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Mowa aktualisiert.
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14/02/2025 um 12:11 Uhr #388587
Glücklicherweise gibt es auch ehrliche Menschen! Schön, dass du dein Handy wiederhast, Mowa!
15/02/2025 um 19:44 Uhr #388820Die niedergebeugte Figur könnte auch eine Frau im inbrünstigen Gebet sein —- fällt mir in der Kombi dazu ein …..
16/02/2025 um 6:52 Uhr #388858Stimmt, @Molly.
Die niedergebeugte Figur könnte auch eine Frau im inbrünstigen Gebet sein
Ja, das ist sehr spannend @DiBaDu. Du bist der Dritte, der mir sagt, dass die Körperhaltung der Tonfigur an Beten erinnert. Selbst hatte ich diese Assoziation nicht, weil ich noch nie (bewusst) gebetet habe und nicht weiß, wie das geht.
Dazu hier eine Antwort von ChatGPT:
Ja, es gibt mehrere mögliche Erklärungen dafür, warum eine niedergebeugte oder kniende Körperhaltung beim Beten universell zu sein scheint, unabhängig von der religiösen Konfession:
- Symbolik der Demut und Unterwerfung
Eine gebeugte Haltung drückt Respekt, Ehrfurcht und Demut aus. In vielen Kulturen ist das Verbeugen oder Niederknien ein Zeichen der Ehrerbietung – sei es gegenüber einer höheren Macht, einem Herrscher oder einer spirituellen Instanz. - Psychologische Wirkung
Körperhaltungen beeinflussen Emotionen und Gedanken. Eine gebeugte Haltung kann Gefühle der Hingabe, Dankbarkeit oder Buße verstärken und so das Gebet intensiver und ehrlicher erscheinen lassen. - Kulturelle Tradition und Rituale
Religionen haben sich oft aus älteren spirituellen oder sozialen Praktiken entwickelt, in denen Niederknien oder Verbeugen bereits eine Rolle spielte. Diese Haltungen wurden übernommen und standardisiert. - Soziale und gemeinschaftliche Bedeutung
Beten in Gruppen fördert Gemeinschaftsgefühl und Gleichklang. Gemeinsames Niederknien oder Verbeugen synchronisiert die Gläubigen und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. - Praktische Aspekte
In vielen Religionen gibt es Rituale, bei denen der Kopf gesenkt oder der Körper gebeugt wird, um sich auf das Gebet zu konzentrieren, Ablenkungen zu minimieren oder sich bestimmten Symbolen (z. B. einem Altar oder Richtung eines Heiligtums) zuzuwenden.
Diese universelle Körperhaltung scheint also sowohl eine tief verwurzelte psychologische als auch kulturelle und spirituelle Bedeutung zu haben.
16/02/2025 um 7:44 Uhr #388860Am Freitag in der Einzelvisite habe ich erfahren, dass es in der Psychotherapie ressourcenorientierte und aufdeckende Ansätze gibt. Wir haben auch darüber gesprochen, dass es für mich sinnvoll sein könnte, eine tiefenpsychologische Behandlung erst dann zu machen, wenn ich wieder gesund und stabil bin.
Tatsächlich hatte mir mein Psychiater bereits eine tiefenpsychologische Therapie angeregt, das war im Dezember 2023, nach dem Tod meines Vaters:
Am Ende des Gesprächs hat mein Psychiater angeregt, dass ich eine Kurzzeittherapie anfangen könnte, eine tiefenpsychologische, wenn ich das Bedürfnis hätte, mehr über meine Biografie zu sprechen. Es sollte eine Therapeutin oder ein Therapeut sein, die/der mit Psychosen Erfahrung hat. Die Idee gefiel mir sehr gut, und als er mir gesagt hat, dass er es nicht empfielt, dass er dieses Gespräch übernimmt, habe ich ihn gebeten, mir eine Therapeutin oder einen Therapeuten zu empfehlen.
Da ich immer noch oft erschöpft bin, haben sie mir auch gesagt, dass mir die Eisenkapseln und Vitamin-D-Tabletten nicht viel helfen, wenn ich nicht besser auf mich achten kann, um mich nicht zu überanstrengen.
Wie wahr!
Am Nachmittag war ich mit Chanchan noch bei der Tierärztin um Wurmkur- und Zeckentabletten abzuholen. Die Tierärztin hat auch bestätigt, dass es Chanchan gut geht
Gestern, am Samstag, haben uns zwei meiner Mitpatienten zu Hause besucht. Wir haben uns sehr gut unterhalten, und Chanchan hat sich auch sehr gefreut. Leider war ich nach 3 Stunden so erschöpft, dass ich mich etwas abrupt von unseren Gästen verabschiedet habe. Mal sehen, wenn alles gut geht, sehen wir uns nächsten Samstag wieder
Danach war ich noch einkaufen, denn heute bin ich zu einem Kindergeburtstag eingeladen, als Helferin. Ich habe ein kleines Set Farbstifte und ein Skizzenbuch als Geschenk vorbereitet und nachts, nachdem ich 1, 2 Stunden geschlafen habe, habe ich noch Kekse gebacken:


Jetzt habe ich in meiner Fotosammlung nachgeschaut und gesehen, dass ich diese Ausstechformen (die mir zwei Freundinnen meiner Mutter geschenkt haben) das letzte Mal am 22. April 2018 benutzt habe, als ich in der Tagesklinik Blankenburg war, tatsächlich, nach meinem ersten psychotischen Rückfall. Die Fotos hatte ich damals im KNS-Forum gepostet
16/02/2025 um 11:20 Uhr #388879Du mutest Dir oft viel zu, liebe @Mowa.
Daran gilt es vermutlich für Dich zu arbeiten.
Alles Gute,
lg, DiBa
Vielleicht hast Du Schwierigkeiten, Deine Grenzen zu erkennen …..
17/02/2025 um 4:45 Uhr #389040Daran gilt es vermutlich für Dich zu arbeiten.
Vielleicht hast Du Schwierigkeiten, Deine Grenzen zu erkennen …..
Ja, das stimmt @DiBaDu! Oft klappt es gut, Grenzen zu setzen, aber wenn eine Tätigkeit meine Emotionen stark anspricht, fällt es mir schwer, Grenzen zu erkennen oder zu setzen.
Der Kindergeburtstag war schön, hoffentlich auch für S., die vorgestern 11 Jahre alt geworden ist. Mein letzter Kindergeburtstag war mein eigener, und am Anfang war ich verwirrt, weil ich nicht wusste, wie ich den vielen Kindern begegnen sollte. Später hatte ich auch ein gutes Gespräch mit der Mutter eines der Kinder und war überrascht, dass sie in meinem Alter war. Aber ja, heute bekommen viele mit Mitte oder Ende 30 Kinder, und die Eltern der eingeladenen Kinder sind dann in meinem Alter.
Selbst hatte ich diese Assoziation nicht, weil ich noch nie (bewusst) gebetet habe und nicht weiß, wie das geht.
Mir ist gestern noch eingefallen, dass die Mutter einer Freundin mich einmal mitgenommen hat, um gemeinsam zu beten. Ich war damals, glaube ich, 6 oder 7 Jahre alt. Ich habe damals auch nicht gebetet, weil ich nicht wusste, wie das geht, aber ich habe beobachtet, wie die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft zusammen „Namu Myōhō Renge Kyō“ gemurmelt haben, mit Gebetsperlen in der Hand, den Kopf gesenkt, nach vorne gebeugt.
Ich glaube, es war letztes Jahr, bei einer Gelegenheit habe ich meiner Mutter davon erzählt und war überrascht, dass meine Mutter nichts davon wusste. Meine Mutter hatte mir erzählt, dass die Mutter meiner damaligen Freundin einmal zu meiner Mutter gesagt hatte: „Es war wirklich gut für (edit:) Mowa-chan, dass sie ins Ausland gehen konnte“, als ich schon alleine in Deutschland lebte.
Feb 16, 2025
Heute Morgen hat sich Chanchan sehr über den ersten Schnee dieses Winters gefreut, der ein bisschen liegen geblieben war.-
Diese Antwort wurde vor 11 Monate, 4 Wochen von
Mowa geändert.
18/02/2025 um 7:21 Uhr #389185Heute Morgen auf der Neckarwiese:
Feb 18, 2025
Eine bei -6°C gefrorene Pfütze und Chanchan.Der Spaziergang in der frischen kalten Luft hat mir sehr gut getan
19/02/2025 um 4:41 Uhr #389333Dachverband deutschsprachiger PsychosenPsychotherapie (DDPP) e.V.
Wer wir sind
Wir sind ein Zusammenschluss aus allen in der Psychiatrie tätigen Berufsgruppen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass Psychotherapie in der Behandlung von Menschen mit Psychosen zu einem selbstverständlichen Angebot wird. Mit psychotherapeutischer Behandlung können die mit einer Psychose verbundenen Probleme häufig besser verstanden und bewältigt werden.
(…)Quelle: https://www.ddpp.eu/
Der Stationspsychologe der Tagesklinik hat uns letzte Woche vom DDPP erzählt. Die Webseite ist sehr spannend. Wenn es die Möglichkeit gibt, als Betroffene den DDPP zu unterstützen, dann bin ich sofort dabei
Vielleicht werde ich im Unterforum „Forschung“ einen eigenen Thread dazu erstellen und nach und nach die Webseite und Publikationen dort vorstellen.
19/02/2025 um 7:22 Uhr #389341Hört sich interessant an. Anscheinend sind die aber noch in der Startphase.
20/02/2025 um 4:26 Uhr #389465Vielleicht werde ich im Unterforum “Forschung” einen eigenen Thread dazu erstellen und nach und nach die Webseite und Publikationen dort vorstellen.
Und hier ist der Thread
https://schizophrenie-online.com/forums/Thema/dachverband-deutschsprachiger-psychosenpsychotherapie-ddpp-e-v/Anscheinend sind die aber noch in der Startphase.
Was meinst Du @Molly konkret damit? Der Dachverband wurde 2011 gegründet und diesen Mai findet der 15. Jahreskongress statt.
Feb 19, 2025
Heute Morgen haben wir auf der Neckarwiese einen vom Biber abgesägten Bäumchen gefunden.20/02/2025 um 19:12 Uhr #389561
Heute in der Einzelstunde Kunsttherapie entstanden. Das Gespräch mit der Kunsttherapeutin hat mir wieder gut getan.Ich konnte unter anderem darüber sprechen, dass mir in der Tagesklinik immer wieder gesagt wurde, wie wichtig mir Leistung sei, wie ehrgeizig ich sei oder dass ich alles richtig machen wolle und dass sich diese Einschätzungen für mich falsch anfühlen.
Die Kunsttherapeutin hat sich daran erinnert, dass ich ihr am Anfang gesagt hatte, dass ich intensiv leben will, dass ich das im Leben suche. Sie hat vermutet, dass andere mich dadurch anders wahrnehmen könnten.
Selbst war ich mir dessen bewusst, und ich habe mich gewundert, dass die Kunsttherapeutin dieses Bild von mir zusammengefügt hat, obwohl wir in den letzten 5 Stunden nur etwa 3, scheinbar flüchtige Gespräche geführt haben.
20/02/2025 um 20:50 Uhr #389589Molly wrote: Anscheinend sind die aber noch in der Startphase. Was meinst Du @Molly konkret damit? Der Dachverband wurde 2011 gegründet und diesen Mai findet der 15. Jahreskongress statt.
Ich fand die Seite und den Flyer halt so reduziert… Deshalb dachte ich, dass es die noch nicht lange gibt.
21/02/2025 um 6:21 Uhr #389615Das ist für mich nachvollziehbar, danke @Molly.
Ja, ich bin selbst gespannt, mehr über den DDPP zu erfahren.
22/02/2025 um 4:21 Uhr #389802Seit der gestrigen Einzelvisite habe ich mich gefragt, ob und wie ich mich dafür einsetzen kann, dass Mitbetroffene mit Psychoseerfahrungen die bestmögliche Hilfe von Psychiatern erhalten.
Für mich ist klar, dass jeder Betroffene sein eigenes Leben lebt und seinen eigenen Weg sucht. Auch keine eigenen Entscheidungen zu treffen, ist ein eigener Weg, für den sich der Betroffene selbstverantwortlich entscheidet.
Woran ich mich erinnere, was mir geholfen hätte, bis ich mich schließlich 2016 verselbstständigt habe, ist eine fachliche Transparenz darüber, wie Psychopharmaka wirken und wie sie meinen Alltag unterstützen können.
Auch darüber, dass es ein langer Weg werden kann, den Wirkstoff und die Dosis individuell anzupassen, was gemeinsam mit dem ambulant behandelnden Psychiater besprochen werden kann, wenn der Betroffene das möchte.
Vielleicht werde ich diese Punkte bei der nächsten Oberarztvisite ansprechen.
22/02/2025 um 9:56 Uhr #389823Edit, gelöscht: Ich wollte den gelöschten Beitrag hier posten:
https://schizophrenie-online.com/forums/Thema/gewalt-und-straftaten-von-menschen-mit-schizophreniediagnose/page/3/#post-389824-
Diese Antwort wurde vor 11 Monate, 3 Wochen von
Mowa geändert.
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