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Pia aktualisiert.
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27/05/2025 um 10:01 Uhr #404195
Wie oft kommt diese Kombination der zwei Diagnosen vor? Weiß jemand etwas darüber?
27/05/2025 um 10:17 Uhr #404197Als ich im Winter stationär war, war eine Patientin auf meiner Station mit dieser Doppeldiagnose. Sie wurde wohl durch das Hungern psychotisch.
27/05/2025 um 10:56 Uhr #404201Interessant, Isa, danke für deinen Beitrag.
09/07/2025 um 10:42 Uhr #408943Kann man eigentlich auch durch das Gegenteil – also zu viel essen und ein metabolisches Syndrom entwickeln – psychotisch werden?
Ich habe mal gehört, dass leichtes Übergewicht eher schützt, wohingegen Untergewicht ein Risiko für Psychosen darstellt…
09/07/2025 um 20:48 Uhr #409018Kann man eigentlich auch durch das Gegenteil – also zu viel essen und ein metabolisches Syndrom entwickeln – psychotisch werden?
Ich habe mal gehört, dass leichtes Übergewicht eher schützt, wohingegen Untergewicht ein Risiko für Psychosen darstellt…
Hallo @Forsythia, ich habe keine Ahnung, aber ich habe ChatGPT gefragt, ob man durch Überernährung psychotisch werden kann, etwa im Rahmen eines metabolischen Syndroms. Die Antwort war differenziert:
ChatGPT:
Entscheidend ist, ob Unter- oder Überernährung auf somatischen (also körperlichen) oder psychischen Ursachen beruht.
Bei Unterernährung sind psychotische Symptome – etwa bei Anorexia nervosa – deutlich häufiger, teils durch Nährstoffmangel, teils durch rigide Denkmuster oder Schuldwahn.
Bei Überernährung (z. B. Binge-Eating) fehlen vergleichbare Daten. Psychosen sind dort selten, eher treten Depressionen, Scham oder Affektstörungen auf.
Studien deuten auf ein 5- bis 6-fach erhöhtes Psychoserisiko bei Anorexie hin, aber bei BED fehlen robuste Zahlen.
Die Einordnung bleibt komplex, weil viele Psychosen sekundär sind (z. B. durch Mangel, Substanzen, Depression).
10/07/2025 um 7:31 Uhr #409037Hallo @Mowa
Vielen Dank für deine Antwort. Ich finde es sehr interessant, dass das Psychoserisiko bei Anorexie stark erhöht ist.
Den letzten Satz verstehe ich nicht ganz, weil eine durch Depression verursachte (?) Psychose meinem Verständnis nach nicht sekundär (organisch bedingt) wäre.
10/07/2025 um 8:20 Uhr #409042Hallo @Forsythia, ich bin mir nicht sicher, aber ich bin davon ausgegangen, dass „sekundär” hier bedeutet, dass eine Depression die primäre Ursache sein kann und als Folge eine Psychose entstehen kann.
Könnten wir die Symptome der Erkrankungen in einer Ursachen-Wirkung-Kette darstellen, dann wäre die primäre Erkrankung die dominierende, die zuerst da war, und die sekundäre Erkrankung wäre die Folge der primären.
Oder so.
13/07/2025 um 10:05 Uhr #409322Depression kann ja auch dazu führen, dass man sich vernachlässigt, z.B. zu wenig isst und infolgedessen kann eine Psychose entstehen.
22/07/2025 um 17:53 Uhr #410332also mit der Psychose hatte ich wieder Untergewischt 43kg als ich in die Klinik kam nach 9 Monaten Psychose. Raus kam ich mit 73kg.
11/01/2026 um 13:25 Uhr #422077Vielleicht ist magisches Denken eine Art Energiespar-programm des Gehirns, das deswegen gehäuft in Hungerphasen auftritt 🤔
12/01/2026 um 6:50 Uhr #422082Die Google-KI schreibt auf die Frage: „Was bezeichnet man als magisches Denken?“:
.Magisches Denken bezeichnet die Annahme, dass Gedanken, Worte oder Handlungen kausal nicht verbundene äußere Ereignisse direkt beeinflussen, hervorrufen oder verhindern können, wodurch rationale Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge ignoriert werden..Es ist eine normale Entwicklungsphase bei Kindern, kann aber bei Erwachsenen auch ein Symptom psychischer Störungen wie Zwangsstörungen oder Psychosen sein, besonders wenn es belastend wird, etwa in der Form von Zwangsgedanken, dass man durch bestimmte Handlungen Schlimmes verhindern muss..Merkmale und Beispiele- Nicht-kausale Verknüpfungen: Die Überzeugung, dass ein Gedanke (z. B. „Ich darf jetzt nicht an einen Unfall denken, sonst passiert einer“) oder eine Handlung (z. B. „Wenn ich das dreimal wiederhole, bleibt der andere gesund“) eine Wirkung hat.
- Kontrollverlust bewältigen: Kinder nutzen es, um Unsicherheit und unkontrollierbare Situationen zu bewältigen, indem sie versuchen, die Welt durch ihre Gedanken zu steuern.
- Beispiele: Ein Kind glaubt, mit Wunschdenken den Regen stoppen zu können, oder ein Erwachsener führt Rituale aus, um Katastrophen zu verhindern, weil er sich sonst schuldig fühlt.
Psychologische Bedeutung- Normale Entwicklung: In der frühen Kindheit (ca. 3-7 Jahre) ist es ein wichtiger Schritt in der geistigen Entwicklung.
- Pathologischer Zustand: Im Erwachsenenalter kann es zu einem Zwangssymptom werden (Zwangsgedanken und -handlungen), das Angst auslöst und das Leben einschränkt, weil man versucht, die gefürchteten magischen Verknüpfungen zu neutralisieren.
Unterschied zu Aberglauben- Aberglaube ist oft kulturell verankert und kann stabilisierend wirken, während magisches Denken psychopathologisch wird, wenn es belastet und die Rationalität außer Kraft setzt.
- Wikipedia zu „Magisches Denken“:
- https://de.wikipedia.org/wiki/<wbr />Magisches_Denken#:~:text=In%<wbr />20der%20Anthropologie%20steht%<wbr />20magisches,Wohl%20der%<wbr />20Gemeinschaft%20dienen%<wbr />20sollen.
- Magisches Denken überwinden
- FAZ Gesundheit, Video 42:30 Minuten, 10. Oktober 2025:
- https://youtu.be/CWrfAIQtbLM?si=pNL4xLmmtENNBy76
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Petition für einen Wandel im psychiatrischen Gesundheitswesen und in der Psychopharmakologie – an die WHO und weitere:
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