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20/09/2019 um 7:26 Uhr #59298
Guten Morgen zusammen,
und danke @Felinor, @DiBaDu, @Dopplereffekt und @erdbeere für Eure Zeilen. Danke DiBa auch für Deine besondere Aufmerksamkeit.
Hallo Feli,
Ich lese das und denke, dass ist bei Dir auch so ein Rein und Raus mit dem Medis.
was Du meinst Du mit „auch so ein Rein und Raus“?
Es ist mir schon klar, dass es für Mitleser dieses Blogs nicht immer nachvollziehbar sein muss, wann, wie, & warum ich (keine) NLs genommen habe. Ich fasse mein „Rein und Raus mit den Medis“ so zusammen:
(A) Meine NL-Einnahmen waren veranlasst durch:
i. stationäre Aufnahmen, nachdem ich akut wurde, d.h.:
* Ersterkrankung (aug2010)
* Rückfall Nr. 1 (feb2018)
* Rückfall Nr. 2 (apr2019)ii. ambulante Unternehmungen, Psychosen zuvorzukommen, d.h.:
* vor Rückfall Nr. 2 (mar2019)
* vor eventuellem Rückfall Nr. 3 (sep2019)(B) Abgesetzt habe ich NLs:
* nach Ersterkrankung (jul2016, also nach 6-jähriger Dauermedikation)
* nach Entlassung Rückfall Nr. 1 (jul2018)
* nach Entlassung Rückfall Nr. 2 (jun2019)Daher ist es aus meiner Sicht so, dass mein Selbstversuch kein willkürliches Hin und Her ist, sondern wohl ein systematisches Herantasten, um die Menge und Dauer der NL-Einnahme zu minimieren.
Dann lieber ein Bedarfsmedi, dass Du im Notfall nehmen kannst, als wieder mit einer regelmäßigen Medikation anzufangen, die Du nach ein paar Wochen wieder in die Tonne treten willst.
Es ist auch mein persönliches Ziel, NLs nur auf Bedarf zu nehmen, also nur in akuten und besonders belastenden Phasen, falls Du das auch meinst…?
Laut meinem Psychiater funktioniert Bedarfseinname von NLs bei Psychotikern jedoch nicht, aber das ist etwas, was ich durch meine eigenen Erfahrungen erst erschließen möchte (weil ich ein Dickkopf bin).
Bei Dir habe ich den Eindruck, Du fühlst Dich unvollkommen, wenn Du es ohne Medis nicht schaffst und das ist Quatsch.
Dann war es ein Eindruck, der mich überrascht. Mir geht es nicht um Unvollkommenheit, denn ich weiß, dass jeder Mensch nun mal sehr unvollkommen ist.
Ich bin nur generell der Überzeugung, dass es besser ist, auf Medikamenten zu verzichten, wenn es auch ohne geht. Und wenn Medikamente nötig sind, dann so gering- und kurzfristig wie möglich.
Darum geht es ja in meinem Selbstversuch, wie oben auch erwähnt. Ohne eigene Einsicht ärztlichen Anweisungen zu folgen, mache ich nicht mehr. Das habe ich 6 Jahre lang getan, als ich das erste Mal erkrankte und noch keine Ahnung hatte, was das heißt.
LG,
Mowa20/09/2019 um 7:50 Uhr #59301Warum musstest Du bei Deiner Ersterkrankung so lange Medikamente nehmen?
Beim ersten Mal sind doch entsprechend der Schulmedizin „nur“ zwei bis zweieinhalb Jahre Medikamenteneinnahme „gefordert“.
lg, DiBa
20/09/2019 um 8:02 Uhr #59305Liebe Mowa!
Ich wollte Dir nicht zu nahe treten; es war nur mein Eindruck, weil es Dir in letzter Zeit ja wirklich nicht gut ging. Ich kann mir halt auch nicht vorstellen, dass eine vorübergehende Medikation auch wirklich langfristig hilft und darum geht es ja auch. Vielleicht kannst Du jetzt meinen Vorpost besser verstehen. Entscheiden kannst Du es letztendlich sowieso nur alleine und wenn das so, wie Du geschrieben hast Dein Ziel ist, dann ist das eben so. Ich wollte nur vermeiden, dass Du Dich von vornherein daran so festbeisst, dass Du das mit dem Medi so handhaben willst, denn ich wünsche Niemanden einen erneuten Rückfall, wo dann alles wieder von vorne los geht.
lg feli
20/09/2019 um 10:38 Uhr #59339Hallo @mowa,
Immerhin warst du dann ja fast 8 Jahre lang symptomfrei. Wenn dich die Einnahme der Medikamente mehr belastet, als eine mögliche Psychose, dann macht es nur Sinn eine weitgehende Reduktion zumindest zu versuchen. Ich habe gerade noch zuviel Angst vor der Psychose um so weit wie du zu gehen. Ich finde jedenfalls sowohl die Psychose selbst, als auch die Medikamente dagegen, ziemlich schlimm. Für mich sind Medikamente zur Zeit lediglich das geringere Übel.
20/09/2019 um 11:47 Uhr #59344Liebe Mowa, kann dich sehr gut verstehen und finde es auch gut, wie du dich herantastest und sehr achtsam mit dir umgehst. Ich selbst war 10 Jahre symptomfrei ohne Medikamente und keiner weiß so genau, wieso danach wieder eine Psychose ausgebrochen ist. In erster Linie war es wohl der Stress. Könnte mir vorstellen, dass es bei dir auch Stressbedingt ist. D.h. wir müssen sehr auf unseren Lebensstil achten. Leider bin ich seit dem Jahr 2003 nicht mehr wirklich medikamentenfrei gewesen, obwohl ich es immer wieder versucht habe. Wenn es eine Möglichkeit gäbe, rechtzeitig mit NL zu intervenieren und sie vorübergehend zu nehmen, dann wäre das ein großer Schritt in die NL-Freiheit. Ich wünsche dir alles Gute dafür und herzliche Grüße!
I.20/09/2019 um 11:59 Uhr #59346
Anonym
Überzeugung, dass es besser ist, auf Medikamenten zu verzichten, wenn es auch ohne geht.
Hast du deine Unterlagen zu dem DIN-Vortrag noch griffbereit? Ich hab mit Hentschel von der KVS über einen Arbeitsausschuss zur Integrierten Versorgung gesprochen, um die berufliche Teilhabe zu fördern.
21/09/2019 um 8:48 Uhr #59427Danke für Eure Posts @DiBaDu, @Felinor, @Dopplereffekt, @Isa und @christine.
Beim ersten Mal sind doch entsprechend der Schulmedizin “nur” zwei bis zweieinhalb Jahre Medikamenteneinnahme “gefordert”.
Mein jetziger Psychiater ist der erste, der mir diese Richtlinien bei der ersten Sitzung erläutert hat. Er hat sich auch gewundert, warum noch kein Absetzversuch unternommen wurde.
Vor ihm hatte ich durch meine Umzüge usw. mehrere Psychiater, und niemand von ihnen hat von sich aus vorgeschlagen, zu reduzieren oder gar abzusetzen. Und ich selbst war dermaßen antriebslos und gleichmütig, so dass ich nicht selbst darauf gekommen war, etwas an diesem Zustand zu ändern.
Vor Patienten, die reduzieren und/oder absetzen und wieder akut werden, wurde oft genug gewarnt, und dafür, dass ich vorbildlich ärztlichen Anweisungen befolgt hatte und pflegeleicht war, wurde ich auch schon von verschiedenen Psychiatern gelobt.
So habe ich in diesen Jahren den Eindruck gewonnen, dass es Psychiater gibt, die am liebsten nur Rezepte ausstellen wollen, anstatt sich mehr Zeit für ihre Patienten zu nehmen und sich für sie zu interessieren.
Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass ich meinen jetzigen Psychiater getroffen habe.
es war nur mein Eindruck, weil es Dir in letzter Zeit ja wirklich nicht gut ging.
Meinst Du die beiden Rückfälle, die ich 2018 und 2019 hatte…? Das stimmt, in den akuten Phasen ging es mir „wirklich nicht gut“, aber das war ja zum Glück nur vorübergehend.
Ich wollte nur vermeiden, dass Du Dich von vornherein daran so festbeisst, dass Du das mit dem Medi so handhaben willst, denn ich wünsche Niemanden einen erneuten Rückfall, wo dann alles wieder von vorne los geht.
Hier denke ich eher, dass Du da nichts vermeiden kannst, außer bei Dir selbst.
Ich finde jedenfalls sowohl die Psychose selbst, als auch die Medikamente dagegen, ziemlich schlimm. Für mich sind Medikamente zur Zeit lediglich das geringere Übel.
Das verstehe ich gut, und Du hast sicher eine gute Entscheidung für Dich und Deine Situation getroffen. Alles hat so seine Zeit, denke ich. Zum Glück werde ich von Ärzten, Therapeuten und (seit Kurzem auch) Sozialarbeiter begleitet, die mich in meiner Selbstbestimmtheit unterstützen.
Ich selbst war 10 Jahre symptomfrei ohne Medikamente und keiner weiß so genau, wieso danach wieder eine Psychose ausgebrochen ist.
Wirklich schade, dass die Symptomfreiheit nicht länger angedauert hat.
Wenn es eine Möglichkeit gäbe, rechtzeitig mit NL zu intervenieren und sie vorübergehend zu nehmen, dann wäre das ein großer Schritt in die NL-Freiheit.
Das wäre es tatsächlich auch für mich, aber mal schauen, wie weit ich damit komme. Wenn dieser Schritt für mich nicht funktioniert, dann wäre der nächste konsequente Schritt eine Dauermedikation, ja. Da würde ich wahrscheinlich bei 2,5 mg Aripiprazol Erhaltungsdosis einsteigen.
Hast du deine Unterlagen zu dem DIN-Vortrag noch griffbereit? Ich hab mit Hentschel von der KVS über einen Arbeitsausschuss zur Integrierten Versorgung gesprochen, um die berufliche Teilhabe zu fördern.
Klingt interessant, aber welchen DIN-Vortrag meinst Du genau? Sorry, Du hattest schon vorher danch gefragt, und ich hatte vergessen darauf einzugehen…
LG,
Mowa21/09/2019 um 11:46 Uhr #59449
Anonym
Ich selbst war 10 Jahre symptomfrei ohne Medikamente und keiner weiß so genau, wieso danach wieder eine Psychose ausgebrochen ist.
Wirklich schade, dass die Symptomfreiheit nicht länger angedauert hat.
BSE ist gekennzeichnet durch das Fehlen jeglicher Trance bei gleichzeitiger Amyloidveränderung. Rinder werden dann geschlachtet statt sie die Phase durchtänzeln zu lassen. Ähnlich ausgegrenzt werden nur Demente, deren Fell derart dünn geworden ist, dass sie sogar Hospizunterbringungen akzeptieren würden ohne zur Kalashnikov zu greifen. Tagträume fallen dabei umso eher auf, je achsennäher der Protagonist agiert. Galeereneinpeitscher werden dementsprechend eher als schizophren eingeordnet, sobald sie in Gedanken sind, als anderes Streichelzooinventar. Das heißt im Umkehrschluss: Wer Sex zulässt und dabei sogar appetitlich anmutet, wird später zwangseingewiesen als jede Oma mit eigener Vision. Psychotisch wäre es, das als Leistungsdruck zu erleben, um die eigene Galgenfrist zu verlängern. Es ist tatsächlich so, dass irgendwann nichts Schönes mehr auf mich zukommt. Ich finde das beruhigend. Dann wird es endlich so einsam und entspannt, dass ich zum Kotzen sein kann.
Hast du deine Unterlagen zu dem DIN-Vortrag noch griffbereit? Ich hab mit Hentschel von der KVS über einen Arbeitsausschuss zur Integrierten Versorgung gesprochen, um die berufliche Teilhabe zu fördern.
Klingt interessant, aber welchen DIN-Vortrag meinst Du genau? Sorry, Du hattest schon vorher danch gefragt, und ich hatte vergessen darauf einzugehen… LG, Mowa[/quote]
Den Vortrag, den du vor deinem Betriebsrat zur Arbeitsplatznorm zur Psychischen Gesundheit gehalten hattest.
22/09/2019 um 8:42 Uhr #59546Guten Morgen zusammen,
hallo @christine,
Den Vortrag, den du vor deinem Betriebsrat zur Arbeitsplatznorm zur Psychischen Gesundheit gehalten hattest.
da ist eine Verwechselung, bzw. hatte ich mich vielleicht nocht so klar geäußert, ist auch etwas länger her. Den Vortrag, den ich Mitte August vor den Mitarbeiter der Abteilung halten wollte, habe ich erstmal abgesagt, da ich mich nicht stressen wollte. Seitdem habe ich da auch nichts mehr daran gearbeitet, so dass ich Dir nur diese grobe Struktur von damals anbieten könnte, aber keine Folien.
Einen Vortrag, in dem es u.a. um DIN soundso „zur Arbeitsplatznorm zur Psychischen Gesundheit“ ging, hatte ich auf einem Fortbildungsseminar Ende Mai mitgehört, an dem ich im Rahmen der Betriebsratstätigkeit teilnahm. Der Vortrag wurde von einem Fachanwalt des Arbeitsrechts gehalten. Ich kann mal nachschauen, welche Folien ich damals bekommen habe, und ob der Inhalt für Dich/Euch interessant sein könnte?
LG,
Mowa22/09/2019 um 9:07 Uhr #59548
Anonym
grobe Struktur … Vortrag von einem Fachanwalt des Arbeitsrechts … Folien
Das interessiert mich sehr. Es tut mir gut, dich zu lesen. No Stress.
22/09/2019 um 9:56 Uhr #59567Die Ereignisse der letzten ~2 Monate wollte ich noch zusammenfassen. Vor allem hatte ich ja nach dem Rückfall im April wieder versucht, ganz ohne NLs mich zu stabilisieren. Die Frage war für mich, ob neue Maßnahmen zur Stressreduktion die NLs langfristig ersetzen könnten:
Diese Maßnahmen waren:
* berufliche Wiedereingliederung nach dem Rückfall im April 2019
* weniger Dienstreisen, alle 2 Wochen statt jede Woche
* wöchentliche Urlaubstage, zuerst 2 Tage, dann 1 Tag pro Woche
* eventuell Erwerbsminderungsrente beantragen, z.B. für 80% TeilzeitZusätzlich zum Psychiater, Psychotherapeuten und Hausarzt habe ich inzwischen auch einen Sozialarbeiter, den ich regelmäßig sehen werde.
Das geschieht im Rahmen des „Netzwerks für psychische Gesundheit“ und ist ein poststationäres Betreuungsangebot von der Krankenkasse. Jetzt am Freitag hatte ich meinen 2. Termin, und ich sehe ihn ca. alle 6 Wochen. Ob und wie dieses Zusatzangebot mir hilft, kann ich noch nicht sagen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass mir ein solches Angebot vor dem Rückfall im April geholfen hätte.
Meinen Therapeuten habe ich letzte Woche am Dienstag gesehen. Als weitere Stressreduktionsmaßnahmen hat er angestoßen, mal auf Kur zu gehen oder mal vom Hausarzt geplant krankschreiben zu lassen, z.B. für eine Woche alle 2, 3 Monate. Finde ich super, diese Ideen.
Mit meiner Arbeit komme ich gut zurecht, inzwischen sind die Scherben durch meinen Rückfall fast wieder aufgeräumt. Um so wichtiger ist für mich jetzt meine Stabilität und Kontinuität, um nicht alles wieder mühsam aufbauen zu müssen. Ich versuche bewusst Pausen zu machen und entspannt zu bleiben, anstatt mich hineinzusteigern und Druck auf mich selbst und auch teilweise auf meine Mitarbeiter auszuüben…
Anfang August war ich ja bei der Deutschen Rentenversicherung. Ich habe dort hilfreiche Informationen bekommen. Danach wussten wir u.a., dass uns noch ca. 250 Euro monatlich fehlen würden, wenn ich eine teilweise Erwerbsminderungsrente bekommen würde und in Teilzeit zu 80% arbeiten würde.
Um zu sehen, wie wir diesen Verlust verkraften könnten, haben wir angefangen, unsere monatlichen Ausgaben zu analysieren. Das wollte ich schon früher immer machen, aber die Not war nicht groß genug und der Aufwand zu groß usw. Auf jeden Fall ist das SEHR interessant! In den ersten 4 Wochen haben wir 4 kg Brot, 19 kg Gemüse, 2 kg Fisch usw. usf. gekauft. Und haben festgestellt, dass wir mit einer teilweisen Erwerbsminderungsrente auch relativ enspannt haushalten können müssten.
Außerdem war meine große Sorge, dass wir möglicherweise nicht von der Rente leben könnten, auch wenn ich bis zum Rentenalter durcharbeiten könnte. Diese Sorge wurde mir/uns auch glücklicherweise genommen (da wir zusätzlich zur Regelaltersrente noch die Betriebsrente und die japanische Volksrente erhalten würden). Also wenn ich weiterhin so fit bleiben kann wie bis jetzt, dann müssten wir, nach der heutigen Rechnung wohl bemerkt, auch relativ entspannt mit der Rente haushalten können.
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Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 4 Monate von
Mowa geändert.
24/09/2019 um 6:26 Uhr #59830Guten Morgen zusammen,
Das interessiert mich sehr.
na gut @christine, dann melde ich mich hierzu wieder später. Inzwischen habe ich nachgeschaut und gemerkt, dass es zur Gefährdungsbeurteilung bei psychischen Belastungen und DIN EN ISO 10075 keine Folien ausgeteilt wurden. Ich habe die Kanzlei angeschrieben, ob ich eine Kopie davon bekommen könte. Falls ich Dir die Folien nicht geben darf, dann könnte ich sie zumindest umschreiben und den Inhalt zusammenfassen. Das wird sicher noch eine Weile dauern, bis ich vom Rechtsanwalt eine Rückmeldung bekomme.
Gestern habe ich für nächsten Mittwoch einen Beratungstermin beim Mieterverein vereinbart. Es geht darum, dass es im/am benachbarten Gebäude, das zum selben Gebäudekomplex gehört, die kommenden 2,5 Jahre Umbaumaßnahmen stattfinden werden. Zwischen unserer Wohnung und der Baustelle gibt es nur eine Wand.
Der gesamte Gebäudekomplex gehört meinem Arbeitsgeber, wir wohnen ja in einer Werkmietwohnung des Instituts. Bei unserem Einzug im Januar 2017 haben wir davon nichts gewusst, und bis jetzt gibt es auch kein offizielles Schreiben von der Verwaltung, dass es diesen Umbau gibt.
Gegeben hat es aber bereits eine Mietminderung der Kaltmiete um 20% „während der Bauphase“. In den Wochen zuvor hatte ich gegenüber meinem Mann geäußert, dass selbst eine mietfreie Wohnung nicht ausreichen würde, wenn die Wohnung durch den Lärm unbewohnbar würde. Insofern war ich über diese Mietminderung nicht erfreut, eher war ich noch mehr entschlossen, den Beratungstermin beim Mieterverein frühzeitig einzuholen.
Die große Baustelle vor unserem Balkon (von einem großen Konzern) nervt uns schon seit über 2 Jahren, vor allem leidet mein Mann darunter, da er tagsüber auch zu Hause ist. Zeitweise, als sie den Boden gestampft und gebohrt haben, war es sehr unangenehm auf den Ohren. Meistens lässt sich der Baulärm in den Griff bekommen, indem wir die Fenster und Türen schließen. Wenn bald aber direkt nebenan gebaut wird, dann helfen diese Maßnahmen auch nicht mehr…
Vermutlich werden wir ein Lärmprotokoll führen und immer wieder uns bei der Verwaltung beschweren. Und ein offizielles Schreiben, in dem die Umbaumaßnahmen angekündigt und erläutert werden, müssten wir auch endlich mal bekommen können. Wahrscheinlich haben wir auch einen Anspruch auf „noise-cancelling“ (lärm-unterdrückend?) Kopfhörern, und sicher auch auf mehr Mietminderung in besonders lauten Bauphasen. Aber es ist ja nicht das Geld, das uns beim Baulärm den Stress nimmt und das Gehör schützt.
Bin jedenfalls sehr gespannt, wozu wir vom Mieterverein beraten werden.
Ansonsten ist heute für mich ein normaler Arbeitstag, morgen habe ich einen Urlaubstag, und am Do./Fr. geht es wieder auf eine Dienstreise. Gestern war auch ok, war etwas entspannter als sonst. Am frühen Abend haben wir noch einen kleinen Vorhang an das Oberfenster im Schlafzimmer angebracht. Jetzt stört das Licht im Flur oder im Bad nicht mehr, wenn eine/r von uns dort schläft.
LG,
Mowa24/09/2019 um 16:54 Uhr #59929
Anonym
Guten Morgen zusammen,
Das interessiert mich sehr.
na gut @christine, dann melde ich mich hierzu wieder später. Inzwischen habe ich nachgeschaut und gemerkt, dass es zur Gefährdungsbeurteilung bei psychischen Belastungen und DIN EN ISO 10075 keine Folien ausgeteilt wurden. Ich habe die Kanzlei angeschrieben, ob ich eine Kopie davon bekommen könte. Falls ich Dir die Folien nicht geben darf, dann könnte ich sie zumindest umschreiben und den Inhalt zusammenfassen. Das wird sicher noch eine Weile dauern, bis ich vom Rechtsanwalt eine Rückmeldung bekomme.
danke :)
26/09/2019 um 17:44 Uhr #60269Hallo @christine,
könntest Du mir bitte per PM eine E-Mail-Adresse von Dir schicken? Dann kann ich Dir die genannte Präsentation als pdf zukommen lassen. Der Rechtsanwalt hat mich gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass diese nicht noch weitergehender weitergereicht bzw. veröffenlicht wird. D.h. Du kannst sie gerne im persönlichen Gespräch mit Herrn Hentschel benutzen.
LG,
Mowa26/09/2019 um 22:18 Uhr #60328(da wir zusätzlich zur Regelaltersrente noch die Betriebsrente und die japanische Volksrente erhalten würden)
Oh Mennoooo! Ich will auch die japanische Volksrente!
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Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 4 Monate von
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One thought on “Notizen von Mowa”
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