Abgestumpftes Denken unter NL?

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  • #233467

    Hallo, heute wende ich mich an euch wegen ,,abgestumpfter??” Denklogik unter NL und hoffe dem Phänomen einen Namen geben zu können, kennt das wer?

     

    (….)

    Anmerkung: Das hier ist ein öffentlicher Bereich, daher habe ich hier etwas eliminiert

    • Dieses Thema wurde geändert vor 1 Jahr, 7 Monate von Museumsmensch. Grund: Forumsbesucher
    #233507
    Anonym

      Man darf nicht vergessen dass man sowohl als auch und von Schizophrenie abstumpft, von Medikamenten abstumpft und von beiden gleichzeitig auch.

      Das ist das altbekannte Zombiemodusproblem

       

      #233508
      Anonym

        Kenne ich nicht. Was aber nachgelassen hat ist lesen,  also kognitives denken.

        #233509

        Man wird halt emotionslos ein stückweit und reagiert des Öfteren falsch! Aus Deinem Beispiel sehe ich eher eine Gedankeneingebung, die völlig irrational ist!

        Abstumpfung bedeutet für mich, dass man zum Beispiel nicht mehr mit lachen kann, oder wichtige Dinge einfach emotionslos passieren lässt! Damit habe ich zum Beispiel Probleme.

        #233535

        Nee, meine Gedanken waren immer meine eigenen.

        #233543

        Hallo @Museumsmensch,

        ich denke, dass sowohl die Stress- und Psychoseanfälligkeit als auch die Behandlung mit (zu viel) NLs dazu führen können, dass Betroffene Informationen vergleichsweise nicht gut miteinander verknüpfen können.

        Vor einer Weile hatte ich auch gepostet:

        Ich glaube, für Recovery ist es wesentlich, wohltuende Verbindungen im eigenen Kopf und mit der Außenwelt wieder(!)herzustellen. Ein Mangel an solchen Verbindungen macht uns seelisch krank – meine Theorie.

        Ein Mangel an gesunden Verknüpfungen von Informationen im eigenen Kopf und mit der Umwelt ist krankmachend, zugleich ist es erschwert, gesunde Verknüpfungen von Informationen herzustellen, wenn eine erhöhte Stress- und Psychoseanfälligkeit vorliegt und/oder die Dosis der NLs und anderen Psychopharmaka zu hoch ist.

        Ich vermute, das „Verknüpfungsproblem“ ist Ursache und Symptom zugleich.

        Liebe Grüße,
        Mowa

        #233547

         

        hmm :scratch:

        • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 7 Monate von Museumsmensch.
        #233554

        hm, mir ist für mich etwas aufgefallen, das ich nun mal an einem beispiel aufzeige. wenn ich in der schule am gymnasium einen vortrag halten sollte über – ein genau abgestecktes thema – dieses thema bei mir aber nicht so abzustecken war, sondern anderen grenzen hatte und/ oder gewichtungen, dann habe ich mich meine eigenen grenzen getraut, mit dem stoff umzugehen. irgendwann nach psychosebeginn – an einem punkt danach – war es so, dass ich, wenn ich ein so vorgegebenes thema hatte, ich nur sah, ok, das passt bei mir nicht, also mache ich es passend, jedoch andersherum, ich passte meinen stoff an die vorgegebene thematik an, sah nur noch das schwarzweiß des vorgegebenen. das musste ich dann erst wieder lernen. das auf mich vertrauen. wie, ist vielleicht auch ganz interessant … und es ist auch interessant, wie es – durch die psychose oder sekundäre erscheinungen, zu dem beispiel in der mitte kam, finde ich.


        Was sind Gedichte anderes
        als eine Operation am offenen Herzen?
        Vor aller Augen
        Und es ist dein eigenes Herz.
        „Eingriff“, Dilek Mayatürk-Yüzel

        #233557

        Also abgestumpft sind meine Emotionen, wie @Metalhead666 schon geschrieben hat. Im Denken bin ich etwas langsamer als zu früheren Zeiten. Es gibt aber Tageszeiten, wo es besser ist. Das hängt wohl mit dem Medikamentenspiegel zusammen, aber auch mit meinem Biorythmus.

        #233610

        Ich kenne das Phänomen auch. Das Denken verliert durch Psychose und Medikamente an Tiefe, und man kann unkonzentriert werden und leichter Fehler machen. Auch die Aufmerksamkeit und Wachheit spielen glaube ich eine Rolle, also auch die Verfassung, in der man gerade ist.

        Ich glaube das Problem kann sich mit der Zeit legen, durch Gewöhnung, und vor allem durch Arbeit, die die Fähigkeiten stimuliert und wachhält. Ausserdem hat mir sehr geholfen, die niedrigst nötige NL Dosis für mich zu finden, so dass die Einschränkungen wegen der Medikamente nicht mehr ganz so stark waren.

        Also manche Menschen sind vielleicht mehr systematisch, andere mehr intuitiv/kreativ. Bei Systematikern ist es dann so, dass sich Fehler oder Unterbrechungen einschleichen können wenn die Wachheit fehlt. Ich war glaube ich immer eher intuitiv, und habe vor, während und nach der Erkrankung merken müssen, dass die Fähigkeiten gehemmt waren, ich konnte jahrelang schlichtweg gar nichts mehr. Das kann sich aber mit der Zeit legen. Bei vielem war es eher so, dass ich mir selbst im Wege stand, und durch das Aufgeben oder Überwinden der Hemmungen und Zweifel nach und nach wieder Zugriff auf meine alten Fähigkeiten gewinnen konnte.

        Durch die Einschränkungen in Konzentration usw. muss man aber vielleicht etwas mehr Geduld haben als vor der Erkrankung. Auch ist mir aufgefallen, dass viele Fähigkeiten erst mal verloren schienen, aber wenn ich mich wirklich wieder hingesetzt habe und geübt usw., platzt irgendwann nach einigen Sessions der Knoten, und ich konnte wieder, zumindest wie mein Zustand erlaubt.

        Auch neue Sachen lernen geht noch, aber evtl. mit etwas mehr Geduld, vor allem um anfangs richtig reinzukommen. Wie gesagt, das grösste Problem bei mir war, dass ich dachte ich konnte nicht mehr, und immerzu mit allen möglichen Zweifeln abgelenkt war, anstatt mich zu konzentrieren. Das zermürbt, aber wenn man einfach immer dranbleibt und bei der Sache zu bleiben versucht, kann sich das irgendwann nach und nach legen.

        #233787

        angeregt durch meinen eigenen post hier, denke ich darüber nach, ob ich mehr durch imitation oder eigenes denken lerne.


        Was sind Gedichte anderes
        als eine Operation am offenen Herzen?
        Vor aller Augen
        Und es ist dein eigenes Herz.
        „Eingriff“, Dilek Mayatürk-Yüzel

        #233809

        bei mir kommt das abgestumpfte denken zu 100% von den Medis. Das weiß ich weil ich die Medis nicht immer genommen hab. Jetzt brauche ich sie aber.


        alles was man in die Psychose an Energie reinsteckt bekommt man zurück – Alter Spruch von Psychotikern.

        Keep it simple and stupid (Halte es einfach und dumm).

        #233889

        Ich bin halt oft schlapp und müde. Wahrscheinlich schon Medikamentenbedingt. Da stumpft dann eben auch das Denken ab… :scratch:


        Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
        Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
        Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
        Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
        Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
        Ab 12.05. nur noch 500 mg Amisulprid

        #233948
        Isa

          Ich bin zur Zeit sehr abgestumpft durc/ das Haldol. Funktioniere nur noch. Lesen ist ganz unmöglich, aber ich bemühe mich.

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