Notizen von Mowa

  • Dieses Thema hat 3129 Antworten sowie 60 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 5 Jahren von Mowa aktualisiert.
Ansicht von 15 Beiträgen – 766 bis 780 (von insgesamt 3109)
  • Autor
    Beiträge
  • #45127

    hey liebe @mowa,

    ach das ist schön das bei euch beiden wieder alles in ordnung ist, freut mich :-)

    wie war denn das erstgespräch ?

    liebe grüße und ein schönes wochenende euch beiden :bye:

    #45188
    Anonym

      Liebe Mowa ich freu mich für dich sehr das du und dein Mann wieder „ein Herz“ seid, war viel Aufregung bei Euch, aber du hast alles gut gemeistert!

      Einen schönen Sonntag Euch, lgBernadette

      #45261

      Liebe @mowa ja mich interessiert auch, wie es beim Netzwerk war? Falls du berichten magst…

      gibt es einen nächsten Termin?

      Liebe Grüße

      escargot

      #45264

      Guten Abend,

      danke @erdbeere, @Bernadette und @escargot :heart:

      Am Freitag war noch kein Erstgespräch, sondern nur ein informatives Gespräch über das Netzwerk. Das muss ich missverstanden haben. Die Betreuung wird für mich wohl konkret so aussehen, dass ich alle 6 Wochen mit einem betreuenden Sozialarbeiter Gespräch führe. Das Erstgespräch soll dann in ca. 4 Wochen stattfinden.

      Ob mir das etwas bringt, muss sich erst noch zeigen. Meinen betreuenden Sozialarbeiter habe ich auch kennen gelernt, und im Moment bin ich mir nicht sicher, was ich von ihm halten soll. Er drückte sich langsam und vorsichtig aus, als würde er mich nicht für voll nehmen. Aber vielleicht täusche ich mich. Ich bin gespannt, wenn es richtig losgeht und ich ihn näher kennen lerne :-)

      LG,
      Mowa

      #45270

      Liebe @mowa

      lass dir bzw. euch Zeit und es ist doch gut, dass er erstmal langsam an die Sache heran geht oder nicht? Ich habe ja auch einen neuen Sozialarbeiter im Netzwerk und der prescht mir ein bisschen zu schnell voran und ich fühlte mich ein wenig überfordert bei dem Kennenlerntermin kürzlich.

      Alle 6 Wochen ist aber gar nicht soooo häufig, wie ich dachte…

      finde es jedenfalls mutig und sehr gut, dass du dem Ganzen eine Chance gibst!

      Liebe Sonntagsgrüße

      escargot

      #45348

      Danke escargot.

      lass dir bzw. euch Zeit und es ist doch gut, dass er erstmal langsam an die Sache heran geht oder nicht?

      Das stimmt, dass man sich Zeit lässt, finde ich auch gut, besonders am Anfang, wenn noch alles neu ist.

      Was ich gestern meinte war eher sein Sprechtempo, er sprach betont laaangsaaam, so kam es mir vor, mich dabei mit den Augen fixierend. Eine Kopie der Formulare, die ich unterschrieben habe, hat er mir auch nur auf Anfrage gemacht. Auffällig war, dass er danach die letzten 5 Minuten wie ein normaler erwachsener Mensch mit mir gesprochen hat.

      War nicht so angenehm für mich, aber vielleicht war ihm das auch nicht so bewusst. Na ja, so wichtig ist die Angelegenheit auch nicht.

      Diese Tage genieße ich, dass ich meinen mentalen Gips = Aripiprazol losgeworden bin. Mein Kopf fühlt sich so normal an, weder depressiv noch manisch, noch wahnhaft. Einfach normal und entspannt, keine Blockade, kein Deckel. Etwas Verschnaufpause sei mir gegönnt :good:

      #45395

      @Mowa

      Mein Therapeut spricht auch extrem langsam mit mir. Ich glaube, das ist bei ihm quasi berufsimmanent bedingt, da er viele Psychosepatienten hat, die sehr viel schlechter dran sind als ich, also größere kognitive Probleme haben.

      Am Anfang fiel mir das auch auf. Ich hab mich aber dran gewöhnt, die Langsamkeit entspannt mich.

      Alles Gute, DiBa

      #45524

      Danke DiBa!

      Heute war ich regulär bei meinem Psychiater. Ich habe ihm erzählt, dass ich seit einer Woche meine Medikamente nicht mehr nehme, dass ich eine Weile Pause machen möchte von dem Gips im Kopf. Ohne Medis fühlt sich mein Kopf unbeschwert an, so normal und entspannt. Auch Sättigung spüre ich wieder beim Essen, ganz normal.

      Als ich ihm gesagt habe, dass ich von 10 mg auf 0 gegangen war, hat er bemerkt, dass ich offenbar von einer Rebound-Psychose verschont wurde (diese würde man recht schnell bekommen), nachdem ich diese Menge ohne Zwischenschritte abgesetzt hatte. Weiterhin sagte er, dass ich eine Wagnis eingehe, aber das wisse ich ja schon selbst. Er fand gut, dass mein Mann von Anfang an eingeweiht war und wir diese Zeit gemeinsam durchleben wollen. Auch fand er gut, dass ich im Moment 3-Tage-Woche arbeite, und hat angestoßen, diesen Rhythmus langfristig aufrechtzuerhalten.

      Ich habe ihm gesagt, dass ich auf jeden Fall wieder Medikamente nehmen würde, wenn ich psychotische Symptome bekomme. Hier hat er empfohlen, dass ich das Olanzapin (was hervorrangend ist für Akutbehandlung) schnell auf 10 mg aufdosiere. Aber den Gips im Kopf und andere Nebenwirkungen würde ich dann wieder haben, hat er noch ergänzt. In Krisenfällen soll ich dann bitte ohne Termin vorbeikommen, damit ich u.a. auch das Rezept für Olanzapin abholen kann.

      Mein Psychiater ist klasse. Er nimmt mich weiterhin ernst und ist lösungsorientiert. Kein Wort eines Vorwurfs oder eines Verurteilens, auch nicht mal andeutungsweise. Ich (und mein Mann) trage(n) die Verantwortung für einen Rückfall, das ist ihm klar, und mir auch :good:

      #45527

      Also ich verstehe schon, dass du gerne ohne Medikamente auskommen willst. Aber etwas herausfordernd ist es ja schon, direkt auf null zu gehen. Warum hast du nicht langsam abgesetzt?

      #45538

      @Mowa

      Ja, das klingt nach einem guten Psychiater.

      Alles Gute, lg, DiBa

      #45551
      Anonym

        Dein zack Reduzieren finde ich ja sehr wagemutig, ich hoffe sehr das es dir bekommt liebe Mowa. Ich bin da grad „vorbelastet“ seufz und hab meine Lektion 2 gelernt.

        Finde aber klasse wenn man auf Augenhöhe mit Psychiater reden kann.

        Lg, Bernadette

        #45553

        Die Reduktion auf 0 finde ich auch mutig. Ich wünsche dir viel Erfolg damit!

        #45566

        Hallo @Hanseatic,

        bei meinen beiden Absetzversuchen (im Juli 2016 und Juli 2018) habe ich auch Aripiprazol recht abrupt abgesetzt und keine Absetzsymptome gehabt. Auch bei Dosisreduzierung habe ich nichts bemerkt.

        Mir fehlt die Erfahrung, dass es mir durch ein abruptes Absetzen oder durch eine zu schnelle Reduzierung schlechter geht. Daher sehe ich nicht ein, warum ich so vorsichtig sein muss.

        Natürlich möchte ich nicht unnötig einen baldigen Rückfall provozieren, aber ich würde gerne mehr Erfahrungen sammeln, wie ich mich mit und ohne Medis anfühle. Ich würde gerne insgesamt bewusster wahrnehmen, was die Medis mit mir machen, und was man Kopf ohne Medis macht. Hier verlasse ich mich lieber nicht (nur) darauf, was gängie Studien besagen oder was Ärzte mir raten, sondern vor allem auf meine eigenen Erfahrungen.

        Den Ärzten, die mir zur lückenlosen Einnahme von Psychopharmaka raten, nur damit ich auf dem Zombie-Niveau funktioniere, vertraue ich nicht mehr. Ich lasse mir meine Lebensfreude so einfach nicht mehr nehmen. Hätte ich kleine Kinder oder wäre mein Mann dagegen, wäre die Situation anders. So darf ich mir etwas Medi-Pause gönnen und ich bin für jeden Moment ohne den mentalen Gips dankbar.

        Danke auch für Euer Feedback @DiBaDu, @Bernadette und @Dopplereffekt.

        LG,
        Mowa

        #45601
        Isa

          Liebe Mowa,

          das finde ich toll, wie du mit dir umgehst! Du achtest auf dich und nimmst viel wahr, bist klug und aufmerksam. Und ich kann gut verstehen, dass du nicht mehr durch die Medis „eingegipst“ sein willst. Dass du keine Absetztsymptome hast, das ist doch sehr gut. Ich kenne die auch nicht, hab schon oft abgesetzt und es ging mir erst mal richtig gut damit. Fühlte mich lebendig und wach. Jetzt überlege ich auch, ob ich wieder absetze, aber damit will ich dir nicht den Blog zutexten, das schreibe ich in meinem eigenen Blog.

          Super auch, dass du so einen verständnisvollen Psychiater hast, der dich unterstützt anstatt vollballern will.

          Ich wünsche dir einen schönen, lebendigen Tag! :bye:

          #45660

          Danke Dir liebe @Isa. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hattest Du ja auch schon mal 10+ Jahre zwischendurch, in denen Du keine Medis brauchstest? Ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Du diese Dauerhaftigkeit wiedererlangen möchtest.

          Heute habe ich das OK von meinem Chef geholt, dass ich die kommenden Monate 2 Urlaubstage pro Woche nehmen kann. Bis zumindest Oktober, danach ist geplant, dass wir hoffentlich unsere Japan-Reise nachholen können. Also bis November ist bei mir besonders entspannt, was die Arbeit betrifft.

          Morgen haben wir 2 Handwerkertermine am Vormittag, dann habe ich einen regulären Therapeutentermin. Später am Nachmittag bekommen wir einen Besuch, mit ihm wollen wir uns einen Film zusammen anschauen und Handroll-Sushi essen. Ich muss also vorher noch etwas putzen und einkaufen fahren.

          • Diese Antwort wurde vor 6 Jahren, 7 Monate von Mowa geändert.
        Ansicht von 15 Beiträgen – 766 bis 780 (von insgesamt 3109)
        • Sie müssen angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

        One thought on “Notizen von Mowa”

        Comments are closed.