Befragung Psychologische Hochschule Berlin

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  • #216865

    Sehr geehrtes Team „Schizophrenie-Online“,

    mit Freude sind wir auf Ihre Website aufmerksam geworden, da auch uns die Perspektive von Menschen mit psychischen Erkrankungen, sowie das Engagement gegen Stigmatisierung von Betroffenen am Herzen liegt.

    Wir kontaktieren Sie, da wir uns in einer aktuellen deutschlandweiten Online-Befragung für Stigmatisierungserfahrungen von Menschen mit psychischen Erkrankungen im somatischen Gesundheitssystem interessieren. Wir möchten hierbei Probleme bei der Versorgung körperlicher Erkrankungen betrachten (und nicht etwaige Probleme hinsichtlich psychiatrischer oder psychotherapeutischer Versorgung).

    Wir verstehen Stigmatisierung als erhebliche soziale Ungerechtigkeit, die besonders für Betroffene, aber auch gesamtgesellschaftlich gravierende Folgen hat. Aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus anderen Ländern gehen wir davon aus, dass die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen auch in Deutschland die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie die Behandlungsqualität erheblich reduziert. Dies hat vor allem zwei Folgen: Eine zunehmende Demoralisierung und eine schlechtere körperliche Gesundheit von Menschen mit psychischen Erkrankungen. 

    Ziel dieser Befragung ist es daher, einen ersten Eindruck über den Ist-Zustand in Deutschland zu ermitteln, um eine gute Grundlage für effiziente Anti-Stigmatisierungsmaßnahmen zu schaffen. Die Befragung haben wir übrigens mit Expert:innen und Betroffenen im Vorfeld abgestimmt.

    Je mehr Betroffene bei der Befragung teilnehmen, desto besser können wir uns ein Bild davon machen, welche Erfahrungen Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Versorgung körperlicher Erkrankungen gemacht haben. Teilnehmen können alle Personen, bei denen bereits eine psychische Diagnose gestellt wurde und die mindestens 18 Jahre alt sind. 

    Wir möchten hiermit freundlich darum bitten, unsere Umfrage an Ihre Mitglieder und weitere mögliche Betroffene weiterzuleiten. Zur Umfrage gelangt man über folgenden Link: 

    https://www.soscisurvey.de/Stigmatisierungserfahrungen/

    Uns interessieren die Erfahrungen ganz unabhängig davon, ob die Teilnehmer:innen noch nie oder schon sehr häufig stigmatisierende Erfahrungen in der Gesundheitsversorgung gemacht haben. Teilen Sie den Link deshalb auch gerne mit weiteren Personen, die für diese Befragung Erfahrungen teilen können.

    Mit der Teilnahme an der Befragung kann ein wichtiger Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen geleistet werden. Die Befragung dauert maximal ca. 10 Minuten.

    Wir würden uns sehr über eine Verbreitung dieser Einladung freuen! Melden Sie sich gerne jederzeit bei uns, wenn Sie Rückmeldungen oder Fragen haben.

     

    Vielen Dank und alles Gute!

    M.Sc. Naomi-Pua’nani Jiménez, M.Sc. Michael Strunz und Prof. Dr. Frank Jacobi (Psychologische Hochschule Berlin)

    #216875

    Es wäre für mich hilfreich gewesen, wenn bei jeder Frage ausdrücklich „medizinisches Personal in der körperlichen Gesundheitsversorgung“ gestanden hätte und nicht nur „medizinisches Personal“.

    So habe ich leider meine Erfahrungen in psychiatrischen Kliniken mit aufgezählt. Das Detail war mir beim Querlesen des Eingangsposts leider entgangen…

    Ich bin froh, dass ich durch diese Befragung auf die negative Erfahrung mit dem Kinderwunschzentrum hinweisen konnte.

    Leider habe ich fast 40 Minuten benötigt und nicht nur 10 Minuten, wie angegeben. Scheinbar brauche ich oft länger als der Duchschnitt bei solchen Befragungen.

    #216892

    Ausgefüllt.

    #216950

    mit Freude sind wir auf Ihre Website aufmerksam geworden, da auch uns die Perspektive von Menschen mit psychischen Erkrankungen, sowie das Engagement gegen Stigmatisierung von Betroffenen am Herzen liegt. Wir kontaktieren Sie, da wir uns in einer aktuellen deutschlandweiten Online-Befragung für Stigmatisierungserfahrungen von Menschen mit psychischen Erkrankungen im somatischen Gesundheitssystem interessieren. Wir möchten hierbei Probleme bei der Versorgung körperlicher Erkrankungen betrachten (und nicht etwaige Probleme hinsichtlich psychiatrischer oder psychotherapeutischer Versorgung).

    naja, konnte es nicht lassen trotzdem auf den Putz zu hauen was Psychiatrie angeht.

    Sonst ausgefüllt und vielen Dank dafür

     


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    #217084

    Das war easy.

    #217837

    Müsste bei der Befragung auch noch mitmachen. Ich hab ja öfters Probleme mit Ärzten. Die stellen zum Teil meiner Meinung absichtlich falsche Diagnosen oder verarzten mich nicht richtig. Nur sagen sie halt nie dazu, dass sie mich wegen meiner psychischen Erkrankung so blöd behandeln. Die wissen ja, dass das rechtlich nicht in Ordnung wäre.

    Was soll ich dann überhaupt in der Befragung schreiben? Beweisen kann ich denen ja nichts.

    ZB.:

    Große Dornwarze auf der Fußsohle. Hautarzt sagt, das ist ein Hühnerauge und wird mit der Zeit bis runter auf den Knochen gehen, aber er wird daran nichts machen. Die Dornwarze hab ich bis heute. Hab probiert, sie mit Warzentinktur wegzukriegen, aber sie wächst nach einer Weile einfach wieder weiter. Traue mich gar nicht mehr, zu einem Hautarzt zu gehen.

    Venenspezialist nach der Stripping-OP, sagt mir auf meine Nachfrage, warum ich nun immer noch Schmerzen in der Wade habe, da könnte man nichts machen und ich würde seeehr viel später davon wahrscheinlich ein offenes Bein bekommen. Er hatte die Strippingwunden auch nicht vernäht, sondern sie nur geklebt, sodass ich an den Stellen bis heute Vertiefungen in der Haut habe. Meine Mutter und mein Bruder hatten woanders Stripping. Dort wurden die Narben genäht und man sah hinterher kaum noch etwas.

    Zahnarzt schleift mir je eine Ecke von beiden äußeren Schneidezähnen ab und seine MTA macht mir bei der professionellen Zahnreinigung Riefen in den unteren Rand der Zähne. Die Riefen können nicht durch Abnutzung entstanden sein, denn ich hatte dann plötzlich auch eine Riefe in einer Zahnkrone. Hab ich alles erst hinterher zu Hause bemerkt. Ich traute mich aber nicht, daraufhin etwas zu unternehmen.

    Orthopäde (Durchgangsarzt) behauptet, ich würde meine Krücke auf der falschen Seite benutzen und verweigert mir eine Verordnung fürs Taxi, obwohl ich wegen einem verdrehten Knie kaum gehen kann. Das ging dann eine ganze Zeit noch so weiter, weil ich in der Praxis bleiben musste, weil es als Arbeitswegeunfall geführt wurde.

    Und so weiter…!

    Die kannten alle meine Diagnose, paranoide Schizophrenie. Dann dürfte denen auch klar gewesen sein, wie so jemand wie ich eventuell auf so was reagieren könnte, nämlich, dass ich ausrasten könnte. Hab ich natürlich nicht! Ich bin ja nicht doof. Hab keine Lust, mit der Polizei in die Klapse zu wandern.

    Im Real Life bin ich leider nicht gerade die Mutigste! Sonst hätte ich das zumindest mal der Krankenkasse gemeldet. Die wissen eh, was mit mir ist.

    Das alles führt dazu, dass ich inzwischen sehr ungern zu Ärzten gehe. :negative:

    Grüßle von Molly

    400mg Amisulprid 1-0-0-0

    Blutdrucksenker: 4mg Doxagamma 1-0-1-0, 5mg Ramipril 1-0-1-0, 25 mg HCT als Diuretikum 1-0-0-0

    #219800
    Isa

    Eigentlich hatte ich nie Probleme mit Ärzten, auch wenn sie meine Diagnose kannten, aber bei meiner Knie Op in Germersheim war dieser Dr. Schoirer, der mich total diskriminierend behandelte. Sätze wie, da nützt ihnen ihre psychiatrische Diagnose auch nichts und kaum Schmerzmittel, weil angeblich ich schon so viel Psychopharmaka bekäme und so weiter. Er war aggressiv und arrogant zu mir.

    Außerdem wurde meine Reha abgelehnt wegen meiner psychiatrischen Diagnose. Das war der Gipfel. Dieser Doktor in Germersheim meinte nur lapidar dazu: die müssen sie nicht nehmen, die sind nicht verpflichtend dazu. Alles absolut diskriminierend.  Hab mich auch nie beschwert, hab Angst, dass ich dann nicht für voll genommen werde. Der Operateur meinte zwar, ich solle das der Geschäftsleitung melden, aber ich glaube nicht, dass es was bewirkt.

    #220692

    Zu meiner Hausärztin gehe ich seit 5 Jahren. Ich habe immer mehr den Eindruck, sie hat was gegen seelisch Kranke. Jetzt hat sie mir gesagt, daß der Betablocker gegen zu hohen Blutdruck, den ich nehme, nicht wirksam ist und sie einen Wechsel des Medikamentes vornehmen will. Warum will sie das erst jetzt machen und nicht schon vor 5 Jahren? Da gab es wirksamere Medikamente auch schon. Sie fragte mich auch, warum ich den Betablocker denn nehme. Also sie verschreibt ihn mir sei 5 Jahren und weiß nicht mal, warum. Das ist lächerlich und ärgerlich zugleich. Ich habe keinen Bock mehr und werde mir einen neuen Hausarzt suchen.

    Ich hatte bei Ihrer Tresenschwester mal kritisiert, daß dort 4 Wochen niemand ans Telefon gegangen war nach vielen Anrufversuchen meinerseits (sie kann nicht wissen, wer am Telefon ist, das ist klar). Aber diese Schwester sagte zu mir, wenn ihnen das nicht gefällt, dann suchen sie sich doch einen anderen Hausarzt. Leider hatte ich da versäumt, Arschloch zu ihr zu sagen.

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