Antwort auf: Schizophrenie: Krankheit oder Wesenszug oder…

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Ja… Wie geht man vernünftig damit um??? :scratch:

Für mich sind die Stimmen immer etwas Reales, selbst wenn sie sich nur in meinem Gehirn befinden sollten. Sie sind für mich Seelen, die nur keinen eigenen Körper haben. Ob sie jetzt irgendwo frei rumschweben und nur Kontakt zu mir aufnehmen oder sich in meinem Bewusstsein einfach mehrere Existenzen befinden weiß ich nicht. Es kann einfach nicht anders sein, denn im Lauf der Jahre haben sie sich zu ganz normalen Kommunikationspartnern entwickelt.

Was daran für mich die wirkliche Krankheit ist, ist die Tatsache, dass ich schon bevor ich Stimmen hörte und sogar schon als Kind fühlte, dass ich anders als andere bin. Das ist der andere Teil der Schizophrenie, der wirklich Schmerzen bereitet und deshalb auch krankhaft ist. Es ist meine Verletzlichkeit und Angst vor allem Neuen. Es ist meine Depression und die Angst vor dem Alleinsein und es ist meine Angst vor dem Leben und späteren Tod an sich.

Erst seit einigen Jahren konnte ich wenigstens ein Stück weit Vertrauen und Hoffnung fassen, dass ich gut durchs Leben kommen könnte. Das hat mir neben den Medikamenten, die die Stimmen runterdimmen und so verhindern, dass ich mir um immer um alles Mögliche Gedanken und Sorgen mache, am meisten geholfen.


Ursprüngliche Medikation:400 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
Ab 04.03.2024:500 mg Amisulprid,5 mg Olanzapin,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril
Ab 15.03.2024: 600 mg Amisulprid,12,5 mg HCT,10 mg Ramipril,4mg Doxagamma
Ab 22.04.2024, statt 600 mg Amisulprid, 400 und 150 mg
Ab 02.05. 6 mg Doxagamma und 25 mg HCT, 550 mg Amisulprid und 10 mg Ramipril
Ab 12.05. nur noch 500 mg Amisulprid