Luc Ciompi über das Rätsel Schizophrenie

Home Foren ARCHIV bis Februar 2026 ALLGEMEIN (öffentlich) Luc Ciompi über das Rätsel Schizophrenie

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  • #44367
    Anonym
      #44372

      Aus dem Bericht:

      „Zentral in der seit über dreißig Jahren erfolgreich funktionierenden Wohngemeinschaft „Soteria Bern“ ist das Bestreben, ein therapeutisches Milieu zu schaffen, das den emotionalen Spannungspegel in und um psychotisch verspannte, erregte und von schlimmen Wahnideen und Halluzinationen geplagte Menschen nachhaltig senkt. Eine solche Entspannung wird nicht, wie sonst üblich, in erster Linie mit Hilfe von stark dämpfenden neuroleptischen Medikamenten und auch nicht mit ephemeren Entspannungsübungen erreicht, sondern mittels einer verständnisvollen und kontinuierlichen mitmenschlichen Begleitung von einem sorgfältig ausgewählten und geschulten Betreuerteam in einer möglichst normalen, kleinräumigen, offenen und familienartigen Umgebung.“

      Auch sehr interessant (auch aus dem Bericht):

      „Vermerkt sei bloß noch, dass der Soteria-Ansatz gemäß den Ergebnissen von empirischen Vergleichsuntersuchungen den geläufigen klinischen Behandlungsmethoden objektiv zumindest ebenbürtig und im subjektiven Erleben der Patienten und ihrer Angehörigen häufig überlegen ist.“

      Soviel zum Thema: Man muss zwangsläufig Pillen bis zum Lebensende schlucken.

      #44394
      Anonym

        Ich muss es leider, denn das reale Leben nimmt nicht so viel Rücksicht auf einen, wie eine Soteria.

        #44409

        Das ist ok Molly und es tut mir auch leid, das dies in deinem Fall wohl so zu sein scheint. Aber es gibt viele, die müssen nicht ein Leben lang Meds nehmen, auch wenn deine Erfahrungen dir etwas anderes suggeriert.

        Manchmal sieht man nur das was man sehen will und blendet andere Tatsachen einfach aus.

        #44567
        Anonym

          Jedenfalls kenne ich viele verquere Menschen, denen eine Psychotherapie oder eventuell auch eine medikamentöse Behandlung gut tun würde weil sie dann mehr Lebensqualität hätten, die sich aber einfach nicht behandeln lassen, weil sie Angst vor Stigmatisierung haben. Und selbst die, die sich behandeln lassen, erhalten oft nicht die bestmögliche Therapie.

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