Videospiele gegen die Schizophrenie

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Dieses Thema enthält 16 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Lowcarbtörtchen Lowcarbtörtchen vor 2 Monate.

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  • #43839

    Hallo allerseits,

    in folgender Pressemitteilung wird beschrieben, dass das Spielen von “Super Mario 64” sich positiv auf das Gehirn auswirken kann:

    https://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2013/10/warum-videospielen-gut-fuers-gehirn-sein-kann

    Was haltet ihr davon? Wisst ihr noch Spiele die so ähnlich sind? Vielleicht auch für den PC?

    #43856

    Das ist aber ein altes Spiel, was sie rausgesucht haben. Aber auch ein tolles, denn die Geschicklichkeit wird sehr gefordert, aber man muss auch denken und oft kleine Rätsel lösen in diesem Spiel. Ich spiele tatsächlich oft super mario 64, mit einem Emulator auf meinem Laptop am Fernseher. Ich spiele auch gezielt solche Spiele um meine kognitive Leistungsfähigkeit wenigstens ein bisschen zu erhalten. Ich mag diese alten Spiele aus den 90ern.  Neben dem Kindheits- und Jungendflashback waren damals die Spiele alle noch wirklich sauschwer und fordernd, das ist wahrscheinlich förderlich für den Trainingseffekt. Heutzutage wird man nur noch so eingelullt ala der Spieler darf bloss nie verlieren, kann alles so lange probieren bis er gewinnt und muss nie wiederholen, und muss immerzu mit dummen Filmsequenzen unterhalten werden. Spiele sind nicht mehr fordernd, sondern sollen scheinbar bloss noch kurzweiliger Zeitvertreib für erschöpfte sein. Naja, die alten Spiele gibt’s ja alle noch, sämtliche Konsolen, und man kann sie wie gesagt alle mit Emulatoren auf dem PC spielen. Ich habe mir dafür extra kopierte N64 Controller mit USB Anschluss gekauft.

    #43873

    Ich spiele auch gezielt solche Spiele um meine kognitive Leistungsfähigkeit wenigstens ein bisschen zu erhalten. Ich mag diese alten Spiele aus den 90ern. Neben dem Kindheits- und Jungendflashback waren damals die Spiele alle noch wirklich sauschwer und fordernd, das ist wahrscheinlich förderlich für den Trainingseffekt. Heutzutage wird man nur noch so eingelullt ala der Spieler darf bloss nie verlieren, kann alles so lange probieren bis er gewinnt und muss nie wiederholen, und muss immerzu mit dummen Filmsequenzen unterhalten werden. Spiele sind nicht mehr fordernd, sondern sollen scheinbar bloss noch kurzweiliger Zeitvertreib für erschöpfte sein.

    Während die Tendenz im Vergleich zu früher wohl tatsächlich zu mehr “leichter Unterhaltung” und entspannenden Gelegenheits-Spielen zu gehen scheint, was eventuell auch daran liegt, dass die Zielgruppe im Schnitt jünger ist (oder jünger anfängt) als noch vor 25 Jahren, sich der Markt zunehmend auf die Mobilgeräte ausweitet etc. etc., gibt durchaus noch fordernde Spiele, allerdings sind die im Vergleich zu früher weniger unter den AAA-Spielen der bekannten Entwicklerstudios zu suchen, sondern ein wenig abseits des Mainstreams.

    Bei den “großen” Titeln versucht man wohl, das Spielerlebnis mehr und mehr durch Anhäufung allerlei Features, Bombast-Grafik und die unumgängliche Online-Multiplayer-Wettbewerbs-Komponente zu verbessern. Was sicherlich Geschmackssache ist. Wobei Filmsequenzen, richtig eingesetzt, schon dazu beitragen können, die passende Atmosphäre aufrechtzuerhalten, auch wenn die natürlich nicht den Schwierigkeitsgrad erhöhen.

    Ob das Spielen von Videospielen (und ggf.: welcher Art und mit welcher Häufigkeit) im Großen und Ganzen eher negative als positive Einflüsse auf die kognitiven Funktionen oder die Persönlichkeit(sentwicklung) hat, das wird ja diskutiert, seit es Videospiele gibt…

    #43877

    Ich denke es sind im Vergleich zur Untätigkeit oder passiver Unterhaltung massive Vorteile in der Erhaltung und der Förderung den kognitiven Leistungsfähigkeit. Ich z.B. fahre generell wegen der Nebenwirkungen der Medikamente kein Auto mehr selbst als Fahrer – was meint ihr wohl, wie da mit der Zeit die Reaktionsfähigkeit und der Orientierungssinn “einschlafen”. Ich finde, dass bestimmte Spiele hier entgegenwirken können.

    Was die Spiele angeht, so sind mit Sicherheit aktive Spiele, Reaktionsspiele oder Actionspiele, vorteilhafter als eher passive, wie Rollenspiele. Je mehr Geschicklichkeit gefordert wird, desto besser sind die Spiele denke ich vom Trainingseffekt her. Strategiespiele sind vielleicht ein Sonderfall, da hier Koordination gefragt wird, das kommt aber denke ich ergänzend zu den Reaktionsspielen auch ganz gut.

    Und es ist zwar eigentlich nicht 100%ig legal die Abbilder zu beschaffen, und es gibt glaube ich auch nicht wirklich irgendwelche legalen Möglichkeiten dazu…aber die ganzen alten Konsolenspiele, die man ja jetzt höchstens noch gebraucht irgendwo kaufen kann, kann man am PC mit Emulatoren alle spielen, ohne viel Geld dafür auszugeben. Moderne Spiele oder eine moderne Konsole kann ich mir z.B. auch überhaupt gar nicht leisten mit Grundsicherung, mir fehlt schlichtweg das Geld dazu, sie zu kaufen.

    #43881

    Ich hab auch Mario Party für Xbox (die erste, gebraucht gekauft). Damals dachte ich das ich das öfter spielen würde,da ich oft bei meiner Schwester mit ihr gespielt hab. Vor meiner psychose im Burn Out hab ich ab und zu gespielt. Jetzt steht es nur rum, kann mich nicht aufraffen. Dafür lese ich ein dreiviertelstd. Bücher damit die Fantasie angeregt wird.

    #43906

    Die Aussage das früher die Games besser waren und die neuen nur seichte Unterhaltung sind, stimmt so nicht ganz.
    Ja, die Megablockbuster für den Massenmarkt sind meist nur simple nicht sehr komplexe games oder Fortsetzungen mit minimalen Änderungen.
    Als Ausgleich und durch die neuen digitalen Vermkarktungsformen können nun auch kleine Gamestudios (teilweise nur eine Person) ihre Games recht einfach allen zur Verfügung stellen.
    Es kommen regelmässig günstige Indie-games Perlen auf den Markt, da sehen sogar die “Klassiker” im wahrsten Sinne des Wortes alt aus.

    Apropos Alter:
    Die Gamer werden immer Älter, dadurch werden die Games auch z.T. ernster: “This War of mine” z.B.

    Passend zun Thema des Threads finde ich im Übrigen VR viel interessanter:
    https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/article/978476/psychosen-therapie-virtueller-realitaet-daempft-paranoia.html

    #43911

    Ich denke der Vorteil von “Super Mario” ist gerade, dass es nicht so ernst ist und eben auch keine Angst auslöst, sondern Spaß macht. Außerdem muss man sich im virtuellen Raum orientieren. Leider sind die meisten großen Spiele aber doch ziemlich brutal.

    #43919

    Die Gamer werden immer Älter, dadurch werden die Games auch z.T. ernster: “This War of mine”

    So was, exakt dieses Spiel hatte ich im Hinterkopf, als ich den “Abseits-des-Mainstreams”-Abschnitt geschrieben habe  B-) Das ist aber wirklich eines der ganz guten.

     

     

    #43928

    Das hier erscheint irgendwann dieses Jahr, aber das scheint ein sehr schönes Spiel für den PC zu werden:

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate von PlanB PlanB.
    #43931

    Ich meide auch bewusst Spiele mit allzu gewalttätigem oder düsteren Inhalt. Weil ich weiss, dass es sonst die Psychose ungünstig beeinflussen kann. Es soll ja Spass machen, dann ist es am wirksamsten, und Horror habe ich durch die Psychose schon genug am laufen…

    Wo wir bei N64 und Mario 64 sind, ja das ist schon ein sehr gutes Spiel, es gibt wenig vergleichbare finde ich. Für dieselbe Konsole gibt es noch Banjo Tooie/Kazooie, das sind 2 oder 3 Teile, die auch schön harmlos sind, wohl aber nicht ganz so schwer und dynamisch wie Mario. Ältere Konsolen habe auch oft schöne Spiele, aber dann kein 3d, was ja für den Orientierungssinn wichtig ist. Rennspiele sind auch immer gut, vor allem wenn sie etwas ungewöhnliches beinhalten, etwa ist “wave race 64” auch ein Spiel, was ich gerne spiele, es ist eine Jetski Simulation mit rudimentären Wellen, die das ganze aber auch interessanter machen.

    Ich finde aber schon den Schwierigkeitsgrad bei alten Spielen viel höher, und das fordert noch zusätzlich die Konzentration und die Reaktionen. Ist schon krass, wenn man z.B. super mario world vom snes spielt, und merkt, dass mario etwa hundertmal sterben musste, bis man diesen Level geschafft hat – bei modernen Spielen wäre so etwas undenkbar, die Leute würden ihr Geld zurück wollen. Die Frustration gehört halt bei den alten Games mit dazu!

    #43935

    Cuphead, sieht wirklich witzig aus:

    #43939

    Ich meide auch bewusst Spiele mit allzu gewalttätigem oder düsteren Inhalt. Weil ich weiss, dass es sonst die Psychose ungünstig beeinflussen kann. Es soll ja Spass machen, dann ist es am wirksamsten, und Horror habe ich durch die Psychose schon genug am laufen…

    Ja, das meine ich auch. Wobei ich gerade keinen Horror durch die Erkrankung habe, darauf aber auch gut verzichten kann.

    Banjo und Kazooie habe ich als Jugendlicher auch gerne gespielt. Zelda habe ich auch gerne gespielt, wobei das schon wieder einige düstere Elemente hat.

    #43942

    Ich meide mittlerweile horrorspiele, aber egoshooter spiele ich abundzu. In virtuellen Welten also VR.

    #43943

    #43944

    Darauf freue ich mich.

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