Adaptogene – eine natürliche Alternative zur "chemischen Keule"?

Home Foren THERAPIE Adaptogene – eine natürliche Alternative zur "chemischen Keule"?

Dieses Thema enthält 5 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Cellardoor Cellardoor vor 3 Wochen, 6 Tagen.

Ansicht von 6 Beiträgen - 1 bis 6 (von insgesamt 6)
  • Autor
    Beiträge
  • #48926

    Hallo zusammen,

    vor Kurzem habe ich von einer pflanzlichen Stoffgruppe namens “Adaptogenen” gehört und bin gerade dabei, mich über diese interessante Sache zu informieren.

    Adaptogene sollen bei Überbelastung sehr wirksam sein, welche ja auch bei Psychose-Patienten häufig eine große Rolle spielt. So wirken natürliche Stoffe aus z.B. der “Ashwaghanda-Wurzel” oder aber der “Rosenwurz” adaptogen und beeinflussen mit ihre Wirkumsweise auch den Botenstoff Dopamin, der bei uns Betroffenen ja stark in Verdacht steht, im Überfluss vorhanden zu sein.

    Ich habe selbst erst vor ca. zwei Monaten trotz chemisch synthetisierter Medikation eine heftige Manie erlebt, die psychotischem Erleben sehr nahe war. Dabei wurde ich medikamentös umgestellt und muss nun Amisulprit nehmen, welche u.A. Spätdyskinesen zur Folge haben kann – also Spastiken und Gesichtsverzerrungen. Und gesund für das Herz ist das Zeug schon mal sowieso nicht.

    Ich frage mich nun, ob Adaptogene eine “gesunde Alternative” zur heftigen Chemiekeule sein könnten und ob Mutter Natur nicht besser das Heilmittel gegen Psychosen uns in die Wiege legt, als es das Labor je tun könnte…

    Hier mal der Link, indem man einige Infos zu Adaptogenen erhalten kann:

    https://www.navigator-medizin.de/stress_ueberlastung_burnout/die-wichtigsten-fragen-und-antworten/heilpflanzen-gegen-stress/wissenswertes-zu-heilpflanzen-gegen-stress/487-was-sind-adaptogene.html

    Hat jemand von euch Erfahrungen mit Adaptogenen gemacht und wenn ja, wie waren eure Erfahrungen?

    Hoffnungsvolle Grüße  :rose:

    Der Mensch ist auch immer eine Summe seiner Begegnungen.

    #48953

    Hallo Cellardoor,

    ich glaube, dass der gesündeste Weg einfach eine gute Psychotherapie ist und das auf das eigene Gefühl hören. Sie angenommen fühlen und sicher in seiner Umgebung zu fühlen, das ist, so glaube ich, das Wichtigste. Und richtige Sicherheit kann man nicht durch andere Menschen bekommen und sowieso nicht durch irgendwelche Zusatzstoffe.

    Im Grunde ist das alles, auch mit den Adaptogenen, ein Strohhalm, den man sucht und vielleicht ergreift, aber nichts, was einem am Ende wirklich stabil durch das Leben gehen lässt.

    Man muss sich eben vergegenwärtigen, dass wir täglich Erfahrungen machen, die das Ich in das Selbst integrieren muss. Wenn es das nicht kann, dann erzeugt es irgendeine Art von Wahn als Übergangskonstruktion, um das Selbst zu schützen. Es kommt also drauf an, welchen Erfahrungen man sich öffnet und welche man nicht zulässt. Es kommt auch darauf an, den Stress zu reduzieren, und sich sicher und geborgen zu fühlen. Dann wird man nicht krank, auch mit wenig Medikamenten oder ganz ohne Medikamente nicht. Irgendwie muss man seine Resilienz aufbauen, um auch Verletzungen, die garantiert immer wieder kommen, zu verarbeiten. Das sind die wesentlichen Dinge. Ich glaube, psychische Gesundheit kommt von Innen und braucht keine Chemie, ob aus dem Labor oder aus der Natur.

    Viele Grüße

    Grenfell

        .--.  .--.
        :  _ \/ _  :
     _\/ \ 6    6 /
       \__\  '   /
           \'--'/ \__/_ 
           /\  /\    \ 
          /  \/  \
          \      /
          _\    /_
         (__\  /__)
    

    Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand. - Charles Darwin

    #48960

    Hallo Cellardoor,

    ich denke schon, dass etwas dran sein kann und die Einnahme der ein oder anderen Pflanze positive Auswirkungen haben kann. Werde mich mal damit beschäftigen, ich interessiere mich schon für solche Dinge. Würdest Du dann zu so einem Mittel greifen? Es gibt da ja sehr viele…

    Ich persönlich würde aber trotzdem bei den Medis bleiben, allerdings ist meine Dosis mittlerweile auch nicht mehr hoch.

     

    Liebe Grüße

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat von cochon dinde cochon dinde.
    #49365

    Hallo @cochon dinde ,

    das freut mich, dass die Adaptogene dein Interesse wecken. Halte mich gerne auf dem Laufenden, was du so für Informationen darüber heraus finden konntest.

    Ich denke, dass es wenig Studien in Zusammenhang von Adaptogenen und Schizophrenien geben wird, denn dafür halte ich die Pharma-Lobby einfach noch für zu stark.

    Ob ich zu solchen Mitteln greifen würde?
    Nun, sagen wir mal so: Ja – allerdings würde ich nicht ad hoc plötzlich meine Medis absetzen und nur noch Adaptogene konsumieren. Ich lasse mich beraten, behalte die Adaptogene dabei im Fokus und trinke, wenn mir danach ist, Ashwaghanda-Tee, den ich bereits hier habe und werde mir nach und nach auch adaptogene Stoffe vermehrt ins Haus holen. Mein Amisulprit wird bereits reduziert. Nun werde ich allerdings nichts ohne Absprache mit meinem Facharzt unternehmen. Dafür ist mir persönlich das Risiko zu riskant, erneut eine psychotische Episode erleben zu müssen. Dieses Thema sollte man sehr sensibel behandeln.
    Die Hoffnung, vielleicht irgendwann mit natürlicher Hilfe, wenig Stress (was im Alltag nicht immer einfach ist – gerade nicht bei Berufstätigkeit) und eventuell der Einnahme von Stoffen a la Adaptogenen ohne “Hardcore-Psychopharmaka” leben zu können, ist definitv vorhanden und ich lasse nichts unversucht.

    Gerne werde ich auch gelegentlich an dieser Forumsstelle meine Erfahrungen mit Adaptogenen festhalten.

    Derzeit nehme ich auch gelegentlich noch “Noopept” ein – ein nootropischer Stoff, der mein Konzentrationsvermögen steigert, was gerade nach einer Episode mit Krankenhausaufenthalt mir ungemein hilft. Der Präcortex, also der Vorderlappen im Gehirn, leidet ja bekanntlicherweise bei psychotischem Erleben und genau dort setzen auch nootropische Stoffe an.
    Nootropische Stoffe sind in der BRD noch nicht so weit erforscht, dass sie frei zugänglich sind, allerdings wurden sie bereits in anderen Ländern, wie z.B. den USA und vor allem auch in Russland so weit erforscht und finden auch ihren frei verkäuflichen Platz auf dem Wirtschaftsmarkt. Sie sollen u.A. auch wirksam sein gegen einige Arten von “Demenz” – und da “Schizophrenie” nur knapp bei einer Abstimmung den Namen “dementia praecox” verfehlte, denke – und spüre ich auch – dass Noopept eine gute Unterstützung sein kann für postpsychotisches Erleben.

    In Kombination von Nootropika und Adaptogenen kann ich mir durchaus vorstellen, mittel- bis langfristig auch meinen Alltag gänzlich ohne Hardcore-Chemie im Körper und  allen damit einhergehenden Nebenwirkungen und Spätfolgen symptomfrei gestalten zu können – ja!

    Herzliche Grüße  :heart:

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von Cellardoor Cellardoor.

    Der Mensch ist auch immer eine Summe seiner Begegnungen.

    #49586

    Hallo Cellardoor,

     

    okay, wir halten uns gegenseitig beim Thema Adaptogene auf dem Laufenden :) .

    Zum Thema Beeinträchtigung des präfrontalen Cortex und mögliche Abhilfe – schau mal im Blog-Bereich, da habe ich in meinen ersten Blog-Posts etwas zum Thema Jogging/Tempoläufe geschrieben und verlinkt, die helfen laut Wissenschaft nämlich nachweislich, den präfrontalen Cortex zu stärken.

     

    Liebe Grüße

    #49750

    Hallo cochon dinde,

    vielen Dank für den Hinweis, werde bei Gelegenheit defintiv rein lesen und, falls gewünscht, meinen Beitrag dazu geben :)

    Liebe Grüße  :rose:

    Der Mensch ist auch immer eine Summe seiner Begegnungen.

Ansicht von 6 Beiträgen - 1 bis 6 (von insgesamt 6)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.