mit den Stimmen zusammen, die für mich real sind und ich empfinde es einfach als unangenehm, so vor anderen Leuten (die sie ja für mich selbst als körperlose Wesenheiten sind) nur zum Selbstzweck an mir herumzufummeln. Anders wäre es, wenn ich damit auch gleichzeitig einem Partner Befriedigung verschaffen würde.
-400 mg + 200 mg Amisulprid, 25 mg Proneurin als Bedarf, 6 mg Doxazosin, 25 mg HCT und 5 mg Ramipril morgens, Abends 5 mg Ramipril
-Zusätzlich alle zwei Tage eine Kaliumbrausetablette
-Ab und zu A-Z Vitamine und Mineralstoffe ab 50
-Zu fettreichen Mahlzeiten 2 Tbl. Formoline11214/07/2019 at 19:59 #47136Anonymous
Ick freu mir schon, wenn @zoidberg zu Besuch kommt – hrhrhr
14/07/2019 at 20:02 #47138Wenn Du eine unglücklich ausgehehende Liebeserfahrung als derart traumatisch und zerstörerisch ansiehst, dass Du inder Folge das gesamte Konzept als rein egoistisches betrachtest, na dann…
Wo Du von Reife gesprochen hast: Im Normalfall steckt man sowas im Laufe der Zeit weg und wächst daran, anstatt so ein “Trauma” in der Folge willentlich anderen zufügen zu wollen.
Nebenbei besteht das ganze Leben auch aus irgendwelchen kleineren und größeren Egoismen, ohne die man individuell und als Menschheit im ganzen gar nicht überlebensfähig wäre. Wenn ich alles das, was eventuell irgendwie einem anderen schaden könnte, grundsätzlich vermeide, dann dürfte niemand hier schreiben, niemand je egoistischerweise irgendeine Meinung äüßern etc. etc. Denn das könnte ja jemanden traumatisieren…?
dann müsste ich, und auch sonst jeder andere, wahrscheinlich konsequenterweise hier und jetzt seinem Leben ein Ende setzen.
Eigentlich dachte ich, ich hätte Deine Beweggründe zumindest nach dem Text hier
Vielleicht liegt das auch nur einfach an meiner Unfähigkeit “in Maßen” zu genießen. Es geht einfach bei mir nicht. Sobald ich einmal nachgebe, sind alle Tore offen. Sei es beim Alkohol, oder bei der Selbstbefriedigung.
zumindest nachvollziehen können: Eiserne Selbstkontrolle oder Selbstzerstörung, und keine Option dazwischen, so in etwa. Und Du hast dich für ersteres entschieden. Aber das hier ist mir jetzt wirklich zu absurd.
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This reply was modified 5 Jahre, 8 Monate ago by
Zoidberg.
14/07/2019 at 20:10 #47140@Hazel
?
*hrhrhr*
14/07/2019 at 20:17 #47143Anonymous
Gelöscht 0821
14/07/2019 at 20:49 #47152Es geht nicht um
alles das, was eventuell irgendwie einem anderen schaden könnte
Sondern um den Stoff aus dem Tragödien sind.
Kann schon sein, dass das absurd ist. Wir sind ja hier auch in einem Schizophrenieforum. Vielleicht ist es ja wahnhaft, was ich von der Angelegenheit halte. Aber ich weiß dass der Schmerz real ist und die Ungerechtigkeit haften bleibt, solange bis sie weitergegeben ist, ob bewusst oder nicht. Und das ist keine “Reife” wenn man diese Spirale einfach aktiv weiter dreht.
Und wegen @Jela, ich hatte nicht die Absicht dich zu beleidigen und wenn ich dich beleidigt habe, dann möchte ich mich entschuldigen, aber ich selbst empfinde einen Ekel vor mir selbst, weil ich bei der letzten Frau, mit der ich zusammen war, genau wusste, dass es nichts auf Dauer ist und ich wusste, dass ich sie nur ausnutze, zu meiner eigenen Unterhaltung, aber ich habe mich eben vom zeitgenössischen Konsens leiten lassen und von meinen Trieben, anstatt von meinem Gewissen und ich habe ihr damit sehr weh getan. Viel mehr als sie jemals verdient hat, weil sie eh schon genug zu leiden hat. Und das ekelt mich selbst an. Weil sie mich mehr liebte als ich sie. Sonst stand ich immer auf der anderen Seite der Entscheidung, aber beides ist nicht zu rechtfertigen und absolut asozial und bösartig. Und jeder der das Gegenteil behauptet ist im besten Fall einfach nur ignorant oder ein Lügner.
14/07/2019 at 21:04 #47159Sondern um den Stoff aus dem Tragödien sind.
Der Stoff, aus dem so manche Dystopie gemacht ist, beinhaltet hingegen oftmals eine Welt ohne jegliche Emotion. Fiktion, zugegebenermaßen, aber Emotionen, das ganze Spektrum davon, gehören wohl zur menschlichen Natur. Und die haben wir uns halt nicht ausgesucht, sondern die hat sich so entwickelt. Und dass daraus evtl. manchmal Leid und Ungerechtigkeit folgt, stimmt durchaus. Dennoch würde ich all das nicht unterdrücken oder abstellen wollen. Diese Alternative ist auch nicht leichter zu ertragen denke ich. Frag mal die Leute, deren Negativsymptomatik mit starker Anhedonie einhergeht. Die meisten werden Dir vermutlich erzählen, dass das kein besonders erstrebenswerter Zustand ist.
14/07/2019 at 21:07 #47162auch emotionen mussen kultiviert werden. Agression zum Beispiel hat ihren Raum und Platz, aber muss eben manchmal unterdrückt werden. So geht es auch mit der Sexualität. Ein unkontrolliertes Ausleben führt zu Kollateralschäden.
14/07/2019 at 21:17 #47164Ich denke, die Menschen bekommen das Unterdrücken schon recht gut hin.
Kann mich nicht erinnern, das ich beim täglichen Gang durch unsere Innenstadt an jeder Ecke kopulierende Pärchen sehen würde.
“unkontrolliertes Ausleben”- Komm mal wieder auf den Boden runter, oder wohnst du in einem Swingerclub?
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PlanB.
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