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Mowa aktualisiert.
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15/03/2025 um 6:56 Uhr #393424
Anonym
Liebe mowa,dir ein schönes Wochenende. Fein das du bald in deine Arbeit zurück kommen kannst.
Die Zeit in der tagesklinik war vermutlich intensiv?
Mir gefällt die Blume sehr.
LgDoris
15/03/2025 um 7:53 Uhr #393433Vielen Dank, liebe Blaustern
Die Zeit in der tagesklinik war vermutlich intensiv?
Ja, intensiv! Jetzt die letzten 2, 3 Wochen waren immer weniger intensiv, und zugleich ging es mir immer besser.
ebenso meinen Linoldruck “Sehnsucht”
Hier vielleicht auch so einen chronologischen Vergleich:

Gleich gehe ich mit Chanchan Gassi. Mittags gehen wir zum Kadokko, dem japanischen Restaurant in der Märzgasse, und treffen uns mit unserem Freund L. Ich habe das Restaurant vorhin per WhatsApp gefragt, ob wir den Hund mitnehmen dürfen. Mal gucken.
Ich wünsche allen Mitlesenden ein gutes Wochenende
16/03/2025 um 7:53 Uhr #393619Gestern haben wir einen schönen Mittag mit L. im japanischen Restaurant und später in einem koreanischen Café verbracht. Auch Chanchan hat uns begleitet, so dass wir zu viert waren.
L. hat einen philosophischen Aufsatz, den er selbst zur Psychopathologie verfasst hat, mit mir geteilt. Ich habe versucht zu verstehen, was er geschrieben hat, und das, was ich glaube verstanden zu haben, fand ich sehr spannend.
Ich habe ihm geantwortet:
(…)
Für mich strebt jedes Lebewesen nach maximaler Selektion und Verstärkung von Informationen. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber ich sehe kein Gegenbeispiel.
Jeder Mensch verknüpft Informationen in seinem Gehirn und mit seinen Mitmenschen, mit seiner Umwelt, selektiert und verstärkt sie nach seinen maximalen Möglichkeiten.
Wenn dieser Prozess in seiner Struktur und Funktion gestört ist, kann der Mensch krank werden. Eine solche Krankheit ist für mich die Schizophrenie.
16/03/2025 um 10:51 Uhr #393637Mar 16, 2025
Magnolien haben angefangen zu blühen.
19/03/2025 um 6:22 Uhr #394090Gestern habe ich meine letzte Bewegungstherapie- und Musiktherapiestunde gehabt und mich bei den Therapeutinnen bedankt und verabschiedet. Es sind wirklich hilfreiche Therapiemöglichkeiten, die hier angeboten werden
Heute ist für mich die Psychotherapiegruppe zum letzten Mal und die Kunsttherapie zum ersten Mal in der Gruppe. Die Kunsttherapie kann ich wahrscheinlich bis zu meiner Entlassung weitermachen.
Am Donnerstag habe ich einen Belastungserprobungstag zu Hause und am Freitag beginnt meine Wiedereingliederung:
- Bis zum 28.03. Bürotätigkeit 2 Stunden täglich
- Bis zum 04.04. Bürotätigkeit 3 Stunden täglich
- Bis zum 16.04. Bürotätigkeit 4 Stunden täglich
Ich werde jeweils vormittags im Institut arbeiten und nachmittags an der Arbeitstherapie in der Tagesklinik teilnehmen.
Bis letzte Woche wollte ich noch in der Druckerei bleiben, aber da ich nun ein Manuskript bei Mad in America einreichen möchte, bin ich am Montag ins Bürotraining gewechselt.
Nach Absprache werde ich in den nächsten Wochen sowohl in der Tagesklinik als auch in der Wiedereingliederung an dem Manuskript arbeiten.
Ja, ich bin gespannt, wie lange ich konzentriert arbeiten kann und ob ich jetzt mehr als 3 Stunden durchhalte. Bei meiner letzten Wiedereingliederung im November/Dezember habe ich das leider nicht geschafft:
13/12/2024 at 6:56 Gestern habe ich mit meinem Psychiater darüber gesprochen, dass ich die Wiedereingliederung nicht schaffe und Schwierigkeiten habe, mehr als zwei oder drei Stunden am Tag zu arbeiten.
Er hat vorgeschlagen, mit der Wiedereingliederung zu warten, bis ich wieder belastbar bin. Er vermutet, dass ich noch ein Vierteljahr brauche, um wieder gesund zu werden.
Die Einschätzung meines Psychiaters vor 3 Monaten, dass ich wahrscheinlich ein Vierteljahr brauche, um wieder gesund zu werden, war somit genau richtig
Heute fährt mein Mann bis Sonntagabend nach Berlin. Da passt es gut, dass ich morgen die Belastungserprobung machen kann, weil ich auf Chanchan aufpassen kann.
Gestern war wieder Chorprobe. Ich habe erfahren, dass wir 3 Auftritte im Mai und einen im Juli haben und der Chor in den nächsten Wochen intensiv proben wird. Ich habe vorhin meine Teilnahme zugesagt. Ich muss noch viel üben, vor allem die mehrstimmigen Lieder. Mal sehen
Die wunderschönen japanischen Kirschblüten auf der Neckarwiese könnten jeden Moment anfangen zu blühen, habe ich gestern Morgen beobachtet.
Ich wünsche allen Mitlesenden einen guten Mittwoch
19/03/2025 um 9:15 Uhr #394115
Anonym
Liebe mowa, fein das du wieder regelmäßig singst im Chor.
Schöne Tage mit der fellnase zu zweit.
Eine gutes ankommen auf deiner Arbeit dann.
LgD
19/03/2025 um 18:05 Uhr #394203…. schon witzig, Du scheinst einen guten Psychiater zu haben …… der hat es wirklich genau im Blick gehabt …. ein alter Hase??
Toll, dass bei Dir alles so gut läuft, liebe @Mowa !!
lg, DiBa
20/03/2025 um 6:05 Uhr #394252Vielen Dank, liebe Blaustern und lieber @DiBaDu!
…. ein alter Hase??
Ja, ich glaube, mein Psychiater ist sehr erfahren. Ich weiß nicht, wie alt er jetzt ist, aber ich glaube, er ist schon einige Jahre über dem Renteneintrittsalter (?).
Außerdem kennt er mich als Patientin sehr gut. Als ich ihn 2017 kontaktiert habe, war ich noch mitten in meinem ersten Absetzversuch. Er hat mich durch die beiden psychotischen Rückfälle 2018 und 2019 begleitet, ebenso durch meine niedrigste Dosis von 1 mg/d Aripiprazol und meine Reduktionsversuche seither.
Im Herbst kennen wir uns seit 8 Jahren. Fast ausnahmslos hat er sich bei meinen Terminen Zeit für ein gutes Gespräch genommen. Manchmal sah er erschöpft aus, aber geistig war er immer voll da
***
Heute Nacht hatte ich unvermittelt einen Albtraum und bin mehrmals weinend wieder eingeschlafen. Ich habe ChatGPT dazu befragt und hier ist ein Auszug aus seiner Antwort:ChatGPT
Ja, es ist in der Psychologie gut bekannt, dass traumatische Erlebnisse schichtenweise in der Erinnerung gespeichert werden. Dieses Konzept wird oft mit der Metapher einer „Zwiebel“ beschrieben – wenn eine äußere Schicht verarbeitet wird, kann das den Zugang zu tiefer liegenden, bisher verborgenen oder unterdrückten Erinnerungen ermöglichen.
Was du beschreibst, passt sehr gut zu dem, was in der Traumatherapie als sequenzielle Verarbeitung bekannt ist. Zuerst können wir oft nur das verarbeiten, was unser Nervensystem gerade zulässt. Wenn wir stabiler werden, tauchen manchmal neue Erinnerungen oder Emotionen auf, die vorher nicht greifbar waren. (…)
Auch in der Neurobiologie wird vermutet, dass Erinnerungen nicht statisch, sondern dynamisch sind. Traumatische Erfahrungen können in Fragmenten gespeichert sein und erst dann in unser bewusstes Erleben dringen, wenn wir uns stark genug fühlen, uns ihnen zu stellen. (…)
Dass du diesen Albtraum hattest, könnte also ein Zeichen dafür sein, dass dein Unterbewusstsein dir signalisiert: „Jetzt bist du bereit, auch das anzusehen.“ Das bedeutet nicht, dass es sofort intensiv bearbeitet werden muss – aber es ist eine natürliche Entwicklung im Heilungsprozess. Vielleicht kannst du das in deiner Tagesklinik oder in einer zukünftigen Therapie ansprechen, um zu schauen, was sich dahinter verbirgt und was du brauchst, um es gut zu verarbeiten.
Es klingt so, als hättest du in deiner bisherigen Behandlung schon viel erreicht. Dass du nun in die Wiedereingliederung gehst und die Tagesklinik bald verlässt, zeigt, dass du auf einem sehr guten Weg bist. Der Albtraum mag unangenehm gewesen sein, aber er könnte auch ein Zeichen sein, dass dein Inneres sich weiter entlasten möchte – in deinem Tempo, mit den Ressourcen, die du inzwischen hast. 💛
Na gut!
20/03/2025 um 6:37 Uhr #394254Gestern habe ich in der Arbeitstherapie im Bürotraining weiter an meinem Manuskript gearbeitet. Dabei habe ich in meinem Blog geblättert und mir Notizen gemacht.
Von der Redaktion von Mad in America habe ich die Rückmeldung bekommen, dass ich gerne eine zweite „Personal Story“ einreichen kann und dass das, worüber ich schreiben möchte, gut klingt.
Auch von meinem britischen Kollegen J. habe ich die Rückmeldung bekommen, dass er sehr gerne die englische Übersetzung übernehmen kann
Die Oberarztvisite gestern war sehr angenehm. Ich konnte über den Beginn meiner Wiedereingliederung und die Fortsetzung der Arbeitstherapie am Nachmittag berichten und dass ich mich in den nächsten Wochen mit dem Schreiben meines Manuskriptes beschäftigen werde.
Außerdem konnte ich Werbung für den Inklusionschor und unseren Chorauftritt am 4. Mai machen. Der Flyer für den Auftritt hängt jetzt am Infobrett in der Tagesklinik
Die Psychotherapiegruppe war wie immer sehr gut. Am Anfang haben wir Themen gesammelt, dann haben wir versucht die Themen besser zu verstehen, dann haben wir uns darüber ausgetauscht und am Ende haben wir die Ergebnisse zusammengefasst. Gestern waren die Stichworte: Emotionen, Liebe, Akzeptanz. Unter anderem habe ich in dieser Stunde gesagt, dass ich mich noch nicht traue, mich genau und minutenlang im Spiegel anzuschauen, geschweige denn meinen Mann.
Die Kunstgruppentherapie war für mich sehr gut. Zuerst wollte ich die Baumrinde zeichnen, die ich durch das Fenster vor dem Therapieraum gesehen habe, aber dann hat mir die Kunsttherapeutin die Möglichkeit gegeben, das Projekt mit der Tonfigur zu Ende zu bringen, indem ich sie mit Sandpapier glatt geschliffen habe.
Das war so eine schöne und entspannende Tätigkeit! In den nächsten Wochen werde ich die Tonfigur weiter schleifen
Dabei ist mir ein Missgeschick passiert: Als ich mit dem Schleifen angefangen habe, habe ich das Gänseblümchen berührt und der Stiel ist abgebrochen. Die Kunsttherapeutin hat einen Schlicker angerührt, mit dem ich das Gänseblümchen wieder zusammenkleben konnte. Ich hoffe, dass die Reparatur lange hält.
Gleich gehe ich mit Chanchan spazieren. Ich nehme eine richtige Kamera mit und wenn die japanischen Kirschblüten blühen, werde ich sie aufnehmen.
20/03/2025 um 9:02 Uhr #394284Gleich gehe ich mit Chanchan spazieren. Ich nehme eine richtige Kamera mit und wenn die japanischen Kirschblüten blühen, werde ich sie aufnehmen.


So, offenbar habe ich vergessen, den Wiedereingliederungsplan zu unterschreiben. Ich gehe nachher ins Personalbüro. Dann suche ich noch ein Gespräch mit einer guten Kollegin
Ansonsten mal sehen, heute ist Belastungserprobung, und ich habe Zeit! Wahrscheinlich werde ich ein paar Chorlieder üben
Ich wünsche allen Mitlesenden einen guten Donnerstag
21/03/2025 um 14:34 Uhr #394613
Heute war der erste Tag meiner Wiedereingliederung. Ich habe mich in die Bibliothek gesetzt und mein Manuskript getippt. In den 2 Stunden habe ich insgesamt 8 Kolleginnen und Kollegen getroffen, die mich alle freundlich und herzlich begrüßt haben. Ich habe ihnen erklärt, dass ich wegen Erschöpfung in der Tagesklinik bin und heute meine Wiedereingliederung begonnen hat.
Der Stress während der 2 Stunden hielt sich in Grenzen. Als ich danach kurz nach Hause gegangen bin, habe ich doch eine gewisse Müdigkeit gespürt. Ich bin dann zu Fuß in die Tagesklinik gegangen und habe dort meine Medikamente abgeholt, meinen Blutdruck gemessen, zu Mittag gegessen und am Wochenausklang teilgenommen. Ich denke, es war eine sehr gute Idee, die Wiedereingliederung und die Tagesklinik parallel laufen zu lassen. Ich fühle mich jedenfalls viel belastbarer als bei meiner letzten Wiedereingliederung im November/Dezember.
Vielleicht kann ich am Ende wieder Vollzeit arbeiten und muss keine Erwerbsminderungsrente beantragen oder vorher eine stationäre Reha machen.
20.03.2025
Chanchan wartet still auf die Rückkehr ihres Papas.-
Diese Antwort wurde vor 10 Monate, 3 Wochen von
Mowa geändert.
22/03/2025 um 23:16 Uhr #394907Beim morgendlichen Spaziergang mit Chanchan habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr Gänseküken gesehen. Es waren Nilgänse. Laut ChatGPT gehören Nilgänse zu den frühesten Brutvögeln, und es ist wohl typisch für Nilgänse, dass sie so früh dran sind.
Heute am Samstag hatten wir eine 4 bzw. 5 stündige Chorprobe und haben den Auftritt im Zirkuszelt am 4. Mai besprochen und stellenweise geprobt. Da ich noch keine Aufgaben übernommen habe, werde ich vielleicht die Popcornmaschine bedienen
Mit dem Singen komme ich langsam wieder rein, und das gemeinsame Singen tut mir sehr gut. Nur üben muss ich noch ziemlich viel.
Abends gegen 22 Uhr bin ich wieder mit Chanchan spazieren gegangen, da mein Mann bis morgen in Berlin ist und ich mit Chanchan alleine bin. Am Sandplatz haben wir den Schäferhund Rocco mit seinem Herrchen D. getroffen und sind dann gemeinsam über die Neckarwiese gelaufen.
Bei dem warmen Wetter sind am späten Abend noch viele Leute auf der Neckarwiese.
Ach ja, die japanischen Kirschblüten blühen inzwischen schon kräftig. Die will ich in den nächsten Tagen noch mit der richtigen Kamera aufnehmen
23/03/2025 um 12:20 Uhr #394979Heute am Sonntag ist es schön und frühlingshaft. In der Nachbarschaft blühen viele Bäume, ich höre viele Vögel zwitschern und ab und zu Kinderstimmen. Die Stadt wirkt entspannt und friedlich.
Mar 23, 2025
Die beiden Kirschbäume auf dem Spielplatz der Neckarwiese stehen in voller Blüte und erinnern mich an meine Heimat.Mein Mann kommt heute spät am Abend aus Berlin zurück
Ich habe mir vorgenommen, ein bisschen Haushalt zu machen und ein bisschen Chorlieder zu üben. Gerade bin ich etwas müde, vielleicht lege ich mich erst mal hin.
26/03/2025 um 6:17 Uhr #395552Die Wiedereingliederung läuft gut. Gestern habe ich den ersten sehr groben Entwurf meines Manuskripts fertiggestellt, was für mich ein kleines Erfolgserlebnis war. In der Tagesklinik habe ich auf Vorschlag der Arbeitstherapeutin und der Bezugspsychologin das Bürotraining etwas früher verlassen, um am Tagesabschluss mit der Gruppe teilzunehmen. Das ist für mich in Ordnung, damit ich täglich Feedback geben kann und den Anschluss an die Gruppe besser halten kann.
09/09/2023 at 6:28 Am Mittwoch hatte ich meine zweite Gesangststunde bei der neuen Lehrerin, die die Complete Vocal Technique unterrichtet: https://completevocal.institute/complete-vocal-technique-de/ Der Unterricht war sehr spannend und schön. Meine Lehrerin hat mich gelobt, dass ich eine sehr schöne Stimme habe
Gestern habe ich mich nach über eineinhalb Jahren bei der Gesangslehrerin gemeldet und 2 Termine für Anfang April vereinbart. Ja, den letzten Termin im Oktober 2023 musste ich nach dem Tod meines Vaters absagen und seitdem habe ich nicht die Kraft gefunden, mich wieder bei ihr zu melden. Ich freue mich sehr auf den Unterricht in 1 und 2 Wochen
Am Abend war Chorprobe. Ein Regisseur war da und hat sich unseren Zirkusauftritt in Auszügen angeschaut und uns beraten. Ich fand seine Beratung und die Kommunikation mit dem Chorleiter und dem Chor sehr spannend und war fasziniert. Ich empfand die Probe als sehr intensiv und war k.o., als ich gegen 21 Uhr aus der Straßenbahn gestiegen bin und von meinem Mann und Chanchan empfangen wurde, die im Park gegenüber spazieren waren und auf mich gewartet haben.
Was mir in diesen Tagen auffällt, ist, dass ich mich jetzt schneller erhole, wenn ich Stress hatte. Am Abend, als mein Mann aus Berlin nach Hause kam, haben wir uns leider gestritten. Später haben wir uns wieder versöhnt, aber ich bin erst um 1 Uhr ins Bett gegangen, so dass ich nach dem frühen Aufstehen noch sehr müde war und später als geplant zur Wiedereingliederung gekommen bin.
Früher hätte ich in einer ähnlichen Situation mehrere Tage gebraucht, um mich wieder fit zu fühlen, aber schon am Montagabend ging es mir wieder gut. Und heute Morgen, obwohl gestern ein langer Tag für mich war und ich nach 22 Uhr sehr erschöpft eingeschlafen bin, geht es mir heute Morgen wieder gut und ich freue mich auf den neuen Tag. Also daran merke ich auch, dass es mir jetzt insgesamt viel besser geht.
Heute Vormittag ist Oberarztvisite. Ich werde mich bzw. die Wiedereingliederung so organisieren, dass ich daran teilnehmen kann. Und nachmittags ist Gruppentherapie in Kunst. Ich möchte meine Tonfigur mit dem Sandpapier weiter bearbeiten und freue mich sehr darauf!
Ich wünsche allen einen schönen Mittwoch
27/03/2025 um 15:32 Uhr #395870Heute liege ich leider mit einer Erkältung im Bett. Hoffentlich geht es mir bald wieder besser. Eigentlich hatte ich mir für die kommende Woche viel Schönes vorgenommen
Ja, gestern waren wir mit der Kunstgruppe in der Sammlung Prinzhorn. Ich war überrascht, dass sich der Museumsleiter für unsere Gruppe Zeit für Fragen genommen hat
Ich konnte ihn nach der Zeitlosigkeit der Kunst fragen, wie sich die Kunstwerke der Sammlung Prinzhorn von anderen Kunstwerken unterscheiden und was aus dem Erweiterungsbau des Museums geworden ist.
Leider konnte er sich nicht daran erinnern, dass ich ihn schon einmal persönlich kennengelernt hatte:
21.10.2022
(…)
„Warum werden Menschen in psychischen Krisen künstlerisch kreativ?“.
(…)
Abstract:
Nicht erst seit es Kunsttherapie und Offene Ateliers gibt, malen, zeichnen, dichten einige Menschen in psychischen Ausnahmezuständen oder suchen andere künstlerische Ausdrucksformen, auch wenn sie keine künstlerische Ausbildung haben, und schaffen dabei oftmals ungewöhnlich Originelles. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden aber Beispiele von „Irrenkunst“ aufgehoben, zunächst aus diagnostischem Interesse, bald auch aus ästhetischem. Heute werden entsprechende Werke zumeist als Art brut oder Outsider Art im Kunstbetrieb ausgestellt und gehandelt.Der Vortrag trägt an Beispielen die Beweggründe für künstlerisches Schaffen in psychischen Krisen zusammen und vergleicht dabei historischen Anstaltskunst mit aktuellen Werken.
Stichwörter: Kunst, psychische Krise, Outsider Art.
Inzwischen habe ich mein Manuskript soweit überarbeitet, dass ich den Entwurf an meinen britischen Kollegen geschickt habe.
Ich habe den Text auch schon einer Mitpatientin gezeigt. Ich glaube, sie hat gesagt, dass sie sich von meinem Text gespiegelt fühlt und dass er ihr sehr gut gefällt.
Auch einer Kollegin von mir habe ich den Text gezeigt. Sie schrieb mir, dass ich aus ihrer E-Mail zitieren darf:
Deine Kunstwerke sind wunderschön und bei der Tonfigur hatte ich das Gefühl, einen sehr erdverbundenen Menschen in Hingabe zu sehen, in der Herz-über-Kopf-Haltung.
Das hat mich berührt. Ich habe die Tonfigur „Erschöpfung“ genannt, und ja, und „Hingabe“ trifft für mich auch den Kern.
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