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Mowa aktualisiert.
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28/06/2023 um 5:13 Uhr #297918
So ist es @Molly
Über Shibas machen wir uns seit 3, 4 Jahren Gedanken, und allgemein über die Hundehaltung noch einige Jahre länger. D.h. wir werden keine uninformierte, impulsive und spontane Entscheidung treffen.
Gestern war der Tag gefüllt mit dem Betriebsrat, der Teilnahme an einer hybriden Nachhaltigkeitskonferenz und danach Chorprobe und gemeinsames Essen.
Heute geht es weiter mit dem Brandschutzhelfertraining am Vormittag und einem wichtigen Meeting mit der Techniker Krankenkasse zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement bzw. zur Betrieblichen Gesundheitsförderung am Nachmittag
Wünsche allen einen guten Mittwoch
28/06/2023 um 18:47 Uhr #298013Wow da hast Du ja wieder einiges um die Ohren.
Nimmst Du eigentlich Medis? Hab das nich mehr auf dem Schirm.
Dir noch einen schönen Abend.
28/06/2023 um 22:40 Uhr #298044Danke Blumenduft
Nimmst Du eigentlich Medis? Hab das nich mehr auf dem Schirm.
Genau, nach wie vor 1 mg Aripiprazol täglich.
Bei der gleichen Minimaldosis werde ich schrittwese gesünder und belastbarer, das spüre ich immer deutlicher, seitdem ich seit November 2019 diese Minimaldosis nehme.
Heute Abend habe ich noch einen Vortrag an der VHS besucht, der Referent war Dr. Boniface Mabanza Bambu, Philosoph und Theologe, und der Vortragstitel war: „Afrika zwischen Krise und Aufbruch – Globale Krisen, geopolitische Spannungen und die Entwicklung einer multipolaren Welt.“
Der Vortrag von Dr. Mabanza war sehr spannend, und ich habe viel gelernt!
Es ging grob darum, dass es auf dem afrikanischen Kontinent einerseits akute Krisen wie Klimawandel, Armut, Unsicherheit usw. gibt und andererseits die jungen Menschen, die mehr Autonomie fordern.
Es gab eine intensive Fragerunde, in der auch ich eine Frage stellen konnte:
„Es scheint mir, als gäbe es einen Wettlauf zwischen den akuten Krisen auf dem afrikanischen Kontinent und dem Heranwachsen der jungen Generationen. Sehen Sie auch die Gefahr, dass die jungen Menschen, die an politischem Einfluss gewinnen, mit viel Macht und Geld abgeworben werden, zum Beispiel von den multinationalen Konzernen oder den derzeitigen politischen Eliten auf dem afrikanischen Kontinent?“
Und da hat mir der Referent erklärt, dass bisher die Menschen entweder korrumpiert wurden, wenn sie sich korrumpieren ließen, oder wenn sie sich nicht korrumpieren ließen und dem System gefährlich wurden, dass sie dann ermordet wurden.
Dass deshalb eine starke Vernetzung und Organisation der jungen Generationen notwendig ist, usw.
Es stimmt, dass ich mein Leben nicht riskiere, indem ich kritisch bin und meine eigenen Überzeugungen öffentlich vertrete. Die Realität in vielen Ländern der Welt sieht aber ganz anders aus.
Ich fand es auch sehr gut, als er sagte, dass wir uns z. B. in der Bildungspolitik immer bewusst sein müssen, welche Bildung für wen gemacht wird.
Afrikanische Staaten sollten nicht einfach Spenden aus Deutschland usw. annehmen und sich nach den Vorstellungen der Geber bilden. Bei der Bildung geht es viel mehr darum, Fähigkeiten zu entwickeln, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.
Oder auch: Ökonomie ist zu wichtig, um sie den Ökonomen zu überlassen. Ökonomie muss in den Sinn des Lebens eingebettet sein.
29/06/2023 um 3:16 Uhr #298045Der Vortrag hört sich wirklich spannend an und lässt mich, zumindest etwas, auf eine bessere Zukunft für diesen Kontinent hoffen.
Ich freue mich im Übrigen schon sehr, hier bald ein Bild von dir und deinem Shiba Inu zu sehen.
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Diese Antwort wurde vor 2 Jahren, 7 Monate von
rebus geändert.
29/06/2023 um 5:16 Uhr #29805029/06/2023 um 6:20 Uhr #298052Guten Morgen liebe @Mowa
der Vortrag hört sich in der Tat sehr interessant und spannend an. Ich finde es toll, dass du dir neben deiner Arbeit noch Zeit für Vorträge und anderes Wichtiges nimmst. Ich weiß noch, als ich gearbeitet habe, hatte ich nicht mehr viel Energie für andere Dinge.
Wünsche dir einen schönen Tag und alles Gute!
30/06/2023 um 4:11 Uhr #29815730/06/2023 um 9:10 Uhr #298170Afrikanische Staaten sollten nicht einfach Spenden aus Deutschland usw. annehmen und sich nach den Vorstellungen der Geber bilden. Bei der Bildung geht es viel mehr darum, Fähigkeiten zu entwickeln, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.
Es sieht für mich nach einem „Machtspiel“ aus. Gerade habe ich da auch einen Artikel zur UN-Ernährungsorganisation gelesen (siehe Link ). Letztlich profitieren wir in Europa aktuell auch von der Ungerechtigkeit…
30/06/2023 um 9:54 Uhr #298172Guten Morgen liebe @Mowa,
da hast du ja eine anstrengende, aber wohl interessante Woche hinter dir.
Danke für den Artikel, @Dopplereffekt.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße Pia
Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:
30/06/2023 um 10:37 Uhr #298174
Anonym
Hilfe sollte immer Hilfe zur Selbsthilfe sein ! D.h. Hilfe muß immer darauf angelegt sein, dass der zu Fördernde in Zukunft unabhängig von den Förderern wird. Hilfe, welche auf Abhängigkeit des zu Fördernden zielt ist immer schlechte Hilfe. Doch genau diese Hilfe wird von den Förderern angestrebt, da diese Hilfe Macht über den zu Fördernden bringt.
Der Mensch ist einfach des Menschen Wolf !
30/06/2023 um 21:56 Uhr #298252Ich fand es skurril, vor mir auf der Bühne sich gegenseitig lobende Reden zu sehen und zu hören und hinter mir eine frustrierte Betroffene schreien zu hören, wie sie ihre Realität in diesem Augenblick empfunden hat.

Heute habe ich viel gezeichnet. Ich habe mir heute Morgen spontan einen Urlaubstag genommen
30/06/2023 um 22:09 Uhr #298253
Anonym
das bild finde ich top, liebe mowa. ist es mit einem computer gezeichnet? schön mit dem tag urlaub! lieben grusz
01/07/2023 um 7:56 Uhr #298268@mowa Kannst du die Situation etwas genauer beschreiben? War die Betroffene tatsächlich hinter dir oder hattest du dich selbst von vor Jahren im Hinterkopf?
Ganz so schlimm wie rechts im Bild war es bei mir nicht, denke ich. Trotzdem erinnert mich das Bild frappierend an den Kontrast, den ich vor allem im letzten Jahr bzw. Ende 2021 gemerkt habe, als ich endlich von den Neuroleptika weg war.
Heute fühlt sich diese Freiheit schon eher normal an. Ich habe aber immer noch eine große Wertschätzung dafür, die ich vor der Erkrankung/Behandlung nicht hatte. Das ist etwas positives, das ich dem Ganzen abgewinnen kann, auch wenn die betäubte Zeit irgendwo auch fehlt…
01/07/2023 um 18:24 Uhr #298344Hallo danke @manon,
hallo @Dopplereffekt, ich komme gerade von einer ganztägigen Veranstaltung
Drachenbootrennen
und bin völlig k.o.!
Ich werde morgen Deine letzten Posts beantworten
Liebe Grüße,
Mowa02/07/2023 um 5:15 Uhr #298379Es sieht für mich nach einem „Machtspiel“ aus.
Sicher Dopplereffekt, sonst nichts! Im Gegensatz zu Europa hat China nicht die Geschichte der Kolonialisierung und bis heute mangelnden Dekolonisierung, und durch die jahrzehntelangen massiven Investitionen Chinas in Afrika sind neue Abhängigkeiten entstanden. Es macht Hoffnung für Afrika, wenn Herr Mabanza von jungen Generationen berichtet, die für ihre eigenen Interessen einstehen.
Danke schön liebe Pia.
Hilfe sollte immer Hilfe zur Selbsthilfe sein ! D.h. Hilfe muß immer darauf angelegt sein, dass der zu Fördernde in Zukunft unabhängig von den Förderern wird. Hilfe, welche auf Abhängigkeit des zu Fördernden zielt ist immer schlechte Hilfe. Doch genau diese Hilfe wird von den Förderern angestrebt, da diese Hilfe Macht über den zu Fördernden bringt.
Genau Ludwig. Selten sind wir einer Meinung.
Die Ausbeutung des globalen Südens hält die extreme Machtungleichheit aufrecht, und den Ausbeutern bringt viel umkämpfte Rohstoffe und Geld. Gleichzeitig lassen wir als ausbeutende Länder Menschen, auch aus Afrika, die vor Kriegen, Armut, Extremwettern usw. fliehen, im Mittelmeer ertrinken.
ist es mit einem computer gezeichnet?
Genau, wir haben so ein Grafik-Tablet:
Danach werde ich unser gemeinsames Geburtstagsgeschenk testen, das Wacom Cintiq 16, unser erstes Grafiktablet…
War die Betroffene tatsächlich hinter dir oder hattest du dich selbst von vor Jahren im Hinterkopf?
Ich habe die Szene so beobachtet, vor knapp 2 Wochen auf einer Jubiläumsfeier einer sozialen Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen. In der Realität stand ich weiter vorne, so dass die Betroffenenecke tatsächlich hinter mir war. Für die Zeichnung habe ich die Szene dann stark vereinfacht.
Kontrast
Genau, diesen Kontrast wollte ich auch darstellen.
Es ist natürlich super, wenn es Menschen gibt, die selbst nicht betroffen sind und sich für Betroffene viele Jahre engagieren. Gleichzeitig sollten wir alle, ob betroffen oder nicht-betroffen, unser soziales Engagement immer wieder hinterfragen, was wir mit dem Engagement erreichen wollen, können und sollen, und vor allem: für wen?
Hilfe sollte nicht zum Selbstzweck werden, sondern immer Hilfe zur Selbsthilfe bleiben.
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Diese Antwort wurde vor 2 Jahren, 7 Monate von
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