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Lightness.
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22/10/2019 at 20:07 #65041
Manchen erschließt sich der Sinn von Psychosen erst ganz zum Schluss.
22/10/2019 at 20:08 #65042Akzeptiere es einfach, dass Psychosen auch einen Sinn haben.
Geiles Argument, LOL
Wenn ich jetzt mal intellektuell darüber genauer nachdenke, würde ich sagen:
22/10/2019 at 20:09 #65043Wenn ich jetzt mal intellektuell darüber genauer nachdenke, würde ich sagen:
Vergiss es. Das macht keinen Sinn bei dir.
22/10/2019 at 20:13 #65045Vergiss es. Das macht keinen Sinn bei dir.
Ich habe nie irgendein Thema ignoriert, weil ich der Auffassung bin, dass so ziemlich alles, was mir im Leben passiert, seinen Platz hat,
Dazu braucht man die richtige Einstellung, man muss alles in Demut annehmen.
Na, das mit der Demut üben wir aber noch.
Nicht sofort andere Beleidigen wäre z.B. ein Anfang.22/10/2019 at 22:18 #65067Naja, z.b. bin ich vom Alkohol los gekommen und von den Zigaretten. Auch eine jahrelange, stark belastende Unsicherheit über meine sexuelle Orientierung hat sich geklärt nachdem ich über ein Jahr 100% sexuell abstinent gelebt habe, was mir nur Dank der Psychose überhaupt gelungen ist, und dadurch festgestellt habe, dass meine ganzen Träume nur von Frauen handeln.
Darüber hinaus habe ich meinen Hang zur Ordnung entdeckt und wurde viel planvoller und strukturierter. Während ich früher keinen Termin im Kopf behalten konnte bin ich jetzt ein Zeitmanagement Profi. Auch die Erkenntnis von dem heiligen Sonntag als Ruhephase ist unglaublich wertvoll und ermöglicht mir meine körperlichen Ressourcen optimal auszuschöpfen.
Vor der Psychose habe ich hauptsächlich geraucht, Kaffee getrunken, gesoffen und Serien und Pornos geguckt. Durch die Psychose bin ich ein richtig produktiver Teil der Gesellschaft geworden, der Verantwortung übernimmt und nicht mehr im Vollrausch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Wildfremden hat. Mein Leben war total destruktiv. Daraus hat mich die Psychose gerettet.
22/10/2019 at 22:29 #65069@nichtraucher Wow das klingt doch richtig gut bei dir :) ! Warm haderst du dann so mit deinem Schicksal?
23/10/2019 at 5:44 #65076Ich hadere ja nicht mit meinem Schicksal, sondern mit der Einordnung der Psychose in mein Leben. Auch weil ich befürchte, dass wenn ich sie einfach als neurochemischen Unfall abtue, dass ich dann Gefahr laufe, wieder in mein altes Leben zurück zu rutschen.
23/10/2019 at 7:19 #65080Na, das mit der Demut üben wir aber noch. Nicht sofort andere Beleidigen wäre z.B. ein Anfang
Hinterpfotzigkeit ist also besser, oder wie?
Merkst du eigentlich, dass du da zutrittst, wo es nicht nötig wäre? Du bist unreif und willst nicht verstehen.
Ich bin fertig mit dir. Mehr habe ich zu dem Thema nicht zu sagen.
23/10/2019 at 7:25 #65084Auch weil ich befürchte, dass wenn ich sie einfach als neurochemischen Unfall abtue, dass ich dann Gefahr laufe, wieder in mein altes Leben zurück zu rutschen.
Hast du Angst davor, dass du wieder in dieses destruktive Leben rutschst, wenn du deine Medikamente absetzt?
23/10/2019 at 7:47 #65091Nein, ich glaube das Absetzen der Medikamente würde mir eher wieder helfen mich weiter von dem destruktiven Leben zu entfernen.
Aber das Absetzen der Medikamente würde wahrscheinlich auch den Komfort zerstören, den ich im Moment habe. Ich würde wahrscheinlich mein Geld verlieren und wahrscheinlich auch meine Arbeit und dann müsste ich eine Arbeit aufnehmen, die vielleicht noch härter ist und weniger gut bezahlt. Und ich würde mich wahrscheinlich wieder weiter aus meinem alten Umfeld isolieren und einige Leute vor den Kopf stoßen. Letztendlich würde ich wohl viel Sicherheit verlieren, wobei es sich da ja auch nur um “vermeintliche Sicherheit” also finanzielle Sicherheit handelt.
Ich denke aber, dass ich dann vielleicht endlich wieder den Mut hätte, mein Leben im Einklang mit meinem Gewissen zu leben, und nicht immer klein beizugeben, einfach nur um mein Einkommen nicht zu verlieren.
Und dabei brauch ich eigentlich gar kein Geld. Ich hasse es, Geld auszugeben. Aber Armut ist hart, ich habe Angst davor, mir sowas freiwillig an zu tun und dann vielleicht nie wieder da raus zu kommen, wenn ich merke, dass es mir vielleicht doch zu hart wird.
23/10/2019 at 7:57 #65094Das verstehe ich vollkommen, @Nichtraucher.
Denn ich bin diesen Weg gegangen. Und du hast recht. Heute lebe ich im Einklang mit meinem Gewissen. Ich habe zwar nicht viel Geld und brauche Unterstützung, aber dafür lebe ich ruhiger mit meinem guten Gewissen.
Und ich habe festgestellt, dass ich nicht viel Geld brauche. Ein ruhiges Leben ist nicht abhängig von viel Geld.
Wer sich als arm outet hat es schwer, weil man nicht ernst genommen wird. Aber für mich ist das nur die Verblendung durch Raffgier von vielen , die das kapitalistische System möglich macht.
Aber ich schaue nicht auf diese Seite. Ich schaue auf all das, was man mit Geld nicht bezahlen kann.
23/10/2019 at 14:09 #65125Anonymous
Ich bin einerseits psychisch anders aber andererseits auch nicht. 1/2 krankheitseinsicht sozusagen. Aber im Vordergrund steht ständige Angst. Und damit verbundene Folgen.
23/10/2019 at 15:30 #65130Naja, die Schizo kam mit 13 das erste Nal. Wirklich krankheitseinsichtig wurde ich mit Anfang 20.
Trotzdem kann ich nicht glauben, dass das alles immer nur Krankheit war!
24/10/2019 at 16:03 #65281puh, bin erstaunt das einige echt positive Psychosen hatten. Bei mir war´s der Horror, nichts was ich mir gewünscht hab, sondern alles wovor ich Angst hatte. Bei manchen Sachen weiss ich bis heute nicht ob sie echt waren oder schon Wahn. Aber nichts positives.
https://butterflys-pearl-kalina.hpage.com/willkommen.html
https://hamasi-ben-ihmz-achthamar.hpage.com/willkommen.htmlD / 50Jahre
Quetiapin 200 +400 , Risperidon 2mg, Doxepin 2x 50mg,
Ofiril 2x 150mg, Bedarf Lorazepam
L-Thyroxin24/10/2019 at 16:14 #65286Die positiven Aspekte an der Erkrankung sind bei mir definitiv, dass ich mich wesentlich mehr reflektiere, als der Otto-Normal-Verbraucher.
Aber ansonsten haben die Psychosen eher extrem viel Verwirrung und Negatives in mein Leben gebracht. Ich kann das leider nicht so sehen, wie Nichtraucher, der dadurch sein Leben zum Positiven hin wandeln konnte, was ich wirklich toll finde.
Für mich war jede Psychose und vor allem die Zeit danach ein schwerer Kampf um Normalität und darum mich besser zu fühlen.
Ich will damit nicht sagen, dass sie sinnlos waren. Aber sie waren eben auch nicht besonders sinnhaft.
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