Rauchen reduzieren

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Pumpeffekt Pumpeffekt vor 2 Monate.

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  • #33899

    Hallo,

    ist es eigentlich schon jemand unter euch gelungen, das Rauchen wesentlich zu reduzieren oder sogar aufzuhören, während sie oder er Neuroleptika nahm? Mir fällt das irre schwer. Ich rauche, seit ich 20 bin (bin 49), aber ich habe lange Zeit 1-2 Wochen für eine Packung Tabak gebraucht, eine Zeitlang habe ich sogar gar nicht geraucht. Erst seit 12 Jahren habe ich richtig angefangen mit dem rauchen. Bei mir konnten es zu Spitzenzeiten bis zu 35 selber gedrehte Zigaretten am Tag sein. Der ersten Schritt zur Reduktion war vor etwa 5-10 Jahren war, das ich wieder Filter benutzt habe (hatte ich mir bei der Arbeit abgewöhnt, damit es schneller geht). Erst die dickeren, dann habe ich dünnere Zigaretten gedreht mit Slim-Filtern. Seit ein paar Monaten rauche ich ich etwa 25 selber gedrehte, an einem langen Tag können es aber auch schon 30 sein. Jetzt möchte ich weiter reduzieren, weiß aber nicht, ob ich das hinkriege.

    Ich habe es schon mit “kalten Entzug” probiert, aber wenn ich gleich nach dem Aufstehen auf die Zigarette verzichte, drehen sich meine gesamten Gedanken in den nächsten Stunden nur ums Rauchen. Ich habe schon an ein Nikotinpflaster gedacht und mir sogar eine kleine Packung besorgt, aber ich bin gegen bestimmte Klebstoffe, wie sie bei Verbänden benutzt werden, allergisch. Normale Wundpflaster machen bei mir keine Probleme. Wie gesagt, es würde mich interessieren, ob der ein oder andere reduzieren oder sogar ganz aufhören konnte während der Neuroleptikaeinnahme.

    #33913

    Habe zuerst auf snuff also Schnupftabak gewechselt, dann auf Kaugummi und geschafft mit Pflaster.

    #33978

    Ich habe es geschafft, als quasi jahrzehntelanger starker Raucher, vor 3 Jahren oder so (bin mir nicht sicher…) ganz aufzuhören. Geraucht hatte ich, seit ich 13 oder 14 war, recht stark, seit 2002 erkrankt, dann unter Neuroleptika und Psychose richtig heftig. Ich war stark abhängig.

    Der Entzug war schlimm und hatte mich Wochenlang unbrauchbar gemacht, aber es hat sich sehr sehr gelohnt. Ich habe auch einfach von einem Tag auf den anderen aufgehört (trockener Entzug). Als Hilfsmittel hatte ich nikotinfreien Tabakersatz, den habe ich die ersten 2-3 Wochen benutzt um das alte Ritual des rauchens zu befriedigen. Nachdem das Nikotin raus war, wollte ich die nikotinfreien auch nicht mehr rauchen, fand sie dann ekelig.

    Also die schlimm starken Gedanken an doch noch eine Zigarette – die kannte ich auch. Die lassen mit den ersten Wochen langsam nach. Da muss man halt durch. Deswegen ist das Aufhören auch “schwer”, deswegen, und weil man vorrübergehend emotional instabil werden kann. Ich hab auch gut gejammert, warn dein Umfeld besser vor. Aber es ist ja auch nicht unmöglich. Es ist halt eine Aufgabe. Eine schwere, aber eine machbare. Such dir eine Zeit aus, wo du denkst, du hast die nächsten 3 Monate nicht allzu viel Stress, gutes Wetter zum rausgehen usw.

    Meine vorherigen Versuche zu reduzieren (weniger zu rauchen) waren alle erfolglos. Meine Sucht war zu stark um oft genug wiederstehen zu können. Bei mir war das wohl so ein entweder ganz oder garnicht – Ding.

    Schlussendlich sage ich nur, wenn ich gewusst hätte, wie gut ein Nichtraucherdasein ist im Vergleich dazu rauchen zu müssen, würde ich jederzeit wieder durch die Quälerei und aufhören. Besser früher als später. Nikotinfrei zu sein ist etwas sehr gutes, das Elend vom Entzug hat sich mehr als gelohnt.

    Sprich am besten vorher mit deinem Psychiater noch mal drüber, vielleicht kann er dir tipps geben und mal mit deinen Medikamenten schauen, ob da durch den Entzug eine Umstellung nötig ist. Manche Medikamente werden schneller abgebaut wenn man raucht, dann braucht man ohne Rauch evtl. etwas weniger.

    #34308

    Danke für die Antworten. Ich rede mal mit dem Psychiater darüber. Aber ich fürchte, ohne Pflaster werde ich es nicht schaffen. Bei kalten Entzug habe ich halt die Befürchtung, das ich nicht schlafen kann.

    #34344

    Das Pflaster gibt so richtig starke Kicks. So richtige Drogenglücksgefühle. Entspannung.. aber Blutdruck sollte beobachtet werden.

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