Notizen von Mowa – Teil 3

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  • Dieses Thema hat 1682 Antworten sowie 44 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 7 Monate von Mowa aktualisiert.
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  • #321058

    Puh, gleich zwei Schwerkranke bei Dir. Nicht ganz einfach und heute dürftest Du genaus so eingeschneit sein wie ich hier. So heftig hat es echt seit Jahrzehnten nicht mehr geschneit. Das Schneeschippen schenke ich mir und warte auf bessere Zeiten. Wahrscheinlich kommte meine Drehstuhl dann auch nicht am Monat.

    #321164
    Pia

      Hallo liebe @Mowa,

      ich hatte insgesamt drei Hunde. Zwei Rüden und dann Minou. Ich habe sie alle drei sehr geliebt, ganz unterschiedliche Rassen und Charaktere und alle Traumhunde für mich.

      Sollte ich nochmal einen Hund nehmen,  würde es aber wieder eine Shih Tzu Doodle, wie Minou eine war. Natürlich würde auch die Hündin ihren eigenen Charakter haben, aber Minou vermisse ich nach all den Jahren immer noch sehr.

      Da hast du aber Glück, dass Chanchan die Dusche okay findet. :-) und dass sie schon soweit stubenrein ist und sich meldet. :-)

      Bei unserem Großen war das nicht so mit duschen. Der schwamm für sein Leben gern, aber wenn ich ihn geduscht habe, war er stundenlang beleidigt. Das war auch ein Akt, ihn zu duschen, Schäferhundmix. Der wog 36 kg.

      Ich musste mich vorher umziehen, ein altes Shirt an, ihn in die Badewanne hieven und auch wieder raus. Egal was ich gemacht habe, Marius schüttelte sich schnell im Bad.

      Hieß für mich danach das ganze Bad putzen und ich war ja auch klitschnass von seinen Aktionen, selbst duschen danach und dann noch eine Maschine Wäsche extra waschen. Aber Duschen musste öfter sein, weil er sich manchmal im Misthaufen des Nachbarn wälzte oder in einem toten Fisch am Wasser. :wacko: :yahoo:

      Minou ließ sich problemlos duschen und sogar gern föhnen, aber schwimmen gehen wollte sie nie.

      Wenn es mir kräftemäßig dauerhaft wieder besser geht und ich wieder arbeitsfähig bin, könnte ich mir vorstellen, gerne wieder eine Hündin zu nehmen.

      Hört sich gut an, dass du beim Psychiater warst. Ich kann dein Verantwortungsbewusstsein nur zu gut verstehen. Das Problem ist aber leider, dass es dir zurzeit leider nicht gut geht, liebe Mowa.

      Es wird wohl nie die richtige Zeit sein, wann du beruflich mal ausspannen kannst.

      Es sind schwierige Entscheidungen, klar. Es nützt aber doch niemandem, wenn du umkippen solltest.

      Ich weiß nicht, ob die Erhöhung des Abilify für kurze Zeit vielleicht doch die richtige Option wäre. Du hast das ja schon ein paarmal in Krisensituationen gemacht, etwas erhöht und dann wieder reduziert. Allerdings hattest du da ja auch leichte Symptome und nu nicht.

      Depressive Verstimmungen und auch Depressionen können aber auch zum Spektrum der Schizophrenie gehören, auch wenn man die vorher nie hatte.

      Das muss bei dir aber ja trotzdem nicht bedeuten, dass es gleich pathologisch wäre. Es kommt ja auch auf die Lebensumstände an und dass einen Trauer und Ärger im Job sehr belasten können, ist ja auch normal.

      Aber auch, dass man dann durchaus empfindlicher ist. Vielleicht lassen sich die Wogen im Betriebsrat ja auch noch wieder glätten, so dass du wieder Freude an der Arbeit hättest.

      Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, auch für deine Entscheidungen und weiterhin gute Besserung.

      Schönes erholsames Wochenende dir.

      Liebe Grüße Pia :ciao:


      Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:

      https://share.google/yMioWVC2yVoLTW9eN

      #321444

      Du hattest doch das Abilify reduziert, wenn ich richtig informiert bin?

      Hallo DiBaDu, ich nehme nach wie vor 1 mg Aripiprazol täglich, seit über 4 Jahren.

      Davor habe ich 3 Jahre lang versucht mit 0 mg klarzukommen. Daher war es für mich keine Reduktion, sondern eine Dosiserhöhung, dass ich im November 2019 1 mg Aripiprazol prophylaktisch eingenommen und seitdem diese Niedrigstdosis aufrechterhalten habe.

      Solange ich keine psychotischen Symptome spüre, werde ich die Dosis nicht erhöhen. Dass Du aufgrund Deiner Erfahrung Bedenken hast, verstehe und respektiere ich natürlich!

      heute dürftest Du genaus so eingeschneit sein wie ich hier.

      Hallo sartorius, in meiner Stadt hat es auch geschneit, aber es war kaum etwas liegengeblieben. Erstaunlich, wie viel Schnee in München usw. liegt! Chanchan war von Schneeflocken angetan, glaube ich :-)

      alle Traumhunde für mich

      Das klingt sehr schön. Bestimmt hattest Du sehr gute Beziehungen zu Deinen Hunden.

      Wenn es mir kräftemäßig dauerhaft wieder besser geht und ich wieder arbeitsfähig bin, könnte ich mir vorstellen, gerne wieder eine Hündin zu nehmen.

      Ich wünsche Dir sehr, dass es Dir wieder gut geht.

      Allerdings hattest du da ja auch leichte Symptome und nu nicht.

      Das ist für mich der entscheidende Unterschied. Ich will auch einfach sehen, wie gut ich mit meiner Trauer zurecht komme, zusätzlich zum stressreichen Job. Ich fühle mich schon angeschlagen, aber ich fühle bis jetzt null, dass ich psychotisch werden könnte.

      Depressive Verstimmungen und auch Depressionen können aber auch zum Spektrum der Schizophrenie gehören, auch wenn man die vorher nie hatte.

      Das stimmt, und es ist möglicherweise schwierig, unterschiedliche depressive Verstimmungen voneinander zu unterscheiden, wenn ich vorher Depressionen kaum kannte.

      Ich habe heute um 9 Uhr ein Gespräch mit meinem Therapeuten. Ich werde ihn um seine Einschätzung bitten.

      Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, auch für deine Entscheidungen und weiterhin gute Besserung.

      Danke, dass Du meinen Blog so aufmerksam verfolgst.

      ***

      Jetzt am Wochenende musste ich mehrere Stunden für den Betriebsrat arbeiten. Es ging nicht anders. Ich werde heute auch ein paar Stunden arbeiten müssen. Zum Glück kann mein Kollege mich vertreten und den Rest der Arbeit vor Ort erledigen.

      #321446
      Isa

        Oh liebe @Mowa das hört sich alles sehr sehr stressig an und eine Depression dazu noch….Gut, dass du heute bei deinem Therapeuten bist.

        Ich wünsche dir ganz gute Besserung und dass es für Chanchan eine Gartenlösung gibt. Herzliche Grüße, I.

        #321448

        Vielen Dank liebe Isa :-)

        #321465
        Pia

          Guten Morgen liebe @Mowa,

          ja, wer Tiere liebt hat ganz schnell eine innige Beziehung zu seinem Haustier wie Hund oder und Katze, denke ich. Das wird bei euch nicht anders sein mit eurer Traumhündin Chanchan. Das ist schon echte gegenseitige Liebe und so ein Tier wird schnell zum echten geliebten Familienmitglied und das entwickelt sich und wird gegenseitig immer enger das Verhältnis, wenn man gut zu dem Tier ist und das seid ihr.

          Ich denke, die Diagnose Depression wird heutzutage bei einer Trauer noch viel schneller gestellt, seit die letzte Bibel der Psychiater rausgekommen ist.

          Ich habe es jetzt nicht gepüft, aber schonmal gelesen, dass selbst beim Tod eines eigenen Kindes nur 14 Tage oder so als angemessene Trauerzeit gelten sollen und die Trauer danach schon pathologisiert und als Depression eingestuft werden soll.

          Das ist absolut unrealistisch und das können nur Unmenschen geschrieben haben, wenn das stimmt.

          Ich habe auch um unsere Haustiere jeweils einiges länger getrauert und wenn ich an meinen geliebten, viel zu früh verstorbenen Vater denke, muss ich auch heute noch manchmal kurz weinen, nicht immer und der ist vor 47 Jahren verstorben.

          Um einen geliebten Menschen trauern Menschen erfahrungsgemäß erheblich länger, auch Tiere tun das.

          Ich habe zum Beispiel mal bei einem Wocheneinkauf mit meiner Mutter Monate nach dem Tod meines Vaters einen Harzer Roller in den Einkaufswagen gelegt, ohne nachzudenken. Meine Mutter schnauzte mich direkt an, so unsensibel wie sie immer war, warum ich den Käse kaufen wolle, den isst doch bei uns keiner und der Papa ist tot.

          Ich stand da wie erstarrt und legte den Käse wortlos zurück. Das hat mich echt geschockt, auch wie meine Mutter reagierte. Es war mir dann peinlich mit dem Käse und meine Mutter mir sowieso immer. Vorher ist mir sowas nicht passiert und danach auch nicht mehr.

          Am Morgen nach der Geburt meiner Tochter, ich war überglücklich über mein kleines, gesundes, schönes Baby, 17 Jahre nach dem Tod meines Vaters, fing ich plötzlich an zu weinen und konnte mich kaum wieder beruhigen, weil ich meinem Vater soooo gern mein Mädchen gezeigt hätte und das nicht ging und sie nie diesen wunderbaren Opa, der er ganz sicher geworden wäre, kennenlernen würde.

          Es wird immer wieder Momente geben, liebe Mowa, wo man einen geliebten verstorbenen Menschen ganz stark vermisst und dennoch wird es mit der Zeit leichter und man kann sein Leben wieder leben und kommt meiner Erfahrung nach aus solchen Tiefs immer schneller wieder raus.

          Mir haben die vielen schönen Erfahrungen mit meinem Vater auch sehr geholfen. Er war ein intelligenter, kinderlieber und tierlieber Mensch mit viel Humor. Er hätte einfach gewollt, dass ich möglichst glücklich bin und auch seine Enkelkinder und auch Haustiere. Das hilft mir auch, das einfach zu wissen.

          Das hat dein Vater für dich doch auch gewollt, dass du möglichst glücklich bist, liebe Mowa. Auch wenn ihr wegen der Entfernung nicht soviel Kontakt hattet, hat er sicher viel und oft im Guten an dich gedacht und dich sehr geliebt.

          Meine Tochter wohnt leider auch weit entfernt von mir und dennoch denke ich jeden Tag oft an sie und immer im Guten. Sie hat hat auch wenig Zeit, arbeitet viel, lebt mit ihrem Partner zusammen, hat ihre Katze, viele gute Freundinnen und Freunde, viele Hobbys und Interessen, da bleibt natürlich wenig Zeit für mich. Sie ist eben jung und lebt ihr eigenes Leben und natürlich wünsche ich ihr immer, dass sie möglichst glücklich ist und ihr Leben lebt, auch wenn ich oft gern mehr Zeit mit ihr verbringen möchte. Das weiß sie, auch, dass ich sie sehr liebe.

          Ich weiß ja selbst auch, wie ich in dem Alter war. Es ist gut für sie, dass sie ihr eigenes Leben leben kann und dass sie gesund ist, es ihr gut geht, auch wenn für mich manchmal nur für einen kurzen lieben Gruß per WhatsApp Zeit ist oder garkeine Zeit und ich sie vermisse.

          Zum Glück gibt es ja Telefone, WhatsApp, Mails etc. und auch Autos.

          Du schaffst das, liebe Mowa, aus der für dich so traurigen und stressigen Zeit wieder rauszukommen und wieder glücklicher zu werden. Leider sind auch solche dunklen Zeiten normal, auch wenn sie uns zu schwer auszuhalten vorkommen und man noch nicht weiß, wie man das schafft, wieder rauszukommen, weil das eben auch ganz individuell ist.

          Gut, dass du heute einen Psychologentermin hast. Das wird dir hoffentlich gut tun.

          Alles Liebe.

          Liebe Grüße Pia :rose:


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          #321474
          Anonym

            Alles Gute für den Therapie Termin.  Ich stimme da Pia zu, Die zugestandene Zeit der Trauer ist viel zu kurz.

            Trauer ist nicht geradlinig sondern eher wie eine Spirale mit auf und abs.

            Wünsche dir einen guten Wochenbeginn.

            #321517

            Ich denke, es ist halt nicht nur die Trauer, sondern auch die Angst um deinen Mann und die Probleme bei der Arbeit, liebe @Mowa! Es muss halt auch immer alles zusammen kommen! :cry:

            In so einer Situation kann man sehr anfällig für die Entwicklung einer Psychose sein, wenn man sowas eh schon mal hatte. Es hinterher abzufangen ist schwieriger, als schon von vorn herein einzuschreiten. Wahrscheinlich meinte dein Psychiater deshalb, ob du nicht die Medikation erhöhen möchtest.

            #321827

            Hallo zusammen,

            vielen Dank für Eure aufmerksamen und mitfühlenden Kommentare Pia, Blaustern und Molly :heart:

            Das kurzfristig terminierte Gespräch mit meinem ehemaligen Therapeuten war hilfreich. Er hat gesagt, dass Trauer in meiner Situation gesund und normal ist und dass sie sich von Depressionen unterscheidet. Es gibt auch chronische Trauer, aber die sieht er bei mir nicht. Trauer ist sehr individuell und nur ich selbst entscheide, wie, wie lange, wann etc. ich trauere. Er kann verstehen, dass ich meine Medikamentendosis nicht erhöhen möchte, aber auch die Empfehlung des Psychiaters, die Dosis aufgrund der aktuellen Situation mit dem Betriebsrat, zusätzlich zur Trauer, vorübergehend zu erhöhen.

            Falls nötig, kann ich mich im Januar wieder an ihn wenden. Ich bin zuversichtlich, dass dies nicht notwendig sein wird, aber es ist hilfreich zu wissen, dass ich es könnte.

            Seit Freitag habe ich mich sehr gestresst, weil ich mich verpflichtet gefühlt habe, für den Betriebsrat zu arbeiten und die wichtigen Veranstaltungen so gut wie es geht zu unterstützen.

            Mein ehemaliger Therapeut hat mir beim Gespräch am Montag bemerkt, dass in meinem Wertesystem der Beruf einen sehr großen Platz einnimmt. Ich habe vor allem über die Probleme und den Stress bei der Arbeit gesprochen, und wenig über meinen Vater und die Familie. Das war mir so nicht bewusst. und ich war darüber überrascht. Ich weiß noch nicht, was ich aus dieser Information mache.

            Als ich beim Notfallgespräch mit meinem Psychiater am Freitag gesagt habe, dass ich wichtige Termine habe und arbeiten muss, hat mein Psychiater meine Motivation neben meiner Leidenschaft so eingeordnet, dass es Schuldgefühle sind, die mich dazu treiben, während einer AU zu arbeiten. Hier weiß ich auch noch nicht, was ich aus dieser Information mache :unsure:

            Wahrscheinlich meinte dein Psychiater deshalb, ob du nicht die Medikation erhöhen möchtest.

            Es ist bestimmt genau so, wie Du schreibst Molly. Ich beobachte mich sehr genau, und wenn ich Frühsymptome bemerke oder mich dauerhaft verzweifelt fühle, würde ich selbst eine Erhöhung der Dosis in Betracht ziehen. Bisher komme ich gut mit den Herausforderungen zurecht und würde nichts, was ich jetzt oder in letzter Zeit gespürt habe, als Frühsymptome bezeichnen. Es gibt für mich noch keinen Grund, mehr Medikamente zu nehmen.

            ***

            Was die Situation mit Chanchan und ihren Hinterlassenschaften angeht, so warte ich immer noch darauf, in einer Woche mit dem Mieterverein zu telefonieren und auch von unserem Tierschutzverein zu hören. Nachdem ich mehfach die Erfahrung gemacht hatte, mehr als 20 Minuten durch die Nachbarschaft zu laufen, ohne dass Chanchan die Gelegenheit nutzte, sich zu erleichtern, habe ich gestern das Ordnungsamt der Stadt angerufen.

            Zunächst wurde ich an die Hundesteuerabteilung verwiesen, aber die Mitarbeiterin hat mir gesagt, dass diese nur für Steuerangelegenheiten zuständig ist. Dann hat sie mich an die Abteilung für Kampfhunde verwiesen, die uns vielleicht weiterhelfen kann.

            Dort habe ich zunächst niemanden erreicht, also habe ich bei dem örtlichen Polizeirevier angerufen, denn Vorschriften wie die Anleinpflicht für Hunde stehen auch in der Allgemeinen Polizeiverordnung. Der Polizist, den ich erreicht habe, hat versucht, mir freundlich zu helfen. Zunächst hat er uns an die nächste Hundewiese verwiesen, und ich habe ihm erklärt, dass es ein zu langer Spaziergang sei, um den Welpen alle 3 Stunden dorthin zu bringen. Dann hat er gesagt, dass alle öffentlichen Grünanlagen, wenn dort keine Hundeschilder der Stadt Heidelberg stehen, auch geeignet sind. Ich habe ihm dann gesagt, dass die Neckarwiese 5 Minuten Fußweg entfernt ist, dort aber ein Hundeverbotsschild steht, und ob wir den Übergangsbereich zwischen der Wiese und dem Gehweg nutzen können. Der Polizist hat nur gesagt, dass es aus polizeilicher Sicht in Ordnung sei, da wir ja auch den Kotbeutel benutzen würden.

            Später am Nachmittag hat mich dann eine Mitarbeiterin der städtischen Kampfhundeabteilung zurückgerufen. Sie hat uns Verständnis dafür gegeben, dass unsere Situation mit dem Welpen schwierig sein kann. Das mit dem Vermieter muss ich eben privatrechtlich klären. Ansonsten fand sie es auch in Ordnung, wenn wir die öffentlichen Grünanlagen oder den Gehweg dafür nutzen. Wenn es Hundeverbotsschilder der Stadt Heidelberg gibt, dann hat sie gemeint, dass es darauf ankommt. Natürlich können wir die Hunde nicht auf den Flächen urinieren und koten lassen, auf denen Kinder spielen. Aber in den Bereichen der Grünflächen, wo keine solchen Gefahren lauern, fand sie es auch in Ordnung, dass unser Welpe dort sein Geschäft verrichtet. Insbesondere das Beispiel der Neckarwiese, das ich auch mit dem Polizisten besprochen habe, fand sie in Ordnung.

            Ich warte  zwar immer noch auf die Rückmeldung zu unseren privatrechtlichen Fragen, aber nach diesen Telefonaten werde ich mich nicht mehr schlecht fühlen, wenn ich mit dem Welpen auf öffentlichen Plätzen unterwegs bin. Jetzt weiß ich, wo ich laut der Polizei und dem Ordnungsamt darf und wo nicht. Diese Gewissheit habe ich einfach für mich gebraucht.

            ***

            Heute melde ich mich gesund. Wenn ich merke, dass die Arbeit mir wieder zu viel wird, dann werde ich morgen Nachmittag erneut zu meinem Psychiater gehen, damit er meine AU verlängern kann, so wie wir am Freitag vereinbart hatten.

            Ich hoffe, dass es ein schöner Tag sein wird. Ich werde es ja sehen.

            Liebe Grüße,
            Mowa

            #321839
            Anonym

              Liebe mowa, ja du deinen Job und bis jetzt auch Ehrenämter stark im Fokus,  das ist nicht zu übersehen.

              Aber vielleicht schlägt nun ein neues Kapitel in deinem Leben, durch den Tod deines Vaters, die Krankheit deines Mannes und das neue Leben mit eurem Hund.

              Gut das du mit dem Therapeuten jemanden an der Hand hast um klarheiten zu gewinnen oder dich neu zu sortieren.

              Einen schönen Nikolaus Tag auch dir. :-)

              #321843
              Pia

                Guten Morgen liebe @Mowa,

                Trauer ist sehr individuell und nur ich selbst entscheide, wie, wie lange, wann etc. ich trauere.

                genau so ist das!

                Gut, dass dir das Therapiegespräch gut getan hat. Ich kenne das auch gut, krank im Homeoffice zu arbeiten. Irgendwie fühlt man sich vielleicht zu verpflichtet.

                In den ganzen Jahren habe ich mir nicht einmal einen Kinderkrankenschein genommen, obwohl ich dann mit Kind krank und Fulltimejob echt überlastet war und dann noch viel nachts Homeoffice gemacht habe, um alles fertig zu bekommen und meine Stunden zu leisten, oft noch Überstunden. Klar ging meine Tochter vor und ich habe mich auch dann gut um sie gekümmert.

                Das hat dich aber doch leider ziemlich belastet, mit den Hundehäufchen.

                Ca. 21 % der Haushalte in Deutschland haben mindestens einen Hund und noch viel mehr Menschen mögen Hunde gern. Viele Menschen haben nur keinen Hund wegen z.B. zu wenig Zeit, Platz, Reisen, Geld, dem Alter oder Krankheit.

                Denk nur, wieviel Tierheime es gibt und die finanzieren sich fast alle nur durch Spenden und die haben immense Kosten. Schon daran kannst du sehen, wieviel Hunde- bzw. Tierliebhaber:innen es gibt.

                Was meinst du, wieviel Menschen, denen ihr mit Chanchan begegnet, das Herz aufgeht und sie sich freuen, den Welpen zu sehen, auch wenn sie nichts sagen.

                Ich freue mich auch immer, wenn ich Hunde sehe und natürlich spreche ich die Hundehalter:innen nicht an.

                Manche hier kenne ich, weil die Hunde immer auf mich zulaufen und mich begrüßen, dann streichel ich sie kurz, freu mich auch und manchmal wechseln wir, die Hundehalter:innen und ich, dann auch kurz ein paar freundliche Worte grüßen uns, auch von weitem.

                Letzte Tage war ein wunderschöner, junger, ausgewachsener Golden Doodl vorm Laden angebunden, wo ich meine Einkäufe in die Tasche verfrachtete. Der war sooo süß, ganz kuschelweich und wollte die ganze Zeit gestreichelt werden. Hat mich gefreut. :-)

                Natürlich müssen auch all diese Hunde irgendwo ihre Geschäftchen erledigen, aber hier sind die Gehwege, Parks und andere Grünflächen sauber. Die Leute benutzen auch fast alle ganz selbstverständlich Kotbeutel. Hab ich auch immer.

                Ich hoffe, du kannst nun entspannter mit Chanchan unterwegs sein, nach den Aussagen gestern von Polizei etc. und dich auch draußen über die Süße freuen.

                In NL haben sie z.B. auf einem Teil unserer täglichen Strecke am Meer lang, vor einer Hundewiese, irgendwann Leinenpflicht eingeführt. Bei Nichtbeachtung 60 € Ordnungsstrafe. Ich habe mich daran nie gehalten, sowie die allermeisten Menschen mit Hunden dort nicht.

                Meine Hündin hörte so gut und lief nie weit von mir weg. Außerdem tat sie nie jemandem was zu Leide oder machte jemandem Ängste. Im Gegenteil. Wieviel Kindern und Erwachsenen sie schon geholfen hat, Ängste gegen Hunde zu verlieren.

                Ich bin nicht einmal erwischt worden und wenn dann, hätte ich die 60 € zähneknirschend mit entsprechendem schriftlichem, freundlichen Kommentar an die Stadt bezahlt. Das wäre mir die Freiheit meiner Hündin in jedem Fall wert gewesen.

                Klar, wenn die mich dauernd abkassiert hätten, hätte ich mir das nicht leisten können. Ich habe aber damals kurz mit vielen Hundehalter:innen dort gesprochen und wir haben gemeinsam festgestellt, dass dort so gut wie nie kontrolliert wurde.

                Viele haben sich auch beschwert bei der Stadt und nach einer Weile wurde die Leinenpflicht da wieder abgeschafft.

                Selbstverständlich habe ich meine Hunde auch nicht auf Spielplätzen, Privatgrundstücken oder z.B. am Strand machen lassen. Das lernen die ganz schnell, wo nicht, wo doch. Liebevolles  „feeein und neeein“, bis sie es drauf hatten, haben mir dabei gut geholfen. ;-)

                Die Chanchan ist auch ein gern gelehriger Hund, schon von der Rasse her. Ruckzuck gibt’s die Problemchen garnicht mehr, liebe Mowa. Wirst sehen, jetzt ist nur alles noch so neu.

                Natürlich gibt’s leider auch andere Hundehalter:innen. Einmal z.B. hatten meine Tochter und ich, wie oft, eine wunderschöne große Sandburg mit allem drum und dran am Strand gebaut, da kam ein großer, unangeleinter Schäferhund und pieselte eine riesen Menge auf die Burg. Den Halter habe ich aber direkt drauf angesprochen und das war leider kein freundlicher Typ. Interessierte den garnicht.

                Ich hab meine Hunde auch immer mit zum Strand genommen, aber bin immer vorher mit ihnen Gassi gegangen, damit da eben nichts passierte und wenn wir länger dort waren, zwischendurch auch. War dann überhaupt kein Problem, sondern entspannter Spaß.

                Ja, hoffentlich geht es dir heute wieder so gut, dass du auch arbeiten kannst, liebe Mowa.

                Ich wünsche dir auf jeden Fall einen wunderschönen Tag und weiterhin gute Besserung.

                Und bitte einen lieben Knuddler für Chanchan. :heart:

                Liebe Grüße Pia :heart:


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                #321905

                Danke schön, liebe Blaustern und liebe Pia.

                Und danke Dir Pia, dass Du Deine schönen und spannenden Erinnerungen mit mir teilst.

                Heute wurde Chanchan 3 Monate und 15 Tage alt und wiegt 5,3 kg laut unserer Personenwaage.

                Wir haben angefangen, mit Chanchan das Tragen vom Maulkorb zu üben.

                #322123
                Pia

                  Guten Abend liebe @Mowa,

                  gerne. :-)

                  Oh, dann hat Chanchan ja schon ein gutes Gewicht für ihr Alter.

                  So süß ist sie, danke für die wieder so schönen Fotos! :heart:

                  Man sieht ihr Vertrauen in euch und ihre Neugier schon daran, wie sie ihr Schnäuzchen in das Glas oder den Becher steckt. :-)

                  Was ist denn mit deinen Allergien, liebe @Mowa? Hattest du auf Chanchan so reagiert, oder ist es doch was anderes, wenn ich fragen darf?

                  Puuh, habe gerade nach Maulkörben für Shih Tzu gegoogelt. Die haben ja nur eine ziemlich kurze Schnauze. Horror, was ich da gefunden habe. Ich bin froh, dass ich nie einen Maulkorb für meine Hunde hatte und brauchte. Es hätten mir sicher die Tränen in den Augen gestanden, wenn ich meinen Hunden so einen Malkorb hätte antun müssen.

                  Heutzutage scheint das Standard zu sein, dass quasi jeder Hund einen braucht, oder?

                  Wie geht es dir denn, Mowa? Arbeitest du nun wieder?

                  Ich wünsche dir einen schönen erholsamen Abend.

                  Liebe Grüße Pia :ciao:


                  Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:

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                  #322219

                  Hallo, guten Abend @Mowa,

                  nun habe ich ein wenig die letzten Seiten Deines Blogs gelesen und war zwischen Deinen Zeilen „besorgt“ und hoffe, dass ihr Drei gut durch den Winter gelangt.

                  Ob zu trauern eine Entscheidung ist, weiß ich nicht…

                  Mag auch gut sein, dass der Tod meines Vaters mich derart „durchgerüttelt“ hat, dass ich ja quasi ein anderes Leben führe. Jetzt wo meine Oma im Frühjahr gestorben ist, ging die letzte aus dieser „Generation“ und auch meine „engste Vertraute“ seit Kindheitstagen.

                  Froh bin ich, dass ich mich verabschieden konnte, ein letztes Wort, ein letzter Blick: Aufwiedersehen :)

                  Entsetzlich finde ich, dass um mich herum „Blutsbande“ scheinbar zu „Vertragspartnern“ sich richten.

                  Vor kurzem war toten Sonntag, Da konnte ich das Wochenende nochmals in mich gehen und …

                  „negative capability“ ist ein Schlagwort dazu:

                  Trauer darf ewig sein

                  wenn

                  die Liebe

                  bleibt :rose:

                  Alles Liebe Euch

                  jörg

                  #322549

                  Danke schön für Eure Zeilen liebe Pia und lieber kadaj :-)

                  Was ist denn mit deinen Allergien, liebe Mowa? Hattest du auf Chanchan so reagiert, oder ist es doch was anderes, wenn ich fragen darf?

                  Ich war am Donnerstag beim Allergologen, und erstmal wurde mir Blut abgenommen, und es wird auf Hunde- und Katzenhaare und auf Hausstaubmilben getestet. Die Ergebnisse stehen erst im Januar fest. Dann mache ich mit Chanchans Haare einen sogenannten Pricktest. Erst dann werden wir die Ergebnisse und weitere Vorgehen besprechen.

                  Symptome, die von einer allergischen Reaktion herrühren könnten, hatte ich vom 3. bis etwa zum 10. Tag nach Chanchans Einzug am 1. November. Danach haben sie sich beruhigt, und im Moment weiß ich nicht, ob ich noch Reaktionen zeige :unsure:

                  Heutzutage scheint das Standard zu sein, dass quasi jeder Hund einen braucht, oder?

                  Soweit wir gelesen haben, ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln Maulkorb für Hunde Pflicht. Da wir kein Auto haben und wenn es möglich ist, längere Zugreisen mit Chanchan unternehmen wollen, sollten wir sie möglichst früh an den Maulkorb gewöhnen.

                  Wie geht es dir denn, Mowa? Arbeitest du nun wieder?

                  Ja, es geht mir schon besser, danke. Ich habe die AU nicht verlängern lassen und arbeite normal seit Mittwoch.

                  dass ihr Drei gut durch den Winter gelangt.

                  Danke :-)

                  Mag auch gut sein, dass der Tod meines Vaters mich derart „durchgerüttelt“ hat, dass ich ja quasi ein anderes Leben führe.

                  Ja, es fühlt sich momentan so an. Ich will mehr Zeit zu Hause und mit meiner Familie verbringen und nicht das Gefühl haben, mich für andere zu verausgaben.

                  Trauer darf ewig sein

                  Ich lerne erst noch, Trauer für mich überhaupt zuzulassen und alle möglichen Gefühle und Gedanken zuzulassen, die damit einhergehen.


                  Chanchan schaut schon mal gerne fern :heart:

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