Notizen von Mowa – Teil 2

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  • Dieses Thema hat 1651 Antworten sowie 56 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 3 Jahren von Mowa aktualisiert.
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  • #260801

    Mein Kollege hat dankenswerterweise zugesagt, meinen Text ins Englische zu übersetzen B-)

    Aufgrund dieser sich häufenden persönlichen Beobachtungen fällt es mir schwer zu verstehen, warum die Schizophrenieforschung bis heute so stark von den Interessen der Pharmaindustrie beeinflusst wird (3).

    Bei der letzten Änderung im Text beziehe ich mich auf die Referenz:
    https://www.nature.com/articles/s41586-022-04434-5

    Competing interests
    A. Palotie is a member of Astra Zeneca’s Genomics Advisory Board. V. Salomaa has consulted for Novo Nordisk and Sanofi and has ongoing research collaboration with Bayer (both unrelated to the present study). M. F. Green is a paid consultant for AiCure, Biogen, Lundbeck and Roche, is a member of the Scientific Board of Cadent, and has received research funds from Forum. G. A. Light has consulted to Astellas, Forum, and Neuroverse. K. Nuechterlein has research support from Janssen, Genentech and Brain Plasticity, and has also consulted for Astellas, MedinCell, Takeda, Teva, Genentech, Otsuka, Janssen and Brain Plasticity. D. Cohen has reported past consultation for or the receipt of honoraria from Otsuka, Shire, Lundbeck, Roche and Janssen. M. J. Daly is a founder of Maze Therapeutics and on the scientific advisory board of Neumora Therapeutics. A. K. Malhotra is a consultant to Genomind, InformedDNA and Concert Pharmaceuticals. R. A. Bressan has received research grants from Janssen, has been a forum consultant for Janssen, Sanof and Roche and is on the speakers’ bureau for Ache, Janssen, Sanofi and Torrent. C. Noto was on the speakers’ bureau and/or has acted as a consultant for Janssen and Daiichi-Sankyo in the last 12 months. C. Pantelis has, for the last three years, served on an advisory board for Lundbeck and received honoraria for talks presented at educational meetings organized by Lundbeck. D. A. Collier is a full-time employee and stockholder of Eli Lilly and Company. M. C. O’Donovan is supported by a collaborative research grant from Takeda Pharmaceuticals. M. J. Owen is supported by a collaborative research grant from Takeda Pharmaceuticals. J. T. R. Walters is supported by a collaborative research grant from Takeda Pharmaceuticals. A. J. Pocklington is supported by a collaborative research grant from Takeda Pharmaceuticals. S. R. Marder has consulted for the following companies: Roche, Sunovion, Lundbeck, Boeringer-Ingelheim, Acadia and Merck. S. Gopal is a full time employee and shareholder in Johnson & Johnson (AMEX: JNJ). A. Savitz is an employee of Janssen Research & Development and owns stock or stock options in the company. Q. S. Li is an employee of Janssen Research & Development and owns stock or stock options in the company. T. Kam-Thong is an employee of F. Hoffman-La Roche. A. Rautanen is an employee of F. Hoffman-La Roche. D. Malhotra is an employee of F. Hoffman-La Roche. S. A. Paciga is an employee of Pfizer. O. A. Andreassen is a consultant for HealthLytix, and received speaker’s honorarium from Lundbeck. S. V. Faraone has received income, potential income, travel expenses continuing education support and/or research support from Akili Interactive Labs, Arbor, Genomind, Ironshore, Ondosis, Otsuka, Rhodes, Shire/Takeda, Sunovion, Supernus, Tris and Vallon. With his institution, he has US patent US20130217707 A1 for the use of sodium-hydrogen exchange inhibitors in the treatment of attention deficit hyperactivity disorder. In previous years, he received support from Alcobra, Aveksham, CogCubed, Eli Lilly, Enzymotec, Impact, Janssen, KemPharm, Lundbeck/Takeda, McNeil, Neurolifesciences, Neurovance, Novartis, Pfizer and Vaya. He also receives royalties from books published by Guilford Press: Straight Talk about Your Child’s Mental Health; Oxford University Press: Schizophrenia: The Facts; and Elsevier: ADHD: Non-Pharmacologic Interventions. He is also Program Director of https://adhdinadults.com/. C. Arango has been a consultant to or has received honoraria or grants from Acadia, Angelini, Gedeon Richter, Janssen Cilag, Lundbeck, Minerva, Otsuka, Roche, Sage, Servier, Shire, Schering Plough, Sumitomo Dainippon Pharma, Sunovion and Takeda. K. Alptekin has received grants and honoraria for consulting work, lecturing and research from Abdi İbrahim, Abdi İbrahim Otsuka, Janssen, Ali Raif and TUBITAK.

    Diese lange Liste hat mich beeindruckt.

    #260895

    Bei der letzten Änderung im Text beziehe ich mich auf die Referenz:


    @mowa
    Welche Änderung? Habe ich etwas nicht mitbekommen?

    Mowa wrote: Aufgrund dieser sich häufenden persönlichen Beobachtungen fällt es mir schwer zu verstehen, warum die Schizophrenieforschung bis heute so stark von den Interessen der Pharmaindustrie beeinflusst wird (3).

    Ich werde mittlerweile grundsätzlich hellhörig, wenn ich von „Einzelfällen“ höre und frage mich wieviele Einzelfälle man braucht, bis etwas von Relevanz ist.

    Bei Leuten, die nach einer Psychose ohne Neuroleptika auskommen fällt es mir auch schwer zu glauben, dass das nur Einzelfälle sein sollen, wenn hier im Forum schon ein paar sind. Dazu hatte ich ja mal das Buch „Medikamentenreduktion und Genesung von Psychosen“ von Jann E. Schlimme, Thelke Scholz und Renate Seroka gelesen, in dem recht systematisch beschrieben wird, wie man Neuroleptika reduzieren bzw. absetzen kann. Da waren auch eine oder mehrere Erfolgsgeschichten dabei. Die Foris ohne Neuroleptika sind also bestimmt nicht die einzigen. Werden solche Erfolge überhaupt systematisch erfasst?

    #260923

    Welche Änderung? Habe ich etwas nicht mitbekommen?

    Meistens sind es nur kleinere redaktionelle Änderungen, die nicht so wichtig sind @Dopplereffekt.

    Wichtig war mir diese eine Stelle, und die alte Fassung hattest Du ja weiter oben festgehalten:

    Aufgrund dieser sich häufenden persönlichen Beobachtungen fällt es mir schwer zu verstehen, warum in der medizinischen Fachliteratur bis heute so stark auf der genetischen Veranlagung, der Unheilbarkeit der Schizophrenie und der Notwendigkeit der lebenslangen Einnahme von Neuroleptika in den therapeutischen Standarddosen beharrt wird.

    Wenn ich „die medizinische Fachliteratur“ schreibe, dann sollte ich ja auch Referenzen angeben, und bei der Recherche habe ich gemerkt, dass ich nicht mit einer einzigen Referenz meine Behauptung unterstützen kann. Ich müsste dafür mehrere verschiedene Referenzen angeben und meine Aussage auch relativieren, und das war mir nicht stark genug.

    Bei dem fraglichen Satz in der aktuellen Fassung

    Aufgrund dieser sich häufenden persönlichen Beobachtungen fällt es mir schwer zu verstehen, warum die Schizophrenieforschung bis heute so stark von den Interessen der Pharmaindustrie beeinflusst wird (3).

    ist es nicht so schwierig, Literatur zu finden, aus der hervorgeht, wie die Forschung finanziert wurde und in welcher Beziehung die Autor:innen zur Pharmaindustrie stehen.

    #260928

    Wir haben am Neujahrssonntag den Berliner Museumssonntag genutzt und haben eine der Ausstellungen über die Amerikas im Humboldt Forum besucht:

    Der neue U-Bahnhof Museumsinsel – sehr schick:

    #260945

    Bei dem fraglichen Satz in der aktuellen Fassung Aufgrund dieser sich häufenden persönlichen Beobachtungen fällt es mir schwer zu verstehen, warum die Schizophrenieforschung bis heute so stark von den Interessen der Pharmaindustrie beeinflusst wird (3). ist es nicht so schwierig, Literatur zu finden, aus der hervorgeht, wie die Forschung finanziert wurde und in welcher Beziehung die Autor:innen zur Pharmaindustrie stehen.


    @mowa
    Bei der aktuellen Fassung fehlt mir allerdings der Widerspruch zwischen persönlicher Erfahrung und Meinung der Behandelnden. Ich dachte, das ist für Mad In America und daher kein wissenschaftlicher Aufsatz. Da müsste doch deine eigene Erfahrung und die deiner Leidensgenossinnen/-genossen reichen, ohne, dass es eine wissenschaftliche Erfassung oder Studie dazu gibt, oder?

    Wir haben am Neujahrssonntag den Berliner Museumssonntag genutzt und haben eine der Ausstellungen über die Amerikas im Humboldt Forum besucht:

    Was betrachtest du denn da?

    #261095

    Hallo Dopplereffekt, erstmal danke für Deine Rückmeldung!

    Bei der aktuellen Fassung fehlt mir allerdings der Widerspruch zwischen persönlicher Erfahrung und Meinung der Behandelnden.

    Ja, da hast Du schon recht.

    Dabei eröffne ich ja meine persönliche Geschichte bereits mit diesem Widerspruch und erläutere im restlichen Text meine Erfahrungen mit Resilienz und Genesung. Zum Schluss könnte ich schon nochmal auf den Widerspruch zurückkommen, wie ich es in der alten Fassung getan habe, oder ich könnte darauf eingehen, was ich mir für meine Zukunft wünsche.

    Zur Stärkung der nichtmedikamentösen, frühen Interventionen gehört für mich natürlich auch die Forschung solcher Ansätze, bei der es eben nicht vordergründig um die Interessen der Pharmaindustrie (mehr Profit für sie) geht, sondern um mehr Resilienz und Gesundheit der Menschen, die unter psychischen Problemen und Erkrankungen leiden.

    Ich dachte, das ist für Mad In America und daher kein wissenschaftlicher Aufsatz.

    Eine persönliche Geschichte soll nicht allgemein gelten, sondern eben nur den persönlichen Blick darstellen:

    Eine „persönliche Geschichte“ ist definiert als Ihre Geschichte in Bezug auf die Psychiatrie und/oder das psychische Gesundheitssystem, was immer das für Sie bedeutet. Sie kann auch Ihre Meinung und Analyse dessen, was Ihnen widerfahren ist, beinhalten. Er kann von einem bestimmten Ereignis oder von Ihrem gesamten Lebensweg handeln, vorausgesetzt, er entspricht den Anforderungen an die Länge (1500 bis 3000 Wörter) und hat einen erzählerischen Bogen. Der Beitrag sollte von Ihren persönlichen Erfahrungen handeln, nicht von der Psychiatrie oder dem psychischen Gesundheitssystem im Allgemeinen. Die Beiträge sollten unter das Thema „Überdenken der Psychiatrie und des psychischen Gesundheitssystems“ fallen und Originalarbeiten sein, die noch nicht an anderer Stelle veröffentlicht wurden.

    Aus dem Englischen mit DeepL übersetzt.
    Quelle: https://www.madinamerica.com/submitting-personal-stories/

    Mein Text stellt auch nicht mehr dar als meine subjektive Perspektive, wie ich finde. Trotzdem hindert es mich nicht daran, Bezug zur aktuellen Wissenschaft und Forschung zu nehmen, um meine persönlichen Aussagen zu veranschaulichen und ihnen mehr Objektivität zu verleihen.

    Grundsätzlich versuche ich persönliche Meinungen möglichst sachlich zu bilden, und wissenschaftlich vorzugehen hilft mir dabei sehr. Auch meine Genesungsgeschichte wäre ohne meine Ausbildung als Wissenschaftlerin sicher so nicht möglich gewesen.

    Wenn ich meinen Psychiater richtig verstanden habe, dann liegt ein Grund, warum er denkt, dass mein Ansatz zur Besserung von psychischen Erkrankungen keinen größeren Anklang finden wird, darin, dass kaum einer von den Betroffenen wissenschaftlichen Hintergrund hat.

    Daher, wenn ich über meine Meinungen und Analysen meiner persönlichen Genesungsgeschichte schreibe, dann wundere ich mich nicht, dass ich dabei wissenschaftlich vorgehe, so wie es mir möglich ist.

    Was betrachtest du denn da?

    Auf dem Foto lache ich über mich selbst, weil ich von der Glasscheibe, die mich spiegelt, so fasziniert war und hin- und hergelaufen bin. Sie hat die Eigenschaft, dass die Lichtdurchlässigkeit winkelabhängig ist. Wenn ich senkrecht draufschaute, dann war sie undurchsichtig, erst ab einem bestimmten Winkel konnte ich durch die Scheibe sehen B-)

    #261096

    Jetzt habe ich den ersten Satz im letzten Absatz ergänzt:

    Aufgrund dieser sich häufenden persönlichen Beobachtungen fällt es mir schwer zu verstehen, warum bis heute die Forschung zur Schizophrenie so stark von der Pharmaindustrie beeinflusst wird (3), warum die Versorgung betroffener Menschen vor allem mit Neuroleptika erfolgt (4) und warum das Wissen und die Erfahrungen der betroffenen Menschen selbst kaum berücksichtigt werden.

    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 1 Monat von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 1 Monat von Mowa geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 1 Monat von Mowa geändert.
    #261099

    Du bist so hübsch diplomatisch, @Mowa. Meine Frage an  Pharmaindustrie und Ärzte wäre eher, wie man mich anders behandeln könnte, so dass ich nicht ganz so viele Mordphantasieen in Bezug auf sie hätte. B-)

    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 1 Monat von sartorius geändert.
    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 1 Monat von sartorius geändert.
    #261107

    Wenn ich meinen Psychiater richtig verstanden habe, dann liegt ein Grund, warum er denkt, dass mein Ansatz zur Besserung von psychischen Erkrankungen keinen größeren Anklang finden wird, darin, dass kaum einer von den Betroffenen wissenschaftlichen Hintergrund hat.


    @mowa
    Ich denke, ich konnte wahnhafte Gedanken auch aufgrund meines Physikstudiums gut abwehren. Allerdings war ich wohl so gut darin, dass ich sie nicht als Warnsignale begriffen habe bzw. oft erfolgreich versucht habe, sie als solche zu ignorieren. Wenn ein Gedanke rational keinen Sinn machte, habe ich ihn als Quatsch abgetan und leider auch versucht ihn zu unterdrücken. Anfangs hatte ich noch gemerkt, dass ich Pausen brauchte und habe Spaziergänge gemacht. Dann hieß es, ich tue nicht genug, um meinen Umzug umzusetzen und habe noch stärker gegen die Gedanken angekämpft.

    Insgesamt hilft mir meine naturwissenschaftliche Ausbildung aber sehr bei der Krankheitsbewältigung: Vom Hinterfragen der Gedanken und ihrer Umdeutung zu etwas Sinnhaften (z.B. ich brauche mal Pause) bis zur systematischen Reduktion der Medikamente. Überhaupt zu der eigenen Krankheit zu recherchieren und Methoden auszuprobieren hat schon etwas naturwissenschaftliches. Eine Methode zum Umgang mit nervigen Gedanken ist für mich übrigens auch: Nicht nur negative, angstbesetzte Assoziationen zu betrachten, sondern auch positive, freudige. Das ist für mich eher Psychologie und heißt meine ich Assoziationsaufspaltung o.ä..

    Naja, ich denke Physiker:innen sind eh ein besonderes Völkchen und ein besonders zähes, frustgewohntes dazu.

    Auf dem Foto lache ich über mich selbst, weil ich von der Glasscheibe, die mich spiegelt, so fasziniert war und hin- und hergelaufen bin. Sie hat die Eigenschaft, dass die Lichtdurchlässigkeit winkelabhängig ist. Wenn ich senkrecht draufschaute, dann war sie undurchsichtig, erst ab einem bestimmten Winkel konnte ich durch die Scheibe sehen B-)

    Danke für die Erklärung, ich dachte bei dem Objekt vor dir an eine Salami oder so. Mit deiner Erklärung ist es natürich viel interessanter und ich verstehe, warum du dich freust :-)

    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 1 Monat von Dopplereffekt geändert.
    #261584

    Gütig guten Morgen,

    hoffentlich seid Ihr wohlauf @mowa, @dopplereffekt, @sartorius,

    alles Liebe für das Neue im Gutem, wie im Schlechtem.

    Eine wissenschaftliche Ausbildung IST oft der Schlüssel, um „Sachen“ bzw. „Probleme“ zu analysieren bzw. auseinander zu klamüsern und zu gucken, wie und was nun „ansteht“.

    Nur bin ich als „Joerg“, der sich Sorgen macht, der leidet und liebt, der … ja.

    Kein „wissenschaftliches Subjekt“, dass im Idealfall, rational und etwa im utilitaristischen Sinne, zum Wohlergehen und zum Nutzen Aller handelt.

    Blödsinn wäre es von mir, wenn ich jetzt eine „Literaturliste“ hier hin tippe oder wie so oft:

    Aus meinem Chaos, erneut Fragmente, herauskrame und damit gut möglich, den Eindruck erwecke, ver-rückt und, ach zu sein.

    Daher hier ein: Punkt.

    So: Und @Mowa, ich habe die Tage lange, lange, überlegt, welche Sorgen und Kummer in Deinem Brief bzw. Beitrag für Mad in America, stehen und…

    jetzt weiß ich nicht weiter zu tippen.

    ja.

    Ich gehe erst einmal Zeitung verteilen.

    Guten Start in den Tag und Gruß an Deinen Mann.

    Gute Zeit Euch :heart:

     

     

    • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren, 1 Monat von kadaj geändert.
    #261589

    Guten Morgen zusammen,

    nicht ganz so viele Mordphantasieen

    na ja sartorius, von nichts kommt nichts. Wichtig ist ja, dass es bei Fantasien bleibt. Vielleicht hast Du die Art und Weise, wie Du über Jahrzehnte in der Klinik behandelt wurdest, als einseitige Gewalt erlebt :-(

    Insgesamt hilft mir meine naturwissenschaftliche Ausbildung aber sehr bei der Krankheitsbewältigung

    Das verstehe ich auch Dopplereffekt. Ohne eine große Bereitschaft, systematisch zu lernen, kann man nicht studieren.

    Wenn Behandelnde und Betroffene gemeinsam davon überzeugt wären, dass psychotische Symptome mit systematischen kognitiven Übungen erkannt und reduziert werden können und dass dadurch auch die Medikamentendosis reduziert werden kann, ließen sich die Psychoedukation und auch das Metakognitive Training möglicherweise viel wirksamer konzipieren und anwenden.

    In der Klinik waren sie für mich, während bzw. unmittelbar nach der Akutbehandlung, nicht mehr als ein lästiges Pflichtprogramm und kaum hilfreich, leider!

    Danke auch Dir für die Rückmeldung kadaj :-)

    ***

    Heute gehen wir in die Philharmonie, mit meiner Schwiegeroma. Wir sind Teil eines Konzertabends mit Daniel Barenboim als Dirigent und Martha Argerich am Klavier :heart: Das Jahr fängt für mich fantastisch an, mit Familie und Musik :-)

    Morgen fahren wir zurück nach Hause, und nächste Woche fängt mein neues Arbeitsjahr mit einer einwöchigen Betriebsratsschulung an.

    Liebe Grüße,
    Mowa

    #261594

    Vielleicht hast Du die Art und Weise, wie Du über Jahrzehnte in der Klinik behandelt wurdest, als einseitige Gewalt erlebt

    Es könnte sein, dass Du da einmal mehr verdammt recht hast. :gut:

     

    #261596
    Anonym

      Viel Freude beim Konzert,  den Dirigent habe ich auch mal live erlebt in Berlin.

      LgDoris

      #261796
      Pia

        Guten Morgen liebe @Mowa,

        ich finde es sehr gut, dass du deine persönliche Erfahrungsgeschichte auf Mad in America teilen willst.

        Die Referenz zur Erblichkeit, die du da gefunden hast, ist ja erschreckend. So hohe angebliche Erblichkeitszahlen hatte ich noch nirgends gefunden und zweifle deshalb auch erheblich daran.

        Hast du diese Studie, die ich vor einer Weile gefunden hatte und ins Forum gestellt, mal gelesen? Vielleicht interessiert sie dich.

        Gene bei psychischen Leiden nicht wichtig – UMC Utrecht (Studie)

        Ich wünsche dir alles Gute, einen schönen Tag und ein frohes neues Jahr.

        Liebe Grüße Pia :rose:

         


        Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:

        https://share.google/yMioWVC2yVoLTW9eN

        #261837

        Danke @sartorius, Doris und @Pia für Eure Rückmeldungen :-)

        Das Konzert war großartig. Als Frau Argerich anfing zu spielen, liefen mir die Tränen übers Gesicht und ich konnte nicht mehr aufhören. Das war seltsam, weil ich innerlich nicht aufgeregt war, wohl nur scheinbar…!

        Hast du diese Studie, die ich vor einer Weile gefunden hatte und ins Forum gestellt, mal gelesen?

        Danke schön Pia. Es freut mich, dass Du wieder im Forum bist! Ich erinnere mich, dass ich die Überschrift gelesen habe, als Du den Link im Forum geteilt hast. Jetzt habe ich den Artikel quergelesen und finde ich sehr spannend.

      Ansicht von 15 Beiträgen – 1561 bis 1575 (von insgesamt 1651)
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