Home › Foren › Selbsthilfe und Genesungsbegleitung (öffentlich) › Notizen von Mowa – Teil 3
- Dieses Thema hat 1682 Antworten sowie 44 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 7 Monate von
Mowa aktualisiert.
-
AutorBeiträge
-
04/03/2024 um 7:33 Uhr #334589
Anonym
Wünsche dir einen guten Wochenbeginn liebe mowa. Viel Power und aber auch Pause für deine Arbeit.
LG,blaustern
05/03/2024 um 5:04 Uhr #334725Danke schön liebe Blaustern
Gestern war der Tag für mich anstrengend!
Am Wochenende war das Wetter schön, viele Leute waren auf der Neckarwiese unterwegs und haben die Mülleimer überall, vor allem auf der Seite der Neckarwiese, wo es auch Grillplätze gibt, überquillen lassen. Vieles davon waren auch Essenreste, und Chanchan fand sie so spannend, dass sie mehrfach vom Beachvolleyballplatz abgehauen ist, um zu den herumliegenden Abfällen zu rennen.
Auf den Rückruf hat sie in dieser Situation gestern Morgen leider nicht mehr gehört.
Als ich Chanchan zum 3. Mal an die Leine genommen habe, um endgültig nach Hause zu gehen, habe ich beobachtet, wie sie einen 5 bis 10 cm langen Knochen verschlungen hat. Ich weiß nicht, was sie sonst noch gefressen hat, aber sie hechelte zu Hause stark, so dass ich mit Chanchan sofort zur Tierärztin gefahren bin.
Die Tierärztin hat gemeint, wenn Chanchan den Knochen verschluckt habe, könne er mit ein wenig Zeit verdaut werden. Um sicher zu gehen, dass Chanchan sonst nichts Gefährliches gefressen habe, werde sie ein Röntgenbild machen, womit ich einverstanden war, da ich kaum mitbekommen hatte, welchen Müll Chanchan gefressen hatte.
Ich habe dann im Wartezimmer gewartet, und mehrfach hat Chanchan geschrien, und es klang, als würde sie um ihr Leben schreien. Dann haben wir die seitliche Röntgenaufnahme besprochen, dass da Knochenreste zu sehen sind, die klein zu sein scheinen. Die 2. Schicht wurde nicht mehr versucht aufzunehmen, da Chanchan sich auf den Rücken hätte liegen müssen, und sie schon in der Seitenlage Panik bekommen hat.
Die Tierärztin hat mir noch den Tipp gegeben, Chanchan 2 Tage lang Sauerkraut zu füttern, damit der Knochen schneller ausgeschieden wird. Ich habe noch Wurmkurtabletten und Zeckenschutztabletten mitgenommen, weshalb ich sowieso in den kommenden 1, 2 Wochen in die Tierarztpraxis gefahren wäre.
Ja, und um eine digitale Kopie des Röntgenbildes habe ich gebeten, weil es mich beeindruckt hat. Am Nachmittag habe ich das Röntgenbild dann tatsächlich erhalten

Es war schon nach 11 Uhr, als wir endlich zu Hause angekommen sind. Um 11:30 Uhr habe ich dann meine Arbeit aufgenommen und habe bis 15:30 Uhr im neuen Betriebsratsbüro gearbeitet.
Um 18 Uhr bin ich dann nochmal mit Chanchan raus, damit sie sich lösen konnte. Sonst gehe ich um 16 Uhr mit ihr raus, aber ich war da noch richtig k.o. Ich habe meinen Mann gebeten, ab jetzt auch den Nachmittagsspaziergang mit Chanchan zu übernehmen, weil ich zu müde bin, wenn ich arbeiten muss.
Zum Glück habe ich gut geschlafen. Später am Abend hat mich mein Mann geweckt, weil Chanchan im Flur getobt hat, indem sie noch mehr Tapete von der Wand abgerissen, ein Taschentuch zerfetzt und eine Socke nass geleckt und damit gespielt usw. hat.
Ich meine, in den letzten Tagen hat sich das Verhalten von Chanchan deutlich verändert. Sie hört weniger auf den Rückruf, ist oft unruhig und macht öfter gerne Dinge kaputt, und sie sucht auch öfter Körperkontakt. Beim Junghundekurs am vergangenen Freitag hat ein Rüde immer wieder versucht, sie zu besteigen.
Vielleicht ist Chanchan bereits in der Vorphase ihrer ersten Läufigkeit, und ich vermute auch, dass die Pubertät sich langsam bemerkbar macht.
Biko, die mit Chanchan geboren wurde und bei den Züchtern geblieben ist, ist vor 3 oder 4 Wochen läufig geworden, und ihre 1 Jahr ältere Schwester, die ebenfalls bei den Züchtern lebt, ist genauso bereits im 6. Monat läufig geworden. Die Mutterhündin soll im 7. Monat läufig geworden sein, und Chanchan ist jetzt so alt.
05/03/2024 um 6:28 Uhr #334730Guten Morgen liebe @Mowa,
das klingt ja leider nicht gut mit dem Müll an der Neckarwiese und dass Chanchan so scharf drauf ist.
Da habt ihr ja gestern beide eine Tourtour beim Röntgen erlebt. Das wird schon gut gehen mit dem Knochen verdauen. Hoffentlich erholt sich Chancan gut von dem Stress mit dem Röntgen, dass sie nun nicht immer Ängste bei der Tierärztin hat und dass mit dem Knochen verdauen alles gut geht.
Es schien Chanchan ja gestern Abend schon wieder besser zu gehen, wenn sie soviel Energie hatte.
Blöd mit den Tapeten. Sieht so aus, als hättet ihr nun eine Teeniehündin in Pubertät. Das wird noch spannend.
Während der Läufigkeit habe ich unsere Hündin bei Spaziergängen meist an der Leine gelassen, weil sie dann auch erfinderisch wurde, auszubüchsen und nicht so gut hörte wie sonst. Außerdem werden dann manche Rüden ganz fix.
Ich wünsche euch beiden gute Besserung und dass du wieder fitter wirst.
Schönen Tag dir.
Liebe Grüße Pia
Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:
05/03/2024 um 6:46 Uhr #334733
Anonym
Gut das es noch glimpflich ausgegangen ist liebe mowa.
Hunde halten kostet echt etwas mehr an Energie und Geld als bei Hauskatze im Durchschnitt.
Gut das du dich so kümmerst.
Das ging schnell ,kaum ein Baby jetzt in der Pubertät wuff.
05/03/2024 um 8:05 Uhr #334739Hoffentlich kommt ihr ohne Unfall durch die Läufigkeit! Ein Wurf kleine Hundchen könnte ziemlich anstrenged werden…
07/03/2024 um 7:14 Uhr #335053Danke liebe @Pia, liebe Blaustern und liebe @Molly
Gestern war ich von 8 Uhr bis 14:30 Uhr für den Betriebsrat unterwegs, und ich war auf einem jährlichen Treffen in einem anderen Institut. Der Austausch war sehr hilfreich für mich und unseren Betriebsrat. Wir hatten auch das Privileg, eine kurze Filmvorführung über das James-Webb-Weltraumteleskop im planetariumsähnlichen Hörsaal zu sehen. Ich habe gesehen, dass es dort auch öffentliche Veranstaltungen gibt. Vielleicht kann ich dort noch einmal mit meinem Mann hingehen.
Wegen des Treffens war ich mit Chanchan schon vor 7 Uhr auf der Neckarwiese und konnte gerade noch zu Hause meinen Rucksack packen und um 8 Uhr zum Bus eilen. Wir haben die neue runde Biothane-Schleppleine (15 m lang, 6 mm Durchmesser) getestet, weil sie weniger Schlingen um die Pfoten anderer Hunde und die Beine anderer Hundebesitzer erzeugen soll. Mal sehen, die Leine scheint für Chanchan ein bisschen schwer zu sein. Dann haben wir Rückrufübungen gemacht, wobei ich hin und her gerannt bin und außer Atem war.
Als ich am Nachmittag nach Hause gekommen bin, war ich k.o. Mein Mann hat mir vorgeworfen, dass ich mich von ihm abgewandt habe, und mir gesagt, ich solle gleich mit dem Hund rausgehen. Es dauerte nicht lange, bis ich ausgerastet bin und es gab einen heftigen Streit. Auch Chanchan war unruhig. Wir haben dann etwas Ungesundes zum Abendessen bestellt und gegessen, dann noch ein paar Gespräche geführt und uns schließlich beruhigt und versöhnt, zum Glück.
Ich habe noch etwas Karaoke gesungen und bin um 21.30 Uhr mit Chanchan ausgegangen, weil mein Mann k.o. war.
Mal sehen, wie sich der Tag heute entwickelt. Ich konnte recht gut schlafen, aber ich fühle mich immer noch ausgelaugt, was wahrscheinlich eine Nachwirkung des gestrigen Streits ist. Ich werde gleich mit Chanchan zum Hundetreff laufen und werde wieder die Biothane-Schleppleine mitnehmen.
Allmählich gelange ich zu der Überzeugung, dass die Welt, in der ich lebe, ein lebensfeindlicher Ort ist und dass das Leben ein Elend ist. Der Trost ist die Freundlichkeit und Schönheit, die hin und wieder durchschimmert, fast wie zufällig.
07/03/2024 um 8:03 Uhr #335054
Anonym
Allmählich gelange ich zu der Überzeugung, dass die Welt, in der ich lebe, ein lebensfeindlicher Ort ist und dass das Leben ein Elend ist. Der Trost ist die Freundlichkeit und Schönheit, die hin und wieder durchschimmert, fast wie zufällig.
Fas macht mich richtig betroffen das du momentan so traurig denkst.
Eine Nachwirkungen vielleicht vom Stress der Arbeit, Hund Erziehung, und mit Mann Streit haben.
Ich hoffe es für dich das du wieder länger mehr Licht in deinem Leben spürst.
LG,blaustern
07/03/2024 um 20:42 Uhr #335193Als ich am Nachmittag nach Hause gekommen bin, war ich k.o. Mein Mann hat mir vorgeworfen, dass ich mich von ihm abgewandt habe, und mir gesagt, ich solle gleich mit dem Hund rausgehen. Es dauerte nicht lange, bis ich ausgerastet bin und es gab einen heftigen Streit. Auch Chanchan war unruhig. Wir haben dann etwas Ungesundes zum Abendessen bestellt und gegessen, dann noch ein paar Gespräche geführt und uns schließlich beruhigt und versöhnt, zum Glück.
Ich reagiere auch empfindlicher, wenn ich müde und/oder gestresst bin. Das ging mir heute mit meinem Infekt so. Ich denke, dann möchte man einfach nur seine Ruhe und anderes wirkt dahingehend störend…
Allmählich gelange ich zu der Überzeugung, dass die Welt, in der ich lebe, ein lebensfeindlicher Ort ist und dass das Leben ein Elend ist. Der Trost ist die Freundlichkeit und Schönheit, die hin und wieder durchschimmert, fast wie zufällig.
Eigentlich geht es uns ja ziemlich gut. Ich frage mich, wie es wird, wenn der Klimawandel richtig zuschlägt und die Ressourcen knapp werden. Ansonsten gehört zum Leben ja auch das Überleben und es gibt tatsächlich viele Gefahren.
Ich wollte noch einen Podcast zu Roger Penrose mit dir teilen (Link). Ich meine wir hatten irgendwo mal die Frage, wie Quantenmechanik und Psyche zusammenhängen oder so ähnlich. Jedenfalls hat sich Penrose da wohl ein paar Gedanken zum menschlichen Bewusstsein im Zusammenhang mit der Quantenmechanik gemacht. Vielleicht findest du das ja auch interessant
07/03/2024 um 21:30 Uhr #335206Ich denke, momentan leben wir in einer noch einigermaßen guten Zeit. Vielleicht wir es aber demnächst zum Zusammenstoß zwischen den Russen und der Nato kommen. Dann gnade uns Gott… und den gibt es ja nicht…
Hoffentlich kommen wir um einen Krieg herum…
Private Streitigkeiten und Probleme im Job sind gegen sowas einfach nur Kinikerlitzchen.
10/03/2024 um 1:11 Uhr #335481
Anonym
Liebe mowa hab einen schönen Sonntag mit deinem Mann und Hund.
@molly ich finde unser alltägliches Leben sehr wohl berechtigt herausfordernd zu sein.10/03/2024 um 6:35 Uhr #335487Sehr lieb, danke schön Blaustern
Allmählich gelange ich zu der Überzeugung, dass die Welt, in der ich lebe, ein lebensfeindlicher Ort ist und dass das Leben ein Elend ist. Der Trost ist die Freundlichkeit und Schönheit, die hin und wieder durchschimmert, fast wie zufällig.
OK. Ich habe zwar nicht erklärt, wie ich das meine. Aber ich habe auch nicht geschrieben, meine momentane persönliche Situation sei elendig im Vergleich zum Elend der Welt.
Eigentlich geht es uns ja ziemlich gut.
Private Streitigkeiten und Probleme im Job sind gegen sowas einfach nur Kinikerlitzchen.
Daher verstehe ich nicht, @Molly und @Dopplereffekt, was Euch dazu veranlasst hat, nur meine momentane persönliche Situation heranzuziehen, um bagatellisierend zu relativieren.
Abgesehen davon finde ich es voll in Ordnung, wenn in meinem Leben nur die von mir persönlich erlebte Welt für mich eine Rolle spielt. Kann es überhaupt anders sein? Ich glaube nicht
Ich wollte noch einen Podcast zu Roger Penrose mit dir teilen
Danke Dopplereffekt, das klingt spannend!
Nachdem eines der Chanchan-Videos Zuschauer in Indien und Brasilien gefunden hatte und die Zahl der Aufrufe in die Tausende geschnellt war, habe ich den Kanal umgestaltet.
Ich habe nicht viel Zeit um den Kanal zu pflegen, werde aber dennoch versuchen, regelmäßiger Videos zu veröffentlichen.
Hier sind schon mal zwei neue von gestern
10/03/2024 um 7:30 Uhr #335488Daher verstehe ich nicht, Molly und Dopplereffekt, was Euch dazu veranlasst hat, nur meine momentane persönliche Situation heranzuziehen
Evtl weil du in der ICH Form schreibst und der zweite Satz ja nur deine persönliche Sicht widerspiegelt?
Allmählich gelange ich zu der Überzeugung, dass die Welt, in der ich lebe, ein lebensfeindlicher Ort ist und dass das Leben ein Elend ist. Der Trost ist die Freundlichkeit und Schönheit, die hin und wieder durchschimmert, fast wie zufällig.
Dem „bagatellisierend zu relativieren“ stelle ich an der Stelle „verallgemeinernd übertreiben“ gegenüber
10/03/2024 um 10:59 Uhr #335503Daher verstehe ich nicht, @Molly und @Dopplereffekt, was Euch dazu veranlasst hat, nur meine momentane persönliche Situation heranzuziehen, um bagatellisierend zu relativieren.
Das war von mir nicht bagatellisierend gemeint. Hier nochmal mein ganzer Text dazu:
Eigentlich geht es uns ja ziemlich gut. Ich frage mich, wie es wird, wenn der Klimawandel richtig zuschlägt und die Ressourcen knapp werden. Ansonsten gehört zum Leben ja auch das Überleben und es gibt tatsächlich viele Gefahren.
Mit „eigentlich“ habe ich ja auch ausgedrückt, dass das nicht unbedingt so sein muss. Mit Blick auf die Zukunft sehe ich meinen Text nicht als bagatellisierend, sondern höchstens als relativierend. Mit dem Überleben wollte ich mich auf dein „lebensfeindlich“ beziehen und zwar in etwa in der Richtung „survival of the fittest“. Grundsätzlich ist Leben für mich mit Anstrengung und Gefahr verbunden. Darin sehe ich keine Bagatellisierung.
Relativierend würde ich aber auch sagen, dass wir es im Vergleich zu früheren (und späteren?) Generationen mit der ganzen Technik, die uns zur Verfügung steht, etwas leichter haben. Damit meine ich die gute Nahrungsmittelversorgung, Medizin, Wohnungen etc. . „Wir“ heißt dann auch, „wir“ in den Industrieländern und selbst da leider nicht alle.
Ich denke eigentlich, dass ich deinen ursprünglichen Text ganz gut verstehen konnte und ich habe ihn nicht als reines Selbstmitleid gesehen. Es ist aber auch schwer sich in reiner Textform hier im Forum, völlig unmissverständlich und gleichzeitig differenziert und mitfühlend auszudrücken, wenn es um sensible Themen geht.
Danke Dopplereffekt, das klingt spannend!
Erst später habe ich bei dem Link die Kritik von Hawking an Penrose gelesen. Hawking findet die Ideen anscheinend nicht wissenschaftlich genug. In dem Text zum Podcast steht für Hawking klinge es nach Hexerei. Tatsächlich erschien mir das was Penrose da zum Bewusstsein und zur Quantenmechanik gesagt hat auch sehr ungenau und eher als eine vage Idee. Der Podcast laut Link vom 4.10.2022. Mich würde es auch interessieren, ob sich die Ansichten (von Penrose) nach den vielen Diskussionen um KI im letzten Jahr geändert haben oder ob dann ein Quantencomputer eher ein Bewusstsein haben könnte. Von letzteren habe ich auch länger nichts mehr gehört und kann mir auch die Funktionsweise schlecht vorstellen…
10/03/2024 um 13:50 Uhr #335539Molly wrote: Private Streitigkeiten und Probleme im Job sind gegen sowas einfach nur Kinikerlitzchen.
Daher verstehe ich nicht, @Molly und @Dopplereffekt, was Euch dazu veranlasst hat, nur meine momentane persönliche Situation heranzuziehen, um bagatellisierend zu relativieren. Abgesehen davon finde ich es voll in Ordnung, wenn in meinem Leben nur die von mir persönlich erlebte Welt für mich eine Rolle spielt. Kann es überhaupt anders sein? Ich glaube nicht
Glaubst du nicht, dass im Kriegsfall private Probleme sofort in den Hintergrund rücken würden? Ich denke, dann hätte man andere, und vor allem auch größere Sorgen. Trotzdem wollte ich deine Aussagen nicht bagatellisieren.
13/03/2024 um 6:51 Uhr #335859Evtl weil du in der ICH Form schreibst und der zweite Satz ja nur deine persönliche Sicht widerspiegelt?
Ich denke, ich drücke mich in der Regel in der ersten Person aus, auch hier im Forum, weil ich in der Regel nicht verallgemeinern möchte und betonen will, dass ich diejenige bin, die eine Aussage über etwas macht, und zwar aus meiner persönlichen Sichtweise.
In diesem Sinne gibt es für mich nicht „die Welt“, sondern immer nur „die Welt, in der ich lebe“ und die ich wahrnehme.
„verallgemeinernd übertreiben“
Wenn Du also mit „verallgemeinernd und übertreiben“ meinst, dass ich meine persönlichen Aussagen interpersonell für andere Menschen für wahr erklären würde, dann ist das ein großes Missverständnis, @PlanB.
Ich lasse „verallgemeinernde Übertreibung“ für mich nur dann gelten, wenn es bedeutet, dass ich intrapersonell meine vielfältigen Lebenserfahrungen ignoriert habe.
Mit dem Überleben wollte ich mich auf dein „lebensfeindlich“ beziehen und zwar in etwa in der Richtung „survival of the fittest“.
Stimmt, das habe ich mir beim ersten Lesen nicht bewusst gemacht @Dopplereffekt.
Ich denke eigentlich, dass ich deinen ursprünglichen Text ganz gut verstehen konnte und ich habe ihn nicht als reines Selbstmitleid gesehen.
Wie gesagt, ich habe nich erklärt, was ich mit meiner Aussage gemeint habe. Ich weiß also nicht, wie Du auf die Idee kommst, dass ich mich selbst bemitleide.
Hawking findet die Ideen anscheinend nicht wissenschaftlich genug.
OK, danke für die Info!
Glaubst du nicht, dass im Kriegsfall private Probleme sofort in den Hintergrund rücken würden?
Zum Glück habe ich in meinem Alltag noch nie einen Krieg erleben müssen @Molly. Ich weiß also nicht, wie es mir gehen würde, wenn neben mir Bomben explodieren würden.
Selbst wenn es so wäre, dass persönliche und alltägliche Konflikte im Falle eines Krieges in den Hintergrund treten, was hat das mit meiner Aussage zu tun?
Ein Krieg in Deutschland würde die Welt, in der ich lebe und die ich erlebe, nur noch lebensfeindlicher machen.
Selbst schätze ich mich so ein, dass ich politisch stark engagiert bin, trotz und auch wegen meiner Erfahrungen als Schizophrenie-Diagnostizierte.
Ich werde dafür bezahlt, dass ich mich als Betriebsratsvorsitzende in der Betriebs- und Unternehmenspolitik engagiere, und ich setze mich auch für Menschen mit psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen und für Menschen ein, die aus ihren Herkunftsländern fliehen mussten und hier Zuflucht suchen.
Wenn ich sage, dass ich zunehmend davon überzeugt bin, dass die Welt, in der ich lebe und die ich erlebe, lebensfeindlich ist, dann spreche ich aus der Perspektive dieser Person, die sich für das Geschehen in der Welt interessiert und sich engagiert, soweit ihre Kräfte reichen.
Wenn ich in meinem Alltag gestresst und ausgerastet war und mir dann die lebensfeindlichen Aspekte meiner Welt verstärkt wahrgenommen habe, dann war es eben so, dass ich meine vielfältigen Lebenserfahrungen in diesem Moment aus dem Affekt heraus weitgehend ausgeblendet habe
-
AutorBeiträge
- Das Thema „Notizen von Mowa – Teil 3“ ist für neue Antworten geschlossen.
2 thoughts on “Notizen von Mowa – Teil 3”
Comments are closed.