Notizen von Mowa – Teil 3

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  • Dieses Thema hat 1682 Antworten sowie 44 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 7 Monate von Mowa aktualisiert.
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  • #391724

    Du bist doch aber gerade in der Tagesklinik, weil es dir so schlecht geht, was in den letzten Jahren schon einige Male vorgekommen ist.

    Für mich bedeutet Resilienz die Fähigkeit, immer wieder aus Krisen und Erkrankungen herauszuwachsen.

    Ich glaube, dass ich mit zunehmendem Alter immer resilienter geworden bin und auch in jüngeren Jahren vor meiner Ersterkrankung nicht so resilient war, wie ich es heute bin. Nur hatte ich in jüngeren Jahren nicht so schwere Krisen wie bei meiner Ersterkrankung 2010.

    Ich weiß nicht @Molly, ob Du auch die größeren Zusammenhänge der letzten Jahre sehen kannst, wie es dazu kam, dass ich mich in der Tagesklinik angemeldet habe.

    Im Übrigen war ich bei meinen beiden psychotischen Rückfällen 2018 und 2019 in der Tagesklinik, im Anschluss an den stationären Aufenthalt, ja. Das ist jetzt 6 bis 7 Jahre her.

    Daher wundere ich mich, wie Du zu Deiner Aussage kommst, ich sei „die letzten Jahre“ „einige Male“ in der Tagesklinik gewesen :unsure:

    Denkst du, das hat nur externe Ursachen?

    Wie kommst Du darauf zu schreiben, dass ich denke, dass die Schwankungen meines Gesundheitszustandes nur äußere Ursachen haben?

    Was mich immer wieder wundert und stört, ist, dass Deine Aussagen über mich immer so alternativlos und stark vereinfacht nach „schwarz oder schwarz“ klingen und ich mich selbst ganz anders einschätze.

    Und wenn Du Dich selektiv wiederholst, dann kann ich Dir auch nur die gleiche Antwort wiederholen:

    Es kommt mir gerade fast so vor, als würdest Du auf Fehler lauern @Molly.

    Ich erwarte nicht, dass du verstehst, was mich ausmacht.

    Wenn Du Dich in Deinen Konventionen sicher fühlst, ist das Dein gutes Recht, liebe @Molly.

    Ich komme gerade nicht dazu hier viel zu lesen, aber dieser Satz liest sich so, dass es dir wieder besser geht :-)

    Danke Dir, @Dopplereffekt. Ja, es geht mir wieder viel besser :-)

    Guten Morgen,

    Hallo @kadaj, danke für Deinen Beitrag. Ich werde ihn noch lesen und darauf antworten.

    ***

    Am Montag und Dienstag habe ich in der Bewegungstherapie Basketball gespielt und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das letzte Mal, dass ich Basketball gespielt habe, war in der Schule, das ist 30 Jahre her! Mit 15 und 16 war ich auch in der Schulmannschaft an der Deutschen Schule in Yokohama… In einem Spiel habe ich am Montag nur 3 Punkte getroffen, am Dienstag aber 9.

    Es war, als würde ich mich an das Körpergefühl erinnern, das ich früher beim Basketballspielen hatte. Ein tolles Gefühl :yes:

    Gestern in der Musiktherapie haben wir ein bisschen aus dem Liederbuch gesungen. Ich kannte 2 oder 3 Lieder und konnte mitsingen, was mir sehr gut getan hat. Unter den Mitpatienten waren einige, die die Lieder nicht kannten. Ich fühle mich immer ausgeschlossen, wenn ich die Lieder nicht kenne und nicht mitsingen kann.

    Deshalb fände ich es toll, wenn wir gemeinsam etwas singen könnten, was alle gleich gut mitsingen können.

    Zum Beispiel so, wie unser Chorleiter des Beschwerdechors es geschafft hat:

    :gut:

    #391725

    Liebe @Dremwalker, danke auch für Deinen Beitrag :ciao:

    Toll, mit dem Stricken. Dann hast Du die Reha bereits abgeschlossen. Ich bin sehr gespannt auf Deine Rückmeldung.

    #391732

    Im Übrigen war ich bei meinen beiden psychotischen Rückfällen 2018 und 2019 in der Tagesklinik, im Anschluss an den stationären Aufenthalt, ja. Das ist jetzt 6 bis 7 Jahre her

    Daher wundere ich mich, wie Du zu Deiner Aussage kommst, ich sei “die letzten Jahre” “einige Male” in der Tagesklinik gewesen

    Guten Morgen, Mowa!

    Du meintest sicher, dass du damals nicht in der Tagesklinik warst, oder?

    Ich bezog mich in dem Teilsatz eigentlich  darauf, dass es dir in den letzten Jahren einige Male schlecht ging, nicht darauf, dass du in der Tagesklinik warst.

    #391806

    Liebe @Mowa Stricken ist schon sehr schwer für mich. Ich habe jetzt etwa 1,5 Stunden immer wieder die gleiche Reihe mit einer glatten Masche gemacht und das gelang mir gegen Ende.

    Nächste Woche am Montag geht’s weiter.

    Schönen Tag :ciao:

    #391821
    Anonym

      Du bist doch aber gerade in der Tagesklinik, weil es dir so schlecht geht, was in den letzten Jahren schon einige Male vorgekommen ist. Denkst du, das hat nur externe Ursachen?

      Liebe @Mowa, ich wußte bis jetzt nicht, dass Du der deutschen Sprache kaum Herr bist ?! Der Teilsatz „weil es Dir so schlecht geht“ bezieht sich auf den ersten Teilsatz „Du bist doch aber gerade in der Tagesklinik“ eben „weil es Dir so schlecht geht“ und auf den letzten Teilsatz „Dir ging es schlecht“ und das ist „in den letzten Jahren schon einige Male vorgekommen“. Den ersten Teilsatz „…in der Tagesklinik“ kannst Du nicht verknüpfen mit dem letzten Teilsatz „was in den letzten Jahren…“.

      Weiters wollte @Molly mit dem Satz „…nur externe Ursachen“ feststellen, dass eben Deine immer wieder kehrenden Einbrüche nicht nur extern zustande gekommen sind, sondern von Deiner Erkrankung herrühren, welche Du mit Deiner geringen Medikamentendosis nicht in den Griff bekommst. D.h. durch Deine niedrige Dosierung haltest Du Deine psychotischen Anteile immer am Lodern und beendest sie nie. Letztendlich geht so etwas jahrelang gut bis die nächste „fette Psychose“ ausbricht !

      #391855

      Erkrankungen und Genesungswege sind immer individuell, weil wir als Menschen immer individuell sind, weil unser Umfeld und unsere Lebenssituationen immer individuell sind.

      Wenn es um Therapiemöglichkeiten für Schizophreniepatienten geht, bin ich immer für eine individuell angepasste Therapie aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen.

      Eine pauschale, primär medikamentöse Behandlung von Schizophreniepatienten ist im Vergleich einfacher und schneller, und das ist das, was unsere Gesellschaft uns heute ermöglichen kann.

      Wenn ich bedenke, wie viel Unterstützung ich seit meiner ersten Psychose erhalten habe, um meine Genesung zu erreichen, und gleichzeitig, wie viel Eigeninitiative ich dafür aufgebracht habe, dann frage ich mich auch, ob und wie eine individuell angepasste Therapie in der Breite realisierbar ist.

      Hoffnung gibt mir der aktuelle Kontakt mit der Tagesklinik und dem Behandlungsteam, denn ich sehe, dass die Patienten dort die bestmögliche Behandlung erhalten. Das Behandlungsteam ist modern, offen und hilfsbereit für Fragen und Anregungen.

      Ich bin sehr froh, wenn ich feststellen kann, dass die Psychiatrie eine wichtige Säule für die Genesung von Menschen mit Schizophrenie ist und dass es auch sehr viel von uns Betroffenen selbst, unseren Angehörigen und unserem Umfeld abhängt, wie wir zusammenwirken und eine gesellschaftliche Resilienz aufbauen und stärken.

      Übrigens fand ich den Vorschlag von ChatGPT interessant und habe gestern tatsächlich einen Leserbrief eingereicht mit der Anfrage, ob ich einen eigenen Artikel aus meiner Sicht als eine Betroffene schreiben könnte.

      Leider habe ich noch keine Antwort von der Zeit Online-Redaktion erhalten, aber ich werde diese Gedanken auf jeden Fall noch in einem Artikel für mich zusammenfassen.

      Vielleicht schicke ich den Text dann an Mad in America :-)

      ***

      Mein Co-Pilot, der hier vor mir in den Browser integriert ist, tippt dazu Folgendes (alles ohne Gewähr):

      Finde ich gut und verständlich @kadaj, was Co-Pilot geschrieben hat :-)

      Guten Morgen, Mowa!

      Liebe @Mowa,

      Vielleicht, wenn ich Zeit finde, kann ich später auf Eure Beiträge eingehen @Molly und @Horst.

      Nächste Woche am Montag geht’s weiter.

      Ich finde es toll @Dremwalker, dass Du etwas Neues ausprobierst. Aller Anfang ist schwer, bekanntlich ;-)

      ***

      Gleich ist Spazieren mit Chanchan angesagt. Ich freue mich auf den neuen Tag.

      Allen Mitlesenden wüsche ich einen guten Donnerstag!

      #391900
      Anonym

        Liebe mowa,du gehst sehr klar deinen Weg,selbst wenn der Boden „wackelt „. Das gefällt mir gut.

        Hab schöne Tage, LgDoris :-)

        #391918
        Anonym

          Wenn ich bedenke, wie viel Unterstützung ich seit meiner ersten Psychose erhalten habe, um meine Genesung zu erreichen, und gleichzeitig, wie viel Eigeninitiative ich dafür aufgebracht habe, dann frage ich mich auch, ob und wie eine individuell angepasste Therapie in der Breite realisierbar ist.

          Von welcher Genesung sprichst Du ? Du schluckst NL und warst jetzt während einer Krise auf der Tagesklinik in Behandlung ! Verstehst Du das Wort „Genesung“ überhaupt ?

          #392002

          Danke, @Blaustern :ciao:

          Ich habe den Eindruck, @Horst und @Molly, dass Ihr in Euren Beiträgen oft das hervorhebt, was aus Eurer Sicht an mir oder meinem Verhalten problematisch ist. Das gibt mir das Gefühl, dass Ihr mir sagen wollt, wie krank ich bin und dass ich versagt habe.

          Gleichzeitig ist mir aufgefallen, dass Ihr selten darüber schreibt, wie positiv Euer Leben ist. Natürlich kann ich nicht wissen, wie es Euch wirklich geht, aber wenn Ihr mit bestimmten Dingen unzufrieden seid, könnte es Euch vielleicht helfen, Euch auch auf positive Aspekte zu konzentrieren.

          Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es gut tut, sich für Erfolge – und seien sie noch so klein – zu loben. Vielleicht wäre das auch etwas für Euch.

          #392003

          Was meine Gesundheit und Genesung betrifft, ist diese seit 2018 in meinem Blog dokumentiert, und davor im alten KNS-Forum seit 2012. Dass ich ab Oktober 2024 zunehmend unter Erschöpfung litt, hatte mehrere Auslöser, vor allem den plötzlichen Tod meines Vaters und den Stress als Betriebsratsvorsitzende. Wenn ich bedenke, was in den letzten ein, zwei Jahren alles in meinem Leben passiert ist und ich mit einem Burnout davongekommen bin, ohne psychotisch zu werden, dann muss ich mich und meine Resilienz, die ich mit viel Unterstützung aus meinem Umfeld aufgebaut habe, wirklich loben.

          Gesundheit und Genesung sind für mich ein dynamisches Spektrum und kein statisches Entweder-Oder:

          24/11/2022 at 6:33 (…) ich glaube, jeder Mensch kann etwas tun, damit es ihm besser geht. Das hat etwas damit zu tun, dass der Gesundheitszustand ein Spektrum bildet, sagen wir von extrem schlecht (sterbend) bis vollständig gesund. Die Extremen werden nicht erreicht, solange wir leben. (…)

          Und wie bereits oben gesagt:

          05/03/2025 at 4:41 Für mich bedeutet Resilienz die Fähigkeit, immer wieder aus Krisen und Erkrankungen herauszuwachsen. (…)

          Meine Bezugspsychologin und auch die Kunsttherapeutin in der Tagesklinik haben angeregt, Gesundheit als etwas Zyklisches zu sehen, wie die Jahreszeiten vielleicht, so dass sie nicht immer gleich bleibt. Ich finde das Bild der Jahreszeiten schön und möchte es verinnerlichen.

          Ich muss nicht lange im Blog zurückblättern, um zu sehen, dass ich seit 2018 und vor allem seit 2019, seit ich die niedrigstmögliche Dosis Aripiprazol von 1 mg/d einnehme, schrittweise genesen bin:

          10/09/2022 at 5:30 (…) Gestern hatte ich meinen zweimonatlichen, regulären Psychiatertermin. Wir haben uns darüber unterhalten, dass es mir gut geht, und auch darüber, wie es mir gelingt, trotz des großen Stresses in den letzten Monaten frei von Symptomen einer erhöhten Stress- und Psychoseanfälligkeit zu sein (…)

          04/08/2023 at 13:17 (…) Heute hatte ich meinen regulären Psychitatertermin. Mein Psychiater hat mir gesagt “Sie sind gesund”, nachdem ich berichtet habe, wie es mir geht.
          Ja! Ich bin gesund, und das ist so ein Luxus!!
          Klar muss ich immer wieder auf meinen Stresspegel achten, dass ich nicht mit den Aktivitäten übertreibe.
          Aber ich weiß und spüre es auch, dass ich inzwischen ein gesunder Mensch geworden bin, 13 Jahre nach meiner Ersterkrankung.

          06/12/2023 at 7:18 (…) Das kurzfristig terminierte Gespräch mit meinem ehemaligen Therapeuten war hilfreich. Er hat gesagt, dass Trauer in meiner Situation gesund und normal ist und dass sie sich von Depressionen unterscheidet. Es gibt auch chronische Trauer, aber die sieht er bei mir nicht. Trauer ist sehr individuell und nur ich selbst entscheide, wie, wie lange, wann etc. ich trauere. (…)

          01/11/2024 at 5:33 Mir ist noch eingefallen, dass wir zum Schluss über die Prognose gesprochen haben, weil ich ihn (Anmerkung: meinen Psychiater) danach gefragt habe. Er hat mir sinngemäß gesagt, dass mein Gesundheitszustand immer wieder kippen kann, weil ich eine Grenzgängerin bin, und so wie es mir bisher immer wieder besser gegangen ist, wird es mir auch jetzt wieder besser gehen.

          Ja, und mein Psychiater und das Behandlungsteam in der Tagesklinik haben Recht, es geht mir immer besser und ich fühle mich immer fitter. In 12 Tagen kann ich aus der Tagesklinik entlassen werden :-)

          #392077
          Anonym

            Die Augen vor der Realität zu verschließen und sich alles schönreden ist natürlich auch eine Option mit unserer Erkrankung umzugehen ?!

            #392106
            Isa

              Horst = Stronzo. Er verdreht immer alles. Von einer freundlichen Seite habe ich noch nie was von dir gelesen. Du bist ein Stänkerer. Du kannst einem beinahe leid tun, du hast wahrscheinlich niemals in deinem Leben ein freundliches Wort erfahren, sonst wärst du nicht so griesgrämig

              Sorry Mowa

              #392108

              Vielen Dank für deine umfassenden Berichte Mowa

              #392111
              Anonym

                Horst = Stronzo. Er verdreht immer alles. Von einer freundlichen Seite habe ich noch nie was von dir gelesen. Du bist ein Stänkerer. Du kannst einem beinahe leid tun, du hast wahrscheinlich niemals in deinem Leben ein freundliches Wort erfahren, sonst wärst du nicht so griesgrämig Sorry Mowa

                Für mich geht es in diesem Forum um Diskussionen zum Thema Schizophrenie, ich muss hier niemanden schön tun und Honig um das Maul schmieren !

                #392122
                Isa

                  Du diskutierst nicht, sondern stänkerst. Schon mal was von weißer Pädagogik gehört? Du frönst der schwarzen. Immer eins drauf ist deine Devise.

                  Liebe Mowa, verzeih mir, dass ich in deinem Blog so gegen Horst angehe, aber er ist so unerträglich in seinen Aussagen. Ich wünsche dir ein gutes Wochende.

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