Home › Forums › ALLGEMEIN (öffentlich) › Koalition gegen Zwangspsychiatrie – gewaltfreie Psychiatrie jetzt Petition
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Anonymous.
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11/05/2023 at 21:41 #290316
Anonymous
Ich habe auch nie Gewalt erlebt in Psychiatrien, ich finde echt jemand muss das auch mal sagen, weil wenn jemand diesen Thread hier liest und Pias Meinung dann kann das wirklich gefährlich sein, weil er glaubt Psychiatrien sind gefährlich.
Dieses Forum ist bestimmt nicht der richtige Platz für Antipsychiatriewerbung.
Die Antipsychiatrie ist schon auch sinnvoll, aber hier sollte ein Ort sein wo Betroffenen erklärt wird, dass die Behandlung schon Sinn macht.
Aber gut, es gibt wenigstens genug Gegenwind gegen diese Propaganda, sonst wäre das wirklich noch schlimmer.
Ich bin schon auch dafür neue Ansätze zu finden ohne Medikamente und Zwang, aber die gibt es hier noch nicht. Weiß nicht wie das im Norden funktioniert?
11/05/2023 at 21:51 #290320Ich bin doch überhaupt nicht Antipsychiatrie, @Bartholomew, wie kommst du denn darauf? Und Propaganda mache ich auch keine.
Ich finde das schon ziemlich unfair, sowas einfach zu behaupten.
11/05/2023 at 22:03 #290322Meine weibliche Stimme sagte gerade: “Denn dass wäre spätestens jetzt ne Rotzfreche!”
… oder eben meinten sie mich…
-400 mg + 200 mg Amisulprid, 25 mg Proneurin als Bedarf, 6 mg Doxazosin, 25 mg HCT und 5 mg Ramipril morgens, Abends 5 mg Ramipril
-Zusätzlich alle zwei Tage eine Kaliumbrausetablette
-Ab und zu A-Z Vitamine und Mineralstoffe ab 50
-Zu fettreichen Mahlzeiten 2 Tbl. Formoline11211/05/2023 at 22:05 #290323Ja, deine Stimmen verhohnepiepeln dich bestimmt nie, Molly. Ironie off.
11/05/2023 at 22:06 #290324Was denkst du denn, was sie damit meinten, @Pia?
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-Zu fettreichen Mahlzeiten 2 Tbl. Formoline11211/05/2023 at 22:11 #290325Es dind deine Stimmen, Molly, die solltest du nicht so ernst nehmen, was die so sagen. Das ist ein ehrlich gut gemeinter Tipp von mir.
11/05/2023 at 23:39 #29033112/05/2023 at 5:49 #290338@Kater, mir geht es hier darum, dass Pia eventuell mitlesenden Betroffenen Angst vor der Psychiatrie macht, sie sich dann vielleicht nicht in Behandlung begeben und dann in eine noch ausweglosere Situation geraten! Die Alternativen, die sie angibt, sind für die Allermeisten in keiner erreichbaren Nähe und außerdem sind sie für manchen auch keine Hilfe.
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-Zu fettreichen Mahlzeiten 2 Tbl. Formoline11212/05/2023 at 8:55 #290358@bartholomew Ich sehe hier keine Antipsychiatriewerbung oder Propaganda. Gewisse Missstände sollten schon angesprochen werden. In den letzten Dokus, die ich gesehen habe, kam die Psychiatrie aus meiner Sicht eher zu gut weg. Ich finde, es wird viel zu oft überdosiert, anstatt Minimaldosen zu verwenden und eine realistische spätere Reduktions-/Absetzperspektive zu bieten. Damit meine ich eine langsame, ärztlich begleitete Reduktion und eben nicht das abrupte Absetzen, weil ein Patient/eine Patientin die Nebenwirkungen nicht mehr aushält.
@Kater, mir geht es hier darum, dass Pia eventuell mitlesenden Betroffenen Angst vor der Psychiatrie macht, sie sich dann vielleicht nicht in Behandlung begeben und dann in eine noch ausweglosere Situation geraten!
@molly Eine gewisse Vorsicht ist durchaus angebracht finde ich. Das ist besser, als der Psychiatrie blind zu vertrauen. Die Idee, in die Psychiatrie zu gehen, weil die schon wissen was das beste ist, finde ich mittlerweile naiv. Falls jemand der/die erkrankt ist oder seine/ihre Angehörigen wirklich auf die Diskussion hier stößt, sieht er ja auch, dass es Leute mit guten und schlechten Erfahrungen gibt, was evtl. auch an besseren und schlechteren Kliniken liegt. Das kann für ihn/sie hilfreich sein.Leider ist es schwer zu unterscheiden, wo die Kritik berechtig und wo sie überzogen ist. Mir hat später die DGSP (Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie) mit ihrer Broschüre zum Reduzieren sehr weitergeholfen (hier nochmal der Link). Die Antipsychiatrie war mir, von dem was ich bisher gelesen habe, in ihrer Kritik bis jetzt zu aggressiv und nicht konstruktiv genug.
12/05/2023 at 10:00 #290366Wahrscheinlich sind in der Petition manche derzeit unrealistische Radikalforderungen enthalten, aber damit nach und nach Verbesserungen in der Psychiatrie erreicht werden können, muss man die Ziele vielleicht auch so hoch stecken. Das Bundesverfassungsgericht entschied zuletzt auch immer wieder überraschenderweise ziemlich klar zugunsten von Patienten, die gegen die Behandlung von psychisch Kranken klagten. Der Trend geht für mich eindeutig in Richtung humanere Medizin in den letzten Jahren und der Bundesverband für Psychiatriebetroffene hat daran anteil, indem er sich für die Rechte von schizophren Kranken einsetzt und ihnen zumindest eine minimale Lobby in der Öffentlichkeit gibt; das finde ich gut.
12/05/2023 at 10:32 #290368Anonymous
Also jetzt wollen wir einmal die Kirche im Dorf lassen ! Es gibt keine Alternativen zur derzeitigen Psychiatrie, dass sich die skandinavinischen Pseudo-Alternativen nicht weiter verbreiten wird schon ihre guten Gründe haben ? Vielleicht z.Bsp. dass sie doch nicht so gut funktionieren ?
Es gibt hier im Forum nach wie vor zwei Patientengruppen: Erstere hat sich mit der Psychiatrie arrangiert und kommt klar mit ihr, zweitere träumt von NL-Freiheit und bekämpft die Psychiatrie ! Der Kampf der zweiteren Gruppe ist sehr grenzlastig, da diese immer mit einem Fuß in der nächsten Psychose stehen.
Letztendlich würde ich jedem Neupatienten empfehlen auf die Psychiatrien zu vertrauen, nicht blindings, aber sich doch dort Hilfe suchen, denn der alternative Weg unserer “Freiheitskämpfer” hier führt nur ins Chaos !!!
12/05/2023 at 10:41 #290370Kurz:
Das doofe finde ich, dass diese Anti-Dies-und-Das-Bewegungen, wie alle anderen Bewegtheiten, ja,
die stellen ein Programm auf, geben sich Satzungen und klare Regeln.
Und leiten daraus Forderungen an die Politik ab, wie es ja tausendundeine NGO, von der Umwelt- bis Abtreibungsgegner-bzw. Befürworter.
Alles Bereiche, die tief in persönliches, bzw. ja, in Persönlichkeitsrechte Einzelner in demokratischen Staaten, bzw. Willensbildungsprozessen, eingreifen oder zumindest, bemüht sind, sie zu strukturieren.
Ja.
Problem ist, von der Seele bis hin zu meinem Begehren…
Es lässt sich nicht institutionalisieren, Es sind Gefühle, Stimmungen, zuletzt Traumate, die der Hilfe bedürfen.
Am grandiosesten finde ich dieses “Divers” in allen Stellenbeschreibungen und allgemeinem “Schriftgut”.
Von der Sache her, hat die Bewegung, die sich für Rechte von Minderheiten stark macht und eine Sensibilisierung schaffen möchte, meine tausendprozentige Unterstützung.
Nur IST eben Sex/Gender selbst wenn Differenzierungen in einem wissenschaftlichen Text für ein besseres Verständnis vorgenommen werden, ETWAS INTIMES.
Und wenn die Persönlichkeitsrechte von Trans/Queer stark gemacht werden, nun:
Das Recht, das Gesetz, muss nun einmal als allgemein angesetzt und gesetzt werden, und daher IST die Mehrheit “dagegen”, weil sie sich nicht darin repräsentiert sehen oder es als Klüngelei von einigen linken Wissenschaftlerinnen abtun.
Aber eigentlich war es schon immer so: Wer Frau und Kind schlägt, ist ein Arschloch und gehört bestraft.
Oder Vieles an Grausamkeit, dass sich Männer und Frauen wechselseitig! antun. IST WAHR nehmungs bedürftig und muss … ja, wie auch immer.
Immanuel Kant machte den Vorschlag, dass diese Privaten/Öffentlichen Bereiche anders strukturiert bzw. gewechselt werden.
Daher finde ich auch manche Personen im Öffentlichen Leben, fehlbesetzt oder tatsächlich scheint die Mehrheit, eigentlich nur Amusement oder Belustigung zu suchen.
Horido Leute und gutes Wochenende,
wünscht
Joerg
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This reply was modified 1 Jahr, 10 Monate ago by
kadaj.
12/05/2023 at 10:50 #290372@Ludwig,
ich finde es stark von @Pia, wenn sie diese alternativen Konzepte teilt bzw. darauf aufmerksam macht.
Da ich finde, dass “Wissenschaft”, hier eben die der Psychiatrie, die ja Brennpunkt vieler wissenschaftlicher Zweige ist, ja…
Diese Konzepte, wie Open Dialogue gelten ja nicht nur, wenn ich in die Psychiatrie gehe, sondern ich würde pragmatisch gucken, wie und was, das heißt, einen offenen Dialog zu führen, hier, wie bei mir in der Kirche nebenan…
Und alle anderen Konzepte, die Du @Ludwig zum Schamanismus oder Kultur vorgestellt hast, finde ich der Vorstellung würdig, weil sie schlicht eine “Alternative” zum gängigen Psychiatriekosmos darstellen.
Gucken, wie oder was, kann ich damit anfangen, kann ich mich etwa auch in diesem Thread hier, konstruktiv beteiligen oder finde ich alles doof und schreibe das in tausend und einer Abwandlung unter die von mir eben als doof stigmatisierten Threads.
LG an Dich @Ludwig und an @Pia
Danke Euch,
jörg
12/05/2023 at 11:05 #290376Anonymous
Ich bin doch überhaupt nicht Antipsychiatrie, @Bartholomew, wie kommst du denn darauf? Und Propaganda mache ich auch keine. Ich finde das schon ziemlich unfair, sowas einfach zu behaupten.
Okay, ich habe das falsch eingeschätzt gestern, ich entschuldige mich dafür, da sind wohl die Emotionen mit mir durchgegangen.
12/05/2023 at 11:07 #290378Anonymous
@bartholomew Ich sehe hier keine Antipsychiatriewerbung oder Propaganda. Gewisse Missstände sollten schon angesprochen werden. In den letzten Dokus, die ich gesehen habe, kam die Psychiatrie aus meiner Sicht eher zu gut weg. Ich finde, es wird viel zu oft überdosiert, anstatt Minimaldosen zu verwenden und eine realistische spätere Reduktions-/Absetzperspektive zu bieten. Damit meine ich eine langsame, ärztlich begleitete Reduktion und eben nicht das abrupte Absetzen, weil ein Patient/eine Patientin die Nebenwirkungen nicht mehr aushält.
Du hast recht, ich war gestern einfach so aufgewühlt emotional und habe die Situation völlig falsch eingeschätzt, tut mir leid.
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This reply was modified 1 Jahr, 10 Monate ago by
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