bessere Wirkung bei nasaler Gabe?

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  • #14872

    Wer hat Erfahrung dabei NL oder AD nasal zu nehmen?
    Ich mache das hin und wieder mal,da ich es aus meiner ehemaligen Drogenwelt kenne.
    In der Regel die Bedarfsmedikamente wie Diazepham und jetzt seid kurzem das Pipamperon.
    Ich ziehe seid gestern 40mg/h ca.Es macht mich wie die verordnete orale einnahme nicht wirklich müde.
    Es ist eher wie Hirn in Watte und mein Kopf ist ruhig und ich bin gut drauf und entspannt.
    Es ist gerade ein Selbstexperiment in meiner Selbsttherapie,die ich seid Jahren mache.
    DARUM NICHT NACHMACHEN!!!
    Ich bin noch nicht am Ende des Experiments,aber die letzten 48h knapp waren sehr angenehm,trotz sogar Schlafmangel,da ich zeitgleichg permanent Kaffee getrunken habe.Den letzten um ca 17 Uhr.seid dem nur die 40mg/h Pipamperon nasal.
    Bin gespannt wann ich jetzt müde werde,wobei ich die Leere im Kopf sehr genieße und nivcht das Bedürfnis habe die zu beenden,denn nach dem Schlaf kann das schon wieder ganz anders aussehen.

    @Prof.Klimke was meinen sie zu dieser Form der Medikamenteneinnahme bei Bedarfsmedikamenten.Bin mir sicher das ich mir das nicht einbilde.Mir hilft es gerade sehr,im Vergleich zu der wirgungslosen Dosierung und Verschreibung meiner Ärzte.
    Nach 17 Jahren Grenzerfahrung und Krankheit,kann ich mich recht gut behandeln und einschätzen.
    Gruß

    #14891
    Anonym

      Hallo,
      es kann sein dass die Resorption durch die Schleimhäute erfolgt und man damit den Abbau in der Leber (sogenannter first pass effekt) umgeht so dass die Substanzen direkt in das Blut aufgenommen und eben auch nicht sehr ausgeprägt abgebaut werden. Normalerweise geht ja der Blutstrom vom Darm in die Leber und dort findet eine erste Verstoffwechselung statt.
      Wissen tue ich das aber leider nicht genau. Man könnte theoretisch auch die Herstellerfirma fragen.
      MfG

      #14895
      Anonym

        Hallo nochmal,
        hier gibt es eine ganz gute Übersichtsarbeit 2017 dazu aus der Notfallmedizin:

        https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28259526

        Also kurz in Deutsch: die Nasenschleimhaut ist gut durchblutet und der Riechnerv hat eine direkte Verbindung zum Zentralnervensystem, geht am first-pass Stoffwechsel (der Leber) vorbei, und führt zu Wirkungen vergleichbar der intravenösen Verabreichung. Diese Wirkung verkürzt Verzögerungen in der Medikamentenwirkung nach Verabreichung…Es wurde für die Medikamente Midazolam, Lorazepam, Flumazenil, einige weitere Opiate und Drogen und für Haloperidol gezeigt, dass diese Verabreichungsform eine sichere Applikationsform ist, vergleichbar der intravenösen oder intramuskulären Verabreichung.
        Kann also sehr gut sein, was Sie schreiben. Ich halte es sogar für wahrscheinlich.

        „The nasal mucosa is highly vascularized, and the olfactory tissues provide a direct conduit to the central nervous system, bypass first-pass metabolism, and lead to an onset of action similar to IV drug administration. This route of administration has also been shown to decrease delays in drug administration, which can have a profound impact in a variety of emergent scenarios, such as seizures, acutely agitated or combative patients, and trauma management. IN administration of midazolam, lorazepam, flumazenil, dexmedetomidine, ketamine, fentanyl, hydromorphone, butorphanol, naloxone, insulin, and haloperidol has been shown to be a safe, effective alternative to IM or IV administration. As the use of IN medications becomes a more common route of administration in the emergency department setting, and in prehospital and outpatient settings, it is increasingly important for providers to become more familiar with the nuances of this novel route of medication delivery.
        CONCLUSIONS:

        IN administration of the reviewed medications has been shown to be a safe and effective alternative to IM or IV administration. Use of IN is becoming more commonplace in the emergency department setting and in prehospital settings.

        #14898

        habe das „experiment“ jetzt beendet,da sich die gefahren allmählich bemerkbar machen.brennende nasenschleimhaut mit blut und beginnende heiserkeit,da die teilchen eingeatmet werden beim ziehen.
        dasrum rate ich doch von ab!
        die wirkung ist bei ca 12 40er tabletten in knapp 48h zwar wie beschrieben,aber auf dauer nicht empfehlenswert.
        mal eins werde ich es wahrscheinlich noch machen,an einem abend oder so mit längeren pausen zwischen.

        • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Jahre, 1 Monat von N3RO.
        #14900

        Vorausgesetzt, der Wirkstoff geht ‚durch die Nase‘ eingenommen vollständig in den Blutkreislauf über, führt das eventuell zu einem höheren Wirkstoffspiegel im Blut im Vergleich zur ’normalen‘ Einnahme.

        Auf normalem Weg über das Verdauungssystem muss der Wirkstoff zunächst mal durch die Leber, und wird da z. T. schon abgebaut, noch bevor er in den Blutkreislauf gelangt. (First-Pass-Effekt) . Solche Effekte sind aber natürlich in den Wirkstoffgehalt der Tabletten schon mit ‚einberechnet‘

        Letztendlich hat das ‚ziehen‘ dann wohl den gleichen Effekt wie wenn Du eine entsprechend höhere Dosis ganz ’normal‘ schlucken würdest, von daher ist das mit Sicherheit mit Vorsicht zu genießen. Von eventuellen Begleiterscheinungen, die durch die etwas unorthodoxe Einnahmeform zusätzlich auftreten könnten mal abgesehen. :scratch:

        #14902
        Anonym

          Man müsste das natürlich auflösen und nicht gemahlenen Tablettenstaub hineinziehen mit allen möglichen unangenehmen Zusatzstoffen.

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