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DiBaDu.
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31/12/2020 at 10:15 #139434
Hallo,
ich versuche nun schon seit ein paar Jahren Triggern aus dem Weg zu gehen. Mit Triggern meine ich für mich beispielsweise Horror- oder Actionfilme. Hier soll es aber auch um eure individuellen Trigger gehen. Ich bin sehr vorsichtig geworden und schaue allgemein kaum noch Filme. Ich wollte Mal in die große Runde fragen, ob ihr das auch so macht, ob ihr es für sinnvoll haltet oder ob ihr eher versucht euch an auslösende Dinge zu gewöhnen.
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Dopplereffekt.
31/12/2020 at 11:05 #139462Hallo @Dopplereffekt,
ich habe mich nicht aktiv dazu entschieden meinen Triggern aus dem Weg zu gehen. Mein verminderter Antrieb sorgt schon alleine dafür, das ich weniger mache und mir nicht zu viel zumute. Fernsehen und Zocken tue ich nur wenig, da es mich einfach nicht mehr so fesselt. Ich bleibe wachsam was mein Befinden angeht.
Je nach Stabilität würde ich Trigger eher meiden oder für Gewöhnung plädieren. Ist sicherlich auch davon abhängig, wie sehr man den Trigger vermisst und wie gut man ohne klar kommt. Ich denke man sollte aufpassen, dass man nicht ein zu ausgeprägtes Vermeidungsverhalten entwickelt und sich dadurch in der Lebensqualität unnötig einschränkt.
31/12/2020 at 12:48 #139483Anonymous
Ich versuche meine Freunde immer nur 1-2h zu treffen, weil mich längere Treffen meist anstrengen. Horrorfilme schaue ich sowieso nie an, und mittlereweile passe ich auch bei Krimis auf gerade wenn die gruselige oder psycho Elemente dabei haben. Ich telefoniere kaum mehr, dafür maile ich gerne strengt mich weniger an.
31/12/2020 at 13:08 #139489@xrth Die Triggervermeidung von der eigenen psychischen Stabilität abhängig zu machen ist sicher sinnvoll. Ich denke, wenn man versucht jedem Trigger auszuweichen erzeugt das auch wiederum Angst und macht einen unglücklich.
@bernadette Telefonieren und Treffen sind für mich aktuell kein Problem. Wenn es für dich schwierig ist, dann ist es sicherlich sinnvoll darauf Rücksicht zu nehmen.
Ich finde es interessant, dass ihr auch Triggern ausweicht.
31/12/2020 at 16:14 #139501Meine trigger sind im Hirn. Ich kann manchmal nicht ausweichen.
31/12/2020 at 16:52 #139504Mein Trigger ist, mich zu verlieben. Das macht mich fix und fertig…
Leider ist da ausweichen nur bedingt möglich. Wenn es einen erwischt, erwischt es einen halt.
-400 mg + 200 mg Amisulprid, 25 mg Proneurin als Bedarf, 6 mg Doxazosin, 25 mg HCT und 5 mg Ramipril morgens, Abends 5 mg Ramipril
-Zusätzlich alle zwei Tage eine Kaliumbrausetablette
-Ab und zu A-Z Vitamine und Mineralstoffe ab 50
-Zu fettreichen Mahlzeiten 2 Tbl. Formoline11231/12/2020 at 23:31 #139540Anonymous
Ich habe mir darüber nicht so viele Gedanken gemacht ehrlich gesagt.
Es gibt Lieder die sind triggernd wegen meiner Trauer über Verstorbene, aber sonst fällt mir kein Trigger ein, ich kriege manchmal die Krise wenn ich unter Menschen bin.
Ich treffe teilweise lieber nur einen einzigen Menschen, weil ich bei mehr paranoider bin, dass sie mich ausrichten könnten wenn ich mal nicht dabei bin fünf Minuten oder so.
Ich kann auch ein paar Stunden zusammensitzen, aber nach drei Stunden tue ich mir manchmal schwer mit der Konzentration, meistens wird durchgehend geredet und dann sind drei Stunden ja auch schon eine Weile.
01/01/2021 at 10:40 #139580@interessiert Ja, dann geht es wohl nicht.
@molly Dem Verliebtsein kann man wohl auch schwer ausweichen. Wobei ich da auch vorsichtiger geworden bin, obwohl es für mich kein Trigger ist.@bartholomew Was meinst du mit “ausrichten”? Ansonsten denke ich, dass ich dich in deinem Beitrag verstehe.
01/01/2021 at 11:47 #139583Anonymous
Ich verfalle manchmal in den Tiroler Dialekt.
Jemanden ausrichten bedeutet in Tirol über jemanden lästern, jemanden herabsetzen.
01/01/2021 at 14:34 #139586Ja, gelästert wird wohl schon öfters, aber ich denke, damit muss man leben. Wenn es einen so sehr beschäftigt, dass es Probleme bereitet und einen triggert, wird es natürlich schwierig, weil man dem auch kaum ausweichen kann. Vielleicht hilft es, bei solchen Gedanken dann eine Vogelperspektive einzunehmen und zu versuchen, die Situation von außen zu betrachten.
01/01/2021 at 22:53 #139630Anonymous
Ich werde das mal versuchen mit der Vogelperspektive.
Klingt als wäre es eine gute Idee.
02/01/2021 at 17:04 #139706Anonymous
Mein Trigger ist, mich zu verlieben. Das macht mich fix und fertig…
Leider ist da ausweichen nur bedingt möglich. Wenn es einen erwischt, erwischt es einen halt.
Das ist auch mein Haupttrigger bzw eine bestimmte Person in die ich verliebt war. Ich erwische mich noch gelegentlich dabei auf seiner instagram Seite zu stalken- mittlerweile emfinde ich zum glück nichts mehr für die person, das macht es leichter. Da ich jetzt aber seit ein paar Wochen eine tägliche internet Begrenzung habe, passiert es immer seltener. Allgemein ist facecbook, instagram gund Co gefährlich für mich. Versuche da nicht mehr soviel zu sein und habe bestimmte seiten entliked bzw den Typen gelöscht bei facebbook. Ich versuche mich da langsam abzugewönnen dort online zu sein und es dann wieder zu löschen. Das hat das letzte mal nicht so gut geklappt.
Zudem führt tagelange Alkoholkonsum bei mir zu schlafmangel und dann zur psychose. Versuche maximal einmal im Monat zu trinken.
Meine erste Psychologin meinte direkt in der ersten Stunde “Sie sind zu kreativ halten, sie sich von kreativen und philosophischen Inhalten fern”. ICh weiß nicht ob ich den Rat echt grausam finde oder sie recht hat. Einer seits hat fehlende Kreativität dazu geführt, dass ich es vermisst habe und dann wieder übermäßig kreativ war, anderseits hat sie recht und das kreativ sein hat mich aufgewühlt. Ich versuche jetzt ein gesundes Mittelmaß zu finden.
Mir hat ein komplett neues mindset zum leben, zu sozialen interaktionen und besonders der liebe echt geholfen. Es ist besser Dinge zu verarbeiten statt nur zu versuchen Dinge aus dem weg zu gehen.
02/01/2021 at 17:20 #139710@bartholomew Ja, ein Perspektivwechsel ist oft hilfreich. Dazu gehört für mich auch der Wechsel in die Perspektive der anderen.
@jeanne-darc
Es ist besser Dinge zu verarbeiten statt nur zu versuchen Dinge aus dem weg zu gehen.
Das hört sich gut an. Über manche Themen, die mich früher getriggert hätten, kann ich jetzt auch wieder lachen. Dann kommen aber manchmal auch andere Themen wieder hoch oder neue dazu. Im Moment ist es allerdings triggermäßig recht ruhig bei mir. Filme schaue ich mir auch deshalb kaum an, weil es für mich anstrengend ist, ihnen zu folgen.
Ich frage mich gerade, ob es eine für alle anwendbare Strategie zum Verarbeiten von Triggern gibt oder ob es generell reicht Zeit verstreichen zu lassen.
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Dopplereffekt.
02/01/2021 at 17:45 #139714Anonymous
Ich frage mich gerade, ob es eine für alle anwendbare Strategie zum Verarbeiten von Triggern gibt oder ob es generell reicht Zeit verstreichen zu lassen. Diese Antwort wurde geändert vor 6
Puh gute frage. Ich denke Zeit ist wohl die beste strtegie. Mir haben Psychotherapien nicht viel gebracht, ich habe mich mehr in Probleme reingeredet. Ich denke auch, dass Kontakt zu anderen Betroffenen sehr hilfreich ist. Man entdeckt vielleicht parallelen und wird sich manchen triggern erst bewusst. Zumindest war es so bei mir.
Über manche Themen, die mich früher getriggert hätten, kann ich jetzt auch wieder lachen.
Geht mir genauso !
02/01/2021 at 18:04 #139717Am ehesten fällt mir zum Verarbeiten von Triggern noch das metakognitive Training (MKT) ein. Das kam in der letzten Psychotherapie aber leider gar nicht vor. Immerhin wird es in manchen (Tages-)Kliniken angeboten.
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