Notizen von Mowa – Teil 2

Home Foren Selbsthilfe und Genesungsbegleitung (öffentlich) Notizen von Mowa – Teil 2

  • Dieses Thema hat 1651 Antworten sowie 56 Teilnehmer und wurde zuletzt vor vor 3 Jahren von Mowa aktualisiert.
Ansicht von 15 Beiträgen – 1531 bis 1545 (von insgesamt 1651)
  • Autor
    Beiträge
  • #251579
    Anonym

      Gratuliere zum Hochzeit Tag liebe mowa.

      Liebe Grüße Doris

      #251643

      Liebe Mowa!

      Ich wünsche euch alles Gute zu eurem Hochzeitstag :-)

      Lg Silbertropfen :ciao:

      #251909

      Vielen Dank liebe Doris und liebe Silbertropfen :-)

      Der Hochzeitstag war ein schöner Tag, auch wenn ich mit Schwächeanfällen nach der 4. Corona-Impfung k.o. war. Sowohl den regulären Psychiatertermin als auch den ersten Termin mit meiner Gesangslehrerin habe ich wahrnehmen können und beide Termine waren sehr wohltuend für mich.

      Leider gibt es in Deutschland noch keine teilweise Krankschreibung, die es laut meinem Psychiater bereits in Skandinavien gibt. Weil ich bestimmte dringende Aufgaben für den Betriebsrat erledigen muss, werde ich am Montag zur Arbeit gehen und schauen, wie gut ich arbeiten kann. Notfalls muss ich doch eine AU für eine weitere Woche holen.

      Zusätzlich zu meiner Vollzeit-Freistellung für den Betriebsrat konnte ich mit meinem Psychiater auch über einige sehr belastende Vorfälle am Arbeitsplatz sprechen, über die ich als Betriebsrätin Stillschweigen wahren muss und mit niemandem sonst offen sprechen konnte.

      Das war wirklich sehr hilfreich! Mein Psychiater hat mich daran erinnert, dass ich mich selbst gut schützen muss, weil ich als Betriebsrätin sicher in Zukunft mit weiteren solchen Vorfällen zu tun bekommen werde. Ich denke auch, dass ich mich von existenziellen Problemen anderer Menschen gut abgrenzen können muss und lösungsorientiert bleiben sollte um mich nicht selbst krank zu machen.

      Mein Psychiater hat mir zwar gesagt, dass ich vorübergehend die Aripiprazol-Dosis erhöhen könnte. Ich werde das vorerst nicht machen, weil ich derzeit 0,0 Wahnsymptome habe und weit entfernt davon bin, eine Psychose zu entwickeln. Ich fühle mich auch nicht mehr überfordert, seitdem ich die Lösung meines akuten Problems am Arbeitsplatz selbst entwickelt habe und diese vom Arbeitgeber auch zeitnah angenommen wurde.

      Ich habe meinem Psychiater auch gesagt, dass ich schnell krank werde, wenn ich ein Problem nur passiv ertragen muss und nicht aktiv handeln kann. Und dass ich die Entlastung sofort spüre, wenn ich aktiv gehandelt habe. Jetzt die Woche werde ich ja sehen, wie belastbar ich momentan bin und ob ich mich weiter schonen sollte.

      Die erste Gesangsunterrichtsstunde war auch sehr schön! Wir haben zwei Lieder von meinem Chor geübt. Meine Lehrerin kommt aus Armenien und spricht kaum Deutsch, und die Chorlieder sind alle auf Deutsch aber das tut nichts zur Sache, weil es bei mir um das Grundsätzliche geht, nicht um die Feinheiten. Durch die Atmung mit dem Bauch und mit mehr Mut kann ich jetzt schon müheloser höhere Töne mit der Bruststimme singen.

      Ich habe gelernt, dass in Armenien 97% der Bevölkerung Armenier sind (derzeit mehr Menschen aus Russland aufgrund des Kriegs in der Ukraine) und die Bevölkerung sehr homogen ist. Für meine Lehrerin ist die kulturelle Vielfalt in Deutschland etwas Neues, die ihr gut gefällt. Und in Armenien feiern sie – sie sind ja Christen – Weihnachten nur am 5. Januar, und die Weihnachtsfeiertage in Deutschland haben keine Bedeutung. Mein nächster Unterricht findet am 23.12. statt :heart:

      Heute will ich mir die Zeit nehmen um Matscha-, Kinako- und Anko-Kipferle zu backen. Einige wollen wir schon selbst essen aber vor allem will ich die Kekse zur Weihnachtschorprobe am Dienstag mitnehmen und auch zur Betriebsratssitzung am Donnerstag, weil ich ja neulich Geburtstag hatte. Kekse zu backen wird mir bestimmt Spaß machen, wie die letzten Jahre. Gestern habe ich Oden gekocht, das ist auch sehr lecker geworden und hat mir Spaß gemacht.

      Offenbar hat es bei uns letzte Nacht den ersten Schnee des Jahres gegeben, draußen ist es weiß und stimmungsvoll. Wünsche allen einen schönen 3. Advent :-)

      #252003

      Leider gibt es in Deutschland noch keine teilweise Krankschreibung, die es laut meinem Psychiater bereits in Skandinavien gibt. Weil ich bestimmte dringende Aufgaben für den Betriebsrat erledigen muss, werde ich am Montag zur Arbeit gehen und schauen, wie gut ich arbeiten kann. Notfalls muss ich doch eine AU für eine weitere Woche holen.

      Ich dachte du kannst auch mit Krankschreibung noch etwas zu Hause für die Arbeit machen. Oder geht das für die Betriebsratarbeit nicht? Hättest du nicht noch Überstunden, mit denen du die Tagesarbeitszeit mal verkürzen könntest?

      Das mit dem Singen hört sich gut an. Ich hatte da einen voraufgezeichneten Videokurs etwa zur Hälfte gemacht und viel gelernt. Nützlich ist das auch in anderen Situationen, wenn man mal laut sein muss. Ich habe mehr Kontrolle über meine Stimme gewonnen.

      #252033

      Ich dachte du kannst auch mit Krankschreibung noch etwas zu Hause für die Arbeit machen.

      Das hatte ich tatsächlich auch vor. Mein Psychiater hat mir daraufhin gesagt, ich könne nicht eine AU ausstellen lassen und trotzdem arbeiten, schon alleine wegen der versicherungsrechtlichen Vorgaben. Ich finde es unpraktisch, dass es in Deutschland noch keine teilweise AU gibt!

      Ich werde mich gleich gesundmelden, bewusst langsam arbeiten und versuchen, die Betriebsversammlung in einer Woche vorzubereiten und wie geplant zu veranstalten.

      Es gibt noch einige weitere dringende Aufgaben für den Betriebsrat, die leider nur ich erledigen kann. Einiges könnte ich auch im Homeoffice erledigen.

      mehr Kontrolle über meine Stimme gewonnen

      Ja, ich staune darüber, wie wichtig meine eigene Stimme für mich ist. Dass ich nach Jahrzehnten seit der Kindheit meine eigene Stimme ganz annehmen kann und ihren Klang inzwischen sehr gerne höre, das habe ich mir früher nicht vorstellen können. Und genauso ist es heute :-)

      #252073

      Das hatte ich tatsächlich auch vor. Mein Psychiater hat mir daraufhin gesagt, ich könne nicht eine AU ausstellen lassen und trotzdem arbeiten, schon alleine wegen der versicherungsrechtlichen Vorgaben. Ich finde es unpraktisch, dass es in Deutschland noch keine teilweise AU gibt!

      Ja, das finde ich auch nervig :negative:

      Und „heimlich arbeiten“ ist ja offensichtlich auch suboptimal :wacko: .

      Ja, ich bin auch begeistert davon, wieviel man mit der Stimme erreichen kann, wenn man sie richtig einsetzt :-) .

      #252509

      So, bis jetzt war es eine gute Arbeitswoche, und offenbar habe ich mir noch am Montag früh zu viele Sorgen gemacht. Der große Stress steht mir noch bevor, wenn ich mir bis nächsten Montag die Inhalte für die Betriebsversammlung erarbeite, die Folien erstelle und meine Reden schreibe. Aber das kenne ich schon, diese Situation habe ich schon 5 oder 6 Male seit Juli im letzten Jahr bewältigt, seitdem ich die Vorsitzende bin.

      Am Dienstagabend hatten wir eine Weihachtschorprobe. Ich dachte, dass wir unsere Lieder üben, nur haben wir bis auf ein Lied viele Weihnachtslieder gesungen, und ich kannte sie alle leider nicht. Dadurch stellte sich in mir das Gefühl des Fremdseins ein, obwohl der Chor und der Chorleiter sehr bemüht waren, mich oder sonst niemanden auszuschließen.

      Sie haben mich eingeladen, ein japanisches Lied vorzusingen, und ich habe „Zoo-san“, auf Deutsch „Elefäntchen“ gesungen. Es ist ein Kinderlied und bestimmt eines der auch internatiional bekanntesten aus Japan.

      Da ich gefragt wurde, ob die Noten zur Verfügung gestellt werden können, habe ich aus meinem Liederbuch die Seite mit dem Lied eingescannt und die Transliteration und Übersetzung noch hinzugefügt:

      Hier gibt es zum Lied eine Gesangsaufnahme:
      https://www.youtube.com/watch?v=OuWid5JIdpI

      In der Wikipedia auf Japanisch kann man nachlesen, dass im Lied das Elefäntchen von anderen Tieren aufgrund seiner Eigenart und Andersartigkeit mit dem langen Rüssel beschimpft wird, und dass das Elefäntchen daraufhin freundlich, offen und stolz erwidert, seine Mutter habe ebenso einen langen Rüssel. In der zweiten Strophe sagt das Elefäntchen, dass er seine Mutter lieb hat.

      Das Lied passt sehr gut zu mir und zu unserem Inklusionschor, wie ich finde :-)

      #257684


      Unser Bäumchen ist hübsch geworden :heart:

      Heute war die letzte Betriebsversammlung des Jahres, und alles lief gut! Nur bin ich jetzt k.o., nachdem ich die letzte Nacht fast durchmachen musste, um die Folien und die Rede vorzubereiten :wacko:

      Allmählich kann ich in den Ferienmodus gehen, wenn auch ich noch bis Donnerstag arbeiten muss. Für heute mache ich Feierabend und werde meine Überstunden abbauen.

      #257738

      Hört sich schön an, @Mowa! Lass es Dir gut gehen! :gut:

      #257756

      Danke schön @Molly.
      Es freut mich, dass es Dir gut zu gehen scheint :gut:

      #257783

      Nur bin ich jetzt k.o., nachdem ich die letzte Nacht fast durchmachen musste, um die Folien und die Rede vorzubereiten :wacko:

      So eine Situation möchte ich auch nicht haben, aber gut, dass du es geschafft hast :gut:

      Mir scheint, dass man doch auch trotz Erkrankung etwas Stress abkann, solange es kein Dauerstress wird.

      #257800
      Anonym

        Liebe Mowa,

        habe mir das Elefäntchenlied auf YouTube angehört, total schön! Danke fürs Teilen!

        Frohes Fest!

        Liebe Grüße, M

        #257905

        Danke Dopplereffekt und Manon :-)

        Morgen ist noch die letzte Betriebsratssitzung des Jahres. Gestern habe ich alles für die Sitzung schon vorbereitet, damit ich heute im Homeoffice arbeiten kann.

        Heute werde ich mich etwas mit der Mental Health Awareness Week 2023 beschäftigen. Wir erwägen momentan, die Veranstaltung zeitlich auf das ganze Jahr zu verteilen und monatlich einen oder zwei Vorträge und Austauschmöglichkeit anzubieten.

        Ich bin auch dabei, die Neujahrskarte für 2023 zu entwerfen. Nächstes Jahr ist das Jahr des Hasen. Ich bin gespannt, wie gut ich einen Hasen zeichnen kann.

        Vor einem Jahr hatte ich den Tiger gezeichnet:
        https://schizophrenie-online.com/forums/Thema/notizen-von-mowa-teil-2/page/58/#post-192303

        Und vor zwei Jahren den Ochsen:
        https://schizophrenie-online.com/forums/Thema/notizen-von-mowa/page/193/#post-136641

        Außerdem will ich bald auch einen Jahresrückblick für 2022 erstellen, wie auch schon die letzten beiden Jahre :-)

        #258056

        So, dieser Hase ist für unsere Neujahrskarte für das Jahr 2023 bestimmt:

        Mit der Zeichnung bin ich zufrieden. Ab morgen werden wir die Karten beschriften und sie voraussichtlich am 27.12. abschicken.

        #258057
        Anonym

          Voll süß gezeichnet.

          Liebe Grüße Doris Floeckchen

        Ansicht von 15 Beiträgen – 1531 bis 1545 (von insgesamt 1651)
        • Sie müssen angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

        One thought on “Notizen von Mowa – Teil 2”

        Comments are closed.