Sex als Therapie

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Dieses Thema enthält 111 Antworten und 21 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar rose vor 3 Wochen, 1 Tag.

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  • #47071

    Selbstbefriedigung im Übermass stumpft ab, das konnte ich an mir feststellen. Ebenfalls viele andere von mir praktizierten Dinge. Abstumpfung ist mir in präpsychotischen Phasen hilfreich, wenn ich die Energie nicht konstruktiv umsetzen kann. Zudem hilft mir die Masturbation beim Einschlafen, wobei es da bessere Methoden gibt. Sex hingegen erachte ich nicht als abstumpfend.

    #47075

    Hier mal was Poetisches über Sex und Solo-Sex, aus einem Stück neuer Kurzprosa von Maria Victoria – messersschneide:

    “Manche ziehen ihre Hosen herunter bis zu den Kniekehlen und verkeilen sich ineinander, manche lehnen sich abseits der Gruppe gegen einen Stein, die reibende Hand unter dem Hosenbund, auch du tust das lieber, weil du niemanden von ihnen leiden kannst, fünf, sechs, sieben mal hintereinander ein paar Sekunden Rausch aus deinem Körper herausschlagen, bis du dich verbraucht hast, schwer atmend niedersinkst, deine klebrige Hand liegt im Staub.”

    Es ist aus einem Brief an sich selbst nur in der Zukunft, der ganze geniale Text findet sich hier.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 1 Woche von Aqua Aqua.

    Was hat ein Hund mit Plattentektonik zu tun?! Alles ...

    #47079

    Und klar, wenn ich mich, um meine Sexualität ausleben zu können nicht auf Selbstbefriedigung beschränken müsste

    Siehe:

    Aber das eine schließt das andere für mich nicht aus.

    Man kann durchaus beides nebeneinander praktizieren.

    Man verstärkt damit die Tendenzen sich auf sich selbst zurückzuziehen, anstatt mutig die Auseinandersetzung mit einem anderen Menschen zu suchen und dafür auch womöglich eine Zurückweisung zu kassieren.

    Das klingt vllt. einleuchtend, aber ob dem wirklich so ist bzw. gerade dem Masturbieren da eine so bedeutsame Rolle zufällt…hm. Ich glaube,in dem Bereich sind andere Faktoren wesentlich einflussnehmender. Konfliktbereitschaft und Frustrationstoleranz lernt/verlernt man eher durch Verhaltensweise in anderen Bereichen, denke ich.

     

    Alkoholismus

    ist eine Sucht, gelegentliche Masturbation und/oder Sex mit Sicherheit nicht. Das ist doch genau das Thema, was ich oben schon mal geschrieben habe. Ein Bier pro Woche ist auch absolut unproblematisch. So lange es dabei bleibt. Wird Dir vermutlich sogar von jedem Arzt bestätigt. Ich glaube, da liegt immer noch noch ein grundsätzliches Verständnisproblem vor, ich spreche die ganze Zeit eigentlich schon von einem maßvollen Umgang, und nicht von absolut ungezügeltem Ausleben sämtlicher Triebe ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist problematisch, keine Frage.

    Als Therapie oder Therapieersatz bei psychischen Krankheiten, so wie im Threadtitel eigentlich vorgeschlagen, taugt Sexualität freilich nicht, würd ich mal annehmen, weil die Wirkung zu kurzfristig ist und in der Regel auch nicht ursächlich gegen tieferliegende Probleme bzw. Ursachen wirkt, das nur nebenbei. Deswegen muss sie aber nicht gegenteilig schädlich sein.

    Ich habe in der Abstinenz wirklich wichtige Dinge über mich selbst gelernt und konnte extrem reifen.

    Ob da nun ein kausaler Zusammenhang besteht, sei mal dahingestellt. Keine Ahnung, ob man prinzipell als Mensch eher “reift”, wenn man Abstinenz praktiziert. :scratch:

     

    Aber ich denke, wir werden hier keinen Konsens erreichen. Du empfindest es als verantwortlungslos, Masturbation generell als “in Ordnung” darzustellen, ich hingegen sehe das Problem dabei nicht. Unterschiedliche Erfahrungswerte, whatever.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 1 Woche von Zoidberg Zoidberg.
    #47082

    Wenn man der “Sinnapostel” ist, und nur Dinge tut die “Sinn machen”, dann ist ist möglichen Nachwuchs an der Wand oder den Händen enden lassen natürlich nichts.

    Nur leider haben Dinge, die Spass machen, selten Sinn.

    Wenn man abstitent vom Spass lebt und dabei warnend den Moralzeigefinger hebt, ist meistens die Kirche oder irgendein Glaube nicht weit.

    Dazu fällt mir eigentlich nur das hier ein:

    #47084

    Nein nein, es gibt Risiken natürlich auch. Ich hatte nur hier gar nichts auf Vollständigkeit probiert, vielmehr einfach ein paar Gedanken von heute Morgen aufgeschrieben.

    Es gibt doch auch diesen Film, “Don Jon”, eine Pornosucht! Und sicher geht es auch noch facettenreicher!

    Was hat ein Hund mit Plattentektonik zu tun?! Alles ...

    #47085

    Mein Gott habt ihr Probleme :):):)

    #47087

    Mein Gott habt ihr Probleme

    Tja, beim Thema Sex erhitzen sich halt die Gemüter…oftmals sogar im wortwörtlichen Sinne

    #47090

    :heart: :bye: Muss echt lachen :) Eigentlich ist es ganz einfach !

     

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 1 Woche von Jela Jela.
    #47094

    Ich kann die Sache mit dem Verzicht und seiner Wirkung mittlerweile ganz gut nachvollziehen. Je mehr ich mich mit geistigen Dingen beschäftige, Meditation übe, geistige Hygiene betreibe und dabei lerne, Dinge von mir abzuweisen, die nicht gut für die Mentalität sind – umso schwächer wird der Drang nach Sex bzw. auch sexualisiertes Denken. Durch die dadurch entstehende “andere, befreitere Brille” kann man wirklich dann andere Menschen anders wahrnehmen, und die Persönlichkeit natürlicher und unbetrübter erfahren.

    Durch Verzicht und die geistige Hygiene schwindet mit der Zeit der Druck. Hat man dann aber sexuelle Erfahrungen, können sie ungleich intensiver wirken, und mehr zwischenmenschlichen Bezug erlauben. Ich selbst lebe aber nicht enthaltsam. Ich versuche lediglich, mich so zu orientieren, dass meine Sexualität etwas weniger trübenden Einfluss auf meine Wahrnehmung anderer Menschen hat, und dass ich bewusster damit umzugehen lernen kann.

    Aber es ist glaube ich auch leider immer so, dass die Einsatzfähigkeit bei Männern darunter leiden kann, wenn sie zu enthaltsam unterwegs sind. “Use it, or loose it” sagen manche dazu.

    Solche Entscheidungen sollte man niemandem aufzwingen finde ich, es entwickelt sich eher von alleine, aus eigenem Wunsch, oder aus einer bestimmten Not heraus, eben durch geistige Praktiken. Auch durchaus auf religiösen Wegen. Aber hier wollte ja niemand jemand anderen bekehren oder so, also regt euch ab, hier wurden nur private Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht.

    Ich denke, auf ungünstige Weise sexualisiertes Denken hat in alltäglichen Situationen immer eine die Aufmerksamkeit und die Vorstellungswelt teilende Wirkung. Es zieht einen Teil der Persönlichkeit aus der Welt heraus, und lässt so weniger davon im unmittelbaren Augenblick, bei den anderen Personen, auf die sich das Denken dann eventuell bezieht, und die man dadurch nicht mehr so klar und frei wahrnehmen kann. Ich denke aber, das ist von Person zu Person unterschiedlich. Ich denke es kommt auch auf die genaue sexuelle Praktik an – bestimmte Pornos z.B. haben mit Sicherheit die Wirkung, die eigene Sexualität zum Oberflächlichen zu verändern, und so auch der eigenen Wahrnehmung anderer Menschen stark zu schaden, wenn man entsprechend veranlagt ist.

    Gleichermassen kann aber denke ich jemand, der intensiv masturbiert, wenn er dabei die entsprechenden Vorstellungen pflegt und im Alltag gut genug trennen kann, dadurch einfach nur ein besserer Liebhaber sein, der sich selbst und andere nicht unbedingt damit schädigt, auch wenn er sich dadurch vielleicht geistige Entwicklungschancen blockieren mag.

    #47102

    @zoidberg

     

    Vielleicht liegt das auch nur einfach an meiner Unfähigkeit “in Maßen” zu genießen. Es geht einfach bei mir nicht. Sobald ich einmal nachgebe, sind alle Tore offen. Sei es beim Alkohol, oder bei der Selbstbefriedigung. Bei mir funktioniert nur das permanente Ankämpfen dagegen. Und selbst da, fall ich noch oft genug hinter meinen Erwartungen an mich selbst zurück.

    Aber gerade Selbstbeherrschung, das herauszögern von sofortiger Bedürfnisbefriedigung und auch eine gewisse Leidensfähigkeit (sowie auch Leidenschaft), lernt man sehr gut in der Abstinenz, was meiner Meinung nach zu einer reiferen Persönlichkeit führt, denn nur Babies bekommen alle ihre Bedürfnisse sofort befriedigt, wenn sie nur ein bisschen rumjammern.

    #47105

    Sexualitaet gehoert als Grundbeduerfnis zum Mensch sein, was soll daran schlecht sein sie auch zu leben ? Solange sie als befriedigend empfunden wird und nicht in Abartigkeiten wie z.B. Kinderpornographie muendet ist doch alles gut ! Egal was die Kirche und ihre Moralapostel sagen ( persoenliche Anmerkung )

    #47107

    Weil sie eben auch gefährlich ist. Sie kann Menschen zerstören und in Abhängigkeiten bringen. Sie ist eine extrem starke Kraft.

    Wurde Dir noch nie das Herz gebrochen? Du glückliche!

    #47109

    Natuerlich hatte ich in meinem Leben auch schon Herzschmerzen. Aber auch das gehoert letztendlich zum Leben und damit auch zu einem Reifeprozess dazu. Genauso, wie ich mit ihr umgehe, kommt noch dazu dass Sexualitaet und Liebe eine Einheit bilden kann aber nicht muss. Fuer mich stellt sie keine Gefahr sondern eine Bereicherung dar, zumal ich ueber Nahe und Distanz selbst entscheiden kann und das Thema Selbstbefriedigung nochmal anders zu sehen ist. Hier geht es ausschliesslich um das persoenliche Sein und Erleben.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 1 Woche von Jela Jela.
    #47111

    Na dann, Jela, hast Du in Deinem Leben mehr Herzschmerzen erlebt oder verursacht?

    #47113

    Sollte sich die Waage halten Nichtraucher, zumal ich kein Maennerfressender Vamp bin :)

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