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Mowa aktualisiert.
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23/05/2021 um 7:12 Uhr #160453
Guten Morgen zusammen,
danke schön liebe @Bernadette.
Endlich konnte ich lange im Bett schlafen (über 9 Stunden) und fühle mich seit Langem wieder richtig ausgeschlafen.
Gestern hatte ich meine 2. Impfung mit BioNTech. Jetzt habe ich eine Sorge weniger
Im Forum habe ich gestern viel gepostet aber nicht in meinem persönlichen Blog:
gestern hatte ich die ersten 2 Stunden des insgesamt 12-stündigen Ersthelferkurses für psychische Gesundheit. Es ging erstmal um den Überblick, was das Ziel des Kurses ist, wie der Kurs aufgebaut ist und dass die Teilnehmenden sich gegenseitig vorgestellt haben.
nach meinem 2. akutpsychotischen Rückfall in 2019 habe ich von meiner Krankenkasse (Techniker Krankenkasse, TK) ein Angebot für die Teilnahme am sogenannten “Netzwerk für psychische Gesundheit” bekommen. Seitdem hatte ich ca. alle 6 Wochen Gespräch mit dem/der zugeteilten Betreuer/in. Mein erster Betreuer war ein Sozialarbeiter, und seit mehreren Monaten werde ich von einer Sozialpädagogin betreut.
Es gibt diesen Katalog für Kurzfortbildungen der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP):
https://www.dgsp-ev.de/fortbildungen/kurzfortbildungen.htmlEben habe ich auf der Seite der DGSP (Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie) gelesen, dass Herr Aderhold wohl entscheidend dazu beigetragen hat, dass der von mir als sehr hilfreich empfundene Abschnitt 5.5 in der neuen Leitlinie für die Behandlung von Schizophrenie aufgenommen wurde:
Heute und morgen habe ich viel freie Zeit. Vielleicht zeichne ich wieder mit dem Grafiktablet. Specksteine gibt es leider keine mehr im Moment. Außerdem könnte ich die restlichen Balkonkästen füllen, die bis jetzt leer geblieben sind. Richtig warm will es ja draußen immer noch nicht werden, und ich konnte mich nicht dazu bewegen mehr Samen auszusäen
Wünsche allen einen erholsamen Sonntag
LG,
Mowa23/05/2021 um 10:45 Uhr #160472Es ist doch schön, dass du auch mal viel freie Zeit hast. Du kannst sie sicher gut nutzen.
dir auch einen schönen Sonntag :bye:
PS: Könntest du vielleicht kurz erklären, was in Abschnitt 5.5 steht und was es für dich bedeutet?
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Diese Antwort wurde vor 4 Jahren, 8 Monate von
Dopplereffekt geändert.
23/05/2021 um 12:50 Uhr #16048724/05/2021 um 6:04 Uhr #160548Guten Morgen zusammen,
hast Du keine Nebenwirkungen?
Und wie! Nachdem ich mich ausgeschlafen gefühlt habe, ging es schnell bergab und ich hatte einen Schwächeanfall, den ich von starken Erkältungen her kenne. So habe ich fast den ganzen Tag im Bett verbracht, konnte abends gerade noch das Curry zubereiten.
Mal schauen, hoffentlich geht es mir heute besser
Könntest du vielleicht kurz erklären, was in Abschnitt 5.5 steht und was es für dich bedeutet?
Die Leitlinien zur Behandlung von Schizophrenie gab es 1998, 2006 und aktuell 2019. In der letzten Version von 2006 wird die Dosierung nebenbei erwähnt, insgesamt auf einer Seite, unter Abschnitt „4.1.1.3 Applikation und Dosierung“ – d.h. nicht einmal einen eigenständigen Abschnitt hatte das Thema.
In der aktuellen Version von 2019 gibt es Abschnitt „5.5 Dosierung, Bestimmung der niedrigst möglichen Dosierung, Behandlungsfrequenz und Absetzen“, mit drei Unterabschnitten „5.5.1 Kontinuierliche versus intermittierende Behandlung“, „5.5.2 Bestimmung der niedrigst möglichen Dosierung“ und „5.5.3 Kontrollierte Dosisreduktion“. Dieser Abschnitt umfasst 7 Seiten.
Ich denke, alleine das sagt schon viel aus, welchen Stellenwert die niedrigst mögliche Dosierung zur Behandlung von Schizophreniepatienten gewonnen hat. Das ist auf jeden Fall zu begrüßen.
Was meine medikamentöse Therapie betrifft, wobei mich mein Psychiater begleitet, steht so nicht in diesen Leitlinien. Meine persönliche niedrigstmögliche Dosis ist noch wesentlich niedriger als das, was die Tabellen dort empfehlen.
Auch von meiner persönlichen Erhaltungstherapie, wonach ich die NL-Dosis minimiere, bis hin zum Absetzen, dann je nach Bedarf beim Auftreten der Frühzeichen für einige Wochen aufzudosieren, wird abgeraten:
Daher wurden Strategien zur Verbesserung der Erhaltungstherapie erarbeitet. Die intermittierende Therapie mit Antipsychotika mit schrittweiser Reduktion der Dosis bis zum Absetzen, sorgfältiger Beobachtung und frühem abermaligen Aufdosieren bei Auftreten von Frühzeichen der Erkrankung erwies sich in vielen Studien bei Mehrfacherkrankten nicht als sinnvoll, da die Rezidivraten und Krankenhauseinweisungen deutlich höher waren als bei den kontinuierlich Behandelten, zumal es keine individuellen Prädiktoren für ein Rezidiv nach Absetzen der Medikation gibt (197, 198).
Das, was mir hier offensichtlich fehlt, ist die Berücksichtigung unserer Lebensqualität. Zwar gibt es in den neuen Leitlinien einen eigenständigen, anderthalbseitigen Abschnitt „5.13 Lebensqualität“. Dieses wichtige Stichwort wird kein einziges Mal in den alten Leitlinien erwähnt! Aber immer noch scheint unsere Lebensqualität, was für mich als Betroffene am meisten zählt, bei der Dosisfindung kaum eine Rolle zu spielen. Wichtig sind laut dem zitierten Text „die Rezidivraten und Krankenhauseinweisungen“.
Auch wenn ich 2018 und 2019 in die Psychiatrie eingewiesen werden musste und es nach jeder Einweisung mehr als ein ganzes Jahr gedauert hat, um mich wieder einigermaßen zu erholen, so bin ich wirklich froh, diesen Weg gegangen zu sein. Für jeden Tag und jeden Moment, in dem ich mich spüren kann, was ich denke und was ich fühle, bin ich sehr dankbar. Ich werde mich immer wieder gegen eine kontinuierliche Therapie (mit der in diesen Leitlinien angegebenen minimalen effektiven Dosis von 10 mg Aripiprazol) entscheiden, die meine Gedanken und Gefühle tief vergraben und mich so künstlich „stabil“ bzw. pflegeleicht halten.
Insofern gehen mir die aktuellen Leitlinien ganz und gar nicht weit genug, aber ich nehme es zur Kenntnis, dass es zwischen der Version von 2006 und 2019 wesentliche Fortschritte gegeben hat.
Ich bin überzeugt, dass es sehr wichtig ist, unsere Bedürfnisse und unsere Erfahrungen öffentlich zu teilen, damit sie in solchen öffentlichen Leitlinien mehr berücksichtigt werden. Zum Glück sind wir heute Schizophrenie-Betroffene und nicht noch vor 10, 20 oder 80 Jahren, als wir als Betroffene und unsere Bedürfnisse noch viel weniger eine Rolle gespielt haben.
LG,
Mowa24/05/2021 um 6:48 Uhr #160549Na also, da bist du ja, @Mowa! Hab inzwischen gefrühstückt und deine Zeilen gelesen.
Ich hab heute auch einigermaßen Kopfweh. Das kann aber keine Nebenwirkung der zweiten Impfung sein, die ist bei mir schon zu lange her.
Ja ja, es gibt Fortschritte in der Behandlung. Trotzdem bin ich froh, nun schon so lange nicht mehr in der blöden Klinik gewesen zu sein, nichts mehr mit dem Idioten von Chef der Geschlossenen zu tun zu haben und auch keine Medikamente mehr nehmen zu müssen. Wer weiß, vielleicht kommt es sogar noch so weit, dass auch ein Arzt einsieht, dass ich die Sache unter Kontrolle habe. Wie ich der Zeitung entnommen habe, steht bei uns in der Psychiatrie ein Generationswechsel bevor. Davon erhoffe ich mir doch etwas.
Soo, bin ich es mal wieder los geworden.
24/05/2021 um 9:54 Uhr #160573Vielen Dank für die Erläuterung! :good:
Es scheint sich ja doch etwas zu verbessern.
Ich würde deinen Weg des abrupten Absetzens nicht gehen wollen, da es mir auch persönlich wichtig ist, das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt gering zu halten. Allerdings hat das langsame Reduzieren auch seine Tücken. Es braucht sehr viel Geduld und das ist auch belastend. Da mein Körper stark auf Dosisreduktionen reagiert ist es mir allerdings trotzdem lieber, die Sache langsam anzugehen.
liebe Grüße :bye:
24/05/2021 um 12:02 Uhr #160584Liebe Mowa
Ich stimme deinen Ausführungen vollkommen zu! Die Lebensqualität müsste viel mehr beachtet werden. Natürlich ist es gut und erstrebenswert einem Rückfall mit Hilfe ausreichender Medikamente vorzubeugen . Aber man will ja auch sich lebendig spüren und Gedanken und Gefühle haben. Als ich jetzt noch nicht lange her in der Klinik war, war den Ärzten das vollkommen egal. Es ging ausschließlich um die Unterdrückung der Symptome . Ich hab deswegen immer wieder mit denen diskutiert doch da war kein Durchkommen. Da ist noch ein weiter Weg vor uns…..
24/05/2021 um 13:54 Uhr #160598Ich habe immer versucht möglichst viel aus Eigeninitiative meine Lebensqualität zu erhalten. Auch eine Inklusion in der Gesellschaft zu erreichen. Nach anstrengenden Jahren muss ich fast anerkennen, dass es (teilweise selbst mit Angeboten) kaum möglich ist.
Es bleibt ein Mindestmaß. Ein Mindestmaß an vielen Dingen. Ob das wirklich Leben ist?
Möchte die Verantwortung aber weder komplett bei anderen, noch komplett bei mir suchen.
Für mich bleibt die Feststellung, dass die Erkrankung an sich einfach super schwer wiegt.
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24/05/2021 um 14:38 Uhr #16061225/05/2021 um 5:23 Uhr #160666Guten Morgen zusammen,
Dankeschön für Eure Rückmeldungen @sartorius, @Dopplereffekt, @Mari, @rebus und @Freia
Möchte die Verantwortung aber weder komplett bei anderen, noch komplett bei mir suchen.
So sehe ich das auch rebus. Es sollte ein Aufeinanderzugehen sein, im Dialog, im Trialog usw.. Als Betroffene nehme ich meine Rolle wahr und versuche zu kommunizieren, welche Behandlungen hilfreicher wären und unsere individuellen Wege der Genesung besser unterstützen könnten.
Gestern war unser Sternchenstrauch fast soweit dass die ersten Knospen geblüht sind:

Letztes Jahr im Mai war der Sternchenstrauch drei Wochen früher in einem vergleichbaren Zustand. Daran merke ich auch, dass es bis jetzt relativ kühl und regnerisch geblieben ist.
Heute ist wieder ein normaler Arbeitstag für mich. Mal schauen, ich fühle mich halbwegs motiviert Hantelübungen zu machen bevor ich duschen gehe usw.
Wünsche allen einen schönen Dienstag
LG,
Mowa25/05/2021 um 22:40 Uhr #160745Hallo @mowa. Heute habe ich einmal nachgeschaut, wie es um den Konsum von Alkohol in Japan steht. Wikipedia sagt, dass zwar in nicht restlos unerheblichen Maß Bier produziert und auch getrunken wird, jedoch der Wein noch nicht so recht Fuß fassen konnte dort. Das liegt natürlich auch daran, dass Japan nicht gerade das beste Klima für dieses Getränk hat und also auch keine Tradition dafür entwickeln konnte. Es heißt aber auch , dass durchaus Wein importiert wird, seltsamerweise allerdings vornehmlich aus Deutschland. Das kommt mir , mit Verlaub, spanisch, bzw., falls du den Ausspruch nicht kennst, seltsam vor. Und ich bin fast versucht zu sagen: völlig verrückt.
Was ist deine Meinung dazu?
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Diese Antwort wurde vor 4 Jahren, 8 Monate von
sartorius geändert.
26/05/2021 um 6:57 Uhr #160758Guten Morgen zusammen,
hmm ich kann Dir keine Antwort geben @sartorius. Keine Ahnung, warum deutsche Weine in Japan am meisten importiert werden
Ich bin heute früh mit Magenschmerzen aufgewacht, und Stunden später habe ich bis jetzt dumpfe Schmerzen. Ich glaube, ich muss gleich nochmal 400 mg Ibuprofen nehmen, damit ich gleich anfangen kann zu arbeiten.
Heute habe ich feste Termine, und vormittags bin ich für die Leitung der Betriebsratssitzung zuständig. Außerdem sind wir nicht so viele im Gremium, so dass ich teilnehmen muss, wenn die Sitzung nicht ganz ausfallen soll.
Der gestrige Morgen war schön, habe noch Hantelübungen gemacht und Klavier geübt, bevor ich die Arbeit aufgenommen habe
Wünsche allen einen schönen Mittwoch
LG,
Mowa27/05/2021 um 5:04 Uhr #160835
Anonym
Guten Morgen liebe mowa, ich hoffe es geht dir seit gestern wieder besser. Wünsche dir einen schönen Tag. LgBernadette :bye:
27/05/2021 um 5:15 Uhr #160838Guten Morgen zusammen,
danke liebe @Bernadette.
Ja es geht mir schon viel besser! Ich frühstücke gleich (süßen Haferbrei), und danach will ich Hantelübungen machen
Gestern war ein guter Tag, abgesehen von den Magenschmerzen. Heute will ich früh ins Betriebsratsbüro und einige Sachen erledigen. Ab morgen finden die restlichen MHFA-Kurse statt. Darauf freue ich mich sehr
Wünsche allen einen schönen Donnerstag
LG,
Mowa30/05/2021 um 21:32 Uhr #161108Hallo zusammen,
ein arbeitsintensives Wochenendenende geht zu Ende.
Der MHFA-Kurs hat mir sehr gefallen! Morgen oder so kann ich vielleicht mehr dazu schreiben.
Wir sind noch zur Eisdiele geradelt, und abends habe ich Mapo Tofu gekocht.
Der Sternchenstrauch zieht inzwischen Bienen und Hummeln an:

Jetzt spiele ich mit meinem Mann ein paar Runden Super Bomberman R Online.
Wünsche allen noch eine gute Nacht
LG,
Mowa -
Diese Antwort wurde vor 4 Jahren, 8 Monate von
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One thought on “Notizen von Mowa – Teil 2”
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