Notizen von Mowa – Teil 2

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  • Dieses Thema hat 1651 Antworten sowie 56 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 3 Jahren von Mowa aktualisiert.
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  • #263818
    Pia

      Guten Morgen liebe @Mowa,

      das hört sich gut an, dass du wieder symptomfrei bist. Leider mit Nebenwirkungen.

      Ich hoffe, du kannst noch schlafen.

      Gute Nacht und weiterhin gute Besserung.

      Liebe Grüße Pia :ciao:


      Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:

      https://share.google/yMioWVC2yVoLTW9eN

      #263826

      Vielen Dank, liebe @Pia!

      Momentan schlafe ich gerne auch mal tagsüber, so wie ich möchte, und dadurch ist mein Schlafrhythmus (typischerweise von 20 Uhr bis 2 Uhr morgens) etwas durcheinander geraten. Gerade bin ich ausgeschlafen und fühle mich fit und habe an meinem Erfahrungsbericht weiter gearbeitet:

      Gemeinsam leben – mit mehr Resilienz und weniger Psychopharmaka

      Mowa

      Stand: 20.01.2023 um 03:00 Uhr

      In der Zwischenzeit habe ich positive Feedbacks zum Erfahrungsbericht von einigen Kolleginnen eingeholt, und die Englischübersetzung meines britischen Kollegen ist auch fast fertig. Wenn es so bleibt, kann ich bestimmt in 1, 2 Wochen einreichen.

      #263833

      Gütigen guten Morgen @Mowa,

      ich denke, dass die Entscheidung zu Neuroleptika oder Phasenprophylakta oder Antidepressiva oder „stimulierenden Substanzen“, entschieden werden muss vor dem je bestehenden Hintergrund und Anforderungen.

      Aripiprazol, so wie Du Deine Nebenwirkungen, ich nenn es mal pauschal, den „Filter“

      ist eben so hochpotent, ob nun 1 mg oder 30 mg, dass die mMn keinen Unterschied macht, auch wenn über längere Zeit, Jahre sogar Abilify konsumiert wurde:

      Befürchte ich, dass die Hirnstruktur sich dementsprechend anpasste und ja, selbst geringe Dosierungen sofortig, den „Filter“ legen und dies trotz bestehender Nebenwirkung, eben dieses „Filters“:

      Alles was hinter oder über diesem Filter an, pauschal gesagt: Joerg sich bewahrt, bleibt unzugänglich oder nicht spürbar.

      Und obendrein ist dann die Entscheidung für mich Medikinet und Atomoxetin zu nehmen und Lyrica statt Phasenphrophylaxe, wie Lithium oder Ergenyl.. etc.

      Jedes Medikament birgt sein Risikopotential, nicht im Sinne von Nebenwirkung, sondern:

      Im Risiko nicht „lebensfähig“ oder eben „Joerg“ sein zu dürfen.

      Für junge Leute empfinde ich es als „bloße Gewalt“, schnell solche Sachen, wie Lithium oder hartes Zeug zu verordnen, eben auch Abilify oder Zyprexa.

      Klar, vielleicht ist die Not so groß, dass Lithium gegeben wird, aber im Leben gibt es Viel, Viel, Viel:

      Mehr.

      Das sich entdecken und ja: leben, leiden, lieben lässt als …

      Und ganz richtig: für-den-anderen-zu…

      IST Liebe.

      Kein Plan.

      Herzensgruß und gute Besserung

      Jörg

      #263835

      ist eben so hochpotent, ob nun 1 mg oder 30 mg, dass die mMn keinen Unterschied macht, auch wenn über längere Zeit, Jahre sogar Abilify konsumiert wurde:

      Oje – aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich dem gar nicht zustimmen @kadaj. Wenn Du selbst so unempfindlich auf Psychopharmakadosis reagierst, hast Du Dich schon gefragt, warum?

      #263836

      moin,

      Reagieren würde ich es nicht nennen:

      Bewegungsfähig sein und „gesellschaftsfähig“.

      Tragisch mag sein, dass ich Es gar liebe, den „Wahnsinn zu tanzen“.

      Und ich nehme lieber „Medikamente“, die nicht „filtern“ oder mir wesentliches „herausfiltern“.

      Da liegen unsere Erfahrungen eben auseinander…

      Was hilft, hilft.. für Leidenserfahrungen bekomme ich nichts geschenkt, kein Lob.

      Und verzeih.

      Mein hin-und-her: will Dich nicht nerven obendrein und daher:

      verzeih und hoffentlich: Es wird :rose:

      lieben Gruß

      #263843
      Pia

        Hallo liebe @Mowa,

        bei deinem Schlafrhytmus hast du dann ja wenigstens einige Stunden ohne Baulärm. Schön, dass du tagsüber trotzdem auch etwas schlafen kannst. Das kann ich nicht, ich war heute Nacht nur kurz vom Weg ins Bad im Forum. Ich bin aber meist so gegen 5 Uhr auf und genieße dann die Ruhe.

        Ich finde deinen Erfahrungsbericht sehr gut. Auch dein Foto und deine Zeichnung.

        Toll, dass dein Kollege schon angefangen hat, den Bericht zu übersetzen.

        Ich habe letzt auf MIA von der Martin-Harrow-Studie gelesen. Leider ist die wohl nicht kostenlos öffentlich zugänglich, ich habe sie bisher jedenfalls nicht gefunden, sonst hätte ich sie verlinkt. Martin Harrow hat jedenfalls zig Jahre zu Schizophrenie geforscht und die Ergebnisse seiner Studien sind, dass erheblich mehr Betroffene, die keine Psychopharmaka erhielten, genesen sind, als Betroffene, die mit Psychopharmaka medikamentiert wurden und eben die, die die Psychopharmaka langsam ausgeschlichen haben. Das zeigen ja auch die Erfolge des offenen Dialogs. Martin Harrow hat aber einige Bücher darüber veröffentlicht.

        Ich bin darüber wirklich traurig und sauer, dass die Pharmabranche einschließlich der psychiatrischen Versorgung zum großen Teil nicht umdenken will und immer noch die nie bewiesene und längst widerlegte Hypothese, Behauptung, verbreitet, dass psychisch Leidende ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn hätten und deshalb Psychopharmaka benötigen wie Diabetiker Insulin.

        Von der Martin-Harrow-Studie habe ich in dem Artikel zum medikamentenfreien Krankenhaus in Norwegen gelesen. Den Artikel habe ich vor ein paar Tagen hier im Forum gepostet. Auch deren „Methoden“ sind ja wirksam. Sie gründeten die Klinik, nachdem sie von der Martin-Harrow-Studie gehört hatten.

        Ich wünsche dir einen schönen Tag und weiterhin gute Genesung und weiterhin viel Erfolg mit all deinen Aktivitäten.

        Liebe Grüße Pia :ciao:


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        • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren von Pia geändert.
        #263846

        Auch wenn ich mich jetzt zum millionsten Mal wiederhole: Dass die ganze Psychiatriebehandlung Humbug ist, kann man nicht nur an der Sturheit unbelehrbarer Idioten von Psychiatern festmachen, sondern auch dadurch dass man einen Richter, aber keine Ankläger und vor allem keine Verteidiger hat. Dazu: was hat die Justiz überhaupt bei einer Krankheit zu suchen?

        Das ist so offensichtlich deppert, dass ich nach einem ersten Erschrocken sein den ganzen Apparat bei all seiner Bedrohlichkeit und Macht nie wirklich ernst genommen haben. Aber auf mich hört ja keiner!

         

         

        • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren von sartorius geändert.
        #263849
        Pia

          PS: Ich würde dir wirklich empfehlen, falls du absetzen willst, das letzte Milligramm Aripiprazol, was du ja jetzt schon länger nimmst, ganz ganz langsam in x-tel Milligramm auszuschleichen und dir zwischen jeder Reduktion so 4 bis 6 Wochen Zeit zu lassen, auch länger, das ist ganz individuell.

          Ich habe damals, als ich das Paliperidon, also Xeplion, wegen der Nebenwirkungen gleich wieder los werden wollte, das ADFD-Forum gefunden (inzwischen ist es das Psyab.net, las ich). Das hat mir die Augen geöffnet, dass man Psychopharmaka nur ganz langsam risikominimiert ausschleichen sollte. Ich habe da damals eine Weile mitgelesen und war und bin schockiert, wie schlecht es so vielen Menschen durch Entzugssymptome von Psychophsrmaka geht und wie viele Rebonds erleiden, durch abrubtes Absetzen oder zu schnellem Reduzieren und dann von den Psychiatern wieder vollgepumpt wurden, statt ihnen langsames Ausschleichen zu empfehlen.

          Paliperidon gibt es leider nur in Retardform als Tabletten und als Depot und keine Dosierungen zum Ausschleichen. Von den Herstellern so gewollt, leider. Das habe ich vorher leider nicht gewusst.

          Du hast ja das flüssige Aripiprazol, mit dem ganz langsames Ausschleichen mit einer anderen Spritze wie beigelegt, möglich ist, mit der Wasserlösemethode.

          LG Pia :ciao:


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          #263877

          Hallo @Mowa, ich bin jetzt Nachhilfelehrer und brauche Zoom dazu. Hab es mir heruntergeladen und würde es vor der ersten Anwendung gerne einmal ausprobieren. Wie geht das?

          #263883

          Hallo sartorius,

          spontan habe ich dieses Video gefunden:
          https://www.youtube.com/watch?v=PyM1SqYilrI

          Zuerst musst Du Dich auf zoom.us registrieren um einen ZOOM-Account mit einer festen E-Mail-Adresse anzulegen. Dann loggst Du Dich dort ein.

          Falls Deine Nachhilfestunden länger als 40 Minuten dauern, bräuchtest Du einen kostenpflichtigen ZOOM-Account oder Du müsstest glaube ich das Meeting alle 40 Minuten neustarten.

          Dann kannst Du ein Meeting planen, wie im obigen Video erklärt.

          Jedes ZOOM-Meeting hat eine eindeutige Meeting-ID, das Kennwort zum ZOOM-Meeting ist optional. Dein/e Nachhilfeschüler:in braucht auf jeden Fall die Meeting-ID und das Kennwort, und am besten auch den ZOOM-Link.

          Der ZOOM-Link ist hilfreich, wenn Dein/e Nachhilfeschüler:in dem ZOOM-Meeting über den Browser beitreten möchte. Dann kann er bzw. sie auf den ZOOM-Link klicken, der Browser öffnet sich, und dann hat er bzw. sie die Möglichkeit, im Browser ZOOM zu nutzen.

          Wenn Du soweit alles vorbereitet hast, müsstest Du noch jemanden fragen, der bzw. die mit Dir die ZOOM-Funktionen testen kann. Ich kann mich auch zur Verfügung stellen, allerdings nicht heute und nicht morgen.

          Liebe Grüße,
          Mowa

          #263891

          Wenn Du soweit alles vorbereitet hast, müsstest Du noch jemanden fragen, der bzw. die mit Dir die ZOOM-Funktionen testen kann. Ich kann mich auch zur Verfügung stellen, allerdings nicht heute und nicht morgen.

          Hab ich alles gemacht. Wenn wir es übermorgen probieren könnten, wäre mir gedient.

          #263903

          PS: Ich würde dir wirklich empfehlen, falls du absetzen willst, das letzte Milligramm Aripiprazol, was du ja jetzt schon länger nimmst, ganz ganz langsam in x-tel Milligramm auszuschleichen und dir zwischen jeder Reduktion so 4 bis 6 Wochen Zeit zu lassen, auch länger, das ist ganz individuell.

          Ich habe die letzten Rest Aripiprazol etwas schneller reduziert, weil die Zeit gedrängt hat. Irgendwann ließ mich nämlich die Nebenwirkung des Spannungsgefühls/der Unruhe in Armen und Beinen nicht mehr durchschlafen. Um Weiterschlafen zu können brauchte ich dann Biperiden in geringer Dosis als Bedarf. Für mich haben die Dosierungsschritte, die man mit der Lösung machen kann jedenfalls gut ausgereicht.

          Gute Besserung @mowa

          #263941

          Der Manager hat die Arbeit und danach Freizeit, auch wenn die manchmal nicht viel sein mag.

          Wir als Lebensmanager haben keine Pause bei Erkrankung.

          Aber hört sich ja schon wieder besser an bei dir mowa.

           

          Und im Übrigen: Auch ich fange an mich zu wiederholen wenn ich sage, dass meine Symptome, insbesondere die Stimmensymptomatik, nie ohne Medikamente weggegangen wäre. Daher auch meine Meinung, dass die Erkrankung eben berücksichtigt werden muss. Von Patient wie von Ärzten.


          Waypoint reached … Autopilot disabled

          • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren von rebus geändert.
          • Diese Antwort wurde vor 3 Jahren von rebus geändert.
          #263966

          Martin-Harrow-Studie

          Interessant, vielen Dank Pia! Von Herrn Harrow gibt es kostenfrei verfügbare Open-Source-Papers. Die Titel klingen alle sehr spannend!

          Harrow, M., Jobe, T., & Tong, L. Long-term effectiveness of antipsychotics. Psychological Medicine, 1-5 (2021). doi:10.1017/S0033291721001732

          Harrow, M., Jobe, T.H., Faull, R.N., Yang, J. A 20-Year multi-followup longitudinal study assessing whether antipsychotic medications contribute to work functioning in schizophrenia. Psychiatry Research, 256, 267 (2017). doi:10.1016/j.psychres.2017.06.069

          Harrow, M., Jobe, T., & Faull, R. Do all schizophrenia patients need antipsychotic treatment continuously throughout their lifetime? A 20-year longitudinal study. Psychological Medicine, 42(10), 2145 (2012). doi:10.1017/S0033291712000220

          Harrow, M. & Jobe, T.H. Does Long-Term Treatment of Schizophrenia With Antipsychotic Medications Facilitate Recovery? Schizophrenia Bulletin, 39(5), 962 (2013). doi:10.1093/schbul/sbt034

          Der jeweilige Link zum Paper lautet https://doi.org/ und dann den DOI (digital object identifier) eingeben, z.B.

          https://doi.org/10.1017/S0033291721001732

          #263969

          PS: Ich würde dir wirklich empfehlen, falls du absetzen willst, das letzte Milligramm Aripiprazol, was du ja jetzt schon länger nimmst, ganz ganz langsam in x-tel Milligramm auszuschleichen und dir zwischen jeder Reduktion so 4 bis 6 Wochen Zeit zu lassen, auch länger, das ist ganz individuell.

          Vielen Dank Pia für den Tipp :-)

          Absetzsymptome sind ja nur vorübergehend und nicht das Problem für mich. Technisch könnte ich sofort auf 0 mg gehen, wahrscheinlich ohne dass ich eine Absetzpsychose erleiden würde.

          Sondern, das Problem liegt für mich in meiner Stress- und Psychoseanfälligkeit. Diese bestehen unabhängig von der Einnahme der Neuroleptika. Solange ich nicht mit 1 mg Aripiprazol dauerhaft symptomfrei bleiben kann, wird es mir nicht helfen, noch mehr zu reduzieren oder abzusetzen.

          Wenn ich bei gleicher Minimaldosis von 1 mg immer mehr Stress vertrage, dann ist das für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass ich stabiler geworden bin. Und so sehe ich meine Entwickelung der letzten Jahre auch, dass ich seit November 2019, seitdem ich mit 1 mg Aripiprazol zurechtkomme, immer stabiler geworden bin, bis heute.

          Insofern, Rückfall ist nicht gleich Rückfall, und Symptome sind nicht gleich Symptome. Entscheidend ist, wie es zum Rückfall bzw. zu den Symptomen kam, wie viel Stress ich zuvor vertragen habe und wie ich noch mehr Stress ohne Medikamente verhindert habe.

          Hab ich alles gemacht. Wenn wir es übermorgen probieren könnten, wäre mir gedient.

          Prima! Ja wir können morgen am Sonntag zusammen testen sartorius, wie wäre es gegen 16 Uhr?

          Gute Besserung

          Danke, Dopplereffekt :-)

          Wir als Lebensmanager haben keine Pause bei Erkrankung.

          Dem stimme ich zu, rebus :-)

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