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Hallo Arvisol, mir hilft es schon beim Durchschlafen. Du musst es ausprobieren. Jeder reagiert ja anders. Vielleicht reichen dir schon 50 mg zum Ein-und Durchschlafen. Das musst du selbst testen. Ich nehme Quetiapin schon seit 9 Jahren. Aber wie gesagt, nur zum Schlafen. In dieser niedrigen Dosis taugt es nicht als Antipsychotika, da braucht´s schon höhere Dosen, aber du nimmst ja das Zeldox und ich habe Abilify maintena und Haldol als Antipsychotika. Viel Glück dir beim Ausprobieren.
Also wenn es dir nur ums Schlafen geht reicht wahrscheinlich das unretardierte Quetiapin. Ich selbst nehme zum Schlafen das unretardierte. Ca. 1/2 Stunde später nach Einnahme penne ich. Ich nehme 100 mg, wenn es mir schlecht geht nehme ich auch schon mal 200 mg. Das retardierte Quetiapin habe ich nicht vertragen, war den ganzen Tag über müde.
Ich kenne diese Leere auch. Aber nicht nach jeder Psychose. Als ich vor 21 Jahren nach 10 Jahren Stabilität wieder in eine Psychose rauschte, brauchte ich 2 Jahre um wieder was zu fühlen. Die Psychose hielt aber auch ein Dreiviertel Jahr an, danach war ich nicht mehr ich selbst. Gib dir Zeit und hab Geduld.
Hallo Miina,
Mond hat recht, Stadium 2 ist noch kein allzu schlimmes Stadium. . Und ja du solltest einen Nephrologen (Nierenspezialist) aufsuchen und der kann dir genau sagen, welche Medikamente du nicht mehr nehmen darfst. Ich selbst habe Stadium 3 und weiß was ich beachten muss. Z.B. keine Schmerzmittel mehr außer Novalgin. Aber das wird dir der Nephrologe schon genau sagen.
Alles Gute!
Guten Morgen, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Auch Horst. Wir sind alle verschieden, auch wenn uns die Krankheit eint. Solange der Ton stimmt, dürfen wir doch alle unsere unterschiedlichen Meinungen schreiben. Ich muss aber niemanden meine Sichtweise aufoktroyieren. Ich bin gegen Hass und Hetze. Lasst uns dieses Forum nicht zerstören.
Danke Mond für den Tipp. Fand das äußerst interessant. Den Florian Seemüller hatte ich vor 17 Jahren als Doktor :) Damals war er noch in München. Er ist ein ganz Netter und kompetent.
Hallo Museumsmensch, das kann man so pauschal nicht sagen. Ich z. B. war 10 Jahre stabil nach absetzen. Ist zwar schon lange her, aber das spielt keine Rolle. Damals habe ich radikal abgesetzt (Taxilan und noch eins, weiß nicht mehr was das war) Nach den 10 Jahren hatte ich eine monatelange heftige Psychose. Hätte nie gedacht, dass ich da wieder reinrutsche.
Willst du absetzen oder hast du es schon?
06/04/2024 um 13:35 Uhr als Antwort auf: Cannabis und Psychosen: wird der Risikofaktor überschätzt? #343172Ich habe gestern ein Cannabis-Plätzchen gegessen. Hat einigermaßen gut geschmeckt und gespürt habe ich gar nichts. Alkohol trinke ich auch nur extrem selten, Cannabis habe ich noch nie geraucht. Mir geht’s da wie @amethyst ich finde das stinkt, aber geht mir mit Tabak genauso.
10/03/2024 um 9:52 Uhr als Antwort auf: Was passiert wenn man die normalen Medikamente plötzlich nicht mehr verträgt? #335495Hallo @Ertl
vor Haldol musst du keine Angst haben. Ich nehme es schon eine ganze Zeitlang und es hilft sehr gut gegen psychotische Schübe. Am Anfang war ich sehr müde, aber hab mich mittlerweile dran gewöhnt. Ich nehme nur zwischen 2 und 4 mg, je nachdem wie es mir geht. In den 80ziger Jahren, als ich es zum ersten Mal bekam, musste ich 40/50 mg nehmen, das hat mich umgehauen und ich hatte üble Dyskinesien. Heutzutage ist die Höchstdosis bei 10 mg, die ich zwar auch schon bekam, aber ohne Nebenwirkungen. Die Dosis macht das Gift. Olanzapin hatte ich auch schon mal, das fand ich viel heftiger als Haldol. Aber so sind wir Menschen auch verschieden.
Als ich 16 Jahre alt war, habe ich von meinem Vater geträumt, den ich eigentlich mit 3 Jahren verlor. Aber ich war sicher, dass er es wäre. Ich habe ihn sagen hören, dass ich zu ihm kommen solle. Ein paar Wochen später bin ich aus dem Internat weggelaufen, weil ich seine Stimme hörte, die genau das zu mir sagte. Ich wollte nach München vortanzen und fuhr schwarz mit dem Zug, wurde aber erwischt. Trotzdem sagte mein Vater monatelang zu mir, ich solle zu ihm kommen. Es war wie ein Traum, aber ich war wach. Das war das erste Mal, dass ich Stimmen hörte. Traum und Psychose vermischten sich. Mehr kann ich zu Träumen nicht sagen, aber ich träume in letzter Zeit, dass ich wieder tanze und bin so gut darin wie in jungen Jahren, dabei bin ich über 60 und habe Beschwerden. Aber im Traum funktioniert alles.
22/01/2024 um 8:29 Uhr als Antwort auf: Zusammen gegen Rechts Demos – Wo siehe ständig aktualisierte Liste #328543Die Polizei hat in München 100.000 Menschen gezählt, die Veranstalter sagen es waren 250.000 . Es waren vom Odeonsplatz bis zur Münchner Freiheit alles voller Menschen. Auch in den Seitenstraßen war es voll. Und ich war dabei, obwohl ich ziemliche Angst hatte. Im Nachhinein war es großartig. Ich wollte nicht schweigen wie die meisten Menschen im Jahr 1933. Es war ein tolles Gefühl, so solidarisch mit den anderen Menschen zu sein. Auf einem der vielen Schilder stand:wegen Nebenwirkungen und Risiken befragen sie ihr Geschichtsbuch oder ihre Großeltern.
Vor ein paar Jahren habe ich auch geglaubt, dass andere Menschen meine (bösen) Gedanken hören könnten. In der U-Bahn habe ich telepathisch gefragt, wer meine Gedanken hören konnte. Es haben sehr viele Leute ihre Arme gehoben. Bis heute weiß ich nicht, ob ich mir das eingebildet habe oder nicht. Ich weiß aber inzwischen, dass andere Menschen meine Gedanken nicht hören können, denn wenn ich sie frage, was ich gerade gedacht habe, dann wissen sie es nicht. Ansonsten würden sie lügen.
Warum prüfst du nicht die anderen denen du deine Gedanken schickst, indem du sie fragst, was du ihnen geschickt hast? Aber vielleicht geht es dir dann wie mir und sie heben alle ihre Arme.
Ich erschrecke auch bei Geräuschen. Manchmal sind die ganz leise, ich erschrecke trotzdem, wenn ich sie nicht einordnen kann. Lautere Geräusche machen mich fertig. In einem Restaurant zb da werde ich ganz wirr im Kopf und kann mich nicht konzentrieren. Beruhigen tut mich unsere Standuhr, das Ticken stört mich nicht, im Gegenteil. Musik stört mich auch, wenn ich etwas tue, deshalb höre ich die nur selten. Nur beim Tanzen ist mir die Musik lieb (gewesen). Ein laufender Fön irritiert mich, deshalb lasse ich meine Haare an der Luft trocknen. Insegesamt habe ich es gerne, wenn es ganz still ist.
05/11/2023 um 10:56 Uhr als Antwort auf: Team Wallraff 10 Jahre undercover -Ausschnitte aus Psychiatrien – Horror #316446Ja ich habe bei meinem ersten Psychiatrieaufenthalt 1981 als Mädel auch noch Übles erlebt, mag gar nicht darüber reden hier im öffentlichen Bereich
Heute ist das viel besser, allerdings glaube ich schon, dass es noch schlimme Psychiatrien gibt. Nur sind die wahrscheinlich eher die Ausnahmen. Ich war schon so oft in der Psychiatrie, kann es gar nicht mehr zählen.Auch in den 80ziger Jahren gab es schon gute Psychiatrien und halt auch miese. Damals wurden die alten NL in Höchstdosen verabreicht. Die Leute liefen rum wie Roboter. Ich auch.
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