Notizen von Mowa – Teil 2

Home Foren Selbsthilfe und Genesungsbegleitung (öffentlich) Notizen von Mowa – Teil 2

  • Dieses Thema hat 1651 Antworten sowie 56 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 3 Jahren von Mowa aktualisiert.
Ansicht von 15 Beiträgen – 1231 bis 1245 (von insgesamt 1651)
  • Autor
    Beiträge
  • #221769
    Isa

      Wie wunderbar, dass ihr so eine schöne Zeit in Paris verbracht habt. Ich war noch nie dort leider. Wird wohl in diesem Leben auch nichts mehr werden.

      Eine Frage: ich habe die Regisseure gefragt wegen Mental Health. Sie wollten wissen, ob es wieder eine Online-Vorstellung wird oder live. Und wann?

      Gute Heimfahrt euch und herzliche Grüße!

      #221773

      Ich war mit 18 ein paar Tage in Paris. Mit deinen schönen Bildern kommen eine Menge Erinnerungen hoch. Schöne und nicht so Schöne. Leider ging es mir seelisch schon damals nicht so gut. Wäre das heute, würde ich sagen, ich habe mich lost gefühlt.

      #222027

      Guten Morgen zusammen,

      danke für Eure Posts sartorius, Floeckchen, Summer, Isa und Molly :-)

      aber ich komme halt nicht dazu, es auszugraben

      Warum eigentlich nicht…? Zeit zum Reisen hättest Du ja schon, und Kosten müsstest Du auch nicht scheuen?

      Wird wohl in diesem Leben auch nichts mehr werden.

      Dafür habt Ihr ja andere Prioritäten. Zum Segeltörn werden wir z.B. nicht mehr kommen, sehr wahrscheinlich :-)

      Sie wollten wissen, ob es wieder eine Online-Vorstellung wird oder live. Und wann?

      Super, danke schön! Es wird wieder eine Online-Veranstaltung sein, vom 10.10. bis zum 14.10.2022. Im Moment sieht es noch nicht danach aus, als könnten wir die finanzielle Unterstützung für eine weitere Vorstellung des Theaters zusammentrommeln können. Am Freitagnachmittag wäre zwar der Slot noch frei, aber diesen brauchen wir auch nicht besetzen.

      Lass uns es dann doch so machen, dass ich mich beim Theater spätestens Ende Juli melde, wenn die Finanzierungssituation geklärt ist.

      Wäre das heute, würde ich sagen, ich habe mich lost gefühlt.

      In Paris kann man sich auch leicht verlieren, finde ich. Sowieso, wenn es einem psychisch nicht gut geht. Die Stadt kann auch sehr hektisch und chaotisch sein.

      Den letzten Tag haben wir spontan im Louvre verbracht. Wir waren kurz nach 9:30 Uhr dort, und die Warteschlange war nicht so lang, um 10 Uhr bestimmt waren wir schon bei den Ausstellungen. Vor Mona Lisa gab es ein großes Gedrängel, und sich in Ruhe das Gemälde anschauen konnte niemand dort.

      Ich konnte es wieder nicht lassen, mich vor einem Gemälde zu posieren, dieses Mal ein riesiges Gemälde von Eugène Delacroix (Entrée des Croisés à Constantinople):

      Nach einer guten Stunde mussten wir auch schon wieder zum Hotel zurück, um unser Gepäck abzuholen und zum Gare de l’Est zu unserem ICE zu eilen. Fast 30 Minuten haben wir gebraucht, um den Weg aus dem Museum zur Métro-Station zu finden.

      Und heute schon beginnt für mich eine normale Arbeitswoche. Gerne hätte ich mich einen ganzen Tag lang ausgeruht, leider geht das nicht. Auf der anderen Seite freue ich mich auch auf die Arbeit. Solange ich nicht zu viel mache, wird es mir sicher gut gehen :-)

      Wünsche allen Mitlesenden eine gute Woche!

      LG,
      Mowa

      #222030

      Ich konnte es wieder nicht lassen, mich vor einem Gemälde zu posieren

      Hier muss ich Dich darauf hinweisen, dass posieren was anderes ist; so was machen Models. Du hast Dich als Studentin tatsächlich vielleicht etwas zu nahe vor dem  Gemälde postiert.

      Wegen dem Französisch ausgraben und reisen: sicher, du hast  recht, aber erstens hab ich alleine keine Lust und zweitens hab ich gar kein gutes Gefühl, das Haus alleine zu lassen.

       

       

      #222090

      Oh liebe @mowa wie schön mit Paris! Und nun schon wieder arbeiten! Ein rasantes Tempo! :)

      Das Logo gefällt mir auch sehr sehr gut! Hast Du toll gemacht :yahoo:

      liebe Grüße

      escargot

      #222144

      Hier muss ich Dich darauf hinweisen

      Ich meinte tatsächlich „posieren“ @sartorius, im Sinne von absichtlich eine theatralische Pose fürs Foto einnehmen.

      Danke @escargot :-)

      #222181

      Wooow! Was für ein riesiges Bild! Dabei haben sich die alten Meister wirklich noch Arbeit mit Gemälden  gemacht. An sowas wurde teilweise Jahre gearbeitet, wohingegen moderne Kunst in diesem Format manchmal innerhalb von Stunden hingeklatscht wird.

      #222335

      Ich konnte es wieder nicht lassen, mich vor einem Gemälde zu posieren, dieses Mal ein riesiges Gemälde von Eugène Delacroix (Entrée des Croisés à Constantinople):

      Ich meinte tatsächlich „posieren“ @sartorius, im Sinne von absichtlich eine theatralische Pose fürs Foto einnehmen.

      Das bedeutet, du hast ein Faible dafür entwickelt, dich irgendwie in theatralischen Posen auf eine gewisse Weise fotografieren zu lassen, willst es aber langsam nicht mehr tun? Würdest Du mir das bitte etwas ausführlicher als mit einem Satz erklären?

      Und: in diesem Fall war der Satz, in dem du das Wort posieren verwendet hast, einfach mal falsch. Er müsste lauten: ich konnte es nicht lassen vor diesem Gemälde zu posieren.

      • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 7 Monate von sartorius geändert.
      #222415

      Hallo @sartorius,

      mit

      Ich konnte es wieder nicht lassen, mich vor einem Gemälde zu posieren

      hatte ich gemeint, weil ich vor dem einen Gemälde von Picasso, in dem Marie-Thérèse Walter dargestellt ist,

      Im Musée Picasso.

      schon auf die gleiche Art und Weise posiert hatte.

      Das kam mir nicht unalbern vor, und dann musste es auch schnell gehen, um einen Moment zu erwischen, in dem ich im Bild alleine sein konnte, ohne die anderen Besucher.

      LG,
      Mowa

      #223538

      Guten Morgen zusammen,

      letzte Woche hatte ich viel zu tun, und wenn ich heute am Nachmittag von der Nachhilfe zurückgekommen bin, kann ich endlich in Ruhe meine Freizeit alleine verbringen.

      Mein Mann ist wieder in Berlin und kommt am Dienstag zurück. Dadurch habe ich den Rest der letzten Woche länger als sonst gearbeitet. Ich konnte dann auch Aufgaben erledigen, die seit vielen Monaten in meinem To-Do-Tagebuch standen, was mich erleichtert.

      Am Freitag hatte ich Urlaub, und den Vormittag habe ich damit verbracht, für das Gartenprojekt der Nachhaltigkeitsgruppe im Institutsgarten zu graben. Im Garten auf dem Boden hatte ich auch meinen Laptop und mein mobiles Arbeitstelefongerät, so dass ich teilweise auch gearbeitet habe. Mobiles Arbeiten geht also auch im Institutsgarten B-)

      Danach hatte ich mein letztes Treffen mit der Sozialpädagogin des

      „Netzwerk für psychische Gesundheit“

      das mir nach meinem Rückfall in 2019 von der TK angeboten wurde. Dieses TK-Angebot soll endgültig zum Ende des Monats aufgekündigt werden. Wirklich schade. Wir haben uns mit den Worten verabschiedet, dass wir in Kontakt bleiben und beruflich zusammenarbeiten wollen, mit dem Verein, für den sie arbeitet.

      Abends dann war ich mit zwei Kolleginnen der örtlichen Geflüchtetenhilfe in Ludwigshafen in einem Restaurant der BASF

      Wir haben nämlich einen Preis der BASF für ein 3-jähriges Projekt gewonnen,

      um die Gelegenheit zu nutzen, um uns mit den Koordinatoren der anderen „Gewinnerprojekten“ uns auszutauschen. Das war interessant!

      Mit am gleichen Tisch saßen die Beteiligten zweier Projekte, zum einen ein Projekt, das Senioren und Kinder zusammenbringen sollen um gemeinsam zu singen, und zum anderen ein Projekt, bei dem Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen mit Bewegungsangeboten gefördert werden sollen.

      Es hat sich herausgestellt, dass der Sporttrainer und Koordinator des einen Projektes auch von Schizophrenie betroffen ist. Ich habe ein bisschen über mich erzählt und über die Sensibilisierungswoche im Oktober und habe das Team und die Teilnehmenden der Bewegungsangebote zur MHAW 2022 eingeladen :good:

      Ja, und gestern am Samstag habe ich das 9-Euro-Ticket benutzt, um nach Stuttgart zu fahren und meine aktuellen und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen dort wiederzusehen, teilweise nach mehr als 3 Jahren! Sie hatten mich von Anfang an, seitdem ich 2011 angefangen hatte dort zu arbeiten, während der ganzen Jahre, in denen ich mit Aripiprazol überdosiert und zugedröhnt war, mich einfach so angenommen wie ich war.

      Und auch darüber erneut gesprochen, wie mein Chef mich in seine Abteilung aufgenommen hat und er mich durch diesen Arbeitsplatz mich, meine Gesundheit und meine Existenz, gerettet hat. Das ist wirklich wahr!

      Heute um 11:30 Uhr bin ich bei den Nachhilfekindern. Eigentlich hätte ich am Donnerstagabend dort sein sollen, nur war ich zu müde und habe den Termin auf den Sonntag verlegt. Der Ältere hat nächste Woche eine Klassenarbeit, daher wollten sie mich davor noch treffen. Außerdem scheint es ein USB-Problem zu geben, das gelöst werden will, um eine Schulaufgabe erledigen zu können. Mal schauen, was genau das Problem ist :scratch:

      Vielleicht schaue ich in 1, 2 Stunden im Institutsgarten vorbei um sicherzustellen, dass die Pflanzen in den Hochbeeten ausreichend bewässert sind. Ich vermute schon, weil es gestern und vorgestern kurz geregnet hat.

      So, jetzt wünsche ich allen Mitlesenden einen guten Sonntag :-)

      LG,
      Mowa

      #224225

      Guten Morgen zusammen,

      gestern bin ich sehr früh eingeschlafen, bin nach 23 Uhr aufgewacht und habe erstmal mit meinem Mann geskypet. Er kommt erst am Samstag aus Berlin zurück, da seine Omi und Mama sich erkältet haben, nachdem er sie bei seiner Ankunft vor 10 Tagen wohl angesteckt hat. Zum Glück geht es den beiden langsam besser!

      Am Mittwoch konnten die zweiten Wahlgänge erfolgreich durchgeführt werden. Endlich haben wir wieder Gewählte. Das war sehr wichtig für das Institut, und ich bin richtig erleichtert.

      Am selben Tag sollte ich eine 2- bis 3-minütige Rede halten, diese habe ich in der Nacht zum Mittwoch geschrieben und dann war ich fast fertig mit dem Üben, da hatte ich leider einen akuten Ärger mit dem Institut aus einem ganz nichtigen Anlass. Da ich dadurch zu aufgewühlt und durcheinander war, musste ich im letzten Moment meinen Termin zur Aufzeichnung der Rede auf den Nachmittag verschieben, in der Hoffnung, dass ich mich erholt habe.

      Hier habe ich doch wieder spüren müssen, dass mir solche akute Konflikte nahegehen können. Gleichzeitig ist es so, dass es mir 3, 4 Stunden später tatsächlich etwas besser ging, so dass ich die Rede ein bisschen mehr eingeübt habe und mich dann auch aufzeichnen ließ. Leider musste ich doch manchmal vom Blatt ablesen, weil mein Kopf noch nicht richtig funktioniert hat. Das fand ich sehr schade, aber OK, ich muss akzeptieren, dass ich Leistungseinbußen habe.

      Hello, my name is Mowa, and I did my master’s thesis as a junior scientist in biophysics with Prof. S., who has been my superior again since 2011, and this was the year after I was diagnosed with schizophrenia.

      My scientific career is concise. I did my PhD and a two-year postdoc in London before I got my first and last independent research fellowship at Imperial College, which I declined to become a second degree medical student in Freiburg im Breisgau.

      It wasn’t long before I suffered a nervous breakdown and my first psychotic episode the following summer, triggered by extreme stress that lasted for many months and by my inexperience in dealing with it.

      I mean, I was exposed to significant poverty for the first time in my life, and I had a very exciting and very demanding job as a student assistant at the University Hospital, on top of the intensive learning required to study medicine.

      My social situation was also not easy at that time, as I had been living alone in Europe since I was 16 years old, far away from Japan where I’m from, and I was in a long-distance relationship with the partner at the time, who was working as a postdoc in the U.S.

      After 12 years of managing the recovery from my severe mental illness and overmedication with disabling side effects, I’m truly grateful for my good mental health I enjoy today, and the many people who have supported and accompanied me all these years, while working for the Max Planck Society, especially Prof. S. and his co-workers!

      Well, and so, now, I’d love to support the young scientists and other MPG colleagues through the Works Council and Health Management work, not to lose courage and hope in existential crises, but to try to recognize, strengthen and celebrate the joys of life, inside and outside of science and academia. Thank you.

      Ja, und die Organisation der Sensibilisierungswoche schreitet gemächlich voran. Die URL auf der PostdocNet-Seite steht schon mal fest. Wir haben inzwischen fast genügende Zusagen für Spenden erhalten, um den externen Referenten eine Aufwandsentschädigung zu bezahlen.

      Dann hat mich unsere Betriebsärztin auf eine Psychologin des Unternehmens Siemens aufmerksam gemacht, die einen sehr schönen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ASU (Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin) veröffentlicht hat. Ich habe sie angeschrieben, und jetzt werden wir in einer Woche ein ZOOM-Meeting haben, um zu schauen, ob sie für uns einen Vortrag zum Thema „Arbeit und Psyche“ halten kann:
      https://www.asu-arbeitsmedizin.com/praxis/arbeit-und-psyche-eine-systematik-der-selbstverstaendlichkeit

      Wir sollten die Erstellung des Programms für MHAW 2022 in den kommenden Wochen zum Abschluss bringen. Die Organisation besteht schließlich nicht nur in der Identifizierung der Referenten für die MHAW-Beiträge…

      Nächste Woche macht mein Nachhilfeschüler Y. ein Schnupper-Schülerpraktikum bei uns im Betrieb. Ich hatte mich bei unserem Fachanwalt vom Betriebsrat erkundigt, dass ich den Jungen vorübergehend selbst betreuen kann, wenn Y. unterschreibt, die Betriebsratsinfos geheim zu halten.

      Ganz freundlicherweise haben sich bereits zwei erfahrene Wissenschaftler vom Institut bereit erklärt, sich für Y. und eine kleine Fragestunde Zeit zu nehmen. Dann werde ich auch die Gelegenheit nutzen, um mich mit ihren Forschungsthemen zu beschäftigen um meinerseits ein paar Fragen zu stellen B-)

      Ich wünsche Y., dass diese Erfahrung mit unserem Institut ihm lange als positiv in Erinnerung bleiben wird.

      Heute am Freitag habe ich Urlaub :yahoo: . Fast hätte ich gar keinen Arbeitstermin gehabt aber jetzt muss ich doch vor 9 Uhr einige Telefonate erledigen. Das ist OK.

      LG,
      Mowa

      #224227
      Anonym

        Hi liebe mowa, schön das es mit der Aufzeichnung noch gut geklappt hat.

        Wünsche dir einen guten freien Tag und ein schönes Wochenende dann wieder mit deinem Mann.

        LgDoris

        #224667

        Danke liebe Floeckchen :-)

        Gestern habe ich mit Staunen festgestellt, dass unsere

        Sukkulente

        die ich bei meiner Entlassung aus der Tagesklinik im Frühjahr 2019 von den Mitpatienten geschenkt bekommen hatte, zum ersten Mal versucht zu blühen:

        Damit mein Mann Alternativen zu Limos mit Süßstoff hat, habe ich angefangen „infused water“ (Wasser mit Geschmack) zuzubereiten:

        Das Wasser schmeckt gut. Gleich will ich Wasser mit Apfelstücke und Minze zubereiten.

        Heute habe ich die Rückmeldung des Beschwerdechors erhalten, dass ich zur nächsten Chorprobe in 2 Monaten vorbeikommen kann. Das freut mich sehr :yahoo:

        Außerdem habe ich am kommenden Freitag einen Termin in der Geflüchtetenunterkunft, um das Projekt mit dem internationalen Karaoke mit Musikern und Musiktherapeuten zu besprechen, die ein musikalisches Projekt anleiten, das dort seit Jahren etabliert ist B-)

        #224669

        Toll das Du so viel machst. Wünsche Dir einen guten Wochenstart!

        #224964

        Danke schön @Metalhead666 :-)

        Ich kopiere einen Post von mir von gestern, zu meiner Dokumentation:

        ich hatte im August 2010 mit 33 Jahren meine erste Psychose und war das erste Mal in einer Psychiatrie.

        Anfang November konnte ich aus der Tagesklinik entlassen werden, und Ende November hatte ich ein Vorstellungsgespräch beim Öko-Institut e.V. für einen Praktikumsplatz. Als ich dabei nach meiner Vision in 10 Jahren gefragt wurde, war mein Kopf ganz leer. Ich habe mich dann sprachlos verabschiedet.

        Ab Januar/Februar 2011 habe ich 2 Monate(?) lang in einer Schule im Nachbarort als Hausaufgabenbetreuerin ehrenamtlich gearbeitet.

        Im Mai/Juni 2011 habe ich ein 4-wöchiges Pflegepraktikum absolviert. Den Praktikumsplatz konnte ich relativ einfach finden, weil ich damals noch als Medizinstudentin im Zweitstudium eingeschrieben war.

        Im Juni/Juli 2011 hatte ich ein Gespräch mit meinem Diplomvater. Ich hatte ihm zuvor geschrieben, dass ich eine Psychose hatte und ob er einen Job für mich hätte.

        Dann musste ich noch auf die Bewilligung der Arbeitserlaubnis usw. warten, und am 04.10.2011 habe ich angefangen, in Vollzeit als lokale Admin für Computerangelegenheiten zu arbeiten. Ein gutes Jahr später wurde mein Arbeitsvertrag entfristet.

        Das ist jetzt knapp 11 Jahre her! Im Frühjahr 2018 und 2019 hatte ich Rückfälle und viele Krankheitstage.

        Im Rückblick hat mein (auf mich zugeschnittener und daher sehr spezieller) Arbeitsplatz wesentlich zu meiner Recovery beigetragen.

        Ich glaube, für Recovery ist es wesentlich, wohltuende Verbindungen im eigenen Kopf und mit der Außenwelt wieder(!)herzustellen. Ein Mangel an solchen Verbindungen macht uns seelisch krank – meine Theorie.

        Wenn also die Arbeit dabei helfen kann, dass Menschen mit (Schwer-)Behinderungen wieder gesünder werden können, sollten wir uns alle, als Mitglieder der Gesellschaft hierzulande, bemühen, mehr gesundheitsfördernde Arbeitsplätze zu schaffen und Menschen mit (Schwer-)Behinderungen auf eigenem Wunsch und nach individuellem Bedarf in die Arbeitswelt zu integrieren.

        Gestern war ich viel mit dem Schülerpraktikanten Y. (der auch ein Nachhilfeschüler von mir ist) beschäftigt. Im Institut war ein großes Meeting, und die IT-Gruppe konnte sich nicht mehr um Y. kümmern. Mal gucken, ob die Situation heute entspannter ist.

        Abends war ich noch in der Geflüchtetenunterkunft und habe einer Kollegin geholfen, dass die Kinder und ihre Mütter einen Antrag stellen konnten um an einem städtischen Sommerprogramm für Kinder teilzunehmen. Y. und N. haben den Erste-Hilfe-Kurs, das Kinder-Kochduell, den Zeichenkurs und noch einen weiteren Kurs als Wunschkurse angegeben. Mal gucken, an welchen der Kurse sie noch teilnehmen können.

        Danach habe ich zu Hause Karaage nach einem neuen Rezept gekocht. Das hat super geklappt. Der Anlass war, dass eine Kollegin nach einem Karaage-Rezept gefragt hatte, und ich noch kein Rezept kannte, das für mich funktionierte. Jetzt kann ich das neue Rezept ins Deutsche übersetzen und es meiner Kollegin empfehlen :-)

        Danach war ich k.o. und konnte gut schlafen, bis kurz vor 5 Uhr mit einer kleinen Unterbrechung.

        Heute habe ich relativ viel vor, zusätzlich zur Betreuung von Y. der noch bis Freitag das Schnupperpraktikum macht.

        Wünsche allen Mitlesenden einen guten Sommerdienstag :bye:

      Ansicht von 15 Beiträgen – 1231 bis 1245 (von insgesamt 1651)
      • Sie müssen angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

      One thought on “Notizen von Mowa – Teil 2”

      Comments are closed.