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Mowa aktualisiert.
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17/12/2020 um 7:14 Uhr #136904
Gestern Morgen hatte ich ihr geschrieben, dass ich härtere Corona-Maßnahmen nach Weihnachten erwarte und befürchte, dass dann meine OP mehrfach verschoben werden muss. Sie hat dann geantwortet, dass ich eventuell in ihrem Krankenhaus operiert werden könnte, aber die OP-Kapazität dort jetzt auch reduziert wurde. Ich kann sie nächste Woche wieder anschreiben, vielleicht kann sie mir dann Genaueres sagen.
Apropos, gestern habe ich auch den OP-Termin im Krankenhaus der Oberärztin vereinbart, er soll am 18.01.2021 durchgeführt werden. Dieser Termin ist sicherer als der Termin der Unifrauenklinik. Und vielleicht wird mich die Oberärztin selbst operieren, das wäre schön, ich habe Vertrauen zu ihr.
17/12/2020 um 8:45 Uhr #136909
Anonym
Wünsche dir einen guten Tag liebe Mowa, das du eine gute Sitzung hast, Konzentration und Kraft fürs Schreiben. Schön das nun der Termin fürs Krankenhaus fixiert ist.
LgB
17/12/2020 um 17:55 Uhr #136958Danke schön liebe @Bernadette.
Heute Mittag hatte ich ein sehr angenehmes und hilfreiches Telefonat mit Prof. Rüsch. Er hat mir 3 Dateien zum Thema Stigma zum Weiterlesen geschenkt und mir gesagt, dass er mir noch ein Buch zukommen lassen wird (weil es momentan nicht bei Amazon erhältlich ist) mit 40 Erfahrungsberichten von Betroffenen, und dass ich mich vielleicht davon inspirieren lassen kann. Er hat mir auch angeboten, dass er sich meinen Beitrag durchlesen kann, wenn ich ihn einmal geschrieben habe – wow!
Es war mir auch nicht bewusst, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen gemäß der UN-Behindertenrechtskovention Recht auf Arbeit haben, dass das also keine Frage der Almosen ist, wenn wir arbeiten wollen. Ich will in seinem Stigma-Buch weiterlesen, darin werden auch verschiedene Modelle vorgestellt, wie Stigma entstehen kann. Ich hatte ihn gefragt, ob es bei Stigma immer um die eigene Aufwertung durch die Abwertung der Anderen geht, usw.
Jetzt bin ich etwas erschöpft, mein Kopf braucht wohl eine Pause :bye:
17/12/2020 um 18:06 Uhr #136965Das war ja ein sehr ergiebiges Gespräch. Was ist denn das Fachgebiet von Prof. Rüsch?
Ich hatte ihn gefragt, ob es bei Stigma immer um die eigene Aufwertung durch die Abwertung der Anderen geht, usw.
Vielleicht kannst du ja noch etwas von seinen Antworten auf deine Fragen hier veröffentlichen. Es würde mich interessieren. Aber ruh dich zuerst mal schön aus.
Da ich deinen Blog schon lesenswert finde, würde mich dein Artikel auch interessieren. Kannst du ihn auch hier veröffentlichen?
Genug der Fragen, ich wünsche dir noch einen schönen Abend :bye:
18/12/2020 um 0:28 Uhr #136991Hallo @Mowa
Super das du Kontakt zu Prof.Rüsch aufgenommen hast.
Bemerkenswert wie er dich unterstützt.
War ne gute Idee von dir.Die Bücher von ihm werde ich mal googeln,würde ich auch lesen wollen.
Ich drück dir die Daumen das der Op Termin im Januar nicht nochmal verschoben wird.
Dein Chef ist im übrigen sehr kulant dir gegenüber er scheint deine Arbeit zu schätzen. :good:
Grüße dich ganz lieb Oceana
18/12/2020 um 9:20 Uhr #137009Danke schön @Dopplereffekt und @Oceana!
Heute Morgen habe ich ein Gedächtnisprotokoll zum gestrigen Telefonat getippt. Prof. Rüsch hat mir bereits sein Einverständnis erklärt, dass ich es hier im Forum posten kann und auch intern weiterleiten kann:
18/12/2020 um 9:26 Uhr #137011Telefonat mit Prof. Nicolas Rüsch, Do. 17.12.2020 von 13:01 – 13:34 Uhr
Editiert 30.12.2025, siehe https://mowas-notizen.de/2020/12/18/gedaechtnisprotokoll-des-telefonats-mit-prof-nicolas-ruesch-am-17-12-2020/
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Diese Antwort wurde vor 1 Monat, 1 Woche von
Mowa geändert.
18/12/2020 um 10:15 Uhr #137020
Anonym
Guten Morgen, danke für das Bereitstellen des Gespräches. Gauger finde ich auch prima. Ob ich mich auch an das Buch von oben heranwage weiß ich nicht.
Wünsche dir einen guten Tag, lgB
18/12/2020 um 11:09 Uhr #137028Danke für die Gesprächsnotizen! Ich finde, du hast sie sehr gut und schön ausführlich gemacht.
Prof. Rüsch lässt sich im Internet leicht finden. Er hat einen interessanten Werdegang und interessante Forschungsgebiete.
Es ist ja schön, dass man als psychisch Kranker wohl ein Recht auf Arbeit hat. Es wäre aber auch gut zu wissen, wie man das durchsetzen soll, wenn man deutlich leistungsgemindert ist. Tatsächlich haben ja auch gesunde Menschen Schwierigkeiten durchgehend in Arbeit zu bleiben. Ist mit dem Recht auf Arbeit auch der 2. Arbeitsmarkt gemeint?
18/12/2020 um 13:19 Uhr #137030Es gibt ein Arbeitsheft von IWS
Leider ist das Heft auf der Seite nicht veröffentlicht (zumindest habe ich es nicht gefunden), sonst hätte ich es mir ganz gerne mal angesehen.
18/12/2020 um 14:19 Uhr #137032Danke schön Bernadette und Dopplereffekt.
Ist mit dem Recht auf Arbeit auch der 2. Arbeitsmarkt gemeint?
So wie ich es verstehe, ich glaube, mit dem Recht auf Arbeit wird etwas Grundsätzliches gemeint, so ähnlich wie die allgemeinen Menschenrechte auch. Es gibt in Deutschland sicher noch keine rechtliche Bindung. Es liegt halt an allem, der Politik, der Gesellschaft, den Unternehmen, … und auch an uns Betroffenen selbst, wie wir dieses Recht einfordern und umsetzen.
Leider ist das Heft auf der Seite nicht veröffentlicht
Bald werde ich Herrn Rüsch fragen, ob ich es hier zur Verfügung stellen kann. Den Artikel über das IWS gibt es HIER. Vielleicht kann ich ihn auch hier einstellen. Das muss ich auch erst erfragen.
Heute habe ich vom Gesamtbetriebsrat die Rückmeldung bekommen, dass ich diesen Erfahrungsbericht tatsächlich veröffentlichen kann, mit bis zu 7000 Zeichen. Dann kann es ja losgehen mit dem Schreiben
18/12/2020 um 14:53 Uhr #137039Den Artikel über das IWS gibt es HIER
Leider wohl erst nach einer Registrierung. Es wundert mich etwas, dass nicht versucht wird, es so weit wie möglich zu verbreiten. Vielleicht sind sie erst in der Erprobung
.Viel Erfolg beim Schreiben!
18/12/2020 um 21:35 Uhr #137098Mowa, in Deutschland gibt es ein Gesetz zur Teilhabe am Arbeitsleben.
Hier findest Du mehr dazu:
https://www.betanet.de/berufliche-reha-leistungen.html
https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Inklusion/bundesteilhabegesetz.html
19/12/2020 um 10:49 Uhr #137141Hi Mowa,
richtig toll dass du diesen Artikel schreiben kannst!
Ich habe meine Argumentationsposition noch nicht ganz gefunden, aber finde Dopplereffekts Gedanken dazu sehr treffend: dass nicht jede*r die Möglichkeit hat so viel Inkusion zu erfahren und dass – ich nenne es mal „Held*innen“-Geschichten – für mittelschwer- und schwer betroffene Menschen eher keine Hilfe sind und sich sogar gegenteilig auswirken können indem sie das Narrativ verstärken, dass man es doch „selbst“ und „aus eigenere Kraft“ aus dem Sumpf schaffen muss. Wobei ja wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass vor allem die Unterstützung durch verbündete Menschen einen erst resilient macht.
Ich hab dazu auch einen wirklich tollen Tipp, vielleicht interessiert dich das ja auch :)
Kennst du den Podcast „Aus Krisen zum Glück“ von Christiane Wirtz? Sie ist selbst Psychose-Betroffene und hat ihre eigenen Erfahrungen zunächst in den ersten Podcastfolgen verarbeitet und nun interviewt sie Menschen, die in irgendeiner Weise etwas mit Krisen zu tun haben.
Einen der beeindruckendsten Beiträge fand ich war der von Raul Krauthausen Folge 33, ich verlinke den Spotify Link mal hier: https://open.spotify.com/episode/7eNcBm2qDIiKTWkRcnEW3l?si=ONu4jCoUSbSGQELMLLrsdA
Wenn du kein Spotify hast, kannst du dir den Podcast auch auf ihrer Webseite anhören: https://christianewirtz.com/podcast-aus-krisen-zum-glueck/
Raul Krauthausen thematisiert genau das Thema was ich hier in meinem Post versuche zu verarbeiten, auf eine wirklich kluge und beeindruckende Arte und Weise.
Würde mich freuen, deine Gedanken zu dem Thema zu lesen :)
Ganz lieben Gruß
wunder
19/12/2020 um 16:04 Uhr #137180Mowa auf Vormarsch. Du erreichst richtig viel, find ich toll.
Ja mit dem Recht auf Arbeit ist schon richtig. Aber wenn man nur unter bestimmten Voraussetzung arbeiten kann, dann wird´s schwierig. Ich guck zwar noch ab und zu in die Zeitung, hab mich aber ziemlich damit abgefunden und stecke meine Energie in Familie, Ben und Freunde.
Dir noch ganz viel Spass bei Deinem Artikel und
einen schönen Abend. :bye:
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Diese Antwort wurde vor 1 Monat, 1 Woche von
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One thought on “Notizen von Mowa”
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