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Mowa aktualisiert.
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20/03/2021 um 10:01 Uhr #155366
5 mg Abilify alleine, machen normalerweise keine Nebenwirkungen. Als Monotherpie fühle ich mich damit quietschfidel. Nur kommen dann halt mit der Zeit die Stimmen zurück. Man wird damit eher etwas aufgeputscht, weil es antriebssteigernd wirkt. Aber du schreibst ja eh Mowa, dass du auch so schon oft keine Pausen machen kannst. Vielleicht wird es dann deshalb zu viel. Vielleicht bräuchtest Du besser etwas, das dich ein wenig runterschraubt.
Ich wünsche Dir jedenfalls, dass es schnell wieder gut wird! Viel Glück!
20/03/2021 um 10:26 Uhr #155369Ich bin mit derzeit 4,5mg Aripiprazol immer noch müde. Ich kann also verstehen, dass du nicht so hoch gehen willst. Vielleicht kannst du deinen Psychiater ja auch nach Quetiapin als Bedarf fragen. Wenn du in die Klinik müsstest, wäre deiner Arbeit auch nicht geholfen. Ich denke, es ist gut, wenn du jetzt vorsichtig bist.
20/03/2021 um 13:52 Uhr #155374Gut, dass Du jetzt vorsichtig bist, liebe @Mowa.
Vielleicht kannst Du Dein Wochenendprogramm noch etwas weiter herunterschrauben.
Gartenarbeit ohne Zeitdruck, kann ich mir aber auch gut vorstellen, um Dich zu „erden“.
Ich drücke Dir auf jeden Fall sehr die Daumen, dass wieder Ruhe einkehrt.
lg, DiBa
20/03/2021 um 20:10 Uhr #155402Guten Abend zusammen,
danke Euch Agi, Bernadette, Molly, Dopplereffekt und DiBaDu für Eure Posts.
dünnhäutigkeit und Gereiztheit
Stimmt, das hatte ich auch, aber nicht durchgängig.
Darf ich fragen welche Nebenwirkungen hast du denn bei 2mg Aripriprazol?
Als Nebenwirkungen von Aripiprazol erlebe ich das Eingegipstsein-Gefühl des Kopfes, wodurch meine Fähigkeiten zu denken und zu fühlen eingeschränkt sind, die Antriebslosigkeit, die fehlende Sättigung.
Das ist bei mir dosisabhängig. Diese Nebenwirkungen merke ich kaum bei 1 mg. Es kann auch sein, dass das Aripiprazol bei dieser Minimaldosis bei mir antriebsfördernd wirkt. Andererseits hatte ich immer einen starken Antrieb, wenn es um Sachen ging, die mich interessierten. Also muss das nicht eine medikamentöse Wirkung sein, finde ich.
Durch die Verdoppelung der Dosis auf 2 mg fühlt sich mein Kopf deutlich gedämpfter an. Wenn ich mich dadurch nicht mehr so gut konzentrieren kann, dann ist es eine andere Art von Konzentrationsschwäche als die, die ich gestern noch als Frühwarnsymptom angegeben habe:
- Dosiserhöhung: Denken und Fühlen sind gedämpfter und ich kann mich nicht so gut konzentrieren.
- Frühwarnsymptom: Mein Kopf ist unruhig und verwirrt, und ich kann mich nicht so gut konzentrieren.
Ich weiß nicht, ob es nur an der Dosisverdoppelung lag, aber heute habe ich immer wieder geschlafen und war durchgängig müde und schläfrig. Nach den Strapazen der letzten Wochen tut mir der lange Schlaf sicher gut.
5 mg Abilify alleine, machen normalerweise keine Nebenwirkungen.
So pauschal würde ich es nicht schreiben. Ich glaube, dass individuelle Unterschiede sehr groß sein können und vermutlich auch sind.
Jedenfalls entspricht das nicht meiner persönlichen Erfahrung. Bei 5 mg und mehr Aripiprazol hatte ich starke Dämpfung und Antriebsschwäche usw.
Offenbar reagiere ich auf psychoaktive Substanzen empfindlicher als manche Andere. Alokoholfreies Bier wirkt bei mir anheiternd und Hanftee entspannend und schlaffördernd
Heute habe ich fast gar nicht gearbeitet und war sonst auch wenig aktiv. Vorhin konnte ich kompliziertere Rechnungen als gestern problemlos online erledigen und bin auch nicht mehr so verwirrt wie gestern Abend nach dem Einkaufen.
Mal schauen, wie es mir morgen geht.
Wünsche allen einen schönen Samstagabend
LG,
Mowa20/03/2021 um 20:21 Uhr #15540320/03/2021 um 20:24 Uhr #155404Naja @DiBaDu, wenn es nach meinem Psychiater ginge, bestimmt 6 Monate. Mein Mann schlägt 4 Wochen vor. Also ich versuche erstmal 1 Woche durchzuhalten, vielleicht 2.
Ich will ja am Montag zu meinem Psychiater, dann bespreche ich das nochmal mit ihm.
20/03/2021 um 20:30 Uhr #155405Gut, dass Du den engen Kontakt zu Deinem Psychiater suchst. Du hast ja ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihm.
Ich musste im letzten Sommer mein Olanzapin hochdosieren. Ich war so verliebt, dass ich kaum noch schlief.
Der Psychiater, den ich konsultierte, sagte, das merken Sie schon, wenn Sie wieder runterdosieren können.
Die Haltung fand ich gut. Und es war auch so, dass ich das merkte.
Einmal kontaktierte ich hier die Hotline des Netzwerks psychische Gesundheit und ich hatte eine sehr kompetente Psychologin in der Leitung: Diese sagte: Seien Sie nicht so streng mit sich. Die Haltung fand ich auch sehr gut.
21/03/2021 um 5:58 Uhr #155410Liebe @Mowa ,ich finde es gut das du jetzt etwas mehr von dem Aripripamazol nimmst.Aber dauert es nicht ein paar Tage bzw.Wochen bis du einen Medikamentenspiegel aufgebaut hast?
Nicht das du zu früh absetzt.
Aber du gehst ja zum Arzt,der wird es schon gut mit dir kommunizieren.
Ich wünsche dir auf jedenfall gutes Gelingen ,Ruhe dich gut aus und mach das was dir Spaß macht und du Kraft tanken kannst.
21/03/2021 um 7:42 Uhr #155417Guten Morgen zusammen,
Danke DiBaDu und Oceana für Eure Zeilen.
Dass Verliebtsein kombiniert mit sich auflösender Einsamkeit das Hirn überfordern und Psychosen auslösen können, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Als ich meinen Mann kennenlernte, hatte ich noch eine hohe Dosis Aripiprazol (15 mg), so dass ich keine extremen Gefühlsentwickelungen hatte, sondern nur gedämpft…
Nicht das du zu früh absetzt.
Nein, abzusetzen habe ich nicht vor. Auf jeden Fall werde ich meine Minimaldosis von 1 mg beibehalten, bis ich weitere 1, 2 Jahre stabil geblieben bin.
Es kann sein, dass ich in 1, 2 Wochen mehr Nebenwirkungen zu spüren bekomme, wenn sich der Plasmaspiegel des Wirkstoffes stabilisiert hat. Dann werde ich sehen, ob ich bereit bin, weitere Wochen 2 mg Aripiprazol zu nehmen. Wenn morgen die neue Arbeitswoche beginnt, dann werde ich auch sehen, wie gut ich mich mit 2 mg auf die Arbeit konzentrieren kann.
Heute ist der 2. Tag mit 2 mg Aripiprazol, und vorhin habe ich eine halbe Stunde oder so mich mit MHC-Angelegenheiten befasst. Ich konnte mich schon noch konzentrieren, aber mein Kopf fühlt sich halt stumpf an. Das Gefühl, eine dickere mentale Haut bekommen zu haben, führt zum Verlust der Interessen und der Aufmerksamkeit.
Noch fühle ich mich ok mit der Dosisverdoppelung und werde mich weiterhin bemühen, nicht so bald einen Rückfall zu bekommen. Ich habe wirklich keine Lust auf eine erneute Einweisung, wo die Oberärzte mir bestimmt wieder Lorazepam und Neuroleptika in hohen Dosen verabreichen und gesetzliche Betreuung und Depotspritzen empfehlen würden.
Das wäre das Schlimmste, was man mir in meiner jetzigen Situation antun könnte
LG,
Mowa22/03/2021 um 5:16 Uhr #155479Guten Morgen zusammen,
jetzt ist Zeit für mich das Aripiprazol einzunehmen. Ich habe relativ gut und insgesamt mehr als 8 Stunden geschlafen. Bei 1 mg Aripiprazol wache ich nach 6 bis 7 Stunden auf, und dann habe ich auch kein Schlafbedürfnis für den Tag mehr, aber jetzt mit 2 mg könnte ich sicher noch weiterschlafen…
Vorhin bin ich aufgestanden, und die ganze Zeit spüre ich, wie sich mein Kopf stumpf anfühlt, noch mehr als gestern. Das stört mich sehr, und ich frage mich, ob es wirklich 2 mg sein müssen, oder ob 1,5 mg es auch tut. Ich glaube, ich nehme heute nur 1,5 mg ein
Gestern war ein guter Sonntag. Ich habe mit unserem Balkon-Rosmarin leckeres Ofen-Hähnchen und -Gemüse zubereitet und danach die Dusche geputzt. Später am Nachmittag sind wir zur Eisdiele geradelt und haben Eis mit Sahne genossen. Und haben dann zusammen noch eine Folge „Breaking Bad“ auf Netflix geguckt.
Außerdem ist vorgestern oder gestern der erste Samen im zweiten Erdbeer-Anzuchtgefäß gekeimt. Im ersten Gefäß sind inzwischen 14 Samen gekeimt, soweit ich sehen kann.
Heute mal schauen, ich rufe meinen Psychiater an und frage, ob ich im Laufe der Woche vorbeikommen kann. Eigentlich weiß ich gut, was er mir sagen würde. Er würde mir sicher raten, zumindest 1,5 mg die kommenden Wochen zu nehmen aber mehr wäre besser usw. Er würde bestimmt auch sagen, dass das meine eigene Verantwortung sei, dass ich mich selbst besser kenne usw.
Zum Glück sieht mein Terminkalender diese Woche noch entspannt aus, und nächste Woche werde ich hoffentlich wie geplant eine Woche Urlaub nehmen.
Wünsche allen einen guten Wochenbeginn
LG,
Mowa22/03/2021 um 8:08 Uhr #155490Guten Morgen @Mowa.
Ich drücke die Daumen für eine gute und passende Entscheidung. Auch wenn Du weißt, was der Psychiater sagen wird, ist es sicher gut ihn zu kontaktieren.
lg, DiBa
22/03/2021 um 9:31 Uhr #155499Danke DiBaDu!
Jetzt habe ich bei meinem Psychiater einen Termin um 12 Uhr bekommen. Er hatte mir ja schon oft gesagt, dass ich notfalls auch ohne Termin vorbeikommen kann.
Ich sollte mich wohl auch vorsorglich Quetiapin und/oder Olanzapin verschreiben lassen. Vorhin habe ich 0,5 mg Aripiprazol doch noch eingenommen, so ist die Tagesdosis doch 2 mg geworden.
Ich werde mich auch krankschreiben lassen, damit ich keine Arbeitspflicht habe. Dann kann ich auf Sparflamme immer noch einige Sachen erledigen aber nicht daran denken, dass ich durchgängig arbeiten sollte usw.
Vermutlich bekomme ich auch eine Krankschreibung für 2 Wochen, aber ich würde gerne nächste Woche Urlaub nehmen und nicht krank sein
Edit: Nur zur Info, es ist bei mir zu diesem Gedankenumschwung gekommen, nachdem ich gemerkt habe, dass ich die kommenden Wochen wirklich Stress meiden sollte. Die letzten Stunden war ich nämlich wieder im normalen Arbeitsmodus und habe gespürt, wie mein Kopf wieder unruhig und ansatzweise paranoid wurde
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Diese Antwort wurde vor 4 Jahren, 10 Monate von
Mowa geändert.
22/03/2021 um 11:31 Uhr #155502Liebe @Mowa
Mache mir Sorgen um dich.
Ich weiß nicht was ich dir raten soll,bin sprachlos.
Ich kann dich einfach nur mal drücken
22/03/2021 um 12:05 Uhr #155504Liebe @Mowa
hoffentlich wirst du krankgeschrieben.
Bitte pass auf dich auf. Gut, dass du das Aripiprazol erhöht hast. Allerdings braucht es längere Zeit bis es wirkt. Olanzapin wirkt dagegen sehr viel schneller.
Gute Besserung und liebe Grüße, I.
22/03/2021 um 12:21 Uhr #155505Alles Gute Dir @mowa. Ich hoffe es ist nicht arg alles! Liebe Grüße
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