Nikotin. Entzug

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  • #340937

    Hallo heute befinde ich mich Tag 3 ohne zigarette

    Ich musste grad zum. Nikotin Kaugummi greifen da ich mich mehrfach übergeben musste inkl derbe schweissausbrüche.

    Kann es. Sein das die Medikamente daran schuld sind das man den Entzug als so heftig erlebt

    ? Ich meine Nikotin setzt ja vermehrt Dopamin frei… Wenn das erstmal wegfällt wirken doch quasi die Medikamente. Wieder stärker oder?

    #340942

    Ja liebe @miina, ich selbst glaube auch, dass die Medikamente, die wir nehmen, und eventuell die Erkrankung zum Teil auch, massiv dazu beitragen können, dass eine Nikotinabhängigkeit bei uns stärker ausgeprägt ist als bei Gesunden.

    Das heisst denke ich auch, der Entzug kann härter sein. Ich hatte auch so einen harten Entzug… ich war wochenlang nur Matsch im Kopf, hatte Hitzewallungen, Hautausschläge und fühlte mich krank.

    Irgendwann hat es nachgelassen, und dann wurde alles besser. Glaub mir, wenn der Mist einmal richtig aus dem Körper ist, dann atmet er wieder auf, die Psyche auch. Bei mir hat’s noch etwas gedauert, bis ich wieder richtig klar denken konnte, aber das kam irgendwann auch.

    Wenn du mit Rauchen aufhörst, hast du glaube ich nur ein Problem bei Olanzapin oder Clozapin. Diese Medikamente werden schneller abgebaut wenn man raucht, hört man auf, hat man plötzlich mehr davon im Blut und dürfte das auch merken. Wenn du das nimmst, geh bitte zum Arzt und rede mit dem darüber deswegen.

    Nach 3 Tagen etwa bist du denke ich durch das allerübelste durch, vielleicht geht’s bald schon etwas besser. Dann kommt so eine Art Marathon wo du durchhalten musst bis du dich langsam besser fühlst, auch um nicht rückfällig zu werden.

    #340951

    Oh, vom Nikotinentzug kann ich auch ein Liedchen singen, ich habe die ersten drei bis vier Tage am schlimmsten empfunden, ich war regelrecht komplett am Ende mit den Nerven und danach nach vier bis fünf Tagen ging es aufwärts, aber ich habe jetzt nach beinahe drei Monaten immer noch Tage drin, wo mich stundenweise extreme Verlangensattacken gefangen nehmen und ich total Lust auf Zigaretten bekomme.

    Es ist fast das härteste was mir bis jetzt untergekommen ist, aber das gröbste ist nach drei Wochen überstanden, aber dann heißt es, wie HSP so schön geschrieben hat, es ist ein Marathon und es heißt einfach durchhalten bis man sich wieder besser fühlt.

    Es zahlt sich echt aus das durchzustehen, weil man fühlt sich so viel freier und viel ruhiger auch, aber es gibt bei mir immer noch sehr viele harte Tage, wobei bei mir noch eine andere Sucht dazu gekommen ist, die ich gelassen habe. Ich habe nämlich Hanf verdampft und inhaliert, zwar nur legalen Hanf, aber das macht bei mir einen Teil aus, dass es mich noch ärger beutelt als nur durch das Lassen von Zigaretten.

    Ich habe übrigens von Oktober bis Anfang Jänner Nikotinkaugummi genommen und dann am 5.Jänner den kompletten Entzug durchgezogen, von da an nichts mehr mit Nikotin und es ist wirklich nicht leicht und ich bin selbst noch nicht jeden Tag über den Berg und ich schreibe eben in so Nichtraucherforen, wo alle vorher geraucht haben und ich versuche echt alles, ich rede mit der Telefonseelsorge, rede mit Therapeuten, mit Psychiater, mit der Rauchfreihotline und gehe meinen Freunden sicher auch schön langsam auf die Nerven und wenn man meinen Blog liest, dann merkt man, dass es mich oft total hernimmt immer noch und dass ich tageweise extrem leide.

     

    Liebe Grüße und viel Erfolg, es zahlt sich aus und es ist möglich und wird mit der Zeit leichter.

    #340958

    Ich hatte immer das Gefühl, dass ich unter den Höchstdosen auch am meisten geraucht habe. Und ich beobachte das auch bei anderen Erkrankten. Das hat eben damit zu tun, dass Zigaretten Domanin freisetzen zur Belohnung, was von den Medikamenten verhindert wird. Und dadurch greift man alle paar Minuten zum Stängel, um möglichst viel Dopamin rauszuquetschen aus den Synapsen oder wo auch immer.

    Ich hatte damals auch so selbstgedrehte Zigaretten ca 25-30 Stück am Tag geraucht und von ein auf den anderen Tag aufgehört. Ich hatte keine körperlichen Entzugssymptome, aber jeder ist anders. Manche reagieren mit Herzrasen und so. und wenn dir dann Niktoinkaugummi hilft. Eventuell sind auch die Pflaster was, ich glaube man dosiert das ja auch dann nach und nach geringer.


    Eine Wunde ist ein Ort, über den das Licht in dich eindringt. (Rumi)

    #340967

    Ich habe den Entzug auf der Intensivstation gemacht. Da haben sie mir einfach keine Kippe gegeben. Aber Nikotinpflaster. Die gibt’s in drei Stufen. Insgesamt 12 Wochen habe ich sie genommen. Das ist jetzt fast drei Jahre her. Ich habe immer noch oft Lust auf Rauchen.

    #341014

    dem Tabakgeist danken für alles was er für dich getan hat: https://www.youtube.com/watch?v=wSb0WbfKWJs&t=5s


    alles was man in die Psychose an Energie reinsteckt bekommt man zurück – Alter Spruch von Psychotikern.

    Keep it simple and stupid (Halte es einfach und dumm).

    #341020

    Ich meine Nikotin setzt ja vermehrt Dopamin frei

    Rauchen wirkt gegen Negativsymptome. Deshalb rauchen so viele Patienten.

    #341021

    Psychopharmaka, Nikotin und Koffein – Dr. med. Ewald Proll :: Arzt für Psychiatrie / Psychotherapie (drproll.de)

    Hier ein Link für Dich! Es kommt immer aufs Neuroleptikum an! Alltagsdrogen sind blöde! Ich bin davon süchtig, wobei ich mein täglich Bier auch abgeschafft habe! Ich mache dieses Wochenende einen Selbsttest. Ich berichte in meinem Blog!

    #341024

    https://www.neuro-depesche.de/nachrichten/nikotin-reduziert-negative-symptome/

     

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 2 Tage von Kater.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 2 Tage von Kater.
    #341031

    Wenn das Rauchen das jeweilige Medikament beeinflusst, steht es im Beipackzettel drin. Bei Clozapin z.B. steht es im Beipackzettel.

    #341071

    Ich stecke immer noch mittendrin beim Rauchen Lassen, wobei es nach fast drei Monaten Nikotinfreiheit nicht mehr NonStopp hardcore ist. Aber immer noch nicht leicht sehr oft.

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