Notizen von Mowa

  • Dieses Thema hat 3129 Antworten sowie 60 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 5 Jahren von Mowa aktualisiert.
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  • #82170

    @Mowa,

    ich glaube, Du bist mit Leib und Seele Forscherin, oder?
    Und im Moment forschst Du am Brot. ;-)

    Ich mag das ja bzw. lese gern davon.

    lg, DiBa

    #82183

    Danke Euch @erdbeere, @Tody und @DiBaDu :heart:

    Ja, DiBa, es ist tatsächlich so, dass mir diese kleinen Experimente Freude machen. Das Grundsätzliche, was ich in der Forschung gelernt habe, kann ich auch im Alltag anwenden und das finde ich super :good:

    Heute Morgen habe ich meiner Mutter das Brot-Rezept gegeben, aber dann sind uns eingefallen, dass ihr japanischer Mikrowellenofen sicher ganz anders heizt als mein Ofen zu Hause. Deswegen habe ich heute die Ofentemperatur gemessen, während ich Brot Nr. 8 gebacken habe:

    Rote Punkte stehen für das analoge Ofenthermometer mit 10 °C Genauigkeit, und blaue Punkte stehen für unser Pyrometer. Mit dem Ofenthermometer habe ich die Temperatur im Ofen gemessen, und mit dem Pyrometer die Temperatur auf der Ofentür, von außen. Die Ausgangstemperatur war 22 °C, die Solltemperatur 200 °C.

    Als ich nach einer Stunde die Ofentür geöffnet und mit dem Pyrometer die Temperatur auf der Brotkastenform gemessen habe, wurde 178,5 °C angezeigt, daher stimmt der Wert wohl schon, der vom Ofenthermometer gemessen wurde. Das Ofenthermometer hing unterhalb von der Brotkastenform, und vermutlich hätte es 200 °C angezeigt, hätte ich es auf das Backofengitter gestellt.

    Jedenfalls wird meine Mutter schon etwas mit dieser Messung anfangen können, denke ich. Es wäre schön, wenn sie das Vollkornbrot auch so einfach nachbacken könnte wie ich in Deutschland. Sie ist Brotliebhaberin, Brote mag sie viel mehr als Reis.

    Heute ist das Wetter freundlich. Gleich möchte ich noch zu den Supermärkten radeln, nach dem morgendlichen Programm bin ich gerade etwas erschöpft… :scratch:

    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren von Mowa geändert.
    #82213

    Als ich meinem Mann begeistert erklärt habe, was es mit diesem Diagramm auf sich hat, nannte er mich einfach nur „Nerd“ :yahoo: Brot Nr. 8 hat übrigens auch eine stabile Krume, haben wir beim Anschneiden schon festgestellt. Jetzt bin ich überzeugt, dass mein Loch-Problem durch die Zugabe von 2 Handvoll Haferflocken gelöst werden kann.

    Mir ist vorhin wieder eingefallen, dass es gerade in der Arte-Mediathek einen coolen japanischen Film gibt: „Die Ballade von Narayama“ von Shohei Imamura. Ich habe mir den Film schon mal angesehen, ist schon lange her, jetzt würde ich ihn mir gerne nochmal ansehen, dann möglichst zusammen mit meinem Mann. Mal schauen, vielleicht lässt er sich ja überzeugen.

    #82214
    Anonym

       

      da habt ihr aber einen guten Ofen. Ich hatte das mal bei mir gemessen, und da waren während des Backvorgangs +- 20°C ganz normal, also 40°C Schwankungen der Temperatur.

       

      #82215

      Hallo Ypsilon, oh danke für diese Info, gut zu wissen! Ja unsere Einbauküche ist nicht neu aber funktioniert alles noch prima. Sie gehört zur Werkmietwohnung, also unsere Wahl war der Backofen nicht. Da ich inzwischen sehr gerne koche, bin ich richtig froh, dass wir hier wohnen dürfen.

      #82217
      Anonym

        Gelöscht 0821

        #82255

        Danke liebe @Jela, und hier ist das Rezept, so wie ich Brot Nr. 7 gebacken habe und an dem ich mich orientieren werde:

        Zutaten:

        • 500 g Dinkelvollkornmehl
        • 450 ml lauwarmes Wasser (ca. 35 °C)
        • 30 g frische Hefe
        • 2,5 EL Balsamico-Essig
        • 1 TL Honig
        • 2 TL Salz
        • 150 g Sonnenblumenkerne
        • 60 g kernige Haferflocken
        • 100 g Kürbiskerne
        • Etwas Butter zum Einfetten der Kastenform

        Eine Backform, meine hatte B x L x H = 15 x 20 x 6 cm (entspricht 1,8 L)

        Die Hefe, den Essig, den Honig und das Salz in lauwarmem Wasser auflösen und 4 Minuten lang stehen lassen. Die Kastenform großzügig mit weicher Butter einfetten und mit Kürbiskerne bestreuen.

        Die Hefelösung in eine große Schüssel mit dem Mehl, den Sonnenblumenkernen und den Haferflocken hinzugeben und mit dem Handmixer (Knethaken) 4 Minuten lang verrühren.

        Den Teig in die Kastenform geben und mit einem Teigschaber (oder Löffel) sanft von oben drückend in Form bringen. Den Teig mit Kürbiskerne bestreuen, diese mit dem Teigschaber leicht in den Teig drücken.

        Den Teig noch mit einem scharfen Messer etwa 1 cm tief längs einschneiden, damit die Kruste gleichmäßig aufreißen kann.

        Danach die Kastenform in den kalten Ofen stellen, dabei die unterste Einschubhöhe für den Backrost nehmen. Erst dann 200 °C (Ober- und Unterhitze) einstellen und 60 Minuten lang backen.

        Dann das Brot sofort aus der Kastenform nehmen und auf einem Kuchengitter o. ä. 2 Stunden lang auskühlen lassen.

        Anmerkungen:

        • Originalrezept HIER, ein sehr ähnliches, variationsreiches Rezept HIER.
        • statt Dinkelvollkornmehl habe ich bis jetzt Weizenvollkornmehl und Dinkelmehl Typ 630 ausprobiert.
        • statt frische Hefe kann man bestimmt auch Trockenhefe nehmen, dann (edit!!) 10 g pro 500 g Mehl.
        • statt Balsamico-Essig kann man bestimmt auch normalen Essig plus 1 TL Honig nehmen (insgesamt also 2 TL Honig)
        • statt Sonnenblumen- oder Kürbiskerne kann man auch andere Kerne, Nüsse usw. nehmen.
        • Kräuter und Gewürze können auch nach Belieben hinzugefügt werden, z.B. 1 TL Kümmel (ganz) pro 500 g Mehl
        • die Menge der Haferflocken im Teig eventuell anpassen, bei mir haben sie die Krumenstruktur stabilisiert
        • die Kastenform sollte nicht zu klein gewählt werden, damit der Teig beim Backen nicht überquillt
        • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren von Mowa geändert.
        #82262
        Anonym

          Liebe Mowa,

          der Film hört sich sehr gut, aber auch viel zu schrecklich für mich an, ich könnte den nicht vertragen!

          Lg, Aqua

          #82459

          Ich finde das sieht ganz gut aus :good:

          Wie lang soll denn der Vortrag sein?

          Ich finde bei den Ursachen fehlt noch die soziale Isolation. Das war wohl bei mir mit die Ursache, zusammen mit Stress. Außerdem habe ich gehört, dass Leute erkranken, die sich für längere Zeit in „exotischen“ Ländern aufhalten.

          Hast du genetische Faktoren bewusst außen vor gelassen? Soweit ich weiß sind 100-200 Gene beteiligt, so dass der Zusammenhang vielleicht wirklich nicht so ganz klar ist.

          Was soll der Kringel am Ende bedeuten?

          #82464
          Anonym

            :bye: Oh wofür ist der Vortrag denn liebe @mowa?

            #82660

            Hallo zusammen,

            und danke @Dopplereffekt und @Lisi für Eure Rückmeldungen.

            Wie lang soll denn der Vortrag sein?

            Ca. 15 Minuten Vortrag plus maximal 10 Minuten oder so Diskussion.

            soziale Isolation

            Ja, das könnte ich auch in die Liste aufnehmen, danke.

            in “exotischen” Ländern

            Genau, und allgemein wohl auch Migration. Ich denke auch, dass sowas ein wesentlicher Stressor sein kann. In einer Großstadt zu leben soll ja auch ein Risikofaktor sein.

            Hast du genetische Faktoren bewusst außen vor gelassen?

            Ja. Ich finde es plausibler, dass jeder Mensch mehr oder weniger psychoseanfällig ist.

            Was soll der Kringel am Ende bedeuten?

            Ich habe das Bild ein Jahr nach meiner ersten Psychose gemalt, als ich noch nicht begreifen konnte, was Psychose bedeutet. Die schwarze Spirale steht für geordnetes Leben, die blaue Spirale versucht sich der schwarzen anzunähern, kommt jedoch durch „inneren Widersacher“ immer wieder aus der Bahn. Oder so ähnlich ;-)

            wofür ist der Vortrag denn

            Diesen Vortrag werde ich nächsten Montag vor den Abteilungsmitarbeitern halten, weil es mein persönliches Anliegen ist, mehr Offenheit über psychische Einschränkungen zu kultivieren. Für mich sind meine Psychosen nicht etwas, was verschwiegen werden muss. Eine Psychoseanfälligkeit ist ja kein Grund sich zu schämen usw.

            Meine Hoffnung ist, dass meine Kollegen eine Gelegenheit haben werden über psychische Belastungen auch in ihrem Alltag nachzudenken, und vielleicht ist es möglich insgesamt etwas lockerer darüber zu reden. Ich könnte mir gut vorstellen, über meine Betriebsratstätigkeit mich auch in diese Richtung zu spezialisieren.

            Inzwischen habe ich weitere Rückmeldungen zu diesem Entwurf bekommen. Mein Chef überlässt mir die Entscheidung, was und wie ich vortrage. Mein Psychiater und die Betriebsärztin haben jeweils Pro und Contra gesehen, und sie waren noch leicht skeptisch, ob dieses Wagnis Früchte tragen würde. Sonst habe ich auch überwiegend positive Rückmeldungen bekommen. Morgen in der Betriebsratssitzung werde ich den Vortrag auch ansprechen.

            Vor 2 Stunden war ich so schläfrig, und ich habe eine kleine Tasse Kaffee getrunken. Jetzt bin ich so wach. Hoffe, dass ich in 1, 2 Stunden ein- und durchschlafen kann… :scratch:

            LG,
            Mowa

            #82664

            Ich halte es auch für ein Wagnis, aber du gehst ja ohnehin sehr offen mit deiner Psychose um. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg damit!

            #82665

            Tippfehler gefunden – *hrhr* „Delusions“ hat ein ‚l‘ zu viel   ;-)

            #82668

            Danke @Dopplereffekt und @Zoidberg! Ja den Tippfehler habe ich bis jetzt nicht gesehen :good:

            #82689

            Hi @mowa !

            Warum hältst Du denn den Vortrag auf Englisch?

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